Deutsche Geschichte unter einem neuen Blickwinkel
Der Roman ist absolut lesenswert. Von der ersten bis zur letzten Seite wird man als Leser von der Geschichte über die Graphologin Heike Holländer gefesselt. Man erfährt während des Lesens viel Interessantes über die Entstehung der Ständigen Vertretung der DDR in den 70er Jahren in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Dabei taucht man als Leser in die Abgründe der Stasi als auch dem BND ein. Man merkt, dass Annette Wieners die Fakten dazu sehr gut recherchiert hat und auch Personen, die am politischen Leben der 70er Jahre beteiligt waren, wie Willy Brandt und Günther Guillaume hervorragend in den Roman mit eingearbeitet wurden. Dabei wird einem selbst wieder einmal bewusst, wie schwierig die politische Ost-West Annäherung damals war und durch Misstrauen von beiden Seiten untersetzt war.


