Zu Beginn war ich etwas irritiert, da ich nicht so viel Kriminalität erwartet hatte und mir die Personen durchweg unsympathisch waren. Aver mit der Zeit bekamen einige Protagonisten Tiefe und die Handlung nahm Fahrt auf. Freue ich auf den zweiten Band, den ich zugleich zur Hand nehme.
Das Buch nimmt einen mit in die Welt in Binz und Berlin in den 20er Jahren. Mitreißend, herzzerreissend, wundervoll geschrieben. Bernadette ist anfangs schwer zu verstehen, aber auch sie wächst einem ans Herz. Die Charakterentwicklungen sind großartig und ich kann es kaum erwarten den nächsten Band in die Hand zu nehmen ❤️
Ich dachte es wäre eine relativ langweile Erzählung über eine Familie und das Hotel. Meine Erwartungen wurden um ein Vielfaches übertroffen und ich fand das Buch echt spannend und wollte es gar nicht mehr weglegen.
Wow, einfach nur wow.
Als ich diesen Reihenauftackt angefangen habe zu lesen, dachte ich mir es wird ein kitschiger Frauenroman. Erwartet habe ich eine frische Witwe, die versucht ihr Hotel und ihre Familie unter einen Hut zu bekommen.
Aber nein, neeeeiiiiinnnn.
Stattdessen habe ich einen Auftakt erlebt in dem es darum geht wie man sich am besten durchschlägt im Leben. Auch auf illegalem Weg. Gangs die sich gegenseitig versuchen zu vernichten. Nun gehört zu meinen lieblings Serien die "Peaky Blinders" und dieser erste Teil hatte diesen Mafia/Gangster vibe den ich an der Serie so sehr schätze. Ich hoffe der zeite Teil lässt da nicht nach.
*Rezensionsexemplar
"Es war nicht zu verhelen, dass das Grand noch längst nicht so dastand, wie Bernadette es sich wünschte. Gewiss, es war das prächtigste Gebäude, das an der Strandpromenade zu finden war. Hochherrschaftlich und luxuriös, gepaart mit dem Charme gelebter Sorglosigkeit, stand es da und verköprerte das, was Bernadette so unglaublich wichtig war: Eleganz und Klasse."
Das Cover hat mich im Buchladen immer wieder magisch angezogen. Ich liebe die Ostsee und kenne auch das pompös wirkende Hotel direkt am Binzer Strand. Also ging ich mit der Erwartung an eine atmosphärische Familiengeschichte inkl. Geheimnisse an dieses Buch heran.
Leider war es kein Highlight, sondern eine nette Urlaubslektüre ohne sonderlich viel Tiefgang. Das hängt vielleicht mit den vielen verschiedenen Sichtweisen zusammen, so dass man nur wenigen Charakteren sehr nahe kommt. Zuletzt eigentlich nur Bernadette, die aber bei mir auch viele Seiten brauchte um sympathisch zu wirken. Immerhin hat sie eine Geschichte und ist letztendlich ein interessanter Charakter. Viele andere sind leider für mich etwas eindimensional und blass geblieben. Bernadettes "dunkles Geheimnis", welches auf dem Klappentext angeteasert wird kommt leide rnur zu Beginn kurz vor und löst sich erst auf den letzten 100 Seiten relativ plump und einfach auf.
Das Setting wurde gut beschrieben, allerdings mit vielen Wiederholungen (der Akkordeonspieler nimmt ja fast schon eine beschreibende Nebenrolle ein ^^). Auch spielt ein Teil der Geschichte im Astor in Berlin, was zwar Spannung reingebracht hat, aber auch recht klischeehaft war.
Alles in allem wirkte es ein wenig wie eine Soap Opera - Gute Zeiten, Schlechte Zeiten lässt Grüßen. Die Sprache war flüssig und leicht lesbar, hätte hier und da aber etwas mehr "Poesie" vertragen können.
Das Buch hat ein gutes Ende, wo tatsächlich noch einmal Spannung für mich aufkam, aber Band 2 werde ich nicht lesen. Auch weil ich gar nicht davon ausging, dass es der Auftakt einer Reihe wird.
Voller Erwartungen hab ich mich an das Buch gesetzt. Leider wurde ich enttäuscht. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach lieblos, das merkt man besonders an den Bett-Szenen. Meiner Meinung nach gibt es hier zu viele Personen, lieber hätte ich nur eine Person im Buch begleitet, die dann Tiefgang bekommen hätte. Die einzige Person, die ich sympathisch fand, war Marie, ab der Mitte hat sie mich dann genervt. Zum Thema Charakterentwicklung kann ich sagen, dass einige Charaktere sich stark verändern, während andere dich überhaupt nicht weiterentwickeln.
Ich werde mir das zweite Buch nicht kaufen, da mich die Story(s) nicht gepackt haben.
Bin gerade in Binz. Wunderschöner Roman, um richtig in den Urlaub einzutauchen und ein besonderes Erlebnis mit dem Ort zu schaffen. Es beschert mir viel Freude durch den Ort zu gehen und mir vorzustellen, dass die Protagonist:innen auch hier waren ;)
"Das Grand Hotel" von Caren Benedikt aus dem blanvalet Verlag, erzählt eine verstrickte und geheimnisvolle Familiengeschichte, kurz nach dem Ersten Weltkrieg.
Im Jahr 1924 lebt Bernadette von Plesow auf Rügen und führt das Grand Hotel. Bei ihr leben die Kinder Alexander und Josephine, ihr mittlerer Sohn Constantin arbeitet in Berlin. Gemeinsam versuchen Alexander und Bernadette das Erbe des Vaters aufrechtzuerhalten. Während Josephine sich selbst finden muss, ist Constantin in Berlin bereits erfolgreich. Jeder dieser Charaktere erzählt seine Geschichte und birgt Geheimnisse. Caren hat einen tollen Schreibstil und lässt einen nur so durch das Buch schweben. Es zeigt eine Welt in der Nachkriegszeit und wie schwer das Leben sein kann. Doch neben den äußerlichen Faktoren werden auch die Familienerlebnisse und -geheimnisse thematisiert.
Bernadette ist eine starke Witwe, die ihr letztes Kleid für das Grand geben würde. Diesen Traum hatte sie sich mit ihrem verstorbenen Ehemann einst erfüllt. Sie füllt das Grand mit Leben, nicht nur mit ihrem starken und charismatischen Charakter, sondern auch mit ihren weiblichen Vorzügen. Sie ist unabhängig und weiß ihre Probleme selbst zu lösen.
Alexander und Josephine - das älteste und jüngste Kind, haben mich beide auf ihre eigene Art und Weise genervt. Der Sohn, der damit nicht klarkommt, dass die Mutter die Führung des Hotels nicht abgeben will und die Tochter, die nur am Jammern war.
Constantin - jung, unabhängig, reich und machtvoll. Der mittlere Sohn hat sich in Berlin ein eigenes Imperium aufgebaut und wird von anderen gefürchtet. Er ist jemand, der wohl die falschen Freunde hatte. Er war spannend, aufregend, charismatisch und böse.
"Das Grand Hotel" hat mich für einige Zeit in eine andere Zeit entfliehen lassen und gezeigt, dass es im Jahr 1924 nicht einfach zu leben war. Teilweise haben mich die Zustände traurig gemacht, jedoch hat Caren einen tollen Ausgleich mit den Familiengeheimnissen geschaffen. Ich werde mir auf jeden Fall noch den zweiten und dritten Teil durchlesen und schauen, wie die Geschichte endet. 4/5
Eher 3,5
War anfangs sehr gut, doch die Geschichte zerfaserte, bedingt durch die vielen Perspektiven, ziemlich. Das machte sie langatmig, vor allem ab der Mitte bis zum Ende hin.
Ein großes Plus waren die Charaktere, die nicht nur schwarz/weiß gezeichnet wurden, sondern recht vielschichtig gewesen sind. Das Berliner Unterwelt Milieu war unerwartet, aber sehr interessant und atmosphärisch.
Insgesamt hatte ich ganz was anderes erwartet, war aber durchweg positiv überrascht. Weniger Erzählperspektiven wären hier mehr gewesen, dann hätte die Geschichte das Tempo und die Spannung bis zum Schluß halten können
Ein toller Roman über eine Hoteliersfamilie im Deutschland der 1920er-Jahre. Die Charaktere fand ich toll, es hat Spaß gemacht, ihre Entwicklungen zu verfolgen!
Auch Band 2 wird gelesen
Zwischen Binz & Berlin.Zwischen wilden Partys & ruhigen Spaziergängen auf der Seebrücke.Willkommen im "Grand Hotel"- fabelhafte Familiensaga
Grandioser Auftakt in das Leben der Hoteliersfamilie von Plesow
Wir haben das Jahr 1924. Der Krieg ist seit 6 Jahren vorbei. Bernadette von Plesow führt zusammen mit ihrem ältesten Sohn Alexander das "Grand Hotel" in Binz - das wohl prächtigste Gebäude der ganzen Strandpromenade. Es strahlt nicht nur Eleganz aus - der Gast erlebt puren Luxus, kann sich erholen und entspannen - und weiß dies auch zu schätzen. Bernadette ist eine starke Frau, vor der nicht nur ihre Angestellten Respekt haben. Nach dem Tod ihres Mannes Karl vor 13 Jahren hat sie sich alleine um das Hotel und ihre 4 gemeinsamen Kinder gekümmert. Und blickt jetzt auf ihren Erfolg - aber sie ist noch nicht am Ende angelangt.
Auch ihr Sohn Constantin führt das angesagte Hotel Astor mit angeschlossenem Varieté in Berlin. Anders als bei seiner Mutter in Binz erlebt der Gast hier das Nachtleben der 20er Jahre. Alkohol, wilde Partys, Drogen und Prostituierte. Und Constantin steckt mittendrin in den Geschäften.
Josephine, die jüngste Tochter im Bunde ist hin- und hergerissen. Nach ihrem erfolgreichen Kunststudium in Paris lebt sie jetzt von dem Geld ihrer Familie ohne festes Einkommen. Sie träumt von der großen weiten Welt - fühlt sich aber in Binz eingeengt. Wird sie zu ihrem Bruder nach Berlin ziehen? Und was strebt Bernadette alles noch an?
Dies war der Auftakt einer wundervollen Familiensaga um das "Grand Hotel" und die Familie von Plesow. Und ich muss gestehen, ich kann es kaum abwarten, bis ich wieder in nach Binz reisen darf. Das Buch ist wie eine Reise in eine andere Zeit, bei der in den Clubs noch geraucht, getanzt und im Nebenraum die Nutten vernascht wurden. Überall riecht es nach Alkohol, Schweiß und Autoabgasen von den Straßen Berlins. Und dann findet man sich im nächsten Kapitel schon wieder an der Seebrücke von Binz und lauscht den sanften Klängen des Akkordeonspielers. All das findet der Leser in diesem Buch. Viele Charaktere, die mir allesamt auf ihre Art ans Herz gewachsen sind - sei es das Zimmermädchen Marie oder Nolte, die rechte Hand von Constantin. Alle haben ihre eigene Geschichte und trotz der vielen Erzählstränge wird es keinesfalls chaotisch oder verworren - im Gegenteil, alles fügt sich doch wieder an der ein oder anderen Stelle zusammen. Die Autorin Caren Benedikt schafft es einfach mit ihren Worten uns Leser in eine fabelhafte Welt abtauchen zu lassen - ohne viel Schnickschnack ist man mittendrin im Geschehen.
Ein Roman fürs Herz, der auch den ein oder anderen blutigen Schauplatz bereithält. Man muss dieses Buch einfach lesen!
Ich bin ein wenig zwiegespalten was den Auftakt der Reihe um das Grand Hotel der Familie von Plesow angeht.
Zu Beginn habe ich mich sehr schwer getan, in die Geschichte reinzufinden. Dies lag zu großen Teilen an den vielen verschiedenen Personen, die mir fast alle unsympathisch waren. Lediglich Josephine von Plesow fand ich interessant und sympathisch. Mit den anderen Charakteren bin ich nicht wirklich warm geworden und war an vielen Geschichten daher leider nur wenig interessiert.
Zudem passiert mir in der Geschichte einfach zu viel und vieles hat mich an eine Soap erinnert oder wie ich mir die Serie Downton Abbey vorstelle. Ständig sind irgendwelche Skandale, Verschwörungen und Geheimnisse. Dies war für meinen Geschmack einfach zu viel. Zudem war es dadurch einfach schwierig manchen Handlungssträngen zu folgen.
Nach den Startschwierigkeiten zu Beginn hatte mir das Buch zwischenzeitlich auch mal ganz gut gefallen, aber dann wurde die Begeisterung wieder durch die überladene Handlung gebremst. Wer sich auf diese Art von Geschichten einlassen kann, wird mit diesem Buch mit Sicherheit gut unterhalten, meins war es leider nicht immer.
Der Schreibstil der Autorin hat mir jedoch gut gefallen und die Geschichte war zudem flüssig zu lesen. Ob ich die Reihe weiterverfolgen werde, bin ich noch unschlüssig.
Der Schreibstil von Caren Benedikt liest sich flüssig. Ich hatte gleich das Gefühl vor Ort in Binz zu sein. Da ich selbst schon oft da war und ich Rügen sehr schön finde, hatte die Geschichte zusätzlich einen besonderen Reiz für mich. Ehrlich gesagt, hätte ich selbst nicht zu diesem Buch gegriffen, wenn es mir nicht als Rezensionsexemplar zugeschickt geworden wäre. Ich habe es daher ohne große Erwartungen gelesen. Und ich wurde überrascht - positiv überrascht!
Wir schreiben das Jahr 1924, ein paar Jahre nach dem ersten Weltkrieg wo die Goldene Zwanziger Jahre grade beginnen. Die Familie von Plesow betreibt ein wunderschönes Hotel in Binz auf Rügen und der Sohn von Bernadette ein Hotel in Berlin. Der Hauptaugenmerk im Buch liegt auf den Charakteren Bernadette von Plesow, ihrer Tochter Josephine, sowie dem Zimmermädchen Marie. Geballte Frauenpower - jeder ihrer Geschichten sind so verschieden, aber erzählenswert. Es herrschte eine Dynamik beim lesen, wobei ich das Buch in kurzer Zeit gelesen hatte.
Die Story hat mich auch überrascht: Es geht nicht nur um Liebe und die schöne Landschaft auf Rügen. Es gibt Machtkämpfe, Erpressungen, Macht und Drogen. Diese Themen haben den historischen Roman die gute Portion Würze gegeben.
Ich kann diesen ersten Band der Familiensaga wirklich empfehlen - und erwarte gespannt den Folgeband.
In dem Buch folgen wir der Hoteliersfamilie von Plesow, die sowohl in Berlin als auch in Binz (auf Rügen) ein Hotel besitzen. Die Geschichte beginnt damit, dass am Strand von Binz ein Mann tot aufgefunden wird und das Buch handelt folglich davon wie sich dieses Ereignis auf die Familie und ihre Hotels auswirkt und verschiedene Handlungsstränge in Bewegung gesetzt werden. Bernadette von Plesow ist die Besitzerin des Grand Hotels in Binz das sie zusammen mit ihrem Sohn Alexander führt. Ihr zweiter Sohn Constantin führt ein Hotel und Varieté in Berlin und obwohl er eine gute Beziehung zu seiner Familie hat weiß diese nicht alles darüber was dort vor sich geht. Zusätzlich gehört zu der Familie noch die Tochter Josephine die jüngste der Geschwister. Sie befindet sich auf der Suche zu sich selbst und scheint nicht so richtig in die Familie hineinzupassen.
Die Familienmitglieder sind die Hauptcharaktere doch es werden auch die Sichtweisen einer ganzen Reihe Nebencharaktere eingebunden, was für mich ein bisschen zu viel war und dazu geführt habe das ich niemand besonders herausstach. Während dem Lesen habe ich mich oft gefragt ob diese detaillierte Vorstellung notwendig für die Story ist (im ersten Drittel des Buches gab es schon mindestens 10 verschiedene Sichtweisen). Es ist möglich das dies bewusst gemacht wurde, um die auf handlungsstränge in den weiteren Büchern vorzubereiten, aber mich hat es während dem Lesen etwas irritiert da ich lieber erst einen guten Eindruck für die Hauptcharaktere gewonnen hätte. So sind mir Teile von Alexanders Handlungen bis zum Ende des Buches ein Rätsel geblieben.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ansonsten jedoch sehr gut, da es sich sehr flüssig lesen lässt. Jedoch habe ich die Wichtigkeit der Zitate (jeweils von verschiedenen Charakteren des Buches) am Anfang mancher Kapitel nicht verstanden. Besonders da nicht jedes Kapitel mit einem Zitat beginnt, haben Sie mich dann leider doch irgendwann gestört.
Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen und es wurde zum Ende hin auch immer interessanter. Was mir besonders gefallen hat, ist das es mal deutlich was anderes ist als die typischen historischen Romane, die sich doch oft vom Thema her ähneln. Zwar folgen wir auch hier drei starken Frauen aber die Entwicklung von Constantin und wie sein Leben in Berlin das seiner Familie beeinflusst, war etwas erfrischend neues.