Oh je...
In Rowan & Ash geht es um Rowan, der eigentlich der Prinzessin Alyss versprochen ist, aber stattdessen Ash liebt, den Königssohn eines benachbarten Königreichs. Und dass in einem Königreich, in dem Homosexualität gar nicht gerne gesehen wird... Gleichzeitig droht die Schwarze Königin aus ihrem Gefängnis (dem Schattenlabyrinth) auszubrechen und das Königreich beschließt dieses zu versiegeln und damit den Zugang zur Magie zu verlieren... Spoilerwarnung! Fangen wir mit dem Positiven an: die Protagonisten! Ich liebe Rowan! Gerade der Anfang macht es leicht, sich in ihn hineinzufühlen und seinen Struggle zwischen den Wünschen seines Vaters und Ash zu verstehen! Und ich finde die beiden passen auch zueinander, auch wenn ich Ash etwas weniger sympathisch finde. Zu Beginn war ich mir nicht sicher, wie der Autor die beiden Handlungsstränge zusammenführen möchte. Es sind zwei komplett verschiedene Geschichten, die das Buch erzählt. Letztendlich wird es gelöst, in dem Ash das Schattenlabyrinth betritt, um Rowan zu beweisen, dass Rowan ein Held ist. Es funktioniert für mich zwar nicht wirklich, war aber in Ordnung. Und den Blick auf Held und Feigling finde ich auch relativ gut dargestellt. Wovon ich aber wirklich enttäuscht bin, ist der queere Aspekt. Im Grunde ist es nur die Beziehung zwischen Ash & Rowan, die wirklich thematisiert wird. Was schade ist, denn das Thema einer homophoben Gemeinschaft wird ja aufgemacht. Aber Rowan bekommt die Auswirkungen nie wirklich zu spüren und bei Ash sind die Leute auch relativ zurückhaltend. Das ganze Buch über macht sich Rowan Gedanken darüber, wie seine Familie und seine Verlobte reagieren werden, aber das Buch endet, bevor wir diese Reaktionen zu sehen bekommen. Leider ist das Magiesystem auch nicht wirklich gut ausgearbeitet. Es ist an keiner Stelle wirklich klar, was welches Artefakt (Dinge, die Magie gespeichert haben) wirklich kann und ihre Eigenschaften passen sich auch je nach Situation an. So kann ein Knopf, der eigentlich zur sprachlichen Kommunikation verwendet wird, plötzlich auch holographische Abbilder erzeugen oder die Körperübernahme ihres Trägers ermöglichen. Beide Handlungsstränge hätten deutlich besser ausgearbeitet werden können. Das Ende kommt ziemlich abrupt und ich fand es auch ziemlich vorhersehbar. Wenn so oft erwähnt wird, wie böse die Schwarze Königin ist, dann ist es für mich nicht sonderlich überraschend, dass sie nur eine Figur ist, der die Bosheit bloß angedichtet wurde. Fazit: Ich würde nicht unbedingt davon abraten, das Buch zu lesen. Es ist trotz seiner 400 Seiten aufgrund der einfachen Sprache auch relativ schnell durchgelesen. Ich verstehe, wenn Leute dem Buch mehr abgewinnen können und ich freue mich für euch. Mir persönlich fehlte das Buch jedoch an Tiefe und es hätte ruhig etwas länger sein können um seine Geschichten feiner auszuarbeiten. Denn das Potenzial ist auf jeden Fall da!





















































