
Sprachlos….
Puh, was ist das denn? Die Grundidee und die groben Züge der Story gefallen mir gut. Nichts originäres. Teenager mit besonderen Fähigkeiten an einer ebenso besonderen Schule. Aber das kann ja durchaus unterhaltsam sein und macht mir oft total Spaß. Viele Jugendbücher haben einen besonderen Charme, da sie oft humorvoll und sarkastisch sind. (zB die Romane von Kerstin Gier oder auch Lockwood&Co. von Jonathan Stroud), aber das hier war einfach plump. Die Charaktere begegnen sich entweder unverhältnismäßig aggressiv oder notgeil. Dinge wie: „Fi* dich ins Knie, …“ S. 28 brauche ich persönlich wirklich nicht zu lesen. Einige Passagen halte ich außerdem für ein Jugendbuch für absolut unangemessen. „Aber Jayce wusste, wenn sie aufblickte, dann würden ihre skeptischen grauen Augen ihn auf Abstand halten - und das reizte ihn umso mehr. Kühl, distanziert und bissig. Die Herausforderung, hinter ihre Verteidigungswälle zu gelangen, erhöhte den Reiz des Spiels. Dieses Mal würde die Trophäe ihm gehören! Er näherte sich mit geschmeidigen Schritten, ein Raubtier auf der Pirsch. Seine Beute spürte seine Anwesenheit, sie blickte auf und schenkte ihm einen dieser unterkühlten Blicke.“ S. 65 Die Herausforderung hinter ihre Verteidigungswälle zu gelangen, erhöhte den Reiz des Spiels?!? Also bitte seit wann ist ein „Nein“ oder ablehnendes Verhalten denn eine Herausforderung? Auf S. 67 war ich dann endgültig raus: „Was siehst du dir da Hübsches an?“ „Eine ausnehmend appetitliche Kehrseite.“ Ein wenig später: „Sie kommt zum Klettern.“ Malik lachte. „Und damit hast du freie Sicht auf die Kehrseite und jede Entschuldigung, sie anzufassen, du Glückspilz.“ Abbruch.


