Ein atmosphärisches und spannendes Fantasy Jugendbuch. Durch den Titel und das Cover von außen und die besondere Geschichte und einzigartige Welt im Inneren. Eine verborgene Zwischenwelt, die nur zu besonderen Dämmerzeiten sichtbar wurde und bewohnt von Wesen der Dämmerung, die keiner aus der Festwelt, der Welt der Menschen sehen konnte. Doch Elias konnte das und auch seine Freundin Shaka mithilfe einer App auf dem Handy und dessen Kamera. Und ehe sich die beiden versahen, waren sie ein Teil dieser Welt. Da waren ein Haus, das es eigentlich gar nicht gab und U-Bahn Tunnel, Hyroglyphen und ein Symbol und eine Email mit einer mysteriösen Hilfe Nachricht. Da waren das Erforschen der Wunder hinter der Stadt und Begegnungen mit dem Zwischen. Ein Ort mit einzigartigen Bewohnern und einer eigenen Welt. Da waren der Herr der Spiegel und die Königin, Bewacher und Seele der Welt. Da waren Schwellenorte und Schwellenwesen, die Unterweltslinie mit der Bahn der Gesichtslosen und das Vier-Winde Haus, der Dämmerbasar und der Schwarze Spiegeturm. Da waren die Bedrohung zu Glas zu erstarren und daraufhin die Mission, diese Welt zu retten. Eine Mission voller Begegnungen mit den Wesen der einzigartigen Welt aber auch mit neuen Charakteren. Da waren Shaka und Thorben sowie Kellersalamander und Lästerspeier. Eine Mission voller schöner Momente und Dialoge. Da waren das Schließen von Freundschaft und unterhaltsame Wortgefechte. Am Ende wurde es nicht nur sehr spannend, sondern auch richtig tiefgründig. Es ging um das Bewahren und das Festhalten, aber auch um Veränderungen und um Neues. Dies betraf auch den Protagonisten Elias, dessen Eltern sich gerade trennten. Ich fand es klasse, dass dieses Thema in der Geschichte erwähnt wurde, jedoch hatte es sich damit auch schon. Der Autor kratzte nur an der Oberfläche und die Eltern und ihr Verhältnis zu Elias hatten für mich zu wenig Tiefe. Auch Elias selbst blieb leider etwas blass, was ich schade fand da er mir dennoch sympathisch war. Die Nebencharaktere waren es ebenso und ihr gemeinsames Abenteuer hat mir gefallen. Gerade das letzte Kapitel war besonders schön, der Blick auf das Zwischen. Das Zwischen das überall war, wenn man erst einen Blick dafür hatte.
17. Feb.Feb 17, 2024
Schwarzes Glas - Die Reise in die Zwischenweltby Hendrik LambertusUeberreuter Verlag, Kinder- und Jugendbuch
