
Empfehlung für jeden Fan von Asimov!
~ Rezensionsexemplar ~ Ich hatte hohe Erwartungen, denn: soziale Sci-fi Kurzgeschichten? Mutig, wenn man sich mit dem Herrn davon messen muss: Asimov. Ich musste sofort an seine Kurzgeschichten denken (z.B. I, Robot) und den Vergleich muss man erstmal aushalten. Und wie er ausgehalten wurde! Ich bin begeistert! Tatsächlich für mich ebenbürtig - und natürlich mit einem kleinen Vorteil, weil es viel realistischer ist als es bei Asimov je sein konnte. Dass die Autorin selbst einen wissenschaftlichen Hintergrund hat, merkt man den Geschichten (zumindest den biomedizinischen) stark an. Allerdings nicht unverständlich stark. Die Geschichten regen wirklich zum Nachdenken an. Nicht alle enden überraschend, aber es muss auch nicht immer einen großen Plottwist geben. Manches Mal ist einfach auch der (vorhersehbare) Weg der Erkenntnis interessant (Geschichten mit WHAT Plotttwist gibt es aber auch!). Die Stärke der Geschichten sind ihr Realismus. Bei vielen musste ich schmunzeln, weil es einfach gar nicht so fern wirkt (z.b Proteste für ein KI-Kunst Museum). Selbst die, die nicht in der nahen Zukunft spielen (z.B. Apokalypse) beinhalten doch Inhalte, die schon jetzt Thema sind. Selten hab ich so gute Kurzgeschichten gelesen. Auch wenn sie natürlich das Rad nicht neu erfinden. Das tat Asimov aber auch nicht 😉 Die CNs am Ende des Buches sind jedoch zu beachten, denn die Themen sind teilweise nicht einfach. Dafür ist die Umsetzung genial. Der Schreibstil ist wundervoll, manche Metaphern hätte ich mir gern eingerahmt. Dabei ist es jedoch nicht zu viel. Sachlich wie bei Asimov ist es jedoch nicht 😉 Katja Jansen hat einen stark metaphorischen Schreibstil mit starken Vergleichen und Bildern. Und ich stehe ja sowas von auf guten Buchsatz und Überschriften. Seht es euch an! Es ist so zauberhaft! Klare Empfehlung!




