Ein Roman zum Nachdenken
"In der Stille der Zeit" ist ein Roman, der von 3 Frauen handel, die sich noch aus der Schulzeit kennen, sich aber über die Jahre von einander entfernt haben und nun, durch eine weitere Freundin und ihrer nahenden Hochzeit, wieder zu einander finden. Jede der Chataktere hat verschiedene Emotionen, Ängste und Ereignisse aus der Vergangenheit im Gepäck und es nach und nach Erinnerungen hoch, die vergessen schienen. Dieser Roman läßt erkennen, wie sehr Erfahrungen prägen können und auch die Gegenwart beeinflussen können und das nicht immer alles so einfach und toll ist, wie es nach aussen und für andere sichtbar scheint. Die Erzählungen bzw. Gedanken aus Sicht der Charaktere fand ich hier gut gelungen. Das Einzige, was mich im Lesefluss hin und wieder störte waren Sätze oder Gedanken wie z.B. Offensichtlich konnte sie selbst, Agnes, das nicht erkennen. Also das der Name vom Charakter quasi selbst gedacht wurde um zu zeigen wer genau gemeint war. Das Ganze spielt sich zur Corona Pandemie Zeit ab, die daher auch allgegenwärtig ist und für eine entsprechende Atmosphäre wirkt. Auch da kommen ganz eigene Erinnerungen hoch. Am Ende stellt man sich selbst unweigerlich die Fragen: Wie sehr hat mich bis heute etwas aus meiner Vergangenheit geprägt? Warum spricht man seine Ängste oder wahren Gefühle nicht aus und verbirgt sie all zu oft hinter Phrasen? Insgesamt von mir eine klare Leseempfehlung für ein Buch mit mehr Tiefgang.






