Solides Debüt, spannender Auftakt
Alles in allem ist dieses Buch ein solider Auftakt der Reihe und ein gutes Debüt. Die Story ist spannend geschrieben und der Einstieg in die Geschichte gibt dem Leser einen guten Einblick in die Allvelt und ihre Vergangenheit und die Charaktere werden super eingeführt. Der Pace ist anfangs gut mit der Lernkurve des Lesers zu vereinbaren, so hat man genug Zeit, um die Hauptakteure und die Welt kennenzulernen und sich auf die Geschichte einzulassen. Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und man begibt sich auf eine abenteuerliche Reise mit Adreju und seinen Kameraden, jedoch passiert auf den 400 Seiten genug für locker das Doppelte und ab einem gewissen Punkt, fällt man von einem Abenteuer ins nächste, ohne überhaupt mit dem ersten abgeschlossen zu haben. Das wird durch den teils etwas distanzierten Schreibstil unterstützt, der es mir nicht immer ermöglicht hat mich in die Charaktere einzufühlen. Dazu kam, dass die Hauptakteure eine doch recht solide Plotarmour haben und ich mir so nicht wirklich Sorgen um sie machen musste. Eine Inspiration für diese Geschichte war das Universum aus „The Witcher“ und das kommt sehr deutlich durch. Teils waren mir die beiden Welten etwas zu ähnlich, aber das und die Entwicklung Adrejus zum kaum irrenden „Knight in shining armour“ sind persönliche Abneigungen, die schlicht nicht meinem eigenen Geschmack entsprechen, aber sehr wohl ein Publikum finden und haben. Wenn man also nach einem Buch sucht, das ähnliche soziale Konflikte behandelt wie die Witcher Bücher (Stichwort: Elfen vs Menschen) oder ein Fan von „Legend of the Seeker“ ist, dann würde ich euch das Buch dringend empfehlen, denn wie gesagt, Adrejus Reise ist spannend, ereignisreich und lässt einem kaum Zeit zum Luftholen. Nach dem Finale bin ich bereits sehr gespannt wohin es Adreju als nächstes verschlägt und welche Abenteuer der Autor noch für ihn und seine Freunde in petto hat.





