
Kaja Paulan entführt uns mit „Ragnarmar“ in eine märchenhafte Welt, die sich anfühlt wie ein vertrauter Traum … nur mit deutlich mehr Fragezeichen, Gefahren und Wesen, die man nachts lieber nicht alleine treffen möchte. Gemeinsam mit Emilia stolpert man kopfüber in ein Reich, in dem Märchenfiguren zum Leben erwachen und man sich ständig fragt: Bist du jetzt nett oder willst du mich fressen? 👀✨ Denn in Ragnarmar ist nichts so eindeutig, wie es scheint. Freund oder Feind? Gute Absichten oder doch zwei Gesichter? Man lernt schnell: Vertrauen will hier wohlüberlegt sein. Emilia startet ihre Reise als eher verletzliche Heldin, wächst aber mit jedem Abenteuer ein Stück über sich hinaus. Mut, Freundschaft und Zusammenhalt spielen dabei eine große Rolle. Genauso wie Schmerz und Verlust, die sie (und uns Leser) nicht unberührt lassen. Ja, Ragnarmar ist zauberhaft, aber definitiv kein Ponyhof. 🥀 Besonders faszinierend fand ich, wie geschickt verschiedene Märchen und Geschichten miteinander verwoben wurden und so gemeinsam dieses einzigartige Reich formen. Es fühlt sich an, als hätte jemand Grimms Märchen in einen magischen Mixer geworfen. Im besten Sinne. Auch wenn das Buch vermutlich eher für ein jugendliches Publikum gedacht ist, werden sich Leser jeder Altersstufe von der Atmosphäre einfangen lassen. Einmal drin, kommt man nur schwer wieder raus. Ganz persönlich hätte ich mir ein paar mehr Szenen mit Crispin gewünscht und hier und da ein etwas flotteres Tempo. Aber ganz ehrlich? Das ändert nichts daran, dass mich dieses Buch schlichtweg verzaubert hat. Und dieses Ende … sagen wir mal so: Meine Neugier steht immer noch im Raum und winkt wild nach einer Fortsetzung. ✨📖 Ein märchenhaftes Abenteuer mit Herz, Schatten und einer ordentlichen Portion Magie. 💫

