Großartig
Ein so ein berührendes Buch Eine absolute Empfehlung
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Ciao bis zu den schönen Tagen von Roberta Recchia, aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt, ist der zweite Roman der Autorin, der wie bereits ihr Debütroman Endlich das ganze Leben mit dem Tod eines jungen Mädchens beginnt. In dem Roman geht es um die Familie des Täters Maurizio Nardulli. Luca Nardulli, 12, verliebt sich in die 16jährige Betta. Diese verbringt ihre Sommer im Ferienhaus ihrer Eltern in Torre Domizia an der italienischen Küste. Luca schmachtet Betta aus der Ferne an, er ist sich dessen bewusst, dass sie nicht an ihm interessiert ist. Trotzdem schenkt sie ihm Aufmerksamkeit und ab und an wechseln die beiden sogar ein paar Sätze. Als Betta eines Morgens tot am Strand aufgefunden wird, ist Luca am Boden zerstört, er glaubt, sich nie wieder verlieben zu können. Lucas Vater ist Polizist, er ermittelt in Bettas Fall. Die Täter werden erst Jahre später gefunden, einer von ihnen ist Maurzio, Lucas älterer Bruder, zu dem Luca immer aufgeschaut, den er immer bewundert hat. Luca wird von seiner Mutter in den nächsten Zug nach Bergamo gesetzt, wo sein Onkel Umberto mit seiner Frau Mara und den drei Töchtern Carolina, Caterina und Emilia wohnen. In Bergamo wird Luca von seinem Onkel herzlich empfangen, seine Tante hingegen will ihn so schnell wie möglich wieder loswerden. „Woher willst du wissen, dass er nicht auch so ein Tier ist wie sein Bruder? Dein ach so reizender Neffe. Luca muss gehen“. Umberto hält zu Luca und zieht mit ihm in die Klosterschule, in der er seit vielen Jahren stellvertretender Schulleiter ist. Bei den Patern geht es Luca gut, allerdings vermisst er seine Eltern und vor allem seine Freundin Flavia. Flavias Eltern verbieten ihr den Kontakt zum Bruder eines Mörders, doch sie tut alles, um Luca wiederzusehen. „Sein Leben kam ihm vor wie ein Kartenhaus, das er nach jedem Einsturz hartnäckig wieder aufbaute: Doch schon beim kleinsten Windhauch herrschte wieder tabula rasa.“ (S. 124) Im zweiten Teil gibt es einen Sprung ins Jahr 2002 – Luca ist 36 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Maurizio wird aus dem Gefängnis entlassen, und die beiden Brüder sehen sich nach zwanzig Jahren wieder. Sie sind nicht mehr dieselben, die sie damals in Torre Domizia waren. Ob Luca seinen Groll überwinden kann und es zu einer Versöhnung kommt? Das Schicksal der Familie Nardulli hat mich tief berührt. Ich finde es ungewöhnlich, dass eine Frau aus der Sicht eines jungen und eines älteren Mannes schreibt, denn neben Luca dreht sich die Handlung um seinen Onkel Umberto - der seine drei Töchter über alles liebt, sich jedoch immer einen Sohn gewünscht hatte. Ich fand es bewundernswert, wie er sich für Luca einsetzt und alles dafür tut, damit sich dieser in der neuen Stadt und der neuen Schule wohl fühlt. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und werde auch Endlich das ganze Leben noch lesen, in dem es um Bettas Familie geht. Ciao bis zu den schönen Tagen ist ein Buch, das zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in einer Familie ist und dass man nur gemeinsam Schicksalsschläge überwinden und vielleicht sogar wieder ein glückliches Leben führen kann. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.