Sehr detailliert & interessant!
True Crime geht immer!
Sehr detailliert & interessant!
True Crime geht immer!

Interessant und tragisch zugleich 😪🥲
Durch das Buch „Die Holländerinnen“ wieder an den Fall der in Panama in 2014 ums Leben gekommenen Kris und Lisanne aufmerksam gemacht, habe ich gesehen, dass es auf prime auch noch ein „ordentliches“ Buch (😅😅) zum Fall gibt. Also habe ich es auch gelesen. Zur Erinnerung: Kris Kremers und Lisanne Froon, zwei niederländische Studentinnen, verschwanden am 1. April 2014 während einer Wanderung auf dem El Pianista Trail in Panama. Nach einer umfangreichen Suche wurden Monate später Teile ihrer Leichen gefunden. Der Fall ist bis heute ungelöst und Gegenstand zahlreicher Spekulationen, da die offiziellen Ermittlungen zwischen Unfall und Verbrechen schwanken. Das Buch hat mir anfangs gut gefallen, auch wenn ich frühzeitig gemerkt habe, dass das Autorenduo scharf gegen alle anderen schießt und sie sagen, dass im Prinzip nur ihr Buch richtig ist. Die ganze True Crime Szene ist in meinen Augen schwierig. „How can I make this about me“ Syndrom wohin man blickt. Aber gut, zurück zu meiner Meinung: Ich konnte irgendwann nicht mehr folgen, was okay ist. Ich habe nicht vor, den Fall aufzuklären. Da müsste man das Buch sehr genau studieren und alles selbst nach recherchieren. Am besten sich ein white board machen. Man erfährt hier aber definitiv mehr als bei anderen Quellen. Was jetzt der Wahrheit entspricht, weiß ja nun mal niemand. Nach der Lektüre gehe ich persönlich davon aus, dass die jungen Frauen keinen Unfall hatten, sondern eher einem Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Es gibt einfach zu viele Ungereimtheiten bzgl. der Handydaten und der Fotos auf der Kamera. Im Buch sind die Fotos übrigens in Farbe drin, was richtig creepy ist. Habe mich spät abends richtig gefürchtet als ich diese Abschnitte gelesen habe. In das Buch ist sehr viel Arbeit reingeflossen, das merkt man auf jeder Seite. Ich würde daher auf jeden Fall sagen, dass es sich lohnt. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass im Zusammenhang mit dem Tod der Touristen sehr viele Einheimische ums Leben gekommen sind, mitunter ebenfalls unter mysteriösen Umständen. Mich regt das innerlich immer sehr auf, dass gefühlt bei weißen Personen der Aufschrei grundsätzlich immer größer ist. Macht Euch unbedingt ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️
True-Crime hautnah...
•Verschollen in Panama - Die wahre Tragödie vom Pianista Trail• Mich interessieren True-Crime-Fälle sehr, ich habe jedoch zuvor noch nie ein Buch in diesem Bereich gelesen. Dokumentationen waren das einzige, was ich bisher gesehen hatte. Das Buch hat mich jedoch in seinen Bann gezogen. Es ist grausam, was den beiden Damen geschehen ist und womöglich weiß man trotzdem nur einen winzigen Teil davon, was WIRKLICH passiert ist. 2014 ist bereits 11 Jahre her und doch lässt der True-Crime-Fall von Kris Kremers und Lisanne Froon viele Menschen nicht los. Annette Nenner und Christian Hardinghaus haben unzählige Akten gesichtet, recherchiert und Annette war sogar vor Ort in Panama, um die Ungereimtheiten hinter dem Fall aufzudecken und sich selbst ein Bild davon zu machen. Detailliert und strukturiert werden sowohl Fakten, Vermutungen, als auch rekonstruierte Situationen beschrieben und verglichen. Durch die Zugaben von eigens geführten Interviews, wird dem Buch noch mehr Tiefe verliehen. Annette und Christian haben es so wertschätzend und empathisch wie möglich geschrieben, um ungerechte Beschuldigungen aus dem Weg zu räumen und auch, dass die Geschichte von Kris und Lisanne niemals vergessen wird. 🙏🏻🕯 Ich war an mehreren Stellen sprachlos, teils wütend und auch traurig. Es ist wie ein Puzzle, wo die letzten Teile fehlen. Auch wenn der Fall grausam ist, habe ich das Buch verschlungen. Ich denke, ich darf an der Stelle trotzdem erwähnen, dass das Buch richtig gut geschrieben ist. 🥰 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ | 5
Ein True-Crime-Buch, das seine Bezeichnung wirklich verdient – nicht reißerisch, nicht sensationsheischend, sondern mit ehrlichem Aufklärungswillen, journalistischer Gründlichkeit und großer Empathie geschrieben. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von Kris Kremers und Lisanne Froon, zwei niederländischen Studentinnen, die 2014 im panamaischen Dschungel verschwanden. Ein Fall, der seither unzählige Spekulationen, Gerüchte und Theorien hervorgebracht hat – aber kaum fundierte Aufarbeitung. Bis jetzt. Denn was Annette Nenner und Christian Hardinghaus in monatelanger Arbeit geleistet haben, ist beeindruckend. Nenner reist selbst nach Panama, nicht nur einmal, sondern mehrfach. Sie spricht mit Menschen vor Ort, mit möglichen Augenzeugen, Bekannten, Helfern – und mit dem Dschungelführer, der von vielen bis heute als Hauptverdächtiger gilt. Sie läuft selbst mehrfach den Pianista-Trail, auf dem die beiden Mädchen zuletzt gesehen wurden. Dabei nimmt sie den Leser mit – mitten in den Urwald, mitten in die Unsicherheiten, Fragen und Widersprüche, die den Fall so komplex machen. Währenddessen sichtet Christian Hardinghaus akribisch alle verfügbaren Akten, Protokolle, Polizeiberichte und Fotos. Die Menge an Material ist erdrückend – und genau deshalb so wichtig. Denn das Buch verzichtet bewusst auf vorschnelle Schlüsse. Stattdessen rekonstruieren die beiden Autoren nicht nur den offiziell bekannten Ablauf des Falls, sondern nehmen sich jede kursierende Theorie vor: von naheliegenden Hypothesen bis hin zu wilden Verschwörungserzählungen. Und das Beste daran: Jede Theorie wird mit denselben Maßstäben gemessen. Objektiv, gründlich, respektvoll. Wo etwas nicht belegbar ist, wird es klar benannt. Wo sich Schwächen in der Argumentation zeigen, werden sie offen gelegt – selbst wenn es um populäre Podcasts, Reportagen oder Internetmythen geht. Der Ton bleibt dabei stets sachlich. Dieses Buch will nicht polarisieren oder entlarven – es will aufklären. Und genau das tut es. Es bleibt dabei immer auf Augenhöhe mit seinen Leser:innen und verzichtet auf Sensationshascherei. Vielmehr geht es um Wahrhaftigkeit und Aufklärung – um das Erzählen einer Tragödie, die nie zu einem spekulativen Krimi hätte werden dürfen. Besonders gelungen sind die persönlichen Logbucheinträge von Annette Nenner, die nicht nur die Reise dokumentieren, sondern auch die emotionale Seite dieses Projekts sichtbar machen. Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die Hindernisse und Fragen, die sie begleiten – all das bringt ein großes Maß an Menschlichkeit in eine Geschichte, die oft entmenschlicht wurde. Wer sich für den Fall interessiert, findet hier keine simplen Antworten – aber sehr viele Fakten, Zusammenhänge und fundierte Einschätzungen. Ein Muss für alle, die nicht nur an der Oberfläche kratzen wollen. Und für alle, die sich wünschen, dass True Crime endlich wieder das bedeutet, was es ursprünglich war: sorgfältige Recherche, differenzierte Perspektiven und Respekt vor den Betroffenen.
Große Empfehlung!
Zu Beginn dieser Rezi muss ich mich mal eben als großer True-Crime Fan outen. Ich höre ungefähr jeden Podcast, den es dazu gibt, schaue Videos/Serien über Kriminalfälle und habe sogar meine Bachelorarbeit über True-Crime Podcasts geschrieben. Daher war es für mich nur allzu logisch, mir auf Empfehlung eines alten Arbeitskollegen aus meiner Radiozeit dieses Buch zu besorgen - und ich habe es keine Sekunde bereut! 'Verschollen in Panama' von Christian Hardinghaus und Anette Nenner behandelt den unaufgeklärten Todesfall von Kris Kremers und Lisanne Froon, einen der berühmtesten True-Crime Fälle der Welt. Ich kannte den Fall schon vorher durch ein Youtube-Video und war auch der Meinung, recht viel über den Fall zu wissen - dieses Buch hat mich eines anderen belehrt. Es taucht erstaunlich tief in die Materie ein, gibt einen detaillierten Blick in die Fallakten und arbeitet mit journalistischer Genauigkeit verschiedene Theorien auf. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie wenig reißerisch das Buch aufgebaut ist und wie sauber die beiden Autoren den Fall aufgearbeitet haben. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Autoren eine bestimmte Theorie bevorzugen oder sich auf eine bestimmte Seite schlagen wollen, sondern sich vielmehr um eine lückenlose Aufklärung des Falles bemühen. Der Schreibstil war für ein Sachbuch recht angenehm, da zwischen den sachlichen (und daher eher trockenen) Passagen einzelne Tagebucheinträge der Autorin eingebaut wurden, die ihre Recherchen und Zeugenbefragungen vor Ort verdeutlichen sollen. Dieser Wechsel zwischen harten Fakten und subjektiver Erzählung hat das Buch an einigen Stellen gut aufgelockert, wodurch mir das Lesen stellenweise richtig Spaß bereitet hat (also, so viel Spaß man eben bei einer Erzählung über einen Todesfall haben kann). Bewertung: 5/5 ⭐ Eine wichtige Info noch: das Buch ist self-published, was sich leider etwas an der Qualität bemerkbar macht. Die Autoren haben am Anfang ihres Buches aber erklärt, warum sie sich für diese Art der Publikation entschieden haben (i love it), weshalb ich über ein paar äußere Mängel hinwegsehen kann.
🥰📚🥰
Ich fand es sehr spannend das Buch zu lesen. Sehr genau beschrieben. Und Fotos enthalten. Sehr traurig was den beiden passiert. Und für die Hinterbliebenen nicht genau zu wissen was passiert 🌟🌟🌟🌟🌟

Ich war zuvor nicht mit dem Fall von Kris Kremers und Lisanne Froon vertraut, bis Johanna @wordfulbooks mich darauf aufmerksam machte. Der Klappentext sowie der Fall selbst klangen äußerst interessant und ich war gespannt darauf, was mich in diesem Buch erwarten würde. Die Autoren haben zweifellos eine ausgezeichnete Recherchearbeit geleistet, die es wirklich faszinierend gemacht hat, dieses Buch zu lesen. Es wird tief gegraben und verschiedene Theorien werden diskutiert, die sowohl plausibel als auch widerlegt werden. Besonders frustrierend fand ich die Fehltheorien, die ungerechterweise andere Menschen belasteten. Es gab viele faszinierende Details und Gedanken zu diesem Fall, die mich förmlich dazu zwangen, das Buch zu verschlingen. Obwohl der Fall bis heute ungelöst ist, liegt dies meiner Meinung nach vor allem an den panamaischen Behörden. Beweismaterial verschwand plötzlich, relevante Personen wurden nicht vernünftig befragt und es kam zu vielen weiteren Fehlern, die mich wirklich verärgerten. Es muss für die Eltern unerträglich gewesen sein, dass die Ermittlungsbehörden so inkompetent arbeiteten. Für mich war dies ein unglaublich spannender True Crime-Fall, der professionell zusammengefasst und analysiert wurde. Die Geschichte hat mich dermaßen in den Bann gezogen, dass ich sogar zusätzliche Recherchen im Internet anstellte. Dieses Buch war für mich eine unerwartete Bereicherung, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Ich hoffe sehr, dass die Recherchen der Autoren genutzt werden, um die Ermittlungen wieder aufzunehmen und um zu erfahren was mit Kris und Lisanne passiert ist.