Zwei gebrochene Menschen, die nie ganz loslassen konnten
In dem Buch Sieben Tage im Juni geht es um die Erotikautorin Eva, die bereits eine erfolgreiche 14-teilige Reihe veröffentlicht hat und eigentlich schon den 15. Band schreiben sollte. Doch aktuell wird sie von einer heftigen Schreibblockade ausgebremst. Auf einem Literatur-Panel trifft sie schließlich auf den Autor Shane. Was niemand weiß: Die beiden kennen sich bereits und teilen eine gemeinsame Vergangenheit. Schnell merkt man, dass zwischen ihnen nicht alles Vergangenheit ist und immer noch eine besondere Dynamik herrscht. Sehr schockiert hat mich, unter welchen Umständen Eva überhaupt zum Schreiben gekommen ist. Ihre Vergangenheit hat sie stark geprägt – genauso wie Shane seine eigene Vergangenheit geprägt hat. Dadurch wirken beide wie unglaublich starke und tiefgründige Protagonisten. Besonders schön fand ich zu lesen, welche Entwicklung sie trotz des großen Päckchens, das sie mit sich tragen, durchgemacht haben. Der Prolog ist mit sehr viel Humor geschrieben und ich musste direkt grinsen, als ich die ersten Zeilen gelesen habe. Insgesamt habe ich während des Lesens unglaublich viele Emotionen gespürt. Zwischendurch habe ich richtig mit den Protagonisten mitgelitten, aber auch oft gelacht. Das Buch war für mich eine echte Gefühlsachterbahn. ✨ Leider habe ich etwas gebraucht, um vollständig in die Geschichte hineinzufinden und die Hintergründe richtig zu verstehen. Danach bin ich gut reingekommen, bevor es zum Ende hin nochmal etwas holprig wurde. Das Buch greift immer wieder wichtige Themen auf und vermittelt dabei unterschwellig bedeutende Botschaften. Ich finde es toll, dass solche wichtigen Themen angesprochen und verarbeitet werden. 🤍

