Dritter Teil der „Helmsby“ Serie, welcher zeitlich vor den beiden ersten Romanen spielt. Er handelt von der spannenden Zeit der dänischen Überfälle und der Machtkämpfe über die Herrschaft des englischen Königshauses
Gewohnt guter, flüssiger Schreibstil der Autorin, die es versteht in diese Zeit, durch persönliche und familiäre Geschichten, einzutauchen, a la Ken Follet, Daniel Wolf etc.
Für Liebhaber historischer Schmöcker ein „MUSS“
⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️
Auch wenn mich die Story stellenweise etwas gelangweilt hat, nahm sie immer wieder Fahrt auf, sodass sich die 1000 Seiten am Ende doch recht schnell lesen liesen. Wie immer eine fabelhafte Gablé-Zusammenfassung der englischen Geschichte mit spannenden Facts!
Ich lese Rebecca Gablé schon lange und habe auch diesmal genau das bekommen, was ich mir erhofft habe. Der Rabenthron hat mich von den ersten Seiten an gepackt. Ohne lange Einführung war ich sofort im England des 11. Jahrhunderts und mitten im Machtgefüge dieser Zeit.
Besonders überzeugt haben mich die Figuren. Sie fühlen sich nicht wie historische Namen an, sondern wie Menschen mit Ecken, Schwächen und klaren Motiven. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und an manchen Stellen auch geschmunzelt. Die Geschichte trägt sich nicht nur durch politische Intrigen, sondern durch die Beziehungen zwischen den Figuren.
Königin Emma ist für mich die stärkste Figur des Romans. Sie ist entschlossen, klug und kämpft kompromisslos für ihre Kinder. Gleichzeitig bleibt sie nicht idealisiert. Dass sie die Kinder aus ihrer ersten Ehe lange vernachlässigt und ihr erst spät bewusst wird, wie eng die Bindung eigentlich ist, hat mich traurig gemacht. Gerade dieser Schmerz macht ihre Entwicklung glaubwürdig und menschlich.
Der Rabenthron ist ein historischer Roman mit Spannung, emotionaler Tiefe und starken Charakteren. Für mich ein weiteres sehr gelungenes Buch von Rebecca Gablé.
Rabenthron hat mir insgesamt gut gefallen und liest sich flüssig. Die Geschichte ist spannend, kommt für mich aber nicht ganz an andere Bücher von Rebecca Gablé heran. Trotzdem ein solides und unterhaltsames Buch.
Toller historischer Roman in einer sehr interessanten Zeitspanne
Ein ganz tolles Buch mal wieder von Rebecca Gablé! Die Handlung bleibt durchweg spannend, es geht um Freundschaft, den Kampf um den englischen Thron, Liebe und Hass. Königin Emma ist eine beeindruckende Persönlichkeit und es war so spannend, die Charaktere in diesem Buch kennenzulernen und somit auch etwas über die Geschichte Englands zu erfahren . Man merkt, dass Rebecca Gablé wieder extrem gut recherchiert hat und die historischen Romane von ihr sind unvergleichlich! Auch die Nachbemerkung fand ich sehr gut und spannend zu erfahren, welche Bezüge es in die heutige Zeit noch gibt.
Eine lang ersehnte Rückkehr nach Helmsby mit Charakteren, die man sofort ins Herz schließt, doch zum Ende hin verliert das Buch leider an Schwung und Herz.
Rebecca Gabelé schreibt fesselnd wie eh und je und doch bin ich zwiegespalten, ob mir das Buch gefällt. Ich habe mich sehr gefreut, dass endlich wieder ein Roman in Helmsby spielt und zudem einige bekannte Gesichter aus „Das zweite Königreich“ auftauchen, die einem das ein oder andere Schmunzeln entlocken. Ælfric und besonders Penda habe ich sofort ins Herz geschlossen und auch die Dynamik des Dreiergespanns mit Hakon und Bruder Eilmer hat mir sehr gefallen. Königin Emma hingegen war keine Sympathieträgerin, vielleicht konnte ich deshalb mit dem letzten Drittel des Romans nicht warm werden. Doch die letzten 200 Seiten haben sich in meinen Augen einerseits unglaublich gezogen, obwohl andererseits arg durch die Handlung gehetzt wurde. Umso unbefriedigender, dass das Buch dann nicht wenigstens ein halbes Jahr später enden konnte, denn Edwards Triumph hätte das Buch meiner Meinung nach wesentlich besser abgerundet als Emmas…
Endlich habe ich ein Buch von Rebecca Gablé gelesen und was soll ich sagen, ich will mehr davon!
"Rabenthron" spielt Anfang des 11.. Jahrhunderts in England und man erfährt wahnsinnig viel über die damaligen Herrscherhäuser. Ein Däne auf dem englischen Thron! Die englische Königin in der Normandie. Machtspielchen, die nicht selten mit einem heimtückischen Mord enden. Sklaverei. Die Macht der Kirche. Ich fand es hochinteressant.
Erzählt wird anhand der Familie Helmsby, die irgendwie überall ein bisschen mit drin steckt, die Verknüpfungen zwischen den tatsächlichen historischen Begebenheiten herstellt und den Handlungsstrang bildet. Anfangs hatte ich mich noch gefragt, wo das Ganze überhaupt hinführen soll, aber nachdem es den englischen König erst mal erwischt hat, geht es richtig rund.
Gablé kann richtig gut erzählen, das war ganz sicher nicht mein letztes Buch von ihr.
Puh. Es gibt drei Autoren, deren Bücher ich ausnahmslos am Erscheinungstag kaufe, egal wie teuer oder welches Thema. Rebecca Gablé ist eine davon.
Ich liebe sowohl ihre Reihen, als auch die Einzelbände ausnahmslos. Beim Rabenthron hatte ich aber Schwierigkeiten.
Es mag daran liegen, dass Gablé das spätere englische Mittelalter schon vollständig abgegrast hat und nun noch einmal einige Jahre vor die Handlung vom zweiten Königreich gerutscht ist (und damit einhergehend authentischerweise die Namen noch ungewohnter klingen in meinem Kopf) oder daran, dass ich mit den Hauptfiguren nicht Recht warm werden konnte, aber ich habe das Buch nicht so sehr genossen, wie all die anderen. Sie schreibt noch immer wundervoll, und die historischen Fakten waren alle interessant, aber ich habe mich selten zum Buch zurück gesehnt oder mir Gedanken über das Buch gemacht, wie ich es sonst tue.
Daher vergeben ich nur drei Sterne, denn es überstrahlt noch immer so viele andere (vermeintliche) Historienromane.
Ich hab das Buch gelesen und gleichsam unterwegs gehört bei
Seit dem 1. Waringhamroman ist Rebecca Gablé für mich eine Auto-buy-Autorin! Was nicht heißt, dass ich schon alles gelesen hab 😂
Da ich von der Helmsbyreihe noch nix gelesen hab und Rabenthron vor den anderen beiden spielt, bot es sich nun natürlich an, diesen zuerst zu lesen!
Wir begleiten Ælfric of Helmsby, beginnend im Jahr 1013, einen jungen Engländer, der über die Jahre immer wieder mitten im Konflikt zwischen Engländern (und normannischen Einflüssen und dänischen Eroberern steht, die sich am laufenden Band um die englische Krone balgen. Schon sehr jung Vater geworden (mit 15! Damals wohl durchaus normal, heute eher nicht mehr 😂) liegt ihm das Wohl seines Sohnes Penda sehr am Herzen, ebenso die seiner Leute. Sein Herz ist dabei manchmal etwas zu weich, nicht nur einmal wollt ich ihn mal kneifen, wenn er einer gewissen Person SCHON WIEDER verziehen hat, nur um bald darauf erneut verraten zu werden. Tja nu 😂 sympathisch war er mir trotzdem sehr! Auch aus der Sicht von Königin Emma lesen wir einige Kapitel, eine unglaublich starke, kluge Frau, von ihr war ich echt beeindruckt!
Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre, stets geprägt von Krieg, Verrat, königlichen Intrigen und auch reichlich royalem Rumgemorde (mindestens zwei dieser Tode hat sich George Martin eindeutig für Game of Thrones abgeguckt 🤨). Spannend führt uns die Autorin durch die Jahre mit einem so angenehmen und spannenden Schreibstil, dass man nur so durch die Seiten fliegt!
Mit dem nächsten Helmsby (Das zweite Königreich), der fast 20 Jahre später spielt, könnte man nahtlos weitermachen, dort geht’s dann um Ælfrics Urenkel, wenn ich richtig geschaut hab 😊
Von mir gibts eine große Leseempfehlung, wie wohl für jeden Gablé-Roman 🤭
Ich würde gern 20 Sterne vergeben 🤩
Ein unfassbar toller Roman, ein typischer Gablé 🤩
Endlich, endlich sind die Fragen, die man aus den Vorgänger Büchern ( das zweite Königreich, Hiobs Brüder) geklärt und lose Fäden wurden verknüpft. Die Handlung ist sehr interessant, der Schreibstil super und dieses Buch ist generell ein Schmuckstück mit dem schönen Farbschnitt.
Ich liebe diese Autorin und hoffe das es noch viele weitere Werke von ihr geben wird
Leider konnte mich Rebecca Gable mit ihrem neuesten historischen Roman wieder nicht wirklich erreichen. Das liegt aber vermutlich eher an mir und meinen veränderten Lesevorlieben als an ihrem können. Es ist eine spannende Epoche, von der sie berichtet und ich wollte auch immer einen Roman von ihr über Königin Emma, aber letztlich kann mich die Autorin wohl einfach nicht mehr überraschen. Ich kenne ihren Erzählstil im Prinzip in- und auswendig und weiß, wie sie ihre Figuren charakterisiert, so dass auch über die Figuren der Funke nicht zu mur überspringt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ich den nächsten Roman von ihr, der sicherlich nicht vor 2027, eher 2028 erscheinen wird noch lesen werde.
Wenn ich eine Figur schon nach Kapitel 1 googeln muss, dann weiß ich, das wird einfach gut. Ich frag mich nur, warum lese ich nicht öfter historisch. Ein tolles Buch!
Historie zuverlässig spanned erzählt, wie man es von Frau Gablé erwartet und gewohnt ist
Die historischen Romane von Rebecca Gablé zählen schon lange mit zu meinen Liebsten in diesem Genre und sind bei mir immer ein Blind Buy.
Ihr typisches Konzept, man nehme eine fiktive Figur, in diesem Falle Aelfric of Helmsby, verwickle diese durch irgendeinen Zufall in die Belange der aktuell herschenden Königsfamilie und erzähle uns Lesern spannend ein paar Jahrzehnte englische Geschichte, funktioniert auch hier wieder wunderbar.
Als zentrale historische Figur begleiten wir dieses Mal Königin Emma von der Normandie, Frau und Mutter jeweils zweier englischer Könige. Die für ihre Zeit untypisch mit viel Mut, Klugheit und Geschick nach einer ersten, wirklich nicht beneidenswerten Ehe, es nicht nur schafft zu überleben, sondern auch Anerkennung und Einfluss zu erlangen. Emma hat mir als Person wirklich einiges an Anerkennung abgerungen. Wie sie ihr Leben, soweit zu Ihrer Zeit möglich, selber in den Hand nimmt und es schafft mit Würde und Standhaftigkeit durch die politischen Schlangengruben und Unruhen zu manövrieren mit denen sie konfrontiert wird.
Mit Aelfric als Charakter habe ich mich anfangs ein klein wenig schwer getan, da ich ihn irgendwie nicht so recht zu fassen bekommen habe. Zudem hatte mir die Familie Helmsby manchmal ein bisschen zu viel Schwein in brenzligen Situationen.
Hakon Gunnarson, der der Grund ist warum Aelfric überhaupt in den Dunstkreis der Königin gerät, mochte ich hingegen sofort, er hatte einfach was von einem sympathischen Haudegen.
Vervollständigt wird das Trio von Eilmer of Malsmbury, einem Mönch der irgendwie so gar nicht in diesen Bild passen möchte, sondern eher ein äußert kluger Schelm ist und mein heimlicher Liebling.
Persönliches Highlight ist für mich, wie immer, das Nachwort, indem man erfährt was tatsächlich so oder ähnlich passiert ist und wo sich die Autorin ein wenig künstlicherische Freiheit erlaubt hat.
Auf Grund dessen das Aelfric für mich Anfangs lange zu blass blieb, reicht es knapp nicht zum Highlight, wobei das wirklich Meckern auf höchstem Niveau ist.
Ansonsten liefert Rebecca Gablé wieder einen wirklich starken Roman ab, dem ich jedem Histo Liebhaber an Herz lege.
Wieder ein absoluter Traum von einem Buch!
Liebe ich ihre Bücher? Ja. Bin ich voreingenommen? Definitiv ja. Aber auch Rabenthron hat wieder alles, was ich an Gablés Büchern so liebe. Das Setting, Krieg, Politik, Liebesgeschichten, starke Frauen. Und das eingewoben in einem historischen Kontext, sodass man nicht zwischen fiktiven und reellen Charakteren unterscheiden kann.
Wo soll ich nur anfangen? Alle bisherigen historischen Romane von Rebecca Gablé zählen nicht umsonst zu meinen absoluten Lieblingsbüchern - und Rabenthron reiht sich direkt mit ein.
Bereits das liebevoll und detailreich gestalte Cover, der wundervolle Farbschnitt, der an Buntglasfenster einer Kirche erinnert (für die ich eine große Schwäche habe) und das oben genannte Zitat enthält, sowie die tolle Karte mit allen relevanten Schauplätzen am Anfang und Ende des Buches im Umschlag haben mich begeistert. Darüber hinaus ist das Buch mit weiteren ästhetischen kleinen Highlights gespickt: kleine Zeichnungen am Kapitelende, Bilder zu Beginn jedes neuen Teils (inklusive Jahresangaben zur besseren Orientierung) und Original-Zitate aus historischen Quellen.
Die Autorin hat so eine ausführliche, aber gleichzeitig angenehme Schreibweise, dass bei mir die Zeilen nur so dahinfliegen. Außerdem schafft sie es, die Charaktere so lebhaft aber auch tiefgründig und vielschichtig darzustellen - Sympathie und Antipathie springen sofort über!
Im Mittelpunkt dieses Romans steht die englische Königin Emma, eine starke Frau des frühen Mittelalters. Anhand ihres Lebens und dem ihrer Begleiter wie Ælfric von Helmsby sowie ihren Kindern begleiten wir das schicksalsgebeutelte England im frühen 11. Jahrhundert. Auch wenn nicht alles historisch korrekt ist - es ist ein Roman! - so wirkt alles doch sehr realistisch. Aufschlussreich diesbezüglich sind auch die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buches.
Ich kenne bereits alle anderen historischen Romane von Rebecca Gablé und habe die Tradition, diese mindestens ein Mal pro Jahr alle zu lesen und anzuhören. Eine große Empfehlung an dieser Stelle auch für den Sprecher Detlef Bierstedt, der alle ihre Romane vertont - ebenfalls einer meiner absoluten Favoriten!
Eigentlich bin ich für dieses Jahr schon für, aber nach dieser Lektüre packt mich die Lust schon wieder für den nächsten Durchgang.
Empfehlung:
Rabenthron (stellvertretend für alle historischen Romane von Rebecca Gablé) ist für jeden etwas, der sich bei einem Roman über eine historische Grundlage freut und bei der Lektüre nebenbei noch etwas dazulernt, der sich nicht vor dicken Büchern scheut und mehrteilige Reihen schätzt, die zwar in sich abgeschlossen sind, aber dennoch über viele Verbindungen verfügen!
Ich habe alle Bücher von Rebecca Gablé gelesen und musste natürlich auch ihren neuen Roman direkt verschlingen , obwohl ich schon länger keinen historischen Roman mehr zur Hand genommen hatte. Wie gewohnt schafft es Gablé, die Epoche lebendig werden zu lassen, historische Fakten mit einer spannenden Handlung zu verweben und ihre Leser:innen mitten ins Geschehen zu ziehen.
Trotzdem hat mich dieses Mal nicht alles restlos überzeugt. Einige wichtige Figuren blieben für mich überraschend blass, sodass ich nicht die gewohnte Tiefe und Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Auch die Liebesgeschichten wirkten teilweise etwas zu abrupt, zum Beispiel bei Penda und Rowena. Da fehlte mir die Entwicklung, um nachvollziehen zu können, warum diese Beziehungen plötzlich so bedeutend sein sollen.
Alles in allem ist es ein guter Roman, mit den typischen Gablé-Stärken: detailreiche Erzählweise, historischer Sog und eine spannende Handlung. Aber im Vergleich zu ihren stärksten Werken bleibt er für mich etwas zurück. Ein empfehlenswertes Buch, wenn auch nicht ihr Meisterstück.
Einen neuen Roman von Rebecca Gablé muss ich natürlich sofort lesen, egal ob Helmsby oder Waringham.
"Rabenthron" ist der neue erste Teil der Helmsby-Reihe, in dem man endlich Aelfric "Eisenfaust" Helmsby kennenlernt und ich kann euch versprechen diese Szene wird im Gedächtnis bleiben. Ansonsten bekommt ihr einen typischen Historienschmöker in Gablé-Manier, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Manchmal kam mir die Familie Helmsby etwas zu gut davon und ich war tatsächlich auch nicht so der Fan der Liebesgeschichten. Nichtsdestotrotz hat mir dieser Roman viel Freude bereitet, insbesondere, wenn eines meiner Lieblingszitate vorkam.
In diesem Sinne: Mögest du auf deinem Weg Freunde finden, die Führung der Engel und das Geleit der Heiligen!
Mit dem historischen Roman „Rabenthron“ ist das neuste Werk von Rebecca Gable auf dem Büchermarkt veröffentlich wurden. In diesem Buch wird die Geschichte rund um die Familie Helmsby erneut aufgegriffen. Die Familie Helmsby steht in ihren historischen Romanen „Das zweite Königreich“ und „Hiobs Brüder“ im Fokus. Jedoch kann man „Rabenthron“ auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen, wird doch eine andere Generation beleuchtet. Dennoch bereitet es natürlich Freude, wenn man ein paar Zusammenhänge zwischen den einzelnen Familienmitgliedern erkennt.
Klappentext:
England im Herbst 1013: Um den dänischen Gefangenen Hakon bei Hofe abzuliefern, reist der junge Engländer Ælfric of Helmsby nach London. Die Stadt liegt in Trümmern, denn dem schwachen König Ethelred gelingt es nicht, sein Reich gegen die ständigen Wikingerüberfälle zu schützen. Doch anders als England und Dänemark sind Ælfric und Hakon keine Feinde - während der gefährlichen Reise sind sie zu Freunden geworden. Bald schon gehören sie zum inneren Kreis um die machtbewusste Königin Emma. Aber der Widerstand der Engländer droht zu brechen, und als der dänische König stirbt, steht bald ein noch gefährlicherer Feind vor den Toren ...
Die Autorin Rebecca Gable hat sich im Bereich der historischen Romane bereits einen Namen gemacht. Auch ich habe ihre bisherigen Bücher immer mit großer Freude gelesen, sie hat es bisher immer geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen und in eine fremde, längst vergangene Zeit zu entführen. Als ich dann gelesen habe, dass Gable ihr nächstes Werk wieder von der Familie Helmsby handeln wird, war meine Vorfreude und auch meine Erwartungen groß.
Zunächst möchte ich diese wundervolle Gestaltung positiv erwähnen. Der Farbschnitt ist hier wirklich gelungen und passt ziemlich gut zum Buch. Zunächst war ich skeptisch, warum jetzt auch bei historischen Romanen dieser Hype notwendig ist. Aber hier finde ich ihn passend. Außerdem ist das Buch mit einer farbigen Karte ausgestattet. Diese habe ich während des Lesens nur zu gerne zur besseren Orientierung zu Rate gezogen. Auch gibt es eindrucksvolle Darstellungen zu Beginn des Abschnittes, dadurch kann man sich die Protagonisten noch besser vorstellen.
Der Schreibstil von Gable ist, wie ich es bereits aus ihren bisherigen Werke gewohnt bin, flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Man merkt dem Buch gar nicht seinen Umfang an. Diese knapp 900 Seiten sind zügig gelesen und nur zu gerne hätte ich sogar noch mehr gelesen. Als Leser wird man in eine vergangene Zeit entführt und hat dabei das Gefühl, dass man selbst mitten in der Geschichte drin ist. Man mittendrin, kann sich alles sehr gut vorstellen und erlebt zusammen mit den Charakteren Abenteuer und muss die ein oder andere schwierige Situation meistern. Auch bangt man um die Charaktere und ist sich nicht immer sicher, dass es gut für diese ausgehen wird. Der Spannungsbogen wird über die komplette Seitenanzahl hochgehalten. Auf sehr vielseitige Art und Weise wird Spannung aufgebaut und zum Höhepunkt gesteigert, viele unverhofften Wendungen werden eingebaut und nicht selten habe ich mitgelitten, wurde von meinen Emotionen während des Lesens überwältigt oder habe auflachen müssen. Gekonnt werden historische Gegebenheiten oder auch Anekdoten in die Handlung mit eingebaut. Oftmals habe ich überlegt, ob diese Situation so stattgefunden ist, ob diese durch Quellen belegt ist. Es hat mir Freude bereitet, hier mitzufiebern und mitzurätseln. Nicht selten habe ich während des Lesens das Internet um Rat gefragt. Auch viele historische Personen sind ein essentieller Teil der Handlung und werden vielseitig dargestellt. Hierbei hilft das Personenverzeichnis. In diesem ist aufgeführt, welches eine historische Person ist und welcher Charakter fiktiv ist. Man merkt auf jeder Seite des Buches die umfangreiche und tiefgründige Recherchearbeit der Autorin, welche im Vorfeld von ihr geleistet wurde. Die englische Geschichte im 11. Jahrhundert wird lebendig erzählt und ganz nebenbei lernt man noch einiges über die damaligen Gegebenheiten und auch die Probleme des Königshauses aber auch des einfachen Volkes. Man erlebt die englische Geschichte hautnah und dies auf so facettenreiche und spannende Art und Weise, dass es einfach Spaß macht die Handlung gebannt zu verfolgen und in die damalige Zeit abzutauchen, welche ganz anders als die heute ist. Hierzu möchte ich auf jeden Fall auch nochmal das Nachwort erwähnen, welches sehr lesenswert ist. Wie man es bereits von ihren vorherigen Büchern kennt, geht Gable in diesem nochmal auf die Fakten ein und was Fiktion ist, was aus ihrer Feder stammt und was sie hier aus diversen Quellen zur damaligen Zeit zusammengetragen hat – aber auch, wie glaubwürdig solche Quellen sind. Dies gefällt mir immer recht gut, lernt man die damalige Zeit nochmal aus einer anderen Sicht kennen – oftmals sind die unglaubwürdigsten Anekdoten höchstwahrscheinlich doch genau so geschehen.
Geschichtlich fand ich dieses Buch auch sehr ansprechend. Zu Beginn des Buches lernen wir den König Ethelred, der Unberatene kennen. An seiner Seite steht seine Frau, die schlaue und bedachte Emma. Sie hadert mit ihrem Schicksal, ist der Gemahl an ihrer Seite doch leider kein kluger König. Es dauert nicht lange und Ethelred verstirbt. Der Kampf um den Thron beginnt und auch die Dänen erheben Anspruch auf den Thron. Ich fand den geschichtlichen Hintergrund hier sehr informativ und mir persönlich hat es Freude bereitet, dass dieses Stück Geschichte beleuchtet wurde. Lernen wir doch auch König Knud besser kennen. Auch die Darstellung von Emma fand ich gelungen und konnte mich überzeugen. Sie ist eine gute Strategin und hat politisches Talent. Doch nicht immer ist sie eine gute Mutter. Besonders hat mich jedoch die Charakterdarstellung von Edward begeistern können. Dieser historische Charakter war gut gezeichnet. Seine Passagen haben mir immer besonders gefallen und nur zu gerne habe ich gelesen, wie es ihm ergangen ist und was für Hürden er meistern musste. Die historische Person des Mönches Eilmer of Malmesbury hat mir persönlich auf sehr zugesagt. Ich mochte seine gebildete Art und auch, wie er die Welt sieht. Er war kein allzu strenger Kirchenanhänger und hatte wohl eine recht offene Art. Er hat dieses Buch meiner Meinung nach sehr bereichert, seine Passagen haben mir immer besonders gut gefallen.
Mit Aelfric hat Gable einen Helmsby als fiktiven Protagonist geschrieben, welcher typische Heldeneigenschaften hat. Er steht Königin Emma mit Rat und Tat beiseite, auf ihn ist Verlass und nicht selten war seine Hilfe für Emma essentiell, sie konnte sich auf ihn verlassen. Aelfric ist ein hilfsbereiter Mann mit einem guten Herzen. Und da kommen wir, meiner Meinung nach, zu seiner Schwachstelle. Es gibt einige Stellen, da war mir Aelfric zu nachsichtig. Sein Vetter Offa ist quasi sein Gegenpart – die beiden sind sich nicht immer einig und stehen auf unterschiedlichen Seiten. Innerhalb des Buches gibt es einige Streitigkeiten und auch Gewalttaten zwischen den beiden und dennoch zeigt Aelfric immer Nachsicht und verzeiht Offa. Dies hat am Ende katastrophale Folgen und dennoch hat er eher Mitleid für Offa. Dies war mir persönlich nicht ganz authentisch. Auch hätte ich mir gewünscht, dass seine besondere Freundschaft zu dem Dänen Hakon und auch dem Mönch Eilmer ein bisschen mehr in den Fokus gerückt wird. Meiner Meinung nach wurde hier Potential zu Gunsten von der ein oder andere Liebesgeschichte verschenkt.
Dafür hat mir Penda, der Sohn von Aelfric gut gefallen. Als Leser begleiten wir ihn als kleiner Junge bis zu einem Erwachsenen und sind an seiner Seite, wenn er in der Fremde sich behaupten muss und dabei seinen Weg suchen muss. Seine Geschichte und auch seine Charakterentwicklung fand ich ganz gelungen. Lediglich seine Liebesgeschichte fand ich persönlich nicht so überzeugend.
Allgemein gibt es hier die ein oder andere Liebesszene. Diese fand ich persönlich nicht immer passend. Aber dies ist bekannter Maßen Geschmackssache. Dafür fand ich die kriegerischen Szenen und auch die Schlachten besser dargestellt. Als Leser hat man einen umfangreichen Eindruck erhalten, ohne dass Gable hier zu sehr ins Detail gegangen ist.
Insgesamt konnte mich der historische Roman „Rabenthron“ von Rebecca Gable in den Bann ziehen. Man merkt diesem Buch die umfangreiche Recherchearbeit an und durch den flüssigen Erzählstil merkt man gar nicht, dass dieses Werk so umfangreich ist – als Leser kann man sich gekonnt in der Geschichte und den Charakteren fallen lassen. Jedoch gab es meiner Meinung nach ein paar kleine Kritikpunkte. Die zwischenmenschlichen Beziehungen hätten hier in Bezug auf Aelfric, Hakon und Eilmer mehr in den Mittelpunkt gerückt werden können. Deswegen möchte ich 4 Sterne vergeben und spreche auch eine Leseempfehlung für Liebhaber von historischen Romanen aus.
Spannend bis zur letzten Seite - im gewohnt guten Gablé-Stil
Zugegeben, dem Genre historischer Roman hatte ich länger den Rücken gekehrt. Als ich dann dieses Schmuckstück mit dem wahnsinnig schönen Farbschnitt entdeckt habe, musste es einfach mit.
Wer Rebecca Gablé kennt, wird genau das finden, was man von ihr gewöhnt ist: Interessante Charaktere, Verstrickungen, Intrigen, Liebe und wirklich sehr spannende Geschichten, eingewebt in die europäische Geschichte und historische Personen. Ich bin durch die vielen Seiten nur so durchgeflogen und freue mich darauf, noch zwei weitere Bände vor mir zu haben (ich hab mit diesem, dem Prequel zu den bereits erschienen angefangen).
Aber - und dafür musste ich leider auch den einen Stern abziehen - wer die anderen Romane von ihr kennt, wird auch über manchen Twist nicht überrascht sein. Fast möchte ich sagen, es kommt ja immer wieder das gleiche. Das mag vielleicht daran liegen, dass es historisch tatsächlich so ist und die Intrigen, die im Mittelalter gesponnenen werden konnten, hatten nun mal keine allzu große Varianz. Trotzdem hätte ich mir ein bisschen was anderes / neues gewünscht. Und das obwohl ich bestimmt 10 Jahre lang keinen historischen Roman mehr gelesen habe.
Rabenthron ist wieder mal ein wunderbar geschriebener historischer Roman. Er spielt in der Zeit vor Wilhelm dem Eroberer im mittelalterlichen England. Wunderbar geschrieben und da er vor den beiden anderen Romanen der Helmsby Reihe spielt kann man ihn auch wunderbar als erstes Buch der Reihe lesen.
Da ist es also- das erste Buch von Rebecca Gablé, dass es nicht geschafft hat, mich in seinen Bann zu ziehen.
Und dabei wollte ich es so gerne, hatte mich so sehr auf das Buch gefreut.
Während des Lesens hab ich mich immer wieder gefragt, warum es mir dieses Mal so schwer fällt, mich in die Geschichte einzufinden- hier ist mein Versuch, es zu erklären.
Das Buch spielt chronologisch VOR der Zeit der bereits erschienenen Helmsby-Reihe 1013-1041.
Man begleitet Ælfric von Helmsby (in einem Erzählstrang) und seinen Sohn Penda (in einem anderen Erzählstrang) und deren Verbandelung mit dem Adel rund um Emma von der Normandie, Ethelred den Unberatenen und Knud den Großen.
Wie immer fand ich’s super, wie Fakten und Fiktion verbunden wurden und was ich diesmal besonders schön fand- endlich war mal eine Frau die Hauptprotagonistin.
Ansonsten haben Frauen bei Rebecca Gablés Werken immer eher Randrollen (schöne Randrollen, aber doch nur Randrollen) gespielt.
Leider fiel es mir aber über die komplette Länge des Buches so schwer, wirklich einzutauchen in die Geschehnisse. Ich musste bis zur Mitte des Buches tatsächlich immer wieder im Glossar nachschauen, wer jetzt wer ist- weil die Namen sich so sehr ähneln (und ich kenne mich echt aus, mit britischer Geschichte).
Mit Ælfric und seinem Sohn wurde ich überhaupt nicht warm, beide blieben Gesichtslose Charaktere für mich.
Auch die zeitliche Epoche war irgendwie…..fad, in meinen Augen (auch wenn sie das ja eigentlich nicht ist).
Ich kann es mir selbst nicht erklären und bleibe irgendwie unbefriedigt und mit etwas Kopfsausen zurück.
Das einzige, was mich wirklich sehr gefreut hat, war, dass man den jungen Jehan de Belleme „wiedergetroffen“ hat und man im letzten Drittel des Buches ganz oft an den Nachfolger, Das zweite Königreich, denken muss.
🏰 Endlich wieder ein Helmsby unter den Protagonisten von Rebecca Gablés neuem Roman! Mit den ersten zwei Helmsbys hatte ich meine helle Freude - Rabenthron spielt zeitlich vor den anderen beiden Romanen - 1013. Eine Epoche voller Unruhen, denn das Reich wird von ständigen Wikingerüberfällen heimgesucht, und dem schwachen König gelingt es nicht, sein Reich zu schützen.
🐴 Mittendrin reitet der junge Engländer Aelfric of Helmsby nach London, um einen dänischen Gefangen abzuliefern. Hakon ist jedoch nicht das dänische Raubein, das Aelfric zunächst hinter dem jungen Mann vermutet hat. An seiner Seite reist sein kleiner Sohn Penda und auf dem Weg nach London treffen sie auf den lebenslustigen Mönch Eilmer of Malmesbury - Sie werden Freunde. Und am Hof angekommen, steigen sie bald zu den engsten Vertrauten von Königin Emma auf. Die Geschichte von Aelfric und seinen Freunden erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte im Buch und beleuchtet den Streit um den englischen Thron zwischen englischen Anwärtern und dänischen Eroberungen sowie die normannischen Einflüsse.
📖 Genau mit dieser engen Freundschaft zwischen Aelfric, Hakon und Eilmer wird das Buch beworben - und ich habe mich gefreut, dass scheinbar auch viel Wert auf die Beziehung zwischen den drei Männern und Aelfrics Sohn gelegt wird. So waren mir die ersten Abschnitte die liebsten, gemeinsam mit den letzten zweihundert Seiten, die unglaublich spannend erzählt waren. Im Mittelteil trat die Freundschaft zugunsten von diversen romantischen Beziehungen in den Hintergrund - was ich persönlich sehr schade fand. Gerade bei den drei oben erwähnten Figuren hätte es viel Konfliktpotential gegeben, genauso wie in Pendas Generation, der eine enge Freundschaft mit Emmas Söhnen im normannischen Exil pflegte. Davon hätte ich so gerne mehr gelesen. Nun bin ich kein Freund von sonderlich groß angelegter Romanzen. Natürlich müssen Heiraten einen gewissen Raum in historischen Romanen einnehmen, allein schon aufgrund des politischen Kalküls dahinter. In diesem historischen Roman nahm es für mich im Mittelteil vor allem Überhand. Gefühlt jedes Ereignis wird durch eine Heirat ausgelöst oder bedingt.
Mit Aelfric hat Gablé einen Charakter geschaffen, der sich stark und schlau durch die Jahre geschlagen hat und Emma immer einen klugen Rat geben konnte. Manchmal empfand ich ihn als ein bisschen zu edelmütig. Er ist jemand, der in jedem Menschen immer nur das Gute sieht. Manchmal bringt ihn das auch nahe an den Abgrund. Penda sehen wir am Aelfrics Seite aufwachsen. Vom Kind zum Mann - ich habe seine Entwicklung sehr genossen.
Die stärkste Frau in diesem Buch ist eindeutig Königin Emma. So eine starke und authentische Figur. Sie wird von Rebecca Gablé in vielen Facetten dargestellt und mit vielen Schichten unterfüttert. Sie ist Politikerin, Ehefrau, Mutter, Liebende und Geliebte und Freundin. All das macht sie zu einer faszinierenden historischen Persönlichkeit.
Die geschichtlichen Hintergründe sind unglaublich faszinierend. Ich habe bisher noch nicht viel über die frühen dänischen Machtansprüche auf England gelesen und so war es für mich ein spannender Roman einerseits und das Schließen einer Wissenslücke auf der anderen Seite. Der Stil von Rebecca Gablé ist wie ein guter Wein - ich habe gar nicht gemerkt, wie ich durch die Seiten geflogen bin und wie die Jahre im Buch vergingen, so nah war ich an Aelfric und später an Penda, und die beiden Protagonisten an den wichtigen historischen Persönlichkeiten.
Ein erhellender historischer Roman über eine unruhige Zeit in England, die geprägt war von Machtansprüchen auf die Krone. Die Protagonisten waren immer nahe, genauso wie sie den historischen Figuren mit Wort und Schwert zur Seite standen. Ich persönlich hätte mir einen stärkeren Fokus auf die Freundschaft gewünscht. Gute vier Sterne für einen historischen Roman, der mich viel über Englands Beziehungen zu Skandinavien und der Normandie gelehrt hat.
Ein fulminanter historischer Roman der sich gut lesen lässt.
Rabenthron von Rebecca Gablé ist ein historischer Roman und der dritte Band ihrer Helmsby Reihe. Allerdings spielt dieser zeitlich vor Band 1 und 2. Wenn ihr die Bücher in der zeitlich richtigen Reihenfolge lesen möchtet, solltet ihr mit „Rabenthron“ starten, dann „Das zweite Königreich“ lesen und zum Schluss „Hiobs Brüder“. Alle Teile der Reihe sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden.
Rebecca Gablé ist eine Meisterin ihres Metiers. Sie weiß wie man Fakten mit Fiktion gekonnt verwebt, die Leser abholt und in eine Intrige, spannende, abwechslungsreiche, gefährliche und sich schnell ändernde Zeit entführt. So ist es auch bei „Rabenthron“.
Die Autorin nimmt ihre Leser mit auf eine Reise nach England zwischen den Jahren 1013 bis 1041. In diesen Jahren passiert viel in England und die Krone wechselt immerzu ihren Besitzer. Konstant bleibt in der Zeit eigentlich nur Königin Emma. Es geht um Krieg, Macht, Wikingerüberfällen, Intrigen, Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt.
Rebecca Gablé hat einen ansprechenden, leichten und sehr bildhaften Schreibstil. Zudem sind ihre Schilderungen sehr atmosphärische und greifbar. Man hat beim Lesen oft das Gefühl mittendrin zu sein und erlebt die verschiedenen Situationen mit den Protagonisten mit. Der Leser kann die Ängste, Quallen, Sorgen aber auch die Freude regelrecht spüren und mitfühlen. Es gibt einige sehr blutige und brutale Szenen, aber auch einige sehr humorvolle und unterhaltsame. Ich mochte den abenteuerlustigen Mönch Eilmer der unbedingt Fliegen will. Aber auch Gunnor, Königin Emmas Mutter war auf ihre Art Unterhaltsam.
Die Autorin schafft es den Lesern das damalige Leben, lebendig und plastisch darzustellen. Sie erklärt einem sowohl das Leben der Adligen, das Herrscherrecht, den Einfluss der Kirche und wie das Leben in den Dörfern war. Es kommt sehr gut zum Ausdruck wie schwer das Leben damals war und das ein Leben nicht viel wert war. Wie schnell man als Sklave verkauft wurde, sein Leben oder Körperteile verlor und das nicht nur als einfacher Mensch sondern auch als Adliger oder Kirchenmann.
Was mich etwas störte war das eher plötzliche Ende. Hier hätte ich mir noch ein paar Informationen gewünscht. Das wirkte auf mich nicht ganz rund und eher als ob man nur schnell zum Schluss kommen musste. Das Nachwort war wieder sehr informativ. Man lernt bei den Büchern von Rebecca Gablé immer etwas dazu. Vor allem dass was man für erfunden hält, oft wirklich passiert ist.
Ich habe das Buch wieder sehr gerne gelesen und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Raben Thron ist ein Perfekter Start auch für die die keine Ahnung von der Britischen Geschichte haben .Die Helmsbys sind zwar fiktiv aber kommen dem Buch sehr zu gute weil sie Realistisch sind, hätten sie übermäßig Profitiert als Witane oder Ähnliches hätte die Glaubwürdigkeit gelitten. Alles in allem ein Spannendes Buch was sich mit allen wichtigen Charakteren der Ära beschäftigt und trotzdem Liebe zum Detail zeigt . Ich bin schwer verliebt und freue mich riesig den zweiten Teil zu lesen .