Typischer Ken Follett - nett und unterhaltsam, aber kein literarisches Highlight
Stonehenge ist für mich ein ziemlich typischer Ken Follett. Ich habe vor längerer Zeit schon einige andere Bücher von ihm gelesen oder auch gehört, und auch hier hatte ich schnell wieder dieses vertraute Gefühl: Man bekommt im Grunde genau das, was man bei ihm erwartet. Was mir diesmal besonders aufgefallen ist, war die einfache Sprache. Oft ist es wirklich sehr einfach erzählt, fast Satz an Satz, ohne große sprachliche Spielereien. Man kommt dsdurch zwar gut rein, bleibt dran und muss sich nicht durch komplizierte Formulierungen kämpfen, aber ein sprachlicher Hochgenuss ist es natürlich nicht. Auch die Figuren fand ich eher zweckmäßig als besonders tief ausgearbeitet. Sie tragen die Geschichte, man folgt ihnen gern, aber sie haben mich jetzt nicht auf einer besonders persönlichen Ebene berührt. Da hätte ich mir an manchen Stellen vielleicht etwas mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem habe ich das Buch insgesamt gern gelesen. Gefallen hat mir, dass Follett es schafft, einen recht gut in diese frühe Zeit mitzunehmen. Man bekommt ein Gefühl für die Lebensumstände, für die Atmosphäre und für die Bedeutung, die so ein Ort wie Stonehenge für die Menschen gehabt haben könnte. Das fand ich interessant und durchaus gelungen. Für mich ist Stonehenge also kein literarisches Aushängeschild und sicher kein Buch, das mich sprachlich beeindruckt hat. Aber es ist ein solider, unterhaltsamer historischer Roman, der genau das liefert, was man von Ken Follett erwarten kann. Leider finden sich einige Kasus und Personenfehler im Buch. Auf Nachfrage hat hier der Verlag Abhilfe in weiteren Auflagen versprochen.


























































