28. März
Rating:5

Wow! Bitte lest alle dieses Buch! Dieser historisch-biografische Roman über die frühen Jahre des Autors Robert Louis Stevenson ist ein Hochgenuss. Ich habe es soooo geliebt. Die Beschreibungen Edinburghs und der Küsten, die Entwicklungen und familiären Pflichten im Hause Stevenson, die Sehnsüchte und Träume eines jungen Mannes... Großartig! Ich möchte mehr von und über Stevenson lesen und vor allem mehr von Sabine Weiss! Das war ein echtes Highlight! Rezension folgt auf meinem Instagramaccount seelich_buchliebe

Die Leuchttürme der Stevensons
Die Leuchttürme der Stevensonsby Sabine WeißLübbe
27. Jan.
Rating:3.5

Interessantes Portrait einer Leuchtturm-Dynastie und von Robert Louis Stevenson

Die Autorin gewährt beeindruckende Einblicke in eine außergewöhnliche Familiendynastie und ins Leben eines bemerkenswerten Schriftstellers. Man spürt, dass sie sich sehr viel Mühe mit der Recherche zu diesem Buch gegeben hat und das macht sich bemerkbar. Mich haben ihre Detailtreue und ihre detaillierten Beschreibungen fasziniert. Auch die baulichen Leistungen sowie die Charaktere selbst wurden sehr gut beschrieben. Ich konnte mir alle Personen sehr gut vorstellen. Ich tat mich bisweilen schwer mit den Ortsnamen, dafür gab es im Buch uum Glück eine Karte. Bedrückt hat mich der Zwiespalt des Sohnes zwischen dem Druck der Eltern das Unternehmen eines Tages zu übernehmen und dem wirklichen Interesse, dem Schreiben und Dichten. Es war wohl typisch in dieser Zeit. Umso glücklicher machte es mich, dass der Sohn irgendwann doch seiner Leidenschaft nachgehen konnte. Den Schreibstil fand ich anstrengend und ist für mich nicht flüssig zu lesen. Mit den Charakteren konnte ich mitfühlen und ich habe das damalige Schottland mit all seiner Natur, seiner Rauheit und auch seiner Schönheit erleben dürfen. Die Einblicke in den Leuchtturmbau erfüllen mich mit Respekt, denn so habe ich diese Bauten noch nie gesehen.

Die Leuchttürme der Stevensons
Die Leuchttürme der Stevensonsby Sabine WeißLübbe
5. Okt.
Post image
Rating:4.5

„Die Leuchttürme der Stevensons“ von Sabine Weiß entführt uns ins Schottland des 19. Jahrhunderts und erzählt die faszinierende Geschichte von Robert Louis Stevenson und seiner legendären Leuchtturmbauer-Familie. Eine Hommage an das Schreiben und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Bevor ich mit dem Lesen angefangen habe, wusste ich nicht so recht, ob ich mit dem Thema etwas anfangen kann, doch dann wurde ich bereits auf den ersten Seiten in den Roman hineingezogen. Definitiv anders als viele historische Romane, die ich sonst lese, aber es hat sich gelohnt.

Die Leuchttürme der Stevensons
Die Leuchttürme der Stevensonsby Sabine WeißLübbe
17. Sept.
Rating:5

Ein historischer Roman, der uns einen großen Schriftsteller wirklich nahe bringt

Dunkle Wogen, windgepeitscht, mein kleines Seelenschiffchen inmitten des schäumenden Kessels. So manches Wort hallt in meinem Herzen nach und ich betrachte nachdenklich das Buch – Die Leuchttürme der Stevensons, aus der Feder von Sabine Weiß, erschienen im Lübbe Verlag – das wunderschöne Cover, so schlicht gehalten wie ein altes Gemälde und auf seine ganz eigene Weise atmosphärisch. Wie gern hätte ich ihm gesagt was seine Geschichten für mich bedeuten. Die Schatzinsel, Der seltsame Fall des Dr. Jekill und Mr. Hyde, von denen viele schon mal gehört haben ohne so recht zu wissen wer sie eigentlich schrieb. Doch Sabine Weiß erschuf mit ihrem historischen Roman ein Werk, welches uns diesen besonderen Mann ein wenig näher bringt.  Robert Louis Stevenson. Ich hatte es nicht schwer in die Geschichte hinein zu finden. Welch ungewöhnlicher Schreibstil, ganz verträumt mit all seinen wunderbar seltsamen Worten, beschreibend, belebend, ein bisschen fremd hier und da, dennoch oder vielleicht gerade deswegen, spannend und fesselnd. Ich habe mich gleich wohl gefühlt und folgte gebannt dem Geschehen, welches schon zu Beginn ganz schön Wind in den Segeln trägt. Schon der Prolog führt uns in ein wahrlich düsteres Kapitel.
 Louis Stevenson, zarte 6 Jahre alt, ist ein kränkliches Kind und erleidet nicht nur leidvolle Hustenanfälle, sondern auch fiebrige Albträume, die seine arme, kleine Seele, aber auch seine Eltern und seine Amme in Angst und Schrecken versetzen. Ich konnte als geneigte Leserin so mitfühlen, dass ich ganz erleichtert war, als auf der nächsten Seite die geschwungene 1 auf das erste Kapitel hinwies. Doch während dieses Kapitel, ich kann es nicht anders sagen, denn ich liebe das Meer, so sanft und gemütlich beginnt, schlagen auch hier bald die Wellen hoch und bringen mein Seelenschiffchen ganz schön ins trudeln. Louis Albträume scheinen wirklich sehr real gewesen zu sein und er tut mir ehrlich leid. So etwas wieder und wieder zu erleben muss schrecklich gewesen sein. Die Beschreibungen der Orte und Begebenheiten las ich gern – vielleicht weil ich derartige Bücher gewohnt bin und sie gern mag, sie wirkten auf mich sehr atmosphärisch und passend zu den Geschichten Stevensons selbst. Die Charaktere waren mir indes allesamt angenehm. Viele waren mir sympathisch und ich konnte ihr Handeln und Denken nachvollziehen. Louis als unser Hauptcharakter ließ mich besonders mitfühlen und mitfiebern. Seine kleinen Flegeleien und Albernheiten ließen ihn herrlich lebhaft wirken, er ließ sich durch seine Kränklichkeit und durch die Albträume nicht die Freude am Leben nehmen. Das finde ich sehr bewundernswert. Allein seine zögerliche Art ließen mich hier und da die Augen verdrehen. Er wirkte so... voller Tatendrang und doch tatenlos. Er schob vor sich her, schwänzte, scheute und sehnte sich doch nach so viel mehr. So lege ich das Buch mit einem angenehm nachdenklichen Gefühl in mein Regal. Inmitten all der Zwänge, der Einschränkungen und (zu hohen) Erwartungen versuchte ein junger Louis Stevenson sich selbst und seinen Weg zu finden. Geplagt von Selbstzweifeln und tiefen Schuldgefühlen (insbesondere seinen Eltern und seiner ersten großen Liebe gegenüber) führte ihn diese Suche immer wieder in ziemlich extreme Situationen. Immer wieder, während ich von Louis Gedanken las und seine innere Zerrissenheit in meinem Herzen spürte, dachte ich, wie gern hätte ich ihm gesagt, was seine Geschichten – vor allem Die Schatzinsel – für mich bedeuten. Ich habe das Gefühl, dass hier sehr gut recherchiert und ausgearbeitet wurde und durch den wirklich wundervollen Schreibstil wurden Charaktere, Orte, Zeit und Lebensgeschichte so wunderbar beschrieben, dass ich wirklich viel daraus mitnehmen, daraus lernen konnte. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Die Leuchttürme der Stevensons
Die Leuchttürme der Stevensonsby Sabine WeißLübbe