Eine überzeugend düstere Dystopie
**** Worum geht es? **** Wie schlimm kann es sein, wenn ein weiterer Mensch verseucht ist und zu sterben droht, nachdem schon Milliarden von Menschen dem zum Opfer gefallen sind. Für Livia spielt der eine Mensch mehr eine große Rolle, denn nun hat es ihre Schwester Marie getroffen, und für sie würde sie einfach alles tun, um sie zu retten. **** Mein Eindruck **** Die Autorin schafft von Anfang an ein gelungenes dystopisches Setting. Die Frage nach der eigenen Bereitschaft, der Motivation, letztlich dem Menschsein, steht hier im Zentrum. Die Geschichte ist hoch atmosphärisch und die Welt umfangreich aufgebaut. Ausschweifende Rückblenden führten tiefer in das Geschehen ein, mir haben sie für die Orientierung sehr geholfen, aber durch die Langatmigkeit dazu geführt, das Buch durchaus mal beiseite zu legen. Mit der Vielzahl an Charakteren kam ich ganz gut zurecht, einzig zu Beginn verlor ich mich in den Sichtweisen, da ich aufgrund des Klappentextes nicht drauf eingestellt war. Die Protagonistin Livia hat mich von Anfang an fasziniert mit ihrer eher schwierigen Art, auch einige der anderen Charaktere standen durchaus auf der „Sympathiekippe“, aber das machte für mich auch erst den Reiz der Geschichte aus. Die Entwicklung durch das Buch ist letztlich nichts für schwache Nerven, Gewalt und Brutalität sind hier an der Tagesordnung. Aufgrund der Welt in der sich die Charaktere befinden, sind diese Szenen schlichtweg authentisch und notwendig um den Zwiespalt und auch die Emotionen zu transportieren, in den Details aber nicht immer zu 100 % meins. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die dystopische Welt authentisch mit Ecken und Kanten. Ein gelungener Start in die Reihe. **** Empfehlung? **** Fans von Dystopien und düsteren Geschichten kommen hier ganz auf ihre Kosten.



