Was zur Hölle hab ich denn da gelesen? Wohl eher nichts für schwache Nerven. Es ist brutal. Blutig. Der ermordete Yakuza Boss hatte eine minderjährige Geliebte. Inoue hat ein heftiges Drogenproblem und ist nekrophil. Kakihara ist ein Sadomasochist. Und Ichi wird nicht nur zur brutalen Killermaschine, wenn er heult, er bekommt dabei auch noch einen mächtigen Ständer. Die Story war in diesem ersten Band einfach nur brutal, bedrückend, bezüglich Inoue abartig. Und doch hat sie was. Ich bin mir sicher, dass ich erstmal weiterlesen werde. Außerdem weiß ich ja jetzt recht genau, was mich erwartet. Ich erwarte mit Grauen, wie das im Lauf der Story noch getoppt wird, denn das wird es, da bin ich mir sicher. Nichts für schwache Nerven und nichts zum einfach mal so nebenbei weglesen.
Mit Ichi the Killer bringt Manga Cult einen der berüchtigtsten und kompromisslosesten Manga von Hideo Yamamoto (u.a. Homunculus) auf Deutsch heraus. Schon die ersten Kapitel ziehen einen in diese kaputte, brutale und gleichzeitig faszinierende Unterwelt hinein. Yamamoto schafft es unglaublich gut, Tokio wie einen heruntergekommenen Albtraum wirken zu lassen, voller Gewalt, Angst und gestörter Persönlichkeiten. Besonders Kakihara sticht dabei sofort heraus. Selten hat mich ein Charakter gleichzeitig so abgestoßen und trotzdem so interessiert. Seine extreme Art, seine Selbstverletzungen und diese fast schon krankhafte Suche nach Schmerz machen jede Szene mit ihm intensiv und unberechenbar. Und dann ist da natürlich Ichi selbst. Anfangs wirkt er eher wie ein verängstigter, zerbrochener Junge, doch sobald die Gewalt aus ihm herausbricht, kippt die Stimmung komplett. Gerade dieser Kontrast macht die Figur so verstörend. Die Art, wie Yamamoto seine psychischen Abgründe darstellt, sorgt dafür, dass die Gewalt nie einfach nur „cool“ wirkt, sondern immer unangenehm und bedrückend bleibt. Was mich an Band 1 besonders überrascht hat, war die Atmosphäre. Trotz der extremen Brutalität steckt unglaublich viel Spannung und psychologische Tiefe in der Geschichte. Man merkt schnell, dass hier nicht einfach nur geschockt werden soll. Hinter all dem Wahnsinn steckt eine düstere Charakterstudie über Trauma, Sadismus, Einsamkeit und zerstörte Menschen. Auch zeichnerisch ist der Band unglaublich stark. Die Gesichter wirken roh, realistisch und teilweise richtig verstörend, wodurch die emotionale Wirkung vieler Szenen noch härter trifft. Vor allem die Gewaltausbrüche sind intensiv inszeniert, ohne übertrieben stylisch zu wirken. Natürlich ist Ichi the Killer definitiv nichts für jeden. Der Manga ist brutal, explizit und psychisch stellenweise sehr unangenehm. Aber genau dadurch entfaltet Band 1 eine Sogwirkung, die man kaum ignorieren kann. Wer düstere Seinen-Manga mit kompromissloser Atmosphäre und komplexen Figuren mag, bekommt hier einen absoluten Ausnahme-Titel.
Ein Manga der es in sich hat!
Erstmal gesamt… fand ich den Manga nicht schlecht 👌🏼 Ich lese im Mangabereich viel Fantasy, da ist sowas mal ne echte Abwechslung. Da er ab 18 ist, ist er recht gewaltsam, sexuelle Themen werden angesprochen und auch die Figur Ichi wirkt echt verstörend. 😅 Storytechnisch (spoilerfrei) geht es um Ichi (wer hätts gedacht) der als Killer Aufträge erledigt. Um diese zu erfüllen nutzt er seine spezielle Kampfkunst. Durch einen „Job“ gerät er an die Yakuza, die dann Jagd auf ihn macht. Gezeichnet ist der Manga stark 👌🏼 Ich würde ihn empfehlen und einfach sagen: Reinlesen!
Starker Beginn der Story. Der Yakuza Kakihara (der mit den Piercings) ist einfach son mega Charakter. Endlich Mal wieder ein Manga für "àltere" Leser. Da die Verfilmung "gut krass" zur Sache geht bin ich gespannt wie es im Manga weitergeht. Soweit ich mich erinnern kann passt dir Story Manga und Verfilmung bis jetzt zusammen.
Stark!
Endlich ist es da ! Lange hab ich auf eine deutsche Version von Ichi The Killer gewartet! Ich kenne aus meiner Jugend nur die Realverfilmung , besser gesagt ihren Kultstatus aber kam selbst nie dazu. Es geht um eine Gruppe Ausgestoßener die Morde & Gewalttaten durchziehen um zu Geld zu kommen. Der Strippenzieher hat eine Geheimwaffe, Ichi. Dieser ist eine gemobbte Seele die einen ordentlichen Knacks davon weg hat. Er ist stark , impulsiv und treibgesteuert. Im Band geht es um einen Auftragsmord von einem Yakuzachef und darum die 300Mio Yen aus seinem Tresor zu klauen. Dies hat natürlich Konsequenzen da die dazugehörige Gruppe Rache will! Zeichnerisch gefällt mir der Titel sehr da der Artstyle nicht so häufig vorkommt. Es gibt wirklich brutale Szenen , sexualisierte Gewalt und Nekrophilie sind Themen. Definitiv nichts für schwache Nerven und Definitiv ab 18! Der Band führt die Grundprämisse und die Charaktere gut ein und ich bin gespannt wie es weiter geht!

Ein etwas anderer Killer
Bei Ichi the Killer geht es um besagte Ichi, dieser ist eher unscheinbar und fängt direkt an zu weinen, wenn er jemanden töten muss, da ihn das an seine Zeit als Mobbing Opfer erinnert. Konträr dazu geht ihm aber auch Fett einer ab, wenn er in solche Situationen gerät. So kommt es also zustande, dass eine kleine Gangster-Truppe, Ichi , beauftragt, den Boss einer Yakuza-Gruppe umzulegen. Das klappt auch alles super und die Jungs räumen hinter ihm auf bis auf eine 1 aus Blut die übersehen wurde. Dabei kriegen wir auch viel von der Yakuza Gruppe mit und an expliziter Brutalität wird auch nicht gespart. Ebenfalls geht es auch viel um die Gewalt und Businesses der Yakuza also nix für Leute die sowas nicht abkönnen. Mir hat Band eins durchaus gefallen und die Reihe wird weiter gelesen. Auch wenn man beim Zeichenstil noch nicht wirklich merkt, dass sowohl Ichi the Killer als auch Homunculus vom gleichen Mangaka sind. Allerdings bei der Weirdness.





