
Der absurde Alltag des Eikichi Onizuka mit all seinen Freunden und Feinden geht weiter. Im ersten Drittel dachte ich noch, dass ich diesem Band wohl einen halben Punkt abziehen muss - nicht packend genug, irgendwie fehlte was... Dies änderte sich jedoch kurz darauf und nicht nur las ich den halben Manga an einem Abend am Stück, nein ich war an ein paar Stellen sogar richtig berührt und das Gesehene/Gelesene hallte eine ganze Weile nach... Der Humor ist mal schmutzig, mal bittere Satire und mal einfach nur herrlich bescheuert. Was ich ebenfalls sehr bewundere ist die Tatsache, dass die Reihe so vielschichtig ist. Es geht in manchen Kapiteln um Nebencharactere und deren Sorgen. Auch die narrative Gestaltung variiert. So gibt es einen 'Dialog' über ein ganzes Kapitel, in welchem nur einer der Dialogführenden zu sehen und zu 'hören' ist. Das mag befremdlich wirken, ist aber kreativ. Gefühlt alle Emotionen stecken in dieser Serie drin und ich bin nun überzeugt, dass ich sie diesmal komplettieren und zuende lesen werde. Interessant: Am Ende gibt es eine Info-Doppelseite zur Swastika (das Symbol, welches die Nazis als Hakenkreuz missbrauchten). Ich prüfte meine Einzelbände von damals und stellte nicht nur fest, dass diese Infoseite damals noch nicht vorhanden war, sondern dass auch das Symbol im Manga zensiert bzw. durch ein anderes ersetzt wurde. Statt Zensur gibt es nun Kontextund Aufklärung - Toll! Der Einzelband hatte dafür eine Art 'Behind the Scenes'.



