
Ein Anti-Krimi mit einem Anti-Helden und überraschenden Wendungen
Das hätte sich Ferl denken können, dass es nicht gut geht, wenn er nach Jahrzehnten ins lauschige Goldegg zurückkehrt. Doch der runde Geburtstag des zukünftigen Schwiegerpapas - der Ferl ohnehin nicht ausstehen kann - lässt keine Ausreden zu. Ferl, der dereinst als Kind während des Urlaubs einen "Bauernschädel" fand, kann nur hoffen, dass sich nach all dieser Zeit niemand daran erinnert, dass er damals den Kopf eines Mordopfers im Wald entdeckte. Als er im Suff durch eine unbedachte Aussage die Familie seiner Verlobten zerstört, einen weiteren Bauerschädel findet und dann auch noch seinen Job verliert, ist Ferl sich sicher, dass es definitiv keine gute Idee war, nach Goldegg zu fahren... 🙈 Der unglaublich einnehmende, flüssige und schöne Schreibstil sorgte dafür, dass ich gedanklich direkt vor Ort war, da die Beschreibungen des Autors dadurch ungemein realistisch wirkten. Man merkt, dass Heider die Umgebung von Goldegg nicht unbekannt ist, und auch, dass er in Graz lebt. Ferl war durch und durch so Graz. 😅 Und Goldegg war so Dorf! 🙈 Ich schwankte zwischen Mitleid und Bewunderung für den Protagonisten, der in manchen Situationen irgendwie herrlich sympathisch unsympathisch war und der nicht ahnen konnte, welche düsteren Abgründe sich im beschaulichen kleinen Dorf auftun würden. 😳 Ein lesenswerter Roman, der mit seinem Anti-Helden ein Krimi, aber doch auch irgendwie ein Anti-Krimi ist und dessen Fußnoten ich feiere! 😂🤩 Sehr gelungene Leseunterhaltung mit überraschenden Wendungen und den besten Fußnoten ever! 😁


