Vor kurzem bin ich auf dieses Buch und die Autorin aufmerksam geworden und war direkt neugierig. Den außergewöhnlichen Titel fand ich interessant. Worum geht es in dem Buch? Leander ist 16 und hat einen geistig behinderten, älteren Bruder. Die Mutter der beiden ist alleinerziehend und berufstätig als Bestatterin. Anstatt sich mit Freunden zu treffen, oder wie seine Kumpels, mit der ersten Freundin, muss Leander auf Benni aufpassen. Das nervt den 16 jährigen gewaltig. Oft ist er wütend, auf seine Mutter, aber auch auf seinen Vater, der die Familie verlassen hat und natürlich auf Benni, der für Leander oft einfach nur peinlich ist. Doch dann gibt es Momente, in denen Leander erkennt, dass Benni in vielen Dingen des Lebens alles genau richtig macht.... Ich mochte die Geschichte, die aus Leanders Sicht erzählt wird, total gern. In manchen Situationen konnte ich mich richtig in den Protagonisten hinein versetzen und war sauer auf die Mutter, die ihrem jugendlichen Sohn so viel zumutet. Dann gab es Momente, in welchen ich Leanders Verhalten unangemessen und gemein fand. Das Buch liest sich flüssig. Durch die Aussagen und Taten von Benni, musste ich manches Mal laut lachen. Benni ist knapp 19 und hat das Herz am rechten Fleck. Mit seiner offenen und herzlichen Art, steht er sich nicht so sehr selbst im Weg, wie sein Bruder. Benni erlebt in der Öffentlichkeit aber auch viel Ablehnung. Dieses Buch ist eine tolle coming of Age Geschichte über das Leben eines Jugendlichen, mit einem behinderten Geschwisterteil. Schön wäre gewesen, wenn es noch eine andere Perspektive gegeben hätte, z.B. die von Benni, oder die der Mutter. Manche Situationen wären aus einer anderen Sicht interessant gewesen. Fazit: tolle Lektüre für alle, die sich von der Thematik angesprochen fühlen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und habe mich gerne in Leanders Gedankenwelt entführen lassen
22. JuliJul 22, 2023
Das kann nich jedaby Maria M. KochBoD – Books on Demand
