
Als großer Griechenland Fan fasziniert mich natürlich auch die griechische Mythologie. Schon lange wollte ich mich intensiver mit ihren Geschichten und Figuren beschäftigen - und genau deshalb werde ich 'Antike Mythen ohne Männer' - definitiv noch öfter zur Hand nehmen. Dieses Sachbuch liest sich erfreulicherweise überhaupt nicht trocken. Es ist in die Kapitel Jungfrau, Hausfrau, Kriegerin, Femme fatale, Hexe, Wahnsinnige und Monster unterteilt und bietet eine spannende neue Perspektive auf die Frauen der griechischen Mythologie. Die zahlreichen Illustrationen, kombiniert mit den meist kurzen Textpassagen, sorgen dafür, dass man zügig vorankommt. Auch die Gestaltung des Buches ist ein großer Pluspunkt und macht das Lesen zu einem echten Vergnügen. Besonders gut gefallen hat mir der feministische Ansatz, der das gesamte Buch prägt. Viele Frauenfiguren der griechischen Mythologie haben bis heute ein eher negatives Image. Hier wird nicht nur mit Vorurteilen aufgeräumt, sondern auch nachvollziehbar erklärt, wie diese Darstellungen überhaupt entstanden sind. Durch die vielzahl an Namen, Verwandtschaftsverhältnissen und komplexen Verbindungen ist es nicht immer leicht, dem Inhalt zu folgen. Ohne größere Vorkenntnisse bleibt beim ersten Lesen vermutlich nicht alles hängen. Genau das macht aber auch den Reiz des Buches aus: Es weckt Neugier, regt zu eigener Recherche an und motiviert dazu, tiefer in einzelne Mythen einzutauchen. Mir hat das Buch von Mara Gold sehr gut gefallen, und ich bin sicher, das es mich noch lange begleiten wird.


