5. Juli
Rating:4

Gesunde Ernährung ist lecker und schmeckt - wie es einfach geht, zeigt Tim Spector

Gesunde Ernährung ist lecker und schmeckt, es ist nur nicht unbedingt so leicht, ins Tun zu kommen (wie so oft bei Verhaltensänderungen). Eine Frage ist: was soll ich da denn kochen, was auch schmeckt? Tim Spector beschäftigt sich schon ziemlich lange mit gesunder Ernährung, hat mehrere Bücher dazu geschrieben und sich jetzt gedacht, dass ein Kochbuch sinnvoll wäre, um auch die Theorie in die Praxis umzusetzen. Mit seinem Team von Zoe, einem Wissenschafts- und Ernährungsunternehmen hat der Professor für genetische Epidemiologie Rezepte entwickelt, die zu seinen sechs wichtigsten Ernährungsregeln passen und sie umsetzen. Zuerst geht er auf diese einfachen Regeln ein, unterlegt sie mit wissenschaftlicher Forschung und erklärt, wie sie umgesetzt werden können. Dann kommt auch schon der Rezeptteil mit Frühstücksideen, Energieboostern, 15-Minuten-Gerichten, Salaten, Vorschlägen für Essen mit Gästen und und und. Bei den Rezepten nennt er oftmals Alternativen für bestimmte Zutaten (nicht jede*r von uns lebt in London und kann alles an Zutaten vor Ort kaufen), es gibt ansprechende Fotos, an denen schon erkennbar ist, dass das mit Kochgrundkenntnissen zu schaffen ist. Es ist leicht nachzukochen und ich empfehle es gern!

Nahrung fürs Leben - Das Kochbuch
Nahrung fürs Leben - Das Kochbuchby Tim SpectorDuMont Buchverlag
15. Mai
Koch dich glücklich – mit Linsen, Liebe und einem Hauch Wissenschaftswahnsinn!
Rating:5

Koch dich glücklich – mit Linsen, Liebe und einem Hauch Wissenschaftswahnsinn!

Ich hab’s getan. Ich hab ein Kochbuch gelesen. Und nicht nur das – ich hab’s benutzt! Ja, ich, der sonst eher nach dem Motto „Kaffee ist auch ein Gemüse“ lebt. Aber Tim Spector hat mich mit seinem wilden Mix aus Wissenschaft, Wahnsinn und wirklich leckeren Rezepten komplett erwischt. Schon nach den ersten Seiten wollte ich am liebsten meine Küche umarmen – oder zumindest mal entstauben. Das Buch ist wie ein kulinarischer Raketenstart in Richtung Pflanzenvielfalt. 30 Pflanzen pro Woche? Früher hab ich mit Glück drei geschafft – Pommes, Chips und Ketchup. Aber jetzt weiß ich: Fermente sind Freunde, Bohnen sind sexy und Regenbogen auf dem Teller machen nicht nur optisch was her, sondern tun auch dem Bauchhirn gut. Spector schafft es, komplexe Forschung so zu erklären, dass ich mich fast wie ein Ernährungsguru fühle – aber ohne Esoterik und mit viel Humor. Seine sechs Prinzipien sind keine Dogmen, sondern echte Gamechanger. Und dann die Rezepte! Vom morgendlichen Knuspermüsli bis zum fermentierten Gemüse-Overload – alles ist machbar, lecker und überraschend unkompliziert. Man merkt einfach: Hier hat jemand Ahnung und Herzblut. Und die Übersetzung? Läuft rund – danke an Petra Huber und Sara Riffel, ihr habt den englischen Charme super eingefangen. Dieses Buch ist keine Diätbibel, sondern eine Einladung zum Schlemmen mit Hirn. Ich fühl mich besser, koche bunter und hab jetzt sogar Lieblingslinsen. Wer hätte das gedacht? Also: Kaufen, nachkochen, staunen. Mein Magen applaudiert.

Nahrung fürs Leben - Das Kochbuch
Nahrung fürs Leben - Das Kochbuchby Tim SpectorDuMont Buchverlag