11. Mai
Rating:3.5

Immer wieder erschafft Murakami eine Erzählung, die mir ein träumendes Gefühl hinterlässt.

Ich weiß nicht wie Murakami das schafft, aber ich verschlinge jedes Buch von Ihm. Man wird in eine so realistische und nachvollziehbare Welt gezogen, die plötzlich eine völlig träumerische aber doch echte Parallelwelt beinhaltet... und irgendwann verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und einer anderen Realität. Obwohl sein Erzähltempo in diesem Buch wirklich extrem langsam ist, hat es mich doch nicht los gelassen. Das Buch zu lesen war für mich, als hätte ich jeden Tag das Leben eines Anderen ein stück weit mit gelebt. Und am Ende des Romans angekommen bin ich plötzlich zutiefst berührt und in Gedanken über das Leben versunken.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
1. Mai
Rating:3

Der namenlose Ich-Erzähler bewegt sich zwischen zwei Welten. Die eine lässt sich als die reale, wirkliche Welt, wie wir sie kennen, beschreiben. In ihr verliert er seine Jugendliebe aus den Augen und wird später Leiter einer Bibliothek in einem kleinen Ort in den japanischen Bergen. Und dann gibt es die Stadt mit ihrer ungewissen Mauer, die im Reiche der Fantasie, der Träume, des Unterbewussten oder wo auch immer zu verorten ist. Auch hier arbeitet er in einer Bibliothek, die allerdings keine Bücher sondern Träume beherbergt. Sind diese Welten voneinander getrennt oder bedingen sie sich gegenseitig? Der Roman hat sehr viele Zutaten, die man sich als Murakami-Fan wünscht. Das Verschwimmen von Realität und Fantasie, Wirklichkeit und Traum sowie Leben und Tod spielt auch hier wie so oft eine zentrale Rolle. Die wesentliche Stärke des Buchs ist auch Murakami-like: Er schreibt unglaublich meditativ. Der Text fließt dahin, mäandert immer wieder in Wiederholungen und Ritualen, beachtet Alltägliches und Nichtiges in aller Ausführlichkeit. Das hatte in einer sehr gehetzten persönlichen Lebensphase einen schönen, beruhigenden Effekt auf mich. Leider hat mich der Kern des Buches, die Stadt mit der ungewissen Mauer, nicht berührt. Ich bin grundsätzlich sehr empfänglich für Fantasy- oder Traum-Welten (in der Stadt laufen nur Einhörner rum🦄), aber die Konzeption dieses Ortes fand ich nicht gelungen. Die Grundidee des Buchs mit ihren Kernthemen fand ich wieder mal sehr stark und es bleibt einiges zurück, an dem ich noch zu knabbern habe, aber all in all ist es für mich das schwächste Buch von Murakami, das ich bislang gelesen habe.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
27. Apr.
Verwirrung & Faszination treffen aufeinander 📚
Rating:4

Verwirrung & Faszination treffen aufeinander 📚

Ich habe sehr lange für das Buch ,,Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ gebraucht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich allmählich verstehen konnte, worum es in dem Buch geht und wie der Erzählstrang auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet. Die Geschichte wird in der Du-Form erzählt und handelt von einem Jugendlichen Protagonisten, der sich in ein Mädchen verliebt. Die beiden durchleben keine typische young-adult Romance, sondern begeben sich auf eine fantastische Reise. Das Mädchen erzählt dem Protagonisten von einer Stadt, in der ihr Wahres Ich Leben würde und er selbst würde diese Stadt auch bald besuchen und als Traumleser eingesetzt. Diese Stadt sei umgeben von einer Mauer, die nur Tiere durchqueren können, Menschen jedoch nicht. Es ist nicht klar, wie man diese Stadt besuchen kann, allerdings nicht auf herkömmlichen Wegen. So beginnt allmählich die Reise des Protagonisten in die Stadt mit der ungewissen Mauer, in der er seinen Schatten verliert. Insgesamt war es für mich eine philosophische und fantastische Reise durch die Geschichte. Es ist einem nicht immer klar, wann wird von der Realität gesprochen und wann wird die Realität verlassen? Was entspricht der Wahrheit und was war vielleicht nur ein Traum? So sehr mich das Buch an manchen Stellen verwirrt hat, so sehr hat es mich auch in seinen Bann gezogen ✨ wenn man sich das Nachwort durchliest, kommen noch ein paar AHA-Effekte hinzu. Das Ende hat mich nicht enttäuscht zurückgelassen, aber dennoch weitere Fragen aufgeworfen. Immerhin kann ich jetzt sagen, ich habe mal einen Murakami gelesen 📖

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
16. Apr.
Immer, wenn ich ein Hörbuch von David Nathan vorgelesen bekomme, habe ich sofort Gänsehaut.

Immer, wenn ich ein Hörbuch von David Nathan vorgelesen bekomme, habe ich sofort Gänsehaut.

Ich liebe seine Stimme. Das Hörbuch hat allein schon deswegen gute Karten mir zu gefallen. 😇 Natürlich gibt es noch viele andere Sprecher, die einfach phantastische Arbeit leisten. David Nathan hat mich schon sehr lange, vielleicht meine ganze Jugend, begleitet. Und auch wenn ich damals mich noch nicht mit Synchronsprechern beschäftigte, war seine Stimme schon damals ikonisch und blieb im Gedächtnis. Achtet ihr auch darauf, wer das Hörbuch einspricht oder ist euch das egal, Hauptsache es wird ein guter Job gemacht? Habt ihr Lieblingssprecher?

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
26. März
Rating:5

Diesed Buch hat mich mehrere Monate begleitet. Zum teil habe ich mich geärgert wieso ich so lange brauche, wenn mir das Lesen doch so viel spaß macht. Aber jetzt wo ich am ende bin und auch das Nachwort gelesen habe finde ich das wirklich sehr passend. Für mich war dies wohl ein Buch das auch parallel zu meinem Leben einen weg mit mir gehen darf. Immer wenn ich das gefühl habe das es eine routine wird und ich mich nach einer Veränderung sehnte, kahm etwas neues. Dieses Buch hat mich viel zum Nachdenken gebracht und den Wunsch alles zu verstehen und die tiefere bedeutung in allem zu finden, zum teil wollte ich schon online gehen und schauen was andere für gedanken haben, aber letztendlich konnte ich mich zusammenreißen und darüber bin ich sehr froh. Bevor wir in der Stadt waren habe ich mich auf die Stadt gefreut, als wir dann in der Stadt waren hoffte ich das er sie wieder verlässt, als er sie verlassen hatte und sehnsüchtig an die Stadt dachte verspürte ich auch eine art der Sehnsucht. Wünscht sich nicht jeder einen Herr Koyasu, oder einen Schatten mit dem man immer Sprechen kann und der mit Rat und Tat beiseite steht. Mein Kopf ist noch ganz verworren und so viele Ideen und Theorien schwirren mir durch den Kopf. -Er hat in der Jugend die Briefe von seiner Freundin gelesen und hatte somit damals schon die Aufgabe des Traumlesens -War die freundin nur ein Schatten oder war die Welt eine art Zuflucht die sie sich geschaffen hat, da sie zuhause probleme hatte. Als sie verschwunden ist ist sie in die ummauerte stadt und ist vielleicht eins geworden mit ihrer form dort? Oder ist das eine art und weiße depression zu beschreiben. Überhaupt verarbeitet dieses Buch das leben und Schicksalsschläge und das eigene sein und die Zuflucht und den Komfort. Am ende des Tages auch den Einfluss den man auf sein leben und sein Umfeld hat, und genau das schnell vergisst. Da muss ich an seine Freundin der das Cafe gehört denken, sie ist dort hingegangen um frei zu sein, dennoch hat sie sich in etwas reingezwungen. Aber das heißt nicht das sie nicht dennoch frei oder glücklich war. Das Glück im Alltag finden und in der Routine. Auch die Brüder und der Vater von dem Jungen M** waren sehr interessant. Die erwähnung das sie wohl jetzt auch wenn sie traurig sind wieder zurück müssen nach Tokio, weil eine andere Wahl gibt es ja nicht. Und wie oft das erwähnt wurde. Irgendwie hat jeder seine eigene Stadt die sich ständig mit einem mitbewegt. Was hat es auf sich mit dem Namen der stadt oder dem Namen M** überhaupt auf sich. Sind die Charaktere wirkliche Charaktere oder auch nur weitere Bildungen des eigenen verstandes und ein weiterer Zufluchtsort. Und ist das am ende des Tages überhaupt wichtig? Das Buch war einerseits eine sehr ruhige Zeit und viel langsamer als viele Bücher die ich lese. Aber dennoch schwirrt mir jetzt so der Kopf. Wirklich ein sehr wertvolles Buch. Jetzt freu ich mich die Meiningen anderer zu lesen und hoffe das ich nicht enttäuscht werde haha.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
24. März
Rating:5

Wunderschön, aber nicht ganz einfach

Wie immer bei Murakami sind die Grenzen zwischen den Welten dünn. Die Geschichte wandelt zwischen Ebenen und Zeitstufen, Menschen und ihren Schatten, Realität und Träumen hin und her, droht ein ums andere Mal damit, sich selbst zu verlieren, und findet doch am Ende ihren Weg zu einem Ende, wie ein Strom, der ins Meer fließt. Besonders zugänglich ist das nicht immer und die Handlung lässt sich eine ganze Menge Zeit, bis wirklich etwas passiert, aber es ist eine Freude zu lesen.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
22. März
Rating:5

Warum hat der Mann immer noch keinen Nobelpreis?

Für mich ist der Mann nicht nur in Japan der Goat, sondern e rzählt auch zu meinen absoluten Lieblingsautoren egal was ich von ihm lese, ob es Erzählungen sind oder Romane. Er nimmt mich jedes Mal schon ab der ersten Seite mit. Die Stadt und ihre ungewisse Mauer ist ein fabelhaftes Buch und greift die Story von „Hard boiled Wonderland und das Ende der Welt“ auf. Das Gefühl, was Murakami hinterlässt, wenn man ein Buch beendet hat, ist so unglaublich schwer zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus Heiterkeit, Traurigkeit, Mitgefühl, aber irgendwo auch eine Art Befriedigung. Dieses Buch reiht sich ein in einer Reihe absoluter Meisterwerke von meiner Meinung nach Japans größten lebenden Autor

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
21. Feb.
Rating:3

Nicht für mich gemacht aber eine interessante Erfahrung

Ich habe das Buch im Rahmen meines Buchclubs gelesen, und hätte es ggf nach 200 Seiten abgebrochen, wenn es nicht so viel Stoff zum diskutieren gegeben hätte. Ich bin dennoch froh, dass ich es bis zum Ende gelesen habe: - Nach etwas Eingewöhnungszeit mochte ich den Schreibstil recht gern - Die Geschichte und ihr Aufbau waren insofern für mich interessant, als dass die verschiedenen Wirklichkeitsebenen und Struktur nichts sind, was ich bisher gelesen habe- wir hatten viel Diskussionsstoff, über die Bedeutung verschiedener Elemente. Nicht gefallen hat mir, dass es wirklich viele Längen gab. Generell hatte ich Probleme, die Handlung spannend zu finden und musste mich stellenweise echt zwingen, weiterzulesen. Ich denke, es war einfach kein Genre für mich.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
21. Feb.
Rating:4

Ein interessantes Buch mit viel Stoff zum Nachdenken

Mein erstes Buch vom Autor Murakami & definitiv ein anderes Genre als ich sonst lese. Wir haben uns in unserem Buchclub auf eine Empfehlung hin dazu entschieden, das Buch zu lesen & ich glaube, dass mir die Besprechungen zwischendurch dabei geholfen haben, das Buch stärker zu „durchdringen“. Es bietet viel Stoff zum Nachdenken, interpretieren und zum Austauschen über die individuellen Gedanken dazu. Für mich ein Buch, was vom Umgang mit Trauer/Verlust erzählt, von Liebe, mentalen Problemen und vom Erwachsenwerden handelt, also von großen Themen, die nicht leicht zu erfassen sind. Ich finde Murakamis Schreibstil sehr bescheiden und simpel, aber im guten Sinne, in dem keine unnötigen Wortschwälle genutzt werden müssen, um tiefgründige Gedanken zu ermöglichen. Stellenweise ist es mir trotzdem schwergefallen, weiter zu lesen, weil es definitiv ein Buch ist, bei dem man viel nachdenkt & was meiner Meinung nach erfordert, sich darauf einzulassen. Besonders den 2. Teil fand ich gut, klarer erzählt und hat mich persönlich am meisten abgeholt. Insgesamt hat es mir gut gefallen, wenngleich es auch ein bisschen anstrengend war, sich mit diesen vielen Aspekten auseinanderzusetzen!

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
9. Jan.
Rating:5

Ein weiteres Meisterwerk von Murakami.

Ich habe Murakami bisher immer auf deutsch gelesen. Dieses ist mein erster Murakamiwerk in englisch. Tatsächlich anspruchsvoll. 😅 Ein neues Märchen im Murakamistyle über heranwachsende Liebe. Irgendwann irgendwo werden Murakamis Werke im Unterricht für Analysen herangezogen. Und ich würde da sicher keinen Blumentopf gewinnen. Dennoch liebe ich Murakamis Umgang mit der Frage nach einer Verlorenen Liebe und der daraus resultierenden Entscheidungen. Wie weit gehen wir in so einem Fall? Wie sehr sind wir bereit, uns selbst nach und nach aufzugeben?

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
2. Jan.
Rating:5

Magischer Realismus, der Entschleunigung schafft, indem er sich in die Bedeutungslosigkeit der Zeit einflechtet <3

Murakamis Bücher sind durch die Verwobenheit von Illusion und Realität immer wieder eine Traumreise, in der sich die verschiedensten Wirklichkeiten im Kopf einnisten. Die Stadt und ihre ungewisse Mauer hat mich anfangs durch eine Mischung aus Verlustangst und Neugier gepackt und gab mit voranschreitender Handlung zunehmend Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen, obwohl sich immer mehr Stränge miteinander verbunden haben. Murakami hat es auch hier geschafft, eine Parallelwelt zu verbalisieren, die zu real ist, um rein fantastisch zu sein. Und dennoch ist sie so weit weg, dass man sich ab und an aus dem tiefsten Wunsch heraus gern in die Stadt mit der ungewissen Mauer begeben würde, um den eigenen Alltag hinter sich zu lassen - unabhängig davon, ob man Traumleser*in wird oder anderweitig Platz in der Stadt findet. „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ hat mich (positiv ) an mancher Stelle sehr an Murakamis „Kafka am Strand“ erinnert. Vielleicht lag es u.a. an den Bibliotheken als Handlungsorten. Hat sich angefühlt, wie nach Hause kommen. Besonders spannend war das Nachwort - laut Murakami etwas, das er am liebsten auslässt: er hat vor über vierzig Jahren (!) bereits einen Teil der Geschichte in anderer Version veröffentlicht, war aber nie zufrieden damit. Aus diesem Grund hat er später alles erneut aufgegriffen und diesen Roman gefertigt, der nun aus drei Teilen besteht. Vielleicht spielt die Zeit deshalb gleichermaßen eine so unwichtige und doch relevante Rolle. Denn irgendwie sind vierzig Jahre erstmal ganz schön lang & am Ende vermutlich doch nicht. Wenn ihr Lust auf ein träumerisch verworrenes Buch habt, das Zwischenmenschlichkeit absurd greifbar macht, dann gebt diesen 630 Seiten gern eine Chance. Euer Schatten wird es euch danken ;)

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
30. Dez.
Rating:3

Ungewiss trifft es gut

Jedes Kapitel, jede Seite dieses Buches, warf mir weitere Fragezeichen entgegen. Doch Fragen verlangen nach Antworten und so entstand trotz einer grundlegenden Ungewissheit immer auch der Drang, weiterzulesen, um Antworten zu finden. Möglicherweise bin ich aufgrund eines Mangels an philosophischen Kenntnissen in diese Spirale geraten, doch habe ich mich beim Lesen nie ganz verloren gefühlt, da die Mystik, die alles umspielt, meine Muße auffängt.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
30. Dez.
Rating:3

Nicht sein stärkstes Buch

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ erzählt von einem namenlosen Ich-Erzähler, der von einer geheimnisvollen, ummauerten Stadt besessen ist – einem Ort, an dem Menschen ohne Schatten leben, in dem Gefühle und Erinnerungen kontrolliert werden. Jahre später scheint diese Stadt real zu werden, als der Erzähler eine Arbeit annimmt, die ihn immer tiefer in eine rätselhafte, zeitlose Welt führt. Man muss wissen, dass Murakami‘s Geschichten immer etwas außergewöhnlich sind. Oft befindet man sich in einer Art Parallelwelt zwischen Traum und Realität. Leider bin ich mit der Story nicht wirklich warm geworden am Ende der über 600 Seiten sind zu viele Fragen offen geblieben, als sie urplötzlich endet. Wenn ihr Murakami lesen wollt (was ich euch definitiv empfehle!), fangt nicht mit diesem Buch an, sondern vielleicht eher mit „Naokos Lächeln“ oder „Kafka am Strand“.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
26. Dez.
Finally...
Rating:5

Finally...

ich lese Murakami schon seit Jahrennund habe mich endlich mal an was englisches getraut. Das Buch ist mit viel Ruhe und Geduld zu lesen. Man muss es einfach auf sich wirken lassen und auch die Sachen nachtäglich überdenken (aber das ist typisch Murakami). Die Geschichte hat mich sehr eingenommen. Es ist glaube ich das Beste was ich seit langen von ihm gelesen habe. Es gibt durch die 3 verschiedene Teile erstmal Verwirrung, aber am Ende versteht man es. Auf jeden Fall durchhalten und man muss sich dafür einfach die Zeit nehmen, selbst wenn es nur 2 Kapitel pro Woche sind .

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
29. Nov.
Rating:5

Das wahre Ich und mein Schatten

Der Ich-Erzähler verliebt sich mit 17 in ein Mädchen. Sie verbringen eine intensive Zeit bis sie plötzlich verschwindet. Das wahre Ich des Mädchens lebt in einer ummauerten Stadt, die nur betreten werden kann, wer seine eigenen Schatten zurücklässt. Diese Stadt haben sich die Beiden ausgedacht. Der Ich-Erzähler begibt sich auf die Reise in diese Stadt und lässt seinen Schatten zurück in die „normale“ Welt. „Besonders gefalle dir, sagtest du, der Humor in meinen Briefen, denn das war es wohl, woran es dir in deinem Dasein am meisten mangelte.“ Mein erstes Buch von dem bekannten Haruki Murakami und was für ein schönes Buch. So eine tiefe, intensive und auch spannende Geschichte. Der Schreibstil ist so besonders, auch wenn es schwer für mich in Worte zu fassen ist wieso. Es berührt einen, es begleitet einen beim Lesen wie ein Lied und es geht so sanft mit einem um. Die Worte und Gedanken sind alle ehrlich, erdend und klar, kein Verschnörkeln oder „zu viel.“ Die Geschichte ist sehr schön und nimmt einen mit auf die Reise zwischen dem wahren Ich und seinem Schatten. Gerne wieder ✨🤍

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
23. Nov.
Rating:2.5

Zwei Welten und ich bin zwiegespalten

Das Buch hat mich enttäuscht. Es war natürlich etwas verwirrend und man hat die Realität hinterfragt, aber ich hatte bereits Bücher des Autors gelesen und fand diese viel stärker. Kafka am Strand hat mich enorm fasziniert und hatte einfach mehr Inhalt. Ich bin zwar durch das Buch gerauscht, aber auf den 640 Seiten ist so wenig passiert bzw. wurde gedoppelt, dass man die Geschichte wahrscheinlich in 200 Seiten hätte locker erzählen können. Also von Haruki Murakami hätte ich mehr erwartet.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
9. Nov.
Rating:4

Unvorhersehbar, spannend und manchmal ein bisschen verrückt

Ich wusste so überhaupt nicht, was mich in diesem Buch erwarten soll. Nachdem ich es nun gelesen habe, weiß ich das immer noch nicht so richtig. Und trotzdem habe ich Kapitel um Kapitel verschlungen. Die Story hat immer wieder unerwartete Handlungen genommen, hat mich oft zum Nachdenken gebracht. Das ganze Buch über hab ich mich gefragt, was die Stadt mit der ungewissen Mauer eigentlich zu bedeuten hat, wofür sie steht und was die Geschichte mir sagen will. Ich habe gehofft, dass es dazu eine Art Auflösung gibt, gab es leider nicht. Dennoch hat mir das Buch unglaublich gut gefallen, da es mich zwischendurch so zum Nachdenken angeregt hat. Über das Leben, die Gewohnheiten, das Jenseits. Irgendwie hat es das Buch geschafft, unfassbar viel zu erzählen und mitzugeben, obwohl irgendwie gar nicht viel passiert. Mich konnte das Buch definitiv begeistern!

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
29. Okt.
Wie ein magisch-melancholischer Traum
Rating:4.5

Wie ein magisch-melancholischer Traum

Angenehm entschleunigend, inspirierend philosophisch und dabei authentisch geschrieben. Zum Teil auch sehr langatmig. Es hat aber auch was Meditatives, wenn man sich drauf einlässt. Es geht um: Warten, unmögliche Liebe, Alleinsein, Suche, Entscheidung, Realität, Mut, Hingabe, Veränderung, Tod, Unmöglichkeit, Natur, Philosophie, Bücher, Nachdenklichkeit, das Wesentliche, Beharrlichkeit, Verbindung, Trennung, Nähe, Distanz, Wahrhaftigkeit, Unwirklichkeit. Insgesamt eine schöne, unaufgeregte Geschichte mit Tiefgang, die zum Nachdenken anregt.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
21. Okt.
Rating:2.5

Puh, es tut fast ein bisschen weh, so wenig Sterne für diesen als fulminant rezensierten Roman zu vergeben. Schließlich ist das Buch ein langer Begleiter des Autors gewesen, der es bereits 1980 begonnen hat. Es brauchte Zeit und Wandel, so schreibt er über seinen Schreibprozess im Nachwort. Über 600 Seiten in wundervollen Farbschnitt, angepriesen als Weltflucht und Meditation brauchte für mich sehr viel langen Atem. Die Redundanzen konnten mich als Stilmittel nicht überzeugen. Und am Ende bleibe ich irritiert zurück.

Worum geht es in diesem Roman? Auf metaphysischer Ebene gehoben mit vielen philosophischen Fragmenten erscheint mir „die Stadt und die ungewisse Mauer“ wie eine Metapher, die sich mir nicht erschließen will. Leider! Meine Hoffnungen waren groß und hielten mich doch immer wieder ab, das Buch tatsächlich abzubrechen. Aber der Turn wollte sich bei mir einfach nicht einstellen…. Auf Seite 622/623 erfolgt zwischen dem Yellow-Submarine-Jungen und dem Protagonisten, der uns seine Geschichte zwischen den Welten erzählt folgender Dialog: „Ja, denn dein Herz und dein Bewusstsein sind an verschiedenen Orten und uneins.“ […] „Ja, dein Herz sehnt sich nach etwas Neuem, es braucht eine Veränderung, aber dein Bewusstsein hat das noch noch ausreichend begriffen.“ Geht es darum? Ist das die Message des Buches? Auf dem Rücken stehen Rezensionen der Süddeutschen Zeitung, der FAZ und der ZEIT („schaurig behagliche Weltflucht“, vielleicht das Allerschönste“ des Autors, „Beginn einer traumgleichen Reise“) und alle Worte, die ich im Nachgang habe, sind eher ernüchternd und ernüchtert.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
19. Okt.
Rating:3.5

Ein stiller, poetischer Roman über Identität, Erinnerung und Einsamkeit – Murakami lässt Traum und Realität untrennbar ineinanderfließen.

Der Einstieg in Haruki Murakamis neuen Roman fühlt sich an wie ein leiser Traum – man gleitet hinein, ohne genau zu wissen, wann man ihn betreten hat. Die Grenzen zwischen Realität und Imagination verwischen von der ersten Seite an, und was zunächst verwirrend wirkt, entfaltet schnell diese eigentümliche Sogwirkung, für die Murakami bekannt ist. Der namenlose Erzähler bleibt, eine stille, rätselhafte Figur – distanziert und doch verletzlich. Seine innere Leere wird zum Echo der zentralen Themen des Buches: Identität, Zugehörigkeit und der Versuch, sich selbst in einer zersplitterten Welt zu begreifen. Die ummauerte Stadt, die dem Roman seinen Titel gibt, wirkt wie ein Sinnbild des Unterbewusstseins – ein Ort, an dem Erinnerung, Sehnsucht und verdrängte Anteile des Selbst weiterexistieren. Sie ist zugleich Zuflucht und Gefängnis, Spiegel und Schleier. Auch die Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler und dem Mädchen bleibt auf einer tiefen, fast metaphysischen Ebene. Es ist weniger eine Romanze als eine existentielle Suche – der Versuch, im Anderen das zu erkennen, was man an sich selbst verloren hat. Die Unmöglichkeit dieser Erfüllung durchzieht die Geschichte wie ein melancholischer Unterton. Einsamkeit steht dabei im Zentrum des Romans – nicht als bloßes Gefühl, sondern als Wesen, das die Figuren umgibt und lenkt. Sie wird zur Triebkraft der Handlung, zur stillen Begleiterin jedes Gedankens. Der Wechsel zwischen Traum und Realität ist faszinierend und beunruhigend zugleich. Murakami lässt beide Welten ineinanderfließen, bis sie ununterscheidbar werden – wie Wellen, die immer wieder an denselben Strand schlagen. Mit Figuren wie Herrn Koyasu oder dem geheimnisvollen Yellow-Submarine-Jungen verdichtet sich die Geschichte zu einem Kaleidoskop aus Trauer, Erinnerung und magischem Realismus. Während Koyasu als Spiegel des Erzählers fungiert, bringt der Junge jene surreale Leichtigkeit ein, die Murakamis Welten so einzigartig macht. Murakamis Sprache ist ruhig, präzise und zugleich voller Symbolik. Jedes Wort scheint eine zweite Bedeutung zu tragen, jedes Bild eine unsichtbare Tiefe. Das Ende schließlich ist kein Abschluss, sondern ein Verlöschen im Zwielicht – melancholisch, aber tröstlich, als würde der Traum nicht enden, sondern nur verblassen. Zurück bleibt ein Gefühl stiller Sehnsucht – und die Frage, ob wir je vollständig in dieser Welt ankommen können, wenn ein Teil von uns jenseits der Mauer verweilt. Fazit: Die Stadt und ihre ungewisse Mauer ist ein stiller, poetischer Roman über Verlust, Erinnerung und die fragile Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Murakami erzählt mit jener hypnotischen Ruhe, die das Unsagbare spürbar macht – und lässt uns zurück mit dem leisen Gefühl, etwas Bedeutendes verstanden zu haben, ohne es je in Worte fassen zu können.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
9. Okt.
Rating:5

So schön. So unbegreiflich. So Murakami. 💗

Ein namenloser Erzähler. Eine geheimnisvolle Stadt hinter Mauern. Eine Suche nach Identität, Erinnerung und Liebe. Ein Traum, der Wirklichkeit berührt – oder umgekehrt. Murakami spinnt hier wieder seinen ganz eigenen Zauber: surreale Bilder, sanfte Melancholie, große Fragen über das Leben. 💫 Und ich? Ich habe mich völlig verloren – und gefunden – zwischen diesen Seiten. Über 600 Seiten, verschlungen in nur einer Woche. 🕊️ Die Stadt mit ihrer ungewissen Mauer ist für mich mehr als nur ein Ort im Roman. Sie ist Spiegel und Zuflucht, ein Echo meines eigenen Inneren. Noch immer trage ich dieses Buch in mir. Noch immer schwebe ich auf einer Wolke, lasse die Gedanken in diese magische Welt zurückgleiten. So schön. So unbegreiflich. So Murakami. 💗

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
9. Sept.
"Ich setze mich auf einen Stuhl, befreie mein Bewusstsein aus dem Käfig meines Körpers, um es auf der weiten Wiese meiner Gedanken umherschweifen zu lassen ..."
Rating:4

"Ich setze mich auf einen Stuhl, befreie mein Bewusstsein aus dem Käfig meines Körpers, um es auf der weiten Wiese meiner Gedanken umherschweifen zu lassen ..."

Ich habe noch nicht viel von Murakami gelesen, trotzdem würde ich aufgrund meines kleines Erfahrungsschatzes sagen: Dies ist typisch. Es dauerte einige Zeit, bis sich der Nebel ein wenig lichtete und so ganz ist er bei mir auch nicht weggegangen. Toller Schreibstil, großartige Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, aber beim Lesen doch ständig die Frage: Ist die Geschichte eine Metapher, die ich einfach nicht verstehe? 🙈😅

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
26. Aug.
Rating:5

Die Welt wurde von Tag zu Tag praktischer und unromantischer "Das du einfach ohne Worte für mich da bist, mich nicht analysierst oder Ratschläge gibst, dass mag ich an dir" Ich war skeptisch, es ist mein erster Roman von Murakami welcher ich wirklich bis zum Schluss gelesen habe. Ich bin begeistert! Seine Poesie, die Verwirrungen (sind wirklich manchmal schräg) und einfach das Sein. Ich kenne nicht viele Bücher, bei denen ich einfach entspannen kann. Also so richtig, Entschleunigung pur! Ich ertappte mich einige Male dabei, wie ich die Personen zusammenbringen wollte. Doch gleichzeitig ermahnte ich mich, das dies kein Freida McFadden Thriller ist. Es war so schön - eine klare Empfehlung oder wie Murakami geschrieben hat: "Ich bekomme ein Brief von dir, er ist hinreissend. Ich lese ihn mindestens zwanzig Mal." - eben romantische Liebe oder so! bitte mehr davon.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
10. Aug.
Rating:3

Wie bewerte ich einen Roman, der einerseits so schön geschrieben wurde wie die Stadt und ihre ungewisse Mauer und zeitgleich doch so tonlos auf mich wirkte. Wie ein Tag am Strand, an dem man nur den Wellen lauscht und ab und an ein Wort mit seinem Sitznachbarn wechselt. Das muss man mögen. Murakami beschreibt detailliert und weiß mit Worten zum weiterlesen zu bewegen. Allerdings nutzt er mir zu wenig Farben, um dem Geschehen mehr Lebendigkeit einzuhauchen. Emotionen bleiben bei mir aus bzw sind wenn nur unterschwellig vorhanden. Gleichzeitig muss ich sagen, spiegelt das ganz gut die japanische Lebensweise wieder. Emotionen werden niemals öffentlich gezeigt, wie wir es in unserer Kultur kennen. In Kombination mit den Schatten, der Mauer usw also wiederum sehr passend. Was ich beim Lesen manches Mal als störend empfand, waren die häufigen Satzwiederholungen. Wenn man nach einem Buch sucht, welches ein Stück weit tiefsinnig ist, weil viel Interpretation möglich ist und gleichzeitig emotional wenig fordernd ist, der sollte dieses Buch in die Hände nehmen.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
24. Juni
Rating:3.5

,,I saw a world there that man should not watch for nothing. At the same time, it was a world that each of us carries within ourselves. I have it in me, you too. But you shouldn't watch it anyway. That's why we usually live with our eyes closed.” A lot of plots, a lot of things left to the reader's free interpretation, in my opinion too much. I'm in love with the Murakami writing style, well-written characters, great descriptions, but I didn't fully understand this book, too many things are thrown to the wind and so left behind. I would recommend this story to a person who wants to have fun reading and wants to have a mess in his head because reading, trying to understand all the allusions and metaphors

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
20. Mai
Rating:5

Schwierig reinzukommen aber ein Juwel der Erzählungen!

Ich habe vor kurzem meine aufblühende "Leidenschaft" entdeckt für japanische Autoren. Dieses Buch ist das erste, welches ich von diesem Autor gelesen habe und ich muss sagen, es fiel mir doch recht schwer, hier zu Anfang richtig anzukommen und mich in die Geschichte einzufühlen. Richtig lang kam mir die Geschichte eigentlich nicht vor, nur an manchen Stellen zäh, weil gefühlt jeder zweite Satz doppelt gesagt oder gefragt wurde. Aber es ist glaube ich von Wichtigkeit, dass man runterkommt.. das man sich einlässt auf die langsame Erzählstruktur Aber das hat es auch so interessant gemacht. Je weiter ich gelesen habe, desto besser ging es mir damit und ich fühlte mich stetig mehr verbunden mit dem Charakter und konnte seine Beweggründe teilweise auch nachvollziehen. Tatsächlich geht es um eine geheimnisvolle, trostlose Stadt. Wo man seinen Schatten verliert und wo nichts ist. Kein Spaß, keine Musik, kein Anders. Alles ist gleich, jeden Tag, für immer. Der Protagonist wird vom Jugendalter bis ins mittlere Erwachsenenalter begleitet. Der Wechsel zwischen Realität und Stadt und was die Protagonisten für was halten ist spannend gelöst und schnell verwischen hier die Grenzen. In der Erzählung wird sehr viel zwischen den Zeilen erzählt und es braucht sicherlich mehr als einen Durchgang, um die geheimen Noten des Buches komplett zu finden. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen für Leser, die sich dem fruchtlosen Büchern mit immer den gleichen vorhersehbaren Stories entziehen und ihren Geist und ihre Phantasie einmal auf die Probe stellen möchten. Und allen anderen natürlich auch. 😸

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
13. Mai
Rating:3

Puh ist das lang Ich mag die Gedanken hinter der Story, das schon mal vorweg und ich mag auch den Protagonisten. Was mich sehr gestört hat, ist die langwierige Erzählung. Es zieht sich endlos und irgendwie kommt aber niemand zum Punkt. Allerdings ist dieses Buch wahrscheinlich auch nicht dafür gedacht, es mal eben an einem Tag zu verschlingen. Ein Buch zum Nachdenken und entschleunigen, finde ich. Allerdings passte es nicht zu mir. Vielleicht später irgendwann noch mal. Mir war das alles zu viel, von allem. Da konnte leider auch David Nathan nichts gegen tun. Großes Lob an dieser Stelle für das Hörbuch, aber auch dieses konnte mich nicht überzeugen

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
14. Apr.
Rating:3

Ich fühle mich schlecht einen Murakami nicht ausgelesen zu haben. Die Art und Weiße wie Murakami besprochen und gelobt wird hat mich immer mit einer Art Ehrfurcht erfüllt. Seine Werke werden ja meist sehr hoch gut bewertet und mindestens kontrovers besprochen. Als ich mich nun endlich an eines seiner Bücher gewagt habe, ging meine Lesereise von verwirrt über interessiert zu gelangweilt. Anfangs konnte ich der Handlung kaum folgen. Das Buch war an so vielen Ecken unverständlich und surreal, das man erst langsam reingekommen ist. Mir hat dann sogar sehr gefallen, wie die Surrealen Aspekte exklusiv auf einer eigenen Erzählebene thematisiert worden sind. Das hat den Roman wieder vom fantastischen weggerückt und den Anschein erweckt, dass alles rund um die Stadt nur erfunden oder eingebildet ist. Ich war sehr gespannt, wie diese Geschichte am Ende aufgelöst wird. Leider hat mich das Buch auf dem Weg zur Auflösung verloren. Im mittleren Teil passiert einfach sehr lange nichts, hin und wieder werden nur kleine Anspielungen eingestreut. Dadurch hatte ich nicht mehr die Lust, mich weiter damit zu beschäftigen. Sicherlich ist die Sprache des Romans sehr schön zu lesen und vermittelt diesen japanischen Charm, allerdings hilft das nicht weiter, wenn man sich durch hunderte Seiten Langeweile quälen muss.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag
5. Apr.
Ein Buch für das man bereit sein muss.
Rating:5

Ein Buch für das man bereit sein muss.

Ich habe dieses Buch vor etwas über einem Jahr geschenkt bekommen und bis zum Sommer 24 zum dreiviertel gelesen. Dann kam eine Zeit da war ich nicht bereit dafür, denn dieses Buch hat mich sehr mitgenommen. Die Geschichte um die Stadt und ihre ungewisse Mauer liest sich für mich wie eine große Metapher. In mir machte sich eine große Sehnsucht breit und auch oft eine Traurigkeit. Ohne die Dinge genau zu definieren oder zu betiteln schafft Haruki Murakami es dennoch, dass man weiß, was gemeint ist. Vielleicht empfindet auch jeder Leser für sich seine eigene Vorstellung von der Geschichte, je nachdem was er da hineininterpretiert. Man muss es gelesen haben, um es zu verstehen. Nach einem dreiviertel Jahr Pause fühlte ich mich bereit für die letzten 100 Seiten und war gespannt, ob es am Ende einen Sinn ergibt. Um nicht zu Spoilern lasse ich diese Information offen. Ich fand das Buch sehr tiefgründig und prägend.

Die Stadt und ihre ungewisse Mauer
Die Stadt und ihre ungewisse Mauerby Haruki MurakamiDuMont Buchverlag