Ich habe selten so laut gelacht beim Lesen.
Was für eine skurrile Geschichte – und das ist hier absolut positiv gemeint! Es ist erfrischend eigenwillig, wunderbar absurd und bricht herrlich aus dem Gewohnten aus. So viel echten Witz, humorvolle Momente und herrlich verschrobene Charaktere habe ich schon lange nicht mehr in einem Roman serviert bekommen. Das Zwischenmenschliche und die Dynamik in diesem vergessenen Dorf sind einfach Gold wert. Besonders stark fand ich, wie die Autorin große, gesellschaftliche Fragen – wie den Wunsch nach absolutem Ausstieg aus der digitalen Welt – so gekonnt in diese Handlung verpackt hat. Das regt total zum Nachdenken an: Wie weit würde man selbst gehen, um einfach mal komplett unsichtbar zu sein? Und würde ich nachts in den Pool meiner Nachbarn - rein des Freiheitswillen - einbrechen und Bahnen ziehen. Ich will jetzt eigentlich auch sofort Urlaub in Nincshof machen. Allerdings definitiv nicht als Radfahrer, sondern nur, um die berühmten Irrziegen zu sehen. Ich wünsche mir unbedingt mehr von der Autorin und diesem Dorf. Fazit: Eine absolute Leseempfehlung für alle, die klugen, originellen Humor suchen. Das Buch lese ich sicherlich irgendwann noch ein zweites Mal.






















































