Manchmal braucht man so ein „Übergangs-oder Zwischen- Buch“.
So ein Buch, in dem es nette, freundliche und vielleicht auch etwas schrullige Protagonisten gibt, wie die beiden befreundeten Männer. Die aber gar nicht wissen, wie das Leben da draußen wirklich läuft, wie es mit der Frauenwelt funktioniert. Die sich da vorsichtig rantasten, obwohl beide ü 30 sind.
Das Buch ist für mich ein ganz süßer Roman, der wahrscheinlich nicht jahrelang nachhallt, aber ganz nette Stunden mit den liebenswürdigen Außenseiter- Protagonisten und deren Besonderheiten ( ist einer der beiden autistisch? -wird nicht genau gesagt) schenkt. Nominiert für das „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ 2023.
Eine niedliche Geschichte über zwei Männer, die irgendwo zwischen Kindheit und Erwachsensein hängen geblieben sind und jetzt ihren Platz in der Welt suchen. Meiner Meinung nach ein interessanter Ansatz, um eine Perspektive zu beleuchten, die sonst wenig Gehör findet. Leider aber eher langweilig zu lesen, auch wenn die Unaufgeregtheit sicher Ziel des Autors war. Ich finde es schade, dass die Beziehung der beiden Protagonisten als sehr eng beschrieben wird, dann aber recht oberflächlich bleibt, weil über die aktuellen Probleme und Gedanken nicht gesprochen wird. Und als Brettspiel-Liebhaberin kann ich mir nicht vorstellen, dass die zwei sich mit "Spiel des Lebens" oder "Schiffe versenken" die Zeit vertreiben und nicht ein einziges Mal ein komplexeres und spannenderes Brettspiel spielen. Es gibt so viele coole Spiele und die Beiden bleiben ausschließlich bei den absoluten Basics, schade.
Eine ruhige und fast nüchtern erzählte Geschichte um zwei introvertierte Menschen, die Freunde sind. Ohne Pathos, sympathische, spezielle Charaktere, die sich aus unterschiedlichen Gründen entwickeln müssen. Manchmal an der Grenze zur Langatmigkeit.
(gelesen in der Büchergilde Ausgabe)
Irgendwie bin ich nach einem guten drittel des Buches immernoch nicht reingekommen, deshalb habe ich es abgebrochen. Ein sehr ruhiges Buch - für mich zu ruhig - und es zog sich wie Kaugummi. Ich kann verstehen warum das Buch von vielen so gefeiert wird. Das Alltäglich steht im Zentrum der beiden verschrobenen Protagonisten. Leider hat mich das gelangweilt.
Ein Buch in dem das langsame und stille Leben hervorgehoben wird und dabei so sensibel die Charaktere betrachtet.
Das war eine simple und schöne Erfahrung, die nachklingt.
Sehr zu empfehlen, wenn man mal etwas runterkommen möchte.
Hier geht es um das Innenleben von zwei außergewöhnlichen Persönlichen, die sich auf einer Ebene verstehen, die die wenigsten kennen. Eine Figur über deren Gedanken und Gefühle kennenzulernen, gefällt mir am besten und dabei sind noch überall kleine Lebensweisheiten eingeschmiegt, die ich mir natürlich markiert habe, weil ich sie so toll finde. Der Autor nutzt die beiden Figuren, um beim Leser wirklich Gedankengänge anzustoßen. Gefällt mir total gut.
Vielleicht hatte ich zu große Erwartungen an das Buch und bin deshalb so enttäuscht.. leider konnte mich die Geschichte gar nicht packen. Das nicht viel passieren wird, wusste ich und das war okay für mich. Allerdings wirkte die Geschichte um die beiden Freunde so konstruiert und ihre beiden Lebenswandel einfach nicht echt und zu plötzlich. Alles wirklich auch ein wenig zu perfekt und zu doll heile Welt..
Schönes, ruhiges, ehrlich wahres Buch über das Leben ✨
Dieses Buch ist ein bisschen tiefsinnig, ein bisschen lustig, ein bisschen seltsam, ein bisschen verrückt.
Es ist ruhig und steht im Kontrast zu unserer modernen Schnelllebigkeit und stellt gleichzeit die wunderbaren kleinen Momente des Alltags dar.
Ich habe es sehr genossen und fand es genau richtig lang.
Ein ganz wunderbares und unaufgeregte Buch über Freundschaft. Trotz seiner Schlichtheit, ein Roman den man nicht aus der Hand legen möchte. Ich war fast traurig, als es zu Ende war, hätte die beiden gerne noch weiter begleitet.
Es gibt Bücher, die lese ich und denke dabei: „Okay, ich verstehe, warum dieses Buch so vielen gefällt.“ Gleichzeitig frage ich mich: „Wann endet es endlich?“ Ist jetzt viel zu hart formuliert, aber leider fällt mir keine schonendere Beschreibung ein und teilweise ging es mir tatsächlich mit dem Buch so. Ich musste mich selbst dazu motivieren, es in die Hand zu nehmen. Warum habe ich es dann beendet? Weil die Geschichte doch auch warmherzig ist und ein wenig Balsam für die Seele, vor allem wenn die Welt um einen herum so grausam erscheint. Und doch ist es auch manchmal zu gewollt. Schon bei der Sprache fing es für mich an, die irgendwie altbacken wirkt, und ich habe erst mal damit gehadert. Und dann gibt es diese zwei Männer, die in einem anderen Roman die Rolle der Sonderlinge gehabt hätten, hier aber alles akzeptieren, hinnehmen und zufrieden sind. Besser gesagt, sie merken gar nicht, dass sie eventuell etwas sonderbar sein könnten. Und dann kommen auch noch Veränderungen, die so einiges in Gang setzen. Und ich wusste nicht, ob ich das jetzt realistisch fand. Und gleichzeitig ist es eher wie ein Märchen. Es braucht nicht alles realistisch sein, sondern lediglich eine schöne, ruhige Blase der Zufriedenheit.
Also für mich definitiv ein Buch der Kategorie „Kann man lesen, muss man aber nicht.“
S.33 „Leonards wahres Problem mit den Römern bestand jedoch darin, dass sie es grundsätzlich auf Schwächere abgesehen hatten. Vierhundert Jahre lang hatten sie alle anderen gepiesackt und schließlich nur ihr Ende gefunden, weil sie selbst den Goten und Barbaren zum Opfer gefallen waren. Für Kinder ist eine solche Geschichte ziemlich beunruhigend. Eigentlich hofft man doch, dass so einem Piesacker ganz schnell der Garaus gemacht wird und er seine gerechte Strafe bekommt. In Wahrheit sind gerechte Strafen in der Geschichte der Menschheit aber leider Mangelware.“
S.74 „Aber Paul hatte einfach kein Interesse an und auch keine Neigung zu geistiger Geschwätzigkeit. Er hatte keinen inneren Erzähler. Wenn er einen Hund sah, sah er einen Hund, ohne dass sein Verstand hinzufügte, dass er nicht an der Leine lief oder seine heraushängende Zunge wie ein Stück Fleisch aussah. […]So blieb Paul den ganzen Tag bei klarem Verstand und ging jeglichem Ärger aus dem Weg, den die Welt zweifellos für diejenigen bereithielt, die ihn suchten.“
S.185 „Es ist heutzutage kaum vorstellbar, dass es einst eine Zeit gab, als man keine Handys hatte und keine Textnachrichten schrieb, sondern miteinander kommunizierte, indem man Zettel mit Magneten an Kühlschränken befestigte. Auf diese Weise hinterließen Familien einander Anweisungen fürs Abendessen, Teenager teilten ihren Eltern mit, wo sie waren, unglückliche Ehefrauen reichten die Scheidung ein - alle taten dies mithilfe kurzer, im Stil Hemingways verfasster Mitteilungen, die auf Augenhöhe mit bunten magnetischen Buchstaben befestigt waren. So verbreitet war diese Vorgehensweise, dass die wachsende Beliebtheit digitaler Kurznachrichten unter Kühlschrankherstellern eine regelrechte Panik auslöste.“
Ein Buch mit unglaublich liebevoll beschriebenen, schlicht sympathischen und doch komplexen Charakteren, deren Denken und Fühlen und Leben einen die ganze Zeit beim Lesen auf die ein oder andere Art schmunzeln, grinsen, lächeln und sogar lachen lässt! Es passiert wenig und doch gleichzeitig so viel in ihnen. Ich habe sehr genossen, dieses Buch zu lesen!
Das Buch Leonard und Paul wird in einer wunderschönen Sprache geschrieben, in der es mir vorerst schwer fiel reinzukommen. Es ist mir ein bisschen zu wenig in diesem Buch passiert und wenn was passiert ist, dann wurde es schnell abgehandelt.
Ich habe ständig auf das gewartet, was angekündigt passieren soll, wurde jedoch dahingehend ein wenig enttäuscht.
Ich würde das Buch nicht noch einmal lesen.
Wenn in einem Buch nicht viel passiert, es sich aber so gut ist und dir bewusst wird, dass die kleinen Dinge im Leben genauso schön sein können wie die Großen.
Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Vielleicht weil ich gerne die Person wäre, die mit so viel weniger zufrieden wäre? Nur ein bester Freund, nicht eine riesige Freundesgruppe. Ein langsames Leben, auf richtige Momente warten, anstatt jeder Euphorie hinterher zu rennen.
Vielleicht ist es deshalb, dass ich dieses Buch so gerne habe. Es ist simpel, aber reicht vollkommen aus.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von „Leonard und Paul“ halten soll. Für mich ist es ein sehr leises Buch. Es passiert nicht wirklich viel und die Handlung plätschert eher ruhig vor sich hin. An manchen Stellen wirkt es fast schon ein bisschen zu unspektakulär. Gleichzeitig hat das Buch aber auch Momente, die witzig sind und die Geschichte immer wieder auflockern.
War okay aber kein Highlight :)
Ich habe mir das Buch aufgrund einer Empfehlung gekauft aber bin leider enttäuscht worden. Die Charaktere waren für mich wenig interessant, die Handlung langweilig und alles hat sich ganz schön gezogen. Mir ist es schwer gefallen bis zum Schluss dabei zu bleiben aber ich hatte noch die Hoffnung das irgendein plottwist kommt. Naja, war nichts für mich 👀
Leonard und Paul war so, so, so unfassbar süß, ich habe das Buch wirklich geliebt! Es ist ein einfacher, aber unglaublich schöner Roman über zwei sehr unterschiedliche Männer, die auf ihre eigene Weise versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen.
Alle Charaktere sind einfach wahnsinnig sympathisch, und man wünscht ihnen von Herzen nur das Beste. Am Ende finden beide auf ihre eigene Art ihr Glück und das hat mich richtig berührt. Für mich war das ein echtes Comfort-Buch: eine Cozy Romance, die sich ehrlich und authentisch angefühlt hat und einfach mitten ins Herz ging.
Die Sterne sind hier absolut verdient.
Anders als alles was ich bisher gelesen habe. Schön und flüssig geschrieben beschreibt das Buch die Art und das Leben von Leonard und Paul, zwei Männern, die so ganz anders sind als die breite Masse. Es wartet mit interessanten Gedanken und besonderen Menschen und das alles in einer ganz ruhigen Art.
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KLAPPENTEXT
Leonard und Paul sind allerbeste Freunde. Während Leonard als Ghostwriter Kinderenzyklopädien verfasst, arbeitet Paul als Aushilfspostbote. Das Leben der beiden verläuft in ruhigen, wohlgeordneten Bahnen – bis jedem von ihnen etwas widerfährt, das eine ganze Reihe von Veränderungen in Gang setzt ...
Dieser hochgelobte Debütroman rückt jene Menschen in den Mittelpunkt der Erzählung, die im Alltag oftmals übersehen werden. Leonard und Paul beteiligen sich nicht am Lärmen der Welt, sondern zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die immer seltener anzutreffen sind: Freundlichkeit, Sanftmut und Bescheidenheit.
Eine hinreißend charmante Lektüre voller Humor, die nachdrücklich vor Augen führt, wie bereichernd es sein kann, sich auf den Nebenstraßen des Lebens zu bewahren.
MEINUNG
Leonard und Paul: Titel des Buchs und Namen der zwei Freunde, um die das Buch geht. Die beiden sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere und jeder für sich hat seine Eigenheiten.
Rónán Hession beschreibt zwei Freunde, die wohl im Allgemeinen eher als ruhige und tendenziell introvertierte Menschen bezeichnet werden können. Dennoch ist in den Wochen, die beschrieben werden, einiges geboten – wenn auch auf ruhige Art. Genau das mochte ich sehr: Den ruhigen und flüssigen, wirklich gut zu lesenden Schreibstil, der sehr gut zu Paul, Leonard und der Geschichte der beiden passt.
Das Buch überrascht mit interessanten Gedanken und Überlegungen, die auch mich nachdenklich gemacht haben. Es lädt dazu ein, Menschen wie Leonard und Paul verstehen zu lernen und eine einfache Akzeptanz für deren Art zu Sein zu schaffen. Natürlich kennt man keinesfalls alle, die auch nur in irgendeiner Art wie die beiden sind. Aber es zeigt mal wieder Menschen, die wahrscheinlich anders als man selbst sind und ich persönlich mag das sehr so andere Verstehen zu lernen.
Ich mochte an dem Buch, dass insbesondere das Leben von Paul und Leonard beschrieben war, aber auch andere Charaktere wie Pauls Eltern und Schwester oder das Arbeitsumfeld von Leonard eine große Rolle gespielt haben.
An Leonard und Paul mochte ich sehr, dass sie wenig mit ihrem Sein gehadert haben, obwohl sie „anders“ als die breite Masse waren. Sie waren (weitestgehend und besonders Paul) zufrieden mit dem, wer sie waren.
Ganz besonders mochte ich auch Leonards Kinderbuch und den Schweigeclub (für mehr: Buch lesen 😉)
Insgesamt ist es ein besonderes Buch. Ein Buch, das mit keinem anderen, das ich kenne, zu vergleichen ist. Ein Buch, das gut zu lesen ist. Ein Buch, bei dem ich keinesfalls bei allem einer Meinung mit Paul oder Leonard war, die Art und Weise des Buchs aber sehr mochte.
P.S. Etwas schwer gemacht hat mir die Meinung zu diesem Buch auch die Diskussion in unserem neu gegründeten Buch-Club, für den dieses Buch unser Debüt-Roman war. Es hat Spaß gemacht unsere Meinung zu diesem Buch diskutieren zu können.
Schön geschriebenes Buch, über das „einfache“ Leben.
Zwei Freunde und ihre Familie. Zwei Freund rund ihr alltägliches Leben. Zwei, drei Liebschaften, Ehen und eine Hochzeit. Nichts spannendes. Nichts weltbewegendes und doch zugleich ihre Welt. Sehr schön und unterhaltsam geschrieben. Anfangs hatte ich (aber ich glaube eher aus Zeitmangel) Schwierigkeiten reinzukommen. Doch dann hat es mich gepackt. Auch wenn der Handlungsstrang nicht gerade steil nach oben geht. Aber genau das macht doch manchmal das Leben auch aus. Das unspektakuläre. Das alltägliche, das einfache.
Empehlenswert für alle die auf der Suche nach den „einfachen“ Geschichten des Lebens sind. Nach schönen ehrlichen Freundschaften. Nach schlichten und dennoch schönen Hochzeiten. Toll, oder wie Grace zu sagen pflegt: „das war richtig nett“. 😊
Die Geschichte in dem Buch ist sehr schön und tiefsinnig, jedoch braucht es sehr lange um in Schwung zu kommen. Der Schreibstil ist ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig, alles in einem war es aber eine schöne und herzliche Geschichte 🫂✨
Ein sehr ruhiges Buch mit ausgereiften Charakteren, die sich immer treu bleiben und nicht zu Gunsten der Geschichte Veränderungen durchleben. Man fiebert mit beiden Hauptpersonen mit.
"[D]ie Kunst besteht darin, genau zu erkennen, wie viel von der Welt man in sein Leben lassen kann, ohne davon überwältigt zu werden." (S. 30)
Warum zur Hölle habe ich dieses Buch so lange auf dem SuB versauern lassen? Vielleicht weil ich – aufgrund der unterschiedlichsten Meinungen – ein bisschen Sorge hatte, dass es mir am Ende auch nicht gefallen würde. Aber ich war sofort mittendrin und habe mich prächtig amüsiert mit diesen beiden schrägen Vögeln, die es in ihren dreißig Lebensjahren weder so richtig ins Berufsleben, noch in die Mitte der Gesellschaft, geschweige denn raus aus ihrem Elternhaus geschafft haben. Das sind Leonard und Paul. Liebenswürdig schrullig schleichen sie durchs Leben und vermeiden am liebsten jeden unnötigen Kontakt. Smalltalk friert ihnen das Hirn ein. Aber wenn sie ein spannendes Gegenüber haben, sprudeln die Worte. Sie quellen über vor Neugier, mit einer stillen Begeisterung für die Welt und für alles, was Menschen zu sagen haben. Zwei Erwachsene, die sich ihre kindliche Neugier und naive Sicht auf die Welt bewahrt haben, aber auch ein Umfeld haben, das ihnen dieses Leben leicht abseits der gesellschaftlichen Norm ermöglichen. Gegen Sätze wie "Du musst doch. – Du kannst doch nicht." sind sie immun. Oder?! Gibt es vielleicht Impulse, die sie auf neue Gleise weichen lassen? Das herauszufinden, überlasse ich euch. Für mich war die Handlung jedenfalls weniger wichtig als die Atmosphäre und der Vibe.
Rührend skurril, leise komisch, tief menschlich inklusive feinem Wortwitz – das fasst Rónán Hessions Roman für mich perfekt zusammen. Ich habe dieses Buch mit seiner unaufgeregten Erzählweise und seinen Charakteren, die zeigen: Tu, was du liebst – nicht, was man von dir erwartet – wahnsinnig gerne gelesen.
Ein Buch für alle, die dei Dinge brauchen: a) wunderbare Figuren, über die man Schmunzeln kann, b) neue Ideen, das Leben zu betrachten und c) ein bisschen Stille.
Dieses Buch ist sicherlich nichts für alle, die einen klassischen Pageturner suchen. Doch die Geschichte von Leonard und Paul – und all den Menschen um sie herum – funktioniert ganz wunderbar auch ohne großen Spannungsbogen oder rasante Handlung. Warum?
Weil die Figuren vielschichtig sind, ebenso wie die Dialoge und inneren Monologe. Alles wirkt ein wenig skurril, aber ist dennoch tief authentisch. Ich musste oft schmunzeln und habe mir viele Stellen markiert – einfach, weil sie so herrlich sind.
Leonard und Paul sind zwei alleinstehende Männer um die dreißig, die ihre Familien sehr lieben – und vielleicht auch aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus – immer noch bei ihren Müttern wohnen. Als Leonards Mutter stirbt, gerät ihre eingespielte Dynamik ins Wanken. Die Dinge nehmen ihren Lauf, und Leonard und Paul beginnen, jeweils eigene Wege zu gehen und ihre ganz persönlichen Lebensentwürfe zu entwickeln.
Auch die Abschnitte über die junge Grace – Pauls Schwester, die kurz vor ihrer Hochzeit steht – sowie die Perspektiven von Pauls Eltern fand ich großartig und auf ihre Weise spannend.
Ein kleiner Kritikpunkt: Im letzten Drittel gibt es ein paar Stellen, an denen innere Wandlungen etwas zu deutlich erklärt werden. Das hätte man subtiler gestalten können.
Ein Buch, das berührt – oft, ohne dass man es gleich merkt.
Ruhiges, leises Buch über eine besondere Männerfreundschaft. Das Buch beschreibt die Lebenssituation der introvertierten Mitdreissiger Leonard und Paul. Der eine bei den Eltern lebenden, der Andere seit dem Tod der Mutter allein. Beide verbindet die Freude an Brettspielen. Getragen wird die Handlung durch eine anstehende Hochzeit, sonst passiert nicht viel.
Es gab viele Vorschuss Lorbeeren aber das führte mich in die Irre
Trotzdem ist es ein gutes Buch das allerdings meine hohen und auch falschen Erwartungen nicht erfüllen konnte
Was ein schönes, entschleunigendes Buch!
Leonard und Paul sind zwei tolle Charaktere, bei denen es wirklich Spaß macht, sie und ihre Gedanken zu verfolgen und sie in Interaktion mit ihrem sozialen Umfeld zu erleben!
Bei den beiden haben die gesprochenen Worte so ein Gewicht 😊 Sie wirken nicht ewig zurecht gelegt, aber haben so viel Herz und Aufrichtigkeit bei gleichzeitiger Sachlichkeit. Hier denke ich vor allem an Pauls Worte an Grace im Badezimmer und an Leonards Worte an Shelley in der Lobby.
Feinsinnige Sätze, urkomische Situationen und eine absolut echte, ehrliche und natürliche Handlung. Man begleitet Leonard und Paul über einige Monate ihres Lebens. Nichts davon wirkt künstlich, es ist auch nicht sehr spannend sondern ruhig und unaufgeregt, aber streckenweise sehr tiefgründig. Das war ein wundervolles und ruhiges Leseerlebnis.
„Es ist sinnlos, Pläne zu schmieden für das, was du dir in deiner Fantasie vorstellst.“ S.268
Ein sehr ruhiges Buch in dem wirklich wenig passiert. Irgendwie hat es mir aber trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - gut gefallen.
Was mir besonders gut gefällt ist der Mondfisch auf dem Cover. Ich hatte das große Glück diese beeindruckenden Tiere vor einigen Jahren beim Tauchen hautnah erleben zu dürfen.
Bei diesem Buch spüre ich ganz dill: I‘m late to the Part- aber wen wundert das bei dem Riesenstapel ungelesener Bücher, der sich bei mir zu Hause ganz gemütlich eingerichtet hat. Für ein gutes Buch ist es aber meist nie zu spät. Die Geschichte von Leonard und Paul hat etwas zeitloses.
Die beiden Freunde sind das, was man heute Incels nennt - ungewollt zölibatär lebende Männer. Unglücklich sind sie deswegen nicht. Leonard lebt alleine, seine Mutter, mit der er lange zusammen gewohnt hat, ist verstorben und als Ghostwriter für Kinder Enzyklopädien fristet er ein stilles aber zufriedenes Dasein. Klar, er muss sich jetzt neu orientieren, und das gelingt ihm, denn Sally kreuzt seinen Weg. Paul ebenfalls Anfang 30, lebt noch bei seinen Eltern. Er hält sich mit vielen kleinen Jobs über Wasser, ist aber mit sich im Reinen. Dass seine Schwester Grace, die in ihren eigenen Hochzeitsvorbereitungen steckt, sich Sorgen macht, kann er zwar nachvollziehen, weist ihre Einmischung aber entschieden zurück.
Was die beiden verbindet, ist eine tiefe Freundschaft, die so selbstverständlich und unaufgeregt daherkommt, dass es eine Erholung ist, über diese zu lesen. Gesellschaftsspiele, Anteilnahme am Leben des anderen, Gespräche und Beziehungsarbeit sind die Schwerpunkte dieses Romans. Er strahlt ganz viel Liebe und Wärme aus, Verbundenheit und Zusammenhalt. Selbst wenn das Leben sich neu ordnet und ein paar Schlaglöcher den Weg säumen, ist das Band, das Leonard und Paul verbindet fest geknüpft. Es wird die Alltäglichkeit des Seins beschrieben ohne große Dramatik. Wir sitzen in den Köpfen von beiden und erleben die kleine Veränderung, die das Leben so besonders machen. Langweilig ist das nicht. Gerade in aufgeregten Zeiten wie diesen wirkt die Lektüre wie eine Ruheinsel auf mich und man wünscht sich in das Leben der beiden hinein. Schon 2019 erschien es in Irland und ich habe mich oft gefragt, ob der Autor heute noch mal so einen ausgeglichenen Plot schreiben würde. Sein Erzählton ist zurückhaltend und ausgleichend und fesselte mich trotzdem. Bemerkenswert finde ich die außergewöhnlichen kleinen Details, die er eingebaut hat. Damit meine ich sowohl die Berufe und Berufungen der beiden Protagonisten als auch die Kleinigkeiten am Rande der Geschichte.
Die Wendungen in diesem Plot sind klein, trotzdem verändern Sie das Leben. Dass am Ende Familie und Freundschaft Bestand haben, ist für mich eine hoffnungsvolle Leseerfahrung gewesen.
„Leonard und Paul“ beschreibt das Leben von zwei jungen Männern, die ihr ganzes Leben schon nicht ganz in die Norm gepasst haben.
Beide sind etwas sonderbar, einfach gestrickt und werden von dem Leben und Menschen herum oft missverstanden. Sie reagieren mit Gelassenheit und mit ihrer unkomplizierten klaren Art. Sie lehren uns eine andere Sichtweise.
Ein echtes Wohlfühl-Buch das Ruhe und Einfachheit ausstrahlt. Die Sorgen im Alltag werden nicht vergessen aber ihnen mit Schönheit und Heiterkeit begegnet.
So ein schönes, berührendes, herzerwärmedes Buch. Ich habe Leonard und Paul direkt ins Herz geschlossen und einige ihrer Aussagen haben mich auf positive Weise nachdenklich gemacht.
Das Cover ist so niedlich, aber die Geschichte hat mich irgendwie total enttäuscht. Die Männer sind total unselbstständig und so richtig weiter entwickeln tut sich nichts...
Ein schönes Buch mit leisen, friedlichen Tönen, ohne große Überraschungen. Wie eine warme Decke an verregneten Sonntagen. Aber so richtig mitgerissen und begeistert hat es mich nicht. Vielleicht traf es mich auch nicht zum richtigen Zeitpunkt...
Sehr schöner Roman, viele gedankengänge, die der alltag und das leben birgt
Zwei freunde die verschiedene phasen im leben durchmachen, aber besonders die Familienmitglieder mit ihrer Art, mit Situationen umzugehen haben es mir angetan.
Die Lebenssituationen von Grace hat mich besonders emphatisch sein lassen.
Hätte meiner Meinung nach noch länger sein können.:)
Worum geht's?
Leonard und Paul sind seit Schulzeiten eng befreundet. Jetzt sind die beiden introvertierten Männer um die 30. Und auf einmal verändert sich ihr Leben.
Eigentlich passiert in dem Buch nichts. Wir begleiten die Freunde ein paar - zugegeben sehr wichtige - Wochen in ihrem Leben. Wir lernen ihren Alltag und die Menschen um sie herum kennen.
Das Besondere an diesem Buch ist die Herzenswärme und Sanftmut und Lebensklugheit, mit der das Buch geschrieben ist.
Die Geschichte ist ruhig erzählt, wie ein leise gluckernder Bach. Es gibt keine atemlosen Spannungsmonente, aber sehr viele Gespräche und Gedanken, die mich sicherlich noch länger beschäftigen werden.
Mir hat auch gut gefallen, dass die Personen alle sehr wertschätzend und empathisch miteinander umgegangen sind.
Ein stilles Buch, das dem Leser den Blick öffnet auf die kleinen, aber doch so wichtigen Dinge im Leben.
Absolute Leseempfehlung! 😍