Die Erzählweise dieser Geschichte von Elsa, die 1949 nach Island kommt, ist sehr spröde und harsch, genauso wie es das Land selbst sein kann. Aber gerade diese Art des Erzählens hat mich die (mögliche) Atmosphäre, die Einsamkeit und das Alleinsein fühlen und nachempfinden lassen. Elsa hat sich im Gegensatz zu ihrer Freundin Gerda nicht so schnell auf Island eingelassen. Alles hat sich langsamer entwickelt. Dieses Buch hat mir eine neue Ära der Nachkriegszeit für deutsche Frauen gezeigt.
Absolut empfehlenswert! Ein intensives Leseerlebnìs, dass uns ins Island von 1949 mitnimmt.
Es ist 1949, als der isländische Bauernverband in Deutschland einen Aufruf startet. Nach dem Krieg sind viele Isländerinnen den amerikanischen GIs in deren Heimat Amerika gefolgt. Auf den Höfen fehlen die Frauen. Elsa und ihre Freundin Gerda folgen dem Aufruf und verlassen das kriegszerstörte Deutschland. Wir begleiten Elsa durch die wunderschön beschriebene Natur Islands zu ihrer neuen Arbeitsstelle auf einen Bauernhof. Elsa bleibt lange Zeit stumm, lernt nachts heimlich mit dem Knecht des Hofs die neue Sprache. Langsam testet sie sich an ihr neues Leben und Tun an. Sie ist natürlich noch hoch traumatisiert von dem Kriegsgeschehen. Aber auch auf der Familie in Island haften Traumata und Verluste, über die nicht gesprochen wird. Ein wunderschönes Buch über Verluste, Traumata und die Möglichkeiten, wieder neu anzufangen.
Karg, wie die Landschaft , karge Landschaftsbeschreibung und leider karge Sprache und Handlung
1949 - Elsa kommt zusammen mit etwa 300 anderen Frauen mit einem Schiff zu einer von vielen Bauernfamilien mit abgelegenem Hof und viel harter Arbeit nach Island. Im Gepäck hat sie neben großer Perspektivlosigkeit ein Kriegstrauma sowie keinerlei Sprachkenntnisse des Isländischen. Der isländische Bauernverband hatte kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs einen Aufruf an alleinstehende Frauen in Deutschland gerichtet, den isländischen Bauern bei der harten Arbeit auf den Höfen zu helfen und vielleicht auch zu bleiben… Doch die Ankunft ist für die junge Frau alles andere als leicht. Hat sie doch weder eine Möglichkeit, sich mit den Bauersleuten, ihren beiden Söhnen oder dem Knecht zu verständigen, noch kann sie sich an die Hühner gewöhnen, die in ihr Bilder aus der Vergangenheit und somit Panik auslösen. Nur langsam gewöhnt sie sich an die raue Landschaft, das Wesen der Menschen und ihre Sprache. Vertrauen zu fassen erscheint ihr lange unmöglich, doch nach und nach baut sich erste Brücken zu den Söhnen und zum Knecht und auch die Versuche der Bauersfrau, auf sie zuzugehen, kann sie mit der Zeit besser einordnen. Doch was das Verhalten der Familie mit Steinunn zu tun, die einst auf dem Hof gelebt zu haben scheint…? Katrin Zipse hat für mich sowohl die (insbesondere sprachliche) Situation und die Menschen als auch die Landschaft wunderbar atmosphärisch eingefangen. In leisen Tönen, die einen sowohl den kalten isländischen Wind als auch Elsas Sprach- und Hilflosigkeit praktisch selbst spüren lassen, erzählt sie von Herausforderungen, Annäherungen und vorsichtigen Hoffnungen. Der von Katrin Zipse für Elsas Weg zu einer neuen Sprache gewählte stilistische Weg, war für mich besonders überzeugend. Isländische Worte und Namen lernen wir als Lesende zunächst in Lautschrift, also so wie Elsa sie eben auch versteht. Erst später erschließen sie die Worte auch schriftsprachlich. Toll gemacht! “Moosland” ist ein ebenso ruhiges wie atmosphärisch wuchtiges Buch, das einen ganz viel jenseits von Kommunikation fühlen lässt. Für mich ein kleines Lesehighlight!
ein atmopshärischer und bedrückender Roman
Elsa reist nach Ende des zweiten Weltkriegs zusammen mit anderen jungen Frauen aus Deutschland nach Island um dort Arbeit und eine Zukunft zu finden. Der Roman ist alles in allem sehr darauf ausgelegt die Gefühlswelt und Wahrnehmung der Protagonist zu erforschen. Eine vom Krieg traumatisierte junge Frau in einem fremden und von einer harschen Natur beherrschten Land, mit Einheimischen, deren Sprache sie nicht spricht. Ich fand es zwischenzeitlich sehr schwer mit der Protagonistin mitzufühlen. Sie macht viele Dinge, die sich mir ein entziehen, aber das ist vermutlich ihren schlechten Erfahrungen und ihrer generellen psychischen Verfassung geschuldet. Das Buch war ansonsten schnell und gut gelesen mit einer angenehmen Sprache. Gefesselt war ich allerdings nicht. Wer sich für Geschichten mit historischem Hintergrund interessiert, der wird hier definitiv fündig und die Aufarbeitung verschiedener Themen in der Kultur sind immer wichtig und wert unterstützt zu werden. Deswegen Danke an die Autorin.

Traumatisiert in der Ferne
Zuerst, muss ich gestehen, war ich von der Erzählform in der dritten Person und die vielen «sie» anstatt den Namen etwas verwirrt. Sie schafft eine gewisse Distanz zu der Protagonistin. Je mehr ich aber in die Geschichte eingetaucht bin, je mehr gewann diese Erzählform an Kraft. Denn Elsa hat aufgehört zu sprechen. Zu viel hat sie gesehen im Krieg, zu traumatisiert ist sie und zu viele von ihren Lieben sind nicht mehr. Auch in Island schweigt sie. Inmitten dieser rauen Natur wo im Sommer die Tage nie enden und im Winter eine immerwährende Nacht herrscht findet Elsa aber mit der Zeit eine guttuende Routine. Allmählich findet sie sich im einfachen Leben ihrer Bauernfamilie zurecht und entdeckt, dass auch diese Familie einen Verlust verarbeiten musste. Die gesprochenen Worte aber bleiben selten und doch findet Elsa nach und nach die Sprache wieder – nicht nur in Deutsch. In dieser Geschichte beleuchtet die Autorin die Esja-Frauen. Deutsche Frauen die nach dem zweiten Weltkrieg einem Aufruf gefolgt sind und ein Jahr in Island als Landarbeiterinnen verbracht haben. Viele haben sich dort verheiratet und sind geblieben. Das Buch ist sehr ruhig, wunderschön atmosphärisch, einfühlsam und sehr bildnerisch geschrieben. Obwohl oder gerade weil im Buch wenig gesprochen wird, geht das Buch, gehen die Gedanken und Gefühle von Elsa und auch der Bauernfamilie tief. Die Isländische Sprache wird wohldosiert in die Geschichte eingebunden, was ich sehr mochte. Die Protagonistin, Elsa, hat mein volles Mitgefühl geweckt, ich konnte ihren Schmerz tief in ihrer Seele spüren und litt mit dieser jungen Frau mit. Ich mag mir gar nicht ausdenken, wie sich all diese Frauen gefühlt haben müssen damals. Wer in eine tiefgehende und wundervoll empathische Geschichte über diesen Teil der Deutschen Geschichte eintauchen will, dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.
Ein langsames und sehr emotionales Buch, das so viel erzählt und doch alles offen lässt.
Elsa ist eine von etwa dreihundert jungen deutschen Frauen, die 1949 nach Island kommen, um zu arbeiten. Arbeiten kann sie noch, aber sprechen nicht mehr, die Erlebnisse und Verluste der vorangegangenen Jahre haben sie sprachlos gemacht. Nur langsam findet sie in das karge, vom Wetter bestimmten Leben der Bauern hinein, auch das Licht und später die Dunkelheit machen ihr zu schaffen. Und die Familie, bei der sie lebt, scheint keinen Wert zu legen auf Meinungsaustausch oder Verständnis füreinander, hier geht es darum, die anstehende Arbeit zu erledigen. Und doch wird Sprache wieder wichtig und kostbar…
Elsa ist eine von vielen Frauen, die 1949 nach Island kommen. Wie viele andere ist sie vom Zweiten Weltkrieg traumatisiert und möchte eigentlich gar nicht hier sein. Das Einzige, was sie sich wünscht, ist, um ihre Freundin Sola zu trauern. Doch auf Drängen ihrer Freundin Gerda hat sie nachgegeben und ist dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt. Sie soll, wie Hunderte andere Frauen, auf den Höfen helfen und im besten Fall sogar als potenzielle Ehepartnerin bleiben. Still und vorsichtig erkundet sie die Farm und das Leben auf dem Bauernhof. Die Freundlichkeit, die ihr entgegengebracht wird, hilft ihr dabei, sich langsam zurechtzufinden. Nach und nach spürt man, wie das einfache Farmleben und die wilde Natur Islands beginnen, Einfluss auf sie zu nehmen. Durch ihrer Sprachlosigkeit und der Sprachbarriere bleibt Elsa der Familie gegenüber zunächst distanziert. Dennoch wird sie mit viel Verständnis aufgenommen. Besonders die Bauernsöhne begegnen ihr mit großer Vorsicht und Freundlichkeit. Stück für Stück erfahren wir mehr darüber, was hinter ihrer Hilflosigkeit steckt. Ich mochte besonders die ruhige, atmosphärische Erzählweise. Gerade weil Elsa so wenig spricht, anfangs fast gar nicht, erleben wir die Welt vor allem durch ihre innere Wahrnehmung. Ihre Stille ist beim Lesen regelrecht spürbar. Das Buch beleuchtet einen Teil der Nachkriegsgeschichte, den ich zuvor nicht kannte und den ich sehr interessant fand. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
Die Landschaftsbeschreibungen, die Kargheit Islands haben mich tief beeindruckt. Über die Geschichte, der deutschen Frauen, die nach Island zum Arbeiten gingen, wusste ich bisher nichts. Auch das hat mich begeistert. Dennoch geht mir die Hauptperson und ihr Schicksal nicht wirklich nahe. Alles bleibt an der Oberfläche. Ihre Geschichte. Ihre Verluste. Ihr (Kriegs-)Trauma. Gerade letztere finde ich wirklich nicht gut dargestellt, fast schon schlecht recherchiert. Das hat mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen. Am Ende bleibt das Zarte des Buches, die Landschaft, die Weite Islands im Vordergrund. Das hallt nach und hinterlässt einen doch positiven Gesamteindruck.
Sehr nüchtern geschrieben, dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
"1949 besteigen knapp 300 junge Frauen in Hamburg den Passagierdampfer "Esja" und nahmen Kurs auf Reykjavik. Sie verließen das kriegsversehrte Deutschland und heuerten als Landarbeiterinnen oder als Haushaltshilfen in Island an". Die Schriftstellerin erzählt die Geschichte der jungen Deutschen Frau, die zum Arbeiten auf einen abgelegenen Hof auf Island kommt, sehr nüchtern, ja geradezu unbeteiligt. Ihren Namen erfährt man erst auf den letzten Seiten. Sie ist traumatisiert von den Geschehnissen in Deutschland und bleibt weitestgehend stumm. Nur mit dem Knecht lernt sie ein wenig die Sprache. Dennoch entwickelt die Geschichte die von dem harten Leben der Selbstversorger, dem Kampf mit den Elementen berichtet, einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Ein ganz besonderes, ein stilles Buch, das sich langsam, aber nachhaltig in mein Herz gekuschelt hat.
🇮🇸🌿🌋🧊 𝘰́𝘵𝘢𝘬𝘮𝘢𝘳𝘬𝘢ð𝘶𝘳 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘯𝘢𝘭𝘦𝘪𝘬𝘪: 𝘨𝘳𝘦𝘯𝘻𝘦𝘯𝘭𝘰𝘴𝘦 𝘌𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮𝘬𝘦𝘪𝘵 💭 Auf der LBM beim Dumont-Blogger*innen-Treffen wurde dieses tolle Buch von Katrin Zipse selbst vorgestellt. Das klang so vielversprechend und schon die vorgelesenen Passagen haben mich sofort neugierig gemacht. Ich war also sehr gespannt, was mich hier erwarten wird. Im Mittelpunkt steht Elsa, die gemeinsam mit Gerda und anderen Frauen aus Deutschland in Island ankommt. Elsa spricht kein Wort Isländisch und entscheidet sich deshalb zunächst fürs Schweigen. Die beiden werden getrennt, bleiben aber über Briefe in Kontakt. Gerda berichtet darin, dass sie schnell Anschluss findet, Isländisch lernt und sich einlebt. Elsa hingegen zieht sich immer mehr zurück. Umso berührender fand ich ihre Entwicklung, wie sie Schritt für Schritt zu sich selbst zurück findet, sich öffnet und beginnt, in dieser fremden Welt anzukommen. Das Setting in Island ist einfach wunderschön eingefangen. Anfangs wirkt alles auf Elsa bedrückend und fremd, doch gleichzeitig spürt man die Weite und die besondere Ruhe dieses Landes. Diese Mischung aus Schwere und Schönheit macht die Atmosphäre beim Lesen unglaublich intensiv, was für mein Skandinavien-Herz genau das Richtige war. 🥹 𝘔𝘰𝘰𝘴𝘭𝘢𝘯𝘥 ist ein historischer Roman, der von wahren Begebenheiten inspiriert eine fiktive Geschichte erzählt und dabei Themen wie Fremdsein, Verlust und Selbstfindung in den Mittelpunkt stellt. Ich selbst wusste von dem historischen Hintergrund tatsächlich nichts und war umso beeindruckter, als ich dieses Buch las. Der Schreibstil ist fast poetisch und lebt stark von der Atmosphäre. Besonders gefallen hat mir, wie Elsas Wahrnehmung der Sprache dargestellt wird. Wie sie Isländisch zunächst nur hört und nach und nach lernt und selbst spricht. 𝘔𝘰𝘰𝘴𝘭𝘢𝘯𝘥 ist ein ganz besonderes, ein stilles Buch, das sich langsam, aber nachhaltig in mein Herz gekuschelt hat. Leseempfehlung! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (10/10)
Ausdrucksstarker Roman über eine junge, traumatisierte Frau, die einen "Neuanfang" 1949 im fernen Island macht.
Spannendes Thema der Frauen in Island 1949! Top Recherche, aber erzählerisch distanziert & etwas zäh. Packte mich nicht.

Poetisch schöner Roman
Rein zufällig entdeckte ich "Moosland" in der Buchhandlung und nahm es in die Hand, weil es so einen schönen Einband hatte. Kurz umgedreht, den Kladdentext gelesen, nahm ich es spontan mit. Das Buch hat mich sehr schnell abgeholt, der Schreibstil von Katrin Zipse hat etwas ganz feines, sanftes, für mich las sich das Buch wie ein ruhiges, schönes Gedicht. In dem Roman reist eine deutsche Frau im Rahmen eines Programmes der Bauernpartei Islands nach dem zweiten Weltkrieg nach Island, um hier auf dem abgelegenen Hof einer Familie zu arbeiten. Sie spricht oder versteht kein Wort isländisch. Wir lesen das Buch aus Perspektive der Protagonistin, wissen was sie denkt, was in ihr vorgeht und wie die Familie auf sie wirkt. Wir wissen anfangs ebenfalls nicht, was die Familienmitglieder genau sagen. Erst mit der Zeit, als sie anfängt die Sprache in Bruchstücken zu verstehen, entstehen Dialoge, die auch wir als Leser*in verstehen. Für mich war das mal eine neue Erzählweise und führte dazu, dass ich mich noch besser in die Protagonistin versetzen konnte. Es erzeugte Spannung, weil ich miträtselte, worüber die Familie spricht oder streitet. Es geht in dem Buch nicht darum, wie eine eh schon traumatisierte Frau nach Island zu einer schrecklichen Familie kommt und sich gegen unangenehme Männer oder eine herzlose Hausfrau wehren muss. Die Familie ist auf ihre Weise herzlich und hat ihre eigenen Probleme- eine ganz normale Familie. Die Protagonistin hat nach dem Krieg eher mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen und lernt in Island, langsam wieder in ihrem Leben anzukommen. Für mich ein total erfrischendes Buch, viele Charaktere, die man ins Herz schließt, die alle ihre eigenen, kleinen Päckchen zu tragen haben. Trotz der Kürze des Buches hat Katrin Zirpse es geschafft, viele tiefgründige und vieldimensionale Charaktere zu schaffen. Kann das Buch nur empfehlen!

Ein leiser Roman über die „Esja-Frauen“
In „Moorland“ erzählt Katrin Zipse die Geschichte von Elsa, die 1949 nach Island reist – als eine von vielen jungen deutschen Frauen, den sogenannten „Esja-Frauen“, die per Anzeige angeworben wurden, um auf Bauernhöfen zu arbeiten. Offiziell als Arbeitskräfte. Inoffiziell auch als potenzielle Ehefrauen. Elsa bringt kaum etwas mit außer einem Mantel, Erinnerungen und Schweigen. Auf einem abgelegenen Hof, zwischen Moor, Bergen und Meer, beginnt ein Leben, das zunächst völlig fremd bleibt. Die Sprache fehlt, die Nähe fehlt, und doch entsteht langsam etwas. Und dann ist da noch Steinunn, die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht, die aber Elsa immer mehr beschäftigt. Das Buch lebt weniger von Handlung als von Stimmung. Viel passiert nicht im klassischen Sinne, und genau das ist Teil des Konzepts. Elsa ist lange still, fast abwesend, beobachtet mehr, als dass sie handelt. Die Verständigung läuft über Blicke, Gesten, kleine Routinen. Erst nach und nach öffnet sich etwas – nicht plötzlich, sondern ganz langsam. Und um genau dieses langsame Annähern geht es. Was das Buch wirklich stark macht, ist die Landschaft. Island ist hier nicht nur Kulisse, sondern trägt das ganze Buch. Diese Weite, dieser Wind, diese Kälte – das ist so präzise beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst dort zu stehen. Es ist ruhig, oft fast leer, aber genau darin liegt die Wirkung. Die Natur ersetzt gewissermaßen die fehlenden Worte. Auch die historische Grundlage ist spannend. Dass diese Esja-Frauen nach Island kamen, ist ein kaum bekanntes Kapitel der Nachkriegszeit. Zipse baut das unaufgeregt ein, ohne es zu überhöhen, und genau dadurch wirkt es glaubwürdig. Es schwingt einfach mit. Was mich allerdings nicht ganz abgeholt hat, ist Elsa selbst. Ich habe sie verstanden, zumindest auf einer abstrakten Ebene. Aber ich habe sie nicht wirklich greifen können. Viel bleibt angedeutet, vieles wird nur gestreift, gerade was ihre Vergangenheit angeht. Ihr Verhalten wirkt stellenweise sperrig, manchmal auch schwer nachvollziehbar. Das passt vielleicht zur Figur, hat es mir aber nicht immer leicht gemacht, dranzubleiben. Ähnlich geht es mir mit einigen Nebensträngen. Das Geheimnis um Steinunn bleibt eher blass, die Auflösung wirkt fast nebensächlich. Auch die Figuren auf dem Hof bleiben auf Distanz – bewusst, wahrscheinlich, aber dadurch fehlt stellenweise etwas Leben. Und trotzdem: Das Buch hat etwas. Es ist still, manchmal fast zu still, aber genau darin liegt auch seine Stärke. Es geht nicht darum, alles zu erklären oder aufzulösen. Eher darum, zu zeigen, wie jemand langsam irgendwo ankommt – oder es zumindest versucht. Kein Buch, das einen durch Spannung trägt. Sondern eines, das Raum braucht. Und Geduld. ⭐️⭐️⭐️,5
Ein Roman, der auf wahre Begebenheiten beruht: im Sommer 1949 folgen ca. 300 deutsche Frauen dem Aufruf der isländischen Bauernpartei, für ein Jahr nach Island zu kommen und dort auf den entlegenen Bauernhöfen bei der Landwirtschaft zu helfen. Elsa, die Hauptfigur in diesem Roman, ist eine von ihnen und ohne Sprach- und Vorkenntnisse kommt sie zu einer Bauernfamilie mit 2 erwachsenen Söhnen. Elsa spricht nicht - nicht nur, weil sie die Sprache nicht beherrscht, sondern weil sie im Krieg wahrscheinlich schlimmes erlebt hat. Aber auch die Familie hat ihre Geheimnisse, die genau wie Elsas Traumata immer nur wieder angedeutet werden. Und doch verändert Elsas Ankunft beider Leben. Ein sehr ruhiges Buch, ohne viel Dialoge, aber mit vielen Naturbeschreibungen, Andeutungen, Traumsequenzen, Beschreibungen des Alltags, Gedanken der Familie. Und die Stimmung, die Ruhe, das Raue zeitweise, die Sprachlosigkeit und die Atmosphäre passen gut zu Island. Ein Buch, in das man sich einlesen und auf das man sich einlassen muss.
Leise, schwer und bleibt
„Moosland“ war für mich kein Buch, in das ich leicht hineingefunden habe. Der Schreibstil ist ruhig, fast still, mit wenigen Dialogen und stark aus der inneren Perspektive der Protagonistin erzählt. Das hat es anfangs schwer zugänglich gemacht und gleichzeitig liegt genau darin aber auch die Stärke des Buches. Man spürt diese Einsamkeit sehr deutlich. Dieses In-sich-Gekehrte, das Fremdsein, die Unsicherheit. Gerade durch die sprachlichen Barrieren hatte ich selbst stellenweise Schwierigkeiten, Beziehungen und Geschehnisse vollständig zu greifen, was im Nachhinein unglaublich passend wirkt. Denn genau diese Orientierungslosigkeit bildet die Situation der Protagonistin ab: das Ankommen in einem fremden Land, ohne Sprache, ohne echtes Ankommen. Besonders nachhaltig fand ich den historischen Kontext, der sich erst im Laufe des Buches und vor allem im Nachwort vollständig entfaltet. Die Lebensrealität der deutschen Frauen, die nach Island gegangen sind, wird hier sehr eindrücklich spürbar, die Einsamkeit, das Funktionieren, das Schweigen. Eine Generation von Frauen, deren Erfahrungen oft im Verborgenen geblieben sind, mit möglichen Auswirkungen bis in die nachfolgenden Generationen. Das hat dem Buch für mich nochmal eine ganz andere Tiefe gegeben. Rückblickend hat sich auch meine Bewertung verändert: Während ich anfangs eher bei 3 Sternen war, bin ich jetzt bei 4 bis 4,5. Gerade weil der ungewöhnliche, leise Stil die emotionale Lage so konsequent transportiert. Fazit: Kein leichtes Buch, aber ein nachhaltiges. Leise erzählt – und genau deshalb so wirkungsvoll.

#Schmökerbox #Buchbox
Meine dritte Box: Leise Sonnentöne Beschreibung: Es gibt Texte, in denen lernen wir etwas fürs Leben. Das muss gar nichts Hochtrabendes sein. Manchmal ist es einfach nur ein Begreifen. Ein "Ach so, so ist das, so fühlt es sich an". Moosland von Katrin Zipse aus dem DuMont Buchverlag ist so ein Text. Er bringt uns eine Situation näher, die für uns nicht greifbar ist, die die meisten von uns nicht hautnah erlebt haben. Er macht Dinge verständlicher, die wir längst zu verstehen gelernt haben sollten und es doch nicht können. Tiefsinnig, voller Grenzen und zarter Momente hat uns dieses Buch verzaubert und uns verstehen lassen. Mir hat Moosland nicht ganz so gut gefallen, der Schreibstil machte es mir unmöglich mich richtig auf die Protagonisten einzulassen. Dennoch fand ich die Atmosphäre toll, Island wurde durch die Beschreibungen und Worte gut eingefangen. Der Inhalt der Box passte total gut zur Geschichte.
Ein zarter Roman über das raue Leben auf Island in den späten 40er Jahren.
Ich war überrascht, wie sehr mich die Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Das Buch hat etwas mehr als 200 Seiten, ist also nicht besonders lang, aber auch in dieser kurzen Zeit hat es die Autorin geschafft, mir die Charaktere und ihre Handlungen nahe zu bringen. Elsa kommt als deutsche Arbeiterin nach Island, um auf einem Hof auszuhelfen. Dabei hat sie eigene Päckchen zu tragen und bringt auch das Hofleben ganz schön durcheinander. Ich mochte den Schreibstil total gern - der hat es bei der Geschichte für mich gemacht. Er hat einfach zu der ganzen Atmosphäre gepasst; hat die ganze Atmosphäre überhaupt lebendig werden lassen. Auch der Umgang mit den verschiedenen Sprachen (Deutsch und Isländisch) fand ich super gelöst. Allein das Ende fand ich ein wenig übereilt. Da hätte es ruhig noch 20/30 Seiten mehr haben können. Trotzdem ein tolles Buch, das man gut an einem Wochenende durch lesen kann. Für alle, die sich nach Island träumen wollen.

-Karge Klare Landschaft -Karge Klare Sprache -Karge bäuerliche Brutalität !
MOOSLAND von Katrin Zirpse Schon die ersten Zeilen haben mich zugleich gepackt und irritiert. Die Sprache ist knapp, kurz, klar — fast spröde. Von Poesie keine Spur, was vermutlich Absicht ist. Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der Poesie eher als Flucht diente, nicht als Bestandteil des harten Alltags. Elsa ist eine von rund 300 deutschen Immigrantinnen, die 1949 nach Island geschickt wurden — ein gemeinsames Projekt deutscher und isländischer Bauernverbände. Ledige Frauen sollten auf den Höfen helfen, in einer Landschaft, die ebenso unerbittlich ist wie die Menschen, die dort leben. Elsa spricht kaum. Sie lernt nur wenig Isländisch und trägt eine Härte in sich, die sie aus Deutschland mitgebracht hat. Besonders faszinierend fand ich, dass sie dort ihre beste Freundin — oder vielleicht ihre große Liebe, das bleibt bewusst offen — verloren hat. Dieses Schweigen, dieses Nicht-Ausgesprochene, zieht sich wie ein Riss durch ihre Figur. Zirpse beschreibt das Leben in Island detailgenau und zugleich mit einer knappen Strenge: das unberechenbare Wetter, die körperliche Arbeit, die bäuerliche Brutalität, die einem täglich wie eine Windböe ins Gesicht schlägt. Nichts wird ausgeschmückt, nichts weichgezeichnet. Elsa als Protagonistin hat mich tief beeindruckt. Ich konnte vieles an ihr nachvollziehen — besonders ihren Rückzug. Wenn mir etwas widerfährt, neige ich ebenfalls dazu, in mich zu gehen und weniger zu sprechen. Diese stille Form der Selbstverteidigung hat das Buch sehr gut getroffen. Ich merke immer mehr, dass mich diese Mischung aus emotionaler Kargheit und roher, bäuerlicher Härte in der Literatur anspricht. Geschichten, die nicht trösten wollen, sondern etwas Unverrückbares zeigen. Und ich bin offen für Empfehlungen, die in diese literarische Richtung weiterführen — Romane, die ähnlich kompromisslos erzählen.
Traumatisiert von ihren Erlebnissen im Krieg kommt Elsa in Island an. Hier soll sie bei einer Bauernfamilie helfen, im Haushalt, im Garten, bei den Tieren. Katrin Zipse schafft es mit ihrer Sprache, das Trauma der jungen Frau spürbar zu machen. Diese Sprachlosigkeit. Diese Sehnsucht nach dem Ende und gleichzeitig nach dem Leben. Die Stimmung in Island, zwischen dem traditionellen Leben der Bauern und der Aufbruchstimmung in den Städten. Ich bin völlig in der Geschichte eingetaucht. Das Buch gehört definitiv zu meinen Favoriten in diesem Jahr.

⭐️⭐️⭐️ Es konnte mich leider nicht so ganz abholen
Die rauhe Schönheit Islands spiegelt sich in diesem (historischen) Roman wider. Er erzählt die Geschichte von Elsa , einer jungen Deutschen, die nach dem zweiten Weltkrieg aufgrund eines Zeitungsaufrufs nach Island kommt. Gesucht wurden junge Frauen, die für ein Jahr auf den Höfen aushelfen und die Bauernfamilien unterstützen. Und wenn einen im kriegsgebeutelten Deutschland nichts hält, meint man vielleicht, dort einen Neubeginn für sich zu finden. Doch Elsa, die geprägt ist von Kriegstraumata, fällt das Ankommen schwer in dieser harschen neuen Gegend. Sie versteht die Sprache nicht, spricht selbst kaum, verschließt sich in ihrer eigenen Welt. Während ihre Bekannte Greta sich scheinbar bestens einlebt, kämpft Elsa mit dem Gedanken, völlig fehl am Platz zu sein… obwohl sie auch gar nicht wüsste, wo denn ihr Platz sein sollte. Elsas oftmals schwermütige Gedanken und ihre innere Distanziertheit finden sich im Stil des Buches wieder. Was als stilistisches Element der melancholischen Geschichte noch mehr Tiefgang verleiht, hat mich jedoch persönlich nur schwer Zugang zu Elsa und ihrer Welt finden lassen. Ich selbst kann mich am besten in eine Geschichte fallen lassen, wenn ich mich mit der Hauptfigur in irgendeiner Weise identifizieren kann. Das ist mir bei Elsa leider nicht gelungen. Sie tat mir zwar unheimlich leid in ihrer Einsamkeit, aber ich konnte zu ihr auch keine Beziehung aufbauen. Daher wirkte die gesamte Geschichte sehr distanziert auf mich und ich habe sie nur „aus der Ferne“ verfolgt. Mich persönlich konnte das Buch daher nicht so gut abholen. Aber ich weiß, dass es viele Leser gibt, die so etwas überhaupt nicht stört und diese sollten Moosland dann auch gern zur Hand nehmen. Denn die Einblicke in die Zeit der „Esja-Frauen“ sind sehr interessant und vielschichtig.
Eine spannende Perspektive auf die Nachkriegszeit
Wir begleiten eine junge Deutsche Frau, die nach dem Weltkrieg in Island ankommt, um dort auf einem Hof zu arbeiten. Sie ist eine Frau in einem fremden Land umgeben von fremden Menschen und Gebräuchen, die eine fremde Sprache sprechen. Sie selbst hat die Leiden des vergangenen Krieges mit sich zu tragen und kann sich zunächst nur schwer anpassen. Mit der Zeit lernt sie aber die Sprache, und mit ihr das Land und die Menschen kennen und lieben. Mit einer mir bis anhin gänzlich unbekannten Facette der Nachkriegszeit erzählt Zipse gut recherchiert und sehr empathisch über das Schicksal einer jungen Frau, die in der Ferne eine neue Heimat findet. Vieles bleibt suggestiv und bruchstückhaft, wird aber von einer sehr bewegenden Sprache begleitet. Absolute Empfehlung!
Von den Esja-Frauen hatte ich noch nie gehört. Die Esja war ein Schiff, das 1949 ca. 300 deutsche Frauen nach Island brachte. Deutschland stark vom Krieg gezeichnet, Island auf der dringenden Suche nach tatkräftiger Unterstützung auf den Höfen. Die Isländische Bauernpartei hatte dazu aufgerufen, ein Jahr lang auf den Höfen zu arbeiten. Mit Elsa begleiten wir eine dieser Frauen. Sprachlos aus zwei Perspektiven, beginnt sie die Arbeit am Hof. Sprachlos vor Verlust und Kriegstrauma, sprachlos ohne ein Wort Isländisch. Nur ganz langsam wird sie Teil der Gemeinschaft, bleibt aber verschlossen, blickt in eine Familiengeschichte, die nicht ihre ist, sie aber mit der eigenen konfrontiert. Katrin Zipse erzählt ganz leise von dieser Herausforderung, von der Annäherung. Durch wunderschöne Naturbeschreibungen nimmt sie uns mit in die landschaftlich tiefgrüne und doch rauhe Schönheit Islands, erzählt dieses fast vergessene Stück Geschichte der Frauen, die zum arbeiten gekommen waren und manchmal geblieben sind. Eine Geschichte, die ich gern mit Ruhe gehört habe und die mich dazu gebracht hat, neugierig nach Informationen zu den Esja-Frauen zu suchen, die ein Leben, ja manchnal ihre Identität aufgaben, um ein neues, ganz anderes Leben zu beginnen. Und so ist es die Geschichte von Elsa, aber auch eine fast vergessene Geschichte über Migration und Integration mit alle ihren Herausforderungen und Chancen.

Moosland war eines der Bücher, die mich schon in der Programmvorschau sofort fasziniert haben. Der Einstieg wirft einen jedoch direkt mitten in die Handlung, für mich persönlich war das etwas fordernd, sodass ich den Anfang zweimal lesen musste, um wirklich anzukommen. Die Geschichte folgt Elsa, einer von knapp 300 traumatisierten Frauen, die nach dem Krieg für einen Neuanfang nach Island reisen. Katrin Zipse transportiert Elsas Gefühlswelt erstaunlich präzise; die beklemmende Atmosphäre war für mich streckenweise körperlich spürbar. Immer wieder stellte ich mir die Frage: Wie hätte ich mich gefühlt? Hätte ich den Mut besessen, mich in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse neuen Menschen zu öffnen? Besonders hervorzuheben ist die bildhafte Sprache, die das historische Island lebendig werden lässt. Dennoch blieb Elsa für mich eine Herausforderung: Ich konnte ihr Trauma verstehen, doch ihre distanzierte Art machte mich zeitweise wütend. Man gewinnt den Eindruck, sie wolle die Chance, die man ihr bietet, gar nicht ergreifen. Insgesamt ist Moosland ein stilles, melancholisches Buch, das einen tiefen Einblick in das raue Leben im Island der Nachkriegszeit und die zerrissene Seele von Elsa gewährt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Die Handlung passiert unter der Oberfläche
300 junge Frauen folgen nach dem Zweiten Weltkrieg dem Aufruf der Bauernpartei und gehen nach Island, um dort auf den abgelegenen Höfen zu arbeiten. Eine davon ist Elsa, die zu einer Familie mit zwei Söhnen kommt und dort das raue Leben und Arbeiten auf dem Hof kennenlernt. Traumatisiert von den zurückliegenden Kriegsereignissen schweigt sie und wird immer wieder von Flashbacks eingeholt. Der Roman von Zipse ist atmosphärisch und fängt das typische Leben in Island ein. Obwohl eigentlich nichts passiert außer die Schilderungen der Arbeitstage, hat mich das Buch sehr gefesselt und ich wollte wissen, ob und wie sich Elsa in dieser anderen Welt einlebt. Dabei wird unter der Oberfläche durchaus viel erzählt: die doppelte Sprachlosigkeit, die schon bei der Schreibweise der Namen der Brüder anfängt, die Verzweiflung, das Trauma und die vielen liebevollen Momente. Für einige Aspekte war mir das Buch dann aber zu fragmentarisch, insbesondere am Ende wie auch die im Klappentext angedeutete Rolle der verschwundenen Tochter, das hätte für mich noch mehr auserzählt werden können.

"Die Stille ist so groß, dass sie sie hören kann. Ein Rauschen, das nicht vom Meer kommt und nicht vom Wind." Elsa ist diese Stille. Sie schweigt seit das Unaussprechliche geschehen ist. Und da sie nicht weiß was sie sonst tun soll, folgt sie Gerda auf das Schiff, das sie nach Island bringen wird um dort auf einem Bauernhof zu arbeiten. Wie sie, tun das noch hunderte andere Frauen, die dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt sind, in der Hoffnung das sie bleiben und die Bauern heiraten. Der 2. Weltkrieg ist vorbei und viele Isländerinnen sind amerikanischen GI's gefolgt. Das Rauschen..."Das immer stärker anschwillt, bis es sie ganz umschließt." Die Sprachlosigkeit bekommt eine neue Dimension in Island. Gut dass sie bei einer Bauernfamilie untergekommen ist, die ihr zugewandt ist. Halldór, der Knecht, versucht ihr die Wörter näher zu bringen. Ihre Angst vor den Hühnern versteht niemand. Wie auch? Aber sie muss lernen diese zu überwinden, wenn sie bleiben will. Und wo soll sie sonst auch hin? Auch melken lernen muss sie und reiten. "Die Welt dahinter ist ein leerer Raum." Von der Landschaft und dem Licht ist Elsa angetan. Von den Geheimnissen der Familie auch. Was ist mit Steinunn passiert, der Schwester von Skúli und Ólafur, den Söhnen der Bauern? Die Arbeit ist hart aber gut. Der Duft vom frisch gemähten Gras, der Anblick der Tiere und dann die Nordlichter. Äußerlich bleibt Elsa fast stumm, innerlich kommen immer wieder die Erinnerungen an Sola hoch, doch auch diese beginnen langsam zu verblassen. "Und alle Bilder fort." Und so entsteht Raum für neue Bilder, neue Empfindungen, neues Leben. In dem Brief der Autorin, der mit dem Buch bei mir ankam, bittet sie darum, den Figuren Wünsche mitzugeben. Ich wünsche der Mutter Frieden und den Brüdern, dass sie ihr Glück finden, dem Knecht Halldór seine Gutmütigkeit zu bewahren. Und Elsa? Ihr wünsche ich Zutrauen in die Zukunft und eine Heimat🤍 Große, große Leseempfehlung!
Erst kürzlich hatte ich einen Bericht über die sogenannten „Esja-Frauen“ gehört. Das Thema interessiert mich sehr. Die Stimmung, in ein fremdes Land zu gehen und völlig alleine zu sein, wird sehr gut erfasst. Teilweise beklemmend und bedrückend, dann wieder hoffnungsvoll. Viel erfährt man über die Personen nicht. Man muss Vieles erraten. Mich hat das nicht gestört. Das passte sehr gut zu der Lebenssituation der Protagonistin. Ein ruhiges Buch, das mich berührt hat.
Was für ein berührender, atmosphärischer und ruhiger Roman! 🇮🇸⛰🌄🐏💚
"Moosland" von Katrin Zipse erzählt von der jungen Elsa, die mit 300 weiteren Frauen kurz nach dem 2.Weltkrieg dem Aufruf der isländischen Bauernpartei folgt, um als Landarbeiterin auf einem der isländischen Höfe zu arbeiten. Die Autorin schildert Elsas Ankunft und Leben auf der von rauer Natur umgebenden Insel und dem entlegenen Hof. Die Gastfamilie besteht aus einem Bauernpaar und ihren zwei Söhnen, die ungefähr so alt sind wie Elsa. Elsa fühlt sich verloren, ist stark traumatisiert und trauert um ihre Familie und Freundin, die im Krieg ums Leben kamen. Aus diesem Grund schweigt sie, spricht weder in ihrer Heimatsprache (in der sie ohnehin niemand versteht), noch die Brocken isländisch, die sie im täglichen Zusammensein mit der Gastfamilie lernt. Die Arbeit im Haus, auf dem Feld und mit den Tieren ist hart und geprägt vom Lauf der Natur und der Jahreszeiten. Elsas Ankunft verändert das Familiengefüge und wir erleben mit ihr, dass auch die Gastfamilie persönliche Verletzungen zu verarbeiten hat. Außerdem gibt es auch noch ein Geheimnis um die verschwundene Tochter der Bauersleute, das Elsa keine Ruhe lässt. Besonders gefallen hat mir, wie Katrin Zipse eine ruhige und dennoch durch die Landschaftsbeschreibungen an manchen Stellen dramatische Atmosphäre geschaffen hat. Wie sie einen Elsas Trauer fühlen lässt und wie Elsa dieses mit sich alleine ausmacht und dennoch stark genug ist, um sich schließlich in die Gemeinschaft einzufügen. Mich hat berührt, wie Elsa vor der Kulisse der kargen und schroffen Natur um das Weiterleben kämpft und gleichzeitig auf der Suche nach Identität ist. Für mich ein absolutes Herzensbuch, das ich sicher irgendwann noch einmal lesen werde.
Atmosphärischer Roman über einen Neubeginn in Island
Die Kriegswaise Elsa und andere junge Frauen werden nach dem Krieg von Island als Arbeitskräfte angeworben, um dort auf den Bauernhöfen zu arbeiten und sich ein neues Leben aufzubauen. Die von Kriegstraumata belastete Elsa spricht kein isländisch und fühlt sich in der rauen Einsamkeit und Einfachheit auf dem Hof zunächst verloren, obwohl die Bauersfamilie mit Knecht und zwei Söhnen sich im Rahmen ihres von viel Arbeit gekennzeichneten Lebens durchaus bemüht. Nach und nach entwickeln sich Dynamiken zwischen den Protagonisten, gekennzeichnet durch ihre jeweiligen Sehnsüchte und Träume und der bestehenden Realität im Island von1949/1950. In einprägsamer, klarer Sprache versteht es Katrin Zipse, sowohl die karge Schönheit der Natur als auch ihre arbeitsamen, eher wortkargen Bewohner einzufangen. Es liegt eine wunderbare Bestimmtheit in dieser Sprache und die Geschichte selbst, von der zunächst so verlorenen, ziellosen Elsa, hat mich sehr berührt, zumal nicht alles in Dialogen ausgezählt wird, sondern Kommunikation oft wortlos stattfindet. Sehr empfehlenswert!
EMPFEHLUNG!!!
Eine junge deutsche Frau hat nach dem Krieg keinerlei Aussichten und schließt sich einer Gruppe Frauen an, die nach Island gebracht werden, um dort in der Landwirtschaft zu arbeiten. In diesem kargen rohen Land mangelt es nämlich an Arbeitskräften und heiratsfähigen Frauen. Hier wird ein Stück unbekannte Geschichte erzählt, und zwar eindringlich und bemerkenswert. Ein tolles Buch, das ich sehr empfehlen kann!
Ein Roman, der mich in eine mir unbekannte Welt mitnimmt, nach Island im Jahr 1949. Eine Gruppe deutscher Frauen erreicht die Insel, nach einem Aufruf der Isländer, die um weibliche Arbeitskräfte warben. Die Geschichte startet mit der Ankunft von Elsa und der Trennung von den anderen. Man spürt die Kälte, das Unbekannte, das Fremde. Während Gerda voll Abenteuerlust an Land geht, ist der Start für Elsa schwieriger. Der Knecht trägt sie vom Boot an Land in das Unbekannte. Dabei wird die Landschaft von Island mit wunderschönen Bildern vor Augen gemalt. Man meint, mit über das weiche Moos zu laufen. Auch die Einsamkeit des Hofes, auf den Elsa kommt, wird gleich sichtbar. Sehr gut beschrieben ist der Charakter der Elsa. Man spürt ihre Verlorenheit, ihre Ängste, das Trauma, das sie mit sich herumträgt, ihre Fremdheit und Sprachlosigkeit. Es fällt ihr schwer anzukommen. Andere Bräuche, Lebensweisen, Verhaltensnormen erschweren Elsa das Leben, zumal sie vieles von dem, was von ihr erwartet wird, nicht kann. Zusätzlich erschweren ihre Ängste ihr Leben und sie bleibt passiv und uninteressiert. Die isländische Bauernsfamilie versteht sie nicht, auch da sie keine gemeinsame Sprache haben. Das Leben dieser Familie ist äußerst interessant geschildert, ihr hartes Leben in dieser rauen, kargen Natur. Elsa, schon als Verlorene gestrandet, verliert sich weiter im Nebel, der Einsamkeit, der Sehnsucht. Sie irrt durch ihr Leben, ziellos, benommen, auf der Suche. Warum sie tatsächlich mit nach Island gekommen ist, wer Sola war - eine echte Person oder doch eine Fantasie, was ist ihr im Krieg geschehen? Dies bleibt geheimnisvoll und ist gut so. Der Schreibstil hat mir ausgezeichnet gefallen. Schönheit der Natur im glitzernden Schnee, dem Leuchten der Sonne, das weiche Moos und die klare Luft. Unbeschreibliche Schönheit so gut beschrieben, dass man meint, es zu sehen. Dabei nutzt die Autorin eine eindrücklich, klare, schnörkellose Sprache, die perfekt zur Geschichte passt. Dieses Buch ist mir sehr nahe gegangen. Ich habe es langsam, Stückweise gelesen, darüber nachgedacht, die Naturbeschreibungen genossen oder mitgelitten. Voll Mitgefühl habe ich Elsa begleitet, die so viel ertragen hat, so tapfer, so selbstverloren war. Und als am Ende die Sonne den Schnee zum Strahlen brachte, habe ich mir gewünscht dort zu sein. Über das Ende möchte ich jetzt nichts schreiben. Das muss man selbst entdecken. Aber es lohnt sich. Es liegt so viel in diesem Roman, dass es sich auf jeden Fall lohnt, literarisch nach Island zu reisen und ein Jahr lang Elsa zu begleiten. Große Leseempfehlung! Vielen Dank an NetGalley und DUMONT für die Bereitstellung dieses eBooks. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Nettes, kurzes Büchlein mit einer sehr atmosphärischen Geschichte aus Island, die historisch auf wahren Begebenheiten beruht. Es ist eine Geschichte der fehlenden Worte, der Kriegstraumata und dennoch steckt einiges zwischen den Zeilen, was wiederum schön ist. Dennoch große Disztanz zu den Figuren.

Manchmal begegnet man beim Lesen Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen und manchmal trifft man auf Charaktere, die eine gewisse Distanz bewahren. Genau so ging es mir mit Elsa. Elsa ist eine sehr verschlossene Person. Schon früh in der Geschichte wird deutlich, dass sie ihre Gedanken und Gefühle nur selten offen zeigt. Sie wirkt zurückhaltend, beinahe geheimnisvoll, und lässt nur selten wirklich tief in ihre Welt blicken. Als Leserin habe ich deshalb gemerkt, dass ich mich ihr nicht ganz so nah gefühlt habe. Ich habe nicht wirklich Zugang zu ihr gefunden. Das lag nicht daran, dass sie uninteressant wäre, ganz im Gegenteil. Gerade ihre stille Art macht sie auf eine gewisse Weise spannend. Doch sie bleibt lange schwer greifbar. Man beobachtet sie, begleitet sie durch ihre Erlebnisse und Gedanken, aber man hat selten das Gefühl, wirklich tief in ihr Innerstes schauen zu können. Dadurch blieb eine gewisse emotionale Distanz bestehen. Elsa ist keine Figur, die sich leicht entschlüsseln lässt. Ihre Verschlossenheit gehört ganz klar zu ihrem Charakter und prägt die gesamte Atmosphäre des Buches. Man merkt, dass sie vieles mit sich selbst ausmacht und nur selten offen nach außen trägt. Das ist natürlich auch der Gesamtsituation geschuldet. Sie ist im Ausland, kann die Sprache nicht sprechen und hat eigentlich nicht wirklich direkte Bezugspersonen, die ihre Sprache sprechen. Besonders gefallen haben mir die Erzählungen über ihre Arbeit. Man merkt beim Lesen, dass hier viel Wissen und ein feines Gespür für Details vorhanden sind. Die Beschreibungen wirken lebendig und einfach authentisch. Für mich waren diese Stellen sehr bereichernd und haben das Buch besonders interessant gemacht. Was mich außerdem sehr eingenommen hat, war die Erzählweise. Der Schreibstil ist wirklich wunderbar schön und hat mich direkt eingenommen. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Geschichte weniger von großen dramatischen Ereignissen lebt, sondern vielmehr von ihren leisen Momenten. Kleine Beobachtungen, Gedanken und Stimmungen stehen im Mittelpunkt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man nicht unbedingt durch Spannung vorangetrieben wird, sondern durch die Atmosphäre und die Sprache. Man liest weiter, weil man in dieser Welt bleiben möchte und weil die Art zu erzählen einfach sehr schön ist und natürlich herrscht auch eine gewisse Spannung, weil man erfahren möchte wie es mit Elsa weitergeht und ob sie sich öffnen wird. Besonders interessant fand ich auch, dass die Geschichte zwar fiktiv ist, aber trotzdem einen wahren Hintergrund hat. Insgesamt war es für mich ein Buch, das vor allem durch seine Atmosphäre und seinen Schreibstil überzeugt hat. Auch wenn ich mich Elsa emotional nicht ganz so nah gefühlt habe und nicht vollständig Zugang zu ihr gefunden habe, hat mich die Geschichte dennoch auf ihre eigene Weise gefesselt. Daher gibt es auch 4 von 5 Sternen.
Altes Island
Da ich das Land Island sehr liebe und mich für die Kultur heutzutage und die Geschichte Islands interessiere, habe ich mich sehr gefreut dieses Buch zu entdecken. Den Titel finde ich auch mega - da das Land ja aus sehr viel Moos besteht ;). Wir begleiten Elsa im Jahre 1949 auf ihrer Reise nach Island und ihren Lebensalltag auf Island, der sicherlich gaaanz anders ist als sie es gewohnt war. Sie spricht kein isländisch und die Bauernfamilie bei der sie unterkommt spricht kein englisch oder deutsch. Es ist wirklich eine überaus schwierige Situation, in der sie sich da wiederfindet.. Keine gemeinsame Sprache, total unterschiedliche Arbeitsweisen und Moralvorstellungen. Insgesamt ist diese Geschichte keine leichte Wohlfühlstory sondern schon ziemlich bewegend und mitfühlend gestaltet. Was ich sehr gut finde, da es der Thematik angemessen ist.
“Moosland” von Katrin Zispe erzählt von der jungen Elsa, die zusammen mit anderen deutschen Frauen nach dem Krieg nach Island geht, um sich dort ein neues Leben auf einem Bauernhof aufzubauen. Dabei stehen ihr nicht nur die nicht vorhandenen Sprachkenntnisse im Weg, sondern auch ihre Kriegstraumata und das ihr völlig fremde Land. Da die Protagonistin das Isländische nicht beherrscht, “ihre” Bauern aber (von einem der Söhne abgesehen) keine Fremdsprache, findet ein Großteil der Handlung ohne Dialoge statt. Elsas Sprachlosigkeit wird so also wortwörtlich zum Antriebsmittel der Handlung und verdeutlicht ihre Verlorenheit. Dies könnte nun langweilig wirken, aber das tut es zu keinem Moment, weil die Autorin es schafft, gerade dadurch Spannung zu erzeugen und die Leserschaft mit der Protagonistin mitfiebern zu lassen. Auch die Dynamiken der auf dem Hof Lebenden werden immer wieder neu abgesteckt und sind uns zu Beginn genauso wenig klar wie Elsa. Mit ihr zusammen entdecken wir Charakterzüge und Sehnsüchte der anderen Figuren, und auch die Lebensrealität der Isländer*innen in den späten 1940 Jahren. “Moosland” ist ein leises Buch, das einen großen Eindruck hinterlässt und besonders als Hörbuch, gelesen von Maria Wördemann, bewegt - ich habe es in einer schlaflosen Nacht durchgehört. *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Kleine Info vorneweg: Ich konnte wirklich sofort ganz tief in diesen tollen Roman eintauchen und war richtig traurig als er zu Ende war. Wir befinden uns im Jahr 1949, in der Nachkriegszeit. Überall herrscht Mangel. Auch in Island fehlen Arbeitskräfte auf den Höfen - und potenzielle Ehefrauen. Viele Frauen sind nach den Krieg mit amerikanischen Soldaten fortgegangen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde ein Aufruf gestartet: Deutsche Frauen sollten nach Island kommen, um dort ein neues Leben zu beginnen. So machten sich knapp 300 von ihnen auf den Weg - mit Hoffnung im Gepäck, aber auch mit Trauer, Verlust und großen inneren Wunden. Auch unsere Protagonistin Elsa gehört zu ihnen. Sie ist schwer traumatisiert, voller Hoffnungslosigkeit und zunächst kaum in der Lage zu sprechen. Selbst einfache Worte fallen ihr schwer, und es dauert lange, bis sie ihre eigene Stimme - und gleichzeitig eine fremde Sprache - (wieder)findet. Besonders mochte ich die Bauernfamilie, bei der Elsa schließlich unterkommt: den ruppigen Bauern und seine Frau, ihre beiden erwachsenen Söhne, eine verschwundene Tochter - und meine absolute Lieblingsfigur, den Knecht Halldór. Diese Menschen rau, direkt und sehr echt. Genau wie die Natur Islands selbst: wunderschön, aber auch unerbittlich. An 'Moosland' von Katrin Zipse habe ich vieles geliebt: die bildhaften Naturbeschreibungen, die eingewobenen isländischen Wörter und diesen kleinen sprachlichen Clou rund um die Namen der Isländer (der sich im Laufe der Geschichte entfaltet). Besonders berührt hat mich auch die leise, vorsichtige Annäherung zwischen den Figuren und die sensible Art, wie Elsas Verhalten und Entwicklung beschrieben werden. Ein kleines bisschen mehr Hintergrund zu ihrem Erlebnis mit Sola hätte ich mir gewünscht - das wird nur angerissen. Außerdem endet die Geschichte für meinen Geschmack etwas abrupt. Ich hätte wirklich gerne noch weitergelesen. Wie ihr vermutlich schon rauslesen konntet: Mir hat dieses atmosphärische Buch sehr gut gefallen und daher gibt es eine ganz, ganz große Leseempfehlung meinerseits. 😃

MOOSLAND Katrin Zipse ET: 10.03.26 Island im Juni 1949: Elsa folgt dem Aufruf des isländischen Bauernverbandes, der junge Frauen zwischen 20 und 30 Jahren sucht, die als Arbeitskräfte und mögliche Ehefrauen nach Island kommen sollen. So gelangt sie zu einer abgelegenen Bauernfamilie. Das Leben dort ist rau, karg und entbehrungsreich, die Tage beginnen früh und enden spät, bestimmt von harter körperlicher Arbeit und einer Natur, die wenig Raum für Nachsicht lässt. Die fremde Sprache bleibt Elsa verschlossen, doch sie empfindet das kaum als Verlust, denn seit dem Tod ihrer Freundin Sola hat sie selbst das Sprechen aufgegeben. Die beiden erwachsenen Söhne der Familie begegnen ihr offen und aufmerksam, der Bauer bleibt wortkarg, seine Frau zurückhaltend und kühl. Auch hier zeigt sich die Härte des Lebens, das Gefühle eher dämpft als zulässt. Bald wird deutlich, dass Elsa die schwere Landarbeit nicht gewohnt ist. Doch sie gibt sich Mühe, und mit dem allmählich wachsenden Zusammenhalt verschiebt sich etwas im Gefüge der Familie. Die jungen Männer suchen zunehmend Elsas Nähe, zugleich entsteht zwischen ihnen eine leise, aber spürbare Rivalität. Als Elsa eines Tages auf ein altes Foto stößt, wird ihre Neugier geweckt. Darauf ist die Familie mit einem Mädchen zu sehen, offenbar der Tochter der Bauern. Doch niemand spricht über sie. Wieso das so ist, müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Ach ihr lieben Bookies, da bin ich wieder. Dieses Buch hat mich für zwei Tage nach Island getragen. Ich habe den kalten Wind gespürt, die Weite der Landschaft, diese herbe und stille Schönheit. Katrin Zipse erzählt mit großer Atmosphäre und verbindet historische Gegebenheiten mit einer fein gesponnenen Fiktion. Wer einen plotgetriebenen und spannungsreichen Roman erwartet, wird hier nicht fündig. Dieses Buch lebt von seiner Stimmung, von der Langsamkeit und von den Bildern, die sich festsetzen. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto dunkler werden die Zwischentöne. Gerade darin liegt ihre Kraft. Keine Seite war mir zu viel, im Gegenteil: Ich wollte wissen, wohin der isländische Wind Elsa treiben würde. Der geschichtliche Hintergrund war mir bislang unbekannt und hat mich umso mehr bereichert. Fazit: Ein stilles, dichtes Buch, das aus seiner Ruhe heraus zunehmend düstere Facetten entfaltet und die Kargheit des Lebens eindrucksvoll spürbar macht. Ich habe es mit großer Freude gelesen und möchte es euch unbedingt ans Herz legen. Wer Island literarisch erleben will, sollte sich auf diese Geschichte einlassen. 4/5
Atmosphärisch, aber..
1949 ruft die isländische Bauernpartei ausländische Frauen dazu auf, mindestens ein Jahr auf den Höfen der Bevölkerung zu arbeiten. Als eine von 300 Frauen folgt Elsa diesem Ruf. Traumatisiert von den Kriegserlebnissen in Deutschland fällt es ihr sehr schwer, sich in ihrer neuen, so fremden Umgebung einzuleben. Elsa spricht kein Wort Isländisch und hat auch wenig Interesse daran, die Sprache zu lernen, was die Sache nicht vereinfacht. Dennoch hat sie Glück: Die Familie; bei der sie unterkommt, ist sehr bemüht, sie zu integrieren. Sie verständigen sich mit Händen und Füßen Dabei tauchen immer wieder Fragen auf, beispielsweise nach der Tochter der Familie, die nur auf Fotos auftaucht. Ein Geheimnis. Wenn auch in der fiktiven Geschichte nicht wirklich viel passiert, geht in Elsa Einiges vor. Sie ist eine sehr beobachtende, sensible aber auch verschlossene Protagonistin, verfolgt von ihren Erinnerungen und bestimmt von ihren Traumata. Land und Leute lernt man durchaus durch sie und die bildhafte Sprache der Autorin kennen. Der historische Kontext ist gut recherchiert und wird gekonnt eingebettet. Atmosphärisch stellt Katrin Zipse die Landschaft dar. Leider konnte mich dieser Roman aber überhaupt nicht erreichen. Die Handlung plätschert so vor sich hin, es passiert einfach: nichts. Auch eine Wendung zum Ende hin konnte das Ruder für mich nicht mehr rumreißen. Sehr schade, mochte ich den Schreibstil der Autorin doch gern. Hier erwartet euch ein bedächtiger Roman, der sicher auch bewegend ist, sich aber leider eher auf Atmosphäre als Handlung konzentriert.

🌳MOOSLAND - Katrin Zipse - DuMont Verlag - ET 10.03.2026 - 224 Seiten Worum geht‘s? Roman über die Kraft von Sprache, Natur und Gemeinschaft, Neuanfang in Island Stimmen zum Buch. »Autorin Katrin Zipse hat den Roman als Stipendiatin im isländischen Skagaströnd geschrieben und fängt Elsas Fremdheitsgefühle überzeugend ein: Wie sie mit der völlig anderen Sprache ringt, der harten Arbeit und unbekannten Gewohnheiten.« Christiane Graeben, EMOTION Zur Autorin: KATRIN ZIPSE wurde in Stuttgart geboren und lebt als Autorin und Hörfunkredakteurin in Baden-Baden. Sie studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der FU Berlin und arbeitete mehrere Jahre am Theater. Im April 2019 war sie Stipendiatin des Künstlerhaus Ahrenshoop in der NES Artist Residency in Skagaströnd. Im Herbst 2019 hat ihr der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg ein Stipendium für ›Moosland‹ zuerkannt. Mein Leseeindruck: Von Anfang an hat mich die stille, melancholische Stimmung von Moosland gefesselt. Katrin Zipse erzählt die Geschichte von Elsa, einer jungen Frau, die 1949 zusammen mit knapp 300 anderen Frauen aus dem zerstörten Deutschland nach Island geschickt wird. Offiziell sollen sie ein Jahr lang auf isländischen Höfen aushelfen, doch inoffiziell hofft man, dass viele von ihnen bleiben, da Island damals unter einem akuten Frauenmangel litt. Es ist ein atmosphärisches Buch über Aufbruch, Verlust und dem behutsamen Wiederaufbau des eigenen Lebens. Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es bedeutet, eine neue Sprache zu erlernen und sich in ein fremdes Land einzufinden.
Vom Meer aus gesehen sind alle Häuser gleich "Island sucht Dienstmädchen für Landhaushalte. Bewerbungen an das Isländische Vizekonsulat in Lübeck. Postfach 455": Mit dieser Anzeige, veröffentlicht am 26. April 1949 in den Lübecker Nachrichten, earb der Inselstaat um weibliche Arbeitskräfte. Der Grund: in der damals rund 130.000 Einwohner zählenden Republik herrschte, vor allem in den ländlichen Gebieten akuter Männerüberschuss. Und ca. 500 deutsche Frauen sind zwischen 1949 und 1951 per Schiff nach Island gereist, um dort mindestens ein Jahr zu arbeiten oder aber ganz dort zu bleiben. Neu anzufangen und raus aus dem zerstörten Deutschland, aus der Armut und der Chancenlosigkeit. Ihr Gehalt als Landarbeiterin liegt dort weit über dem, was zu dieser Zeit in Deutschland üblich ist. Das alles wusste ich, weil ich bereits zwei Bücher über diese Thematik gelesen habe. Einen Roman und ein Sachbuch. Nun war ich sehr gespannt auf das Buch von Katrin Zipse. Das Cover gefällt mir sehr gut und es ist passend zum Inhalt. Schön ist es auch, dass kein Extraumschlag genutzt wird, sondern das Bild direkt auf den Bucheinband gedruckt ist. Schön nach einigen gelesenen Seiten bin ich dann auch mitten im Geschehen, angekommen in Island mit Elsa und Gerda. Elsa kommt zu einer Familie mit zwei Söhnen und einem Knecht. Später erfährt sie von der "fehlenden" Tochter. Was mir ausgesprochen gut gefallen hat, sind die intensiven Naturbeschreibungen. Ich sehe steile Felsen, die jäh in enge Fjorde abfallen direkt vor mir., spüre starken Wind,heftigen Regen und Schnee. So gewaltig diese Schilderungen sind, so nüchterner sind die Darstellungen der Personen. Wörtliche Rede findet nur absolut selten statt, und wenn dann gerne auf isländisch. Damit entsteht eine stille, melancholische Stimmung, aber ich hätte gern auch etwas Leben gespürt. Vielleicht hätte die muntere Gerda sich eher als Hauptcharakter geeignet. Auf ihre Briefe habe ich mich richtig gefreut. Elsa trägt äußerlich den Mantel von Sola und innerlich viele Erinnerungen an sie. Leider erfahren wir Lesenden nur Andeutungen. Und auch die Auflösung des Geheimnisses um die fehlende Tochter Steinunn ist mir zu schwach. "Moosland" ist ein ruhiger Roman, der uns die isländische Sprache, Sitten und Kultur näher bringt, mir dabei allerdings etwas zu zurückhaltend bleibt.
Elsa kommt 1949 mit knapp 300 anderen Frauen von Deutschland nach Island. Zu Hause hält sie nichts mehr. Da kann sie auch in Island arbeiten. Direkt schon bei ihrer Ankunft lernt sie die wilde und raue Landschaft Islands kennen. Daran muss sie sich erst gewöhnen. Traumatisiert vom Krieg in Deutschland und eingeschüchtert durch ihr neues Leben, spricht sie nicht. Die Familie, bei der sie untergebracht ist, ist gut zu ihr. Doch auch sie haben ihre Sorgen und Geheimnisse. Was für ein atmosphärisch großartiger Roman. Es gibt wenig Dialoge, dafür intensive Beobachtungen, Landschaftsbeschreibungen und eingefangene Stimmungen. Elsa zerbricht fast an ihrer Einsamkeit. Die Briefe ihrer Freundin Gerda retten sie und ganz, ganz langsam nähert sie sich den Menschen und dem Land an. Das hat die Autorin auf eine so wunderbar einfühlsame Art geschrieben, dass ich oft Tränen in den Augen hatte. Der Schreibstil atmosphärisch dicht, auf den Punkt. Der raue Wind, die Kälte, die Weite der Landschaft, ich hab’s gespürt und war mittendrin. Auch der historische Aspekt war sehr interessant. Davon hatte ich bisher noch nie gehört. Einen Kritikpunkt habe ich aber. Warum war das Buch schon zu Ende? Ich bin schrecklich neugierig und möchte gern wissen wie es mit Elsa und ihrer „Familie“ weitergeht. Ein starkes, atmosphärisch hervorragendes Buch. Still, nachdenklich und tiefgründig. Empfehle ich euch ganz dringend weiter.
Ruhig und bedächtig, dabei bewegend. Manchmal schmerzhaft, manchmal schön. Hat mir gefallen!
Bewegend, ruhig und einfach großartig
Sommer 1949. Zusammen mit knapp 300 anderen jungen Frauen aus Deutschland kommt Elsa in Island an. Gefolgt sind sie alle einem Aufruf der isländischen Bauernpartei, die junge Frauen sucht, die auf den Höfen arbeiten und bestenfalls auch bleiben möchten. So auch Elsa. Doch spürt sie keine freudige Aufregung oder gar Neugier. Still erwartet sie die Dinge, die da auf sie zukommen. Still versucht sie sich dem Leben auf dem Hof, der Familie anzupassen. Still, denn Elsa spricht nicht mehr. Sie ist nicht stumm, ihr fehlen nur die Worte. Zu viel ist geschehen in diesem schier endlosen Krieg, zu viel hat sie verloren, so auch ihre Worte. Aber Elsa fühlt. Sie nimmt dieses neue, scheinbar karge Land intensiv wahr. „Alles hier ist fremd: die Wände, die Möbel und wie sich die Matratze anfühlt. Die Stille, das Licht und der Wind. Die Luft.“ Nimmt es auf und lässt sich ganz langsam auch darauf ein. Auf Die Familie: den Bauern, die Bäuerin, die beiden Söhne und den Knecht. Auf das Leben mit den Jahreszeiten, auf die Tiere, die Natur - auf Island. Langsam kommen auch die Worte wieder, isländische nun, und mit den Worten kommt auch langsam das Schöne in Elsas Leben zurück. Ein Stück Hoffnung. Wow, eine bewegende, beeindruckende Geschichte. So ruhig, so tiefgründig, so wunderbar. Von mir eine ganz, ganz große Leseempfehlung!

Ein guter historischer Einblick in die damalige Zeit. Aber manche Aspekte der Geschichte bleiben eher im vagen.
"Moosland" greift die Historie auf, als Ende der 1940er deutsche Frauen nach Island gingen, um dort auf den Bauernhöfen auszuhelfen. In der Geschichte geht es um Elsa, die etwas tragisches erlebt hat und seitdem nicht mehr spricht. Sie kommt nach island auf einen Bauernhof, der sehr einsam liegt und über ihren dortigen Alltag wird berichtet. Die Autorin schafft es wirklich gut die Atmossphäre von Island einzufangen, von der Einsamkeit, der Weite, aber eben auch dem Gefühl von Freiheit und der grandiosen Natur dort. Ich empfand es auch als sehr autenthisch, wie sie Elsas Leben dort beschrieben hat. Allerdings blieben die Figuren für mich ein wenig blass. So brauchte ich lange bis ich die Brüder und den Knecht mit ihren Namen auseinander halten konnte. Die Familiengeschichte der Bauernfamilie und ihre Probleme waren wirklich sehr interessant. Und die Auflösung um die verschwundene Schwester am Ende war jetzt nicht der große Knüller, aber trotzdem überraschend. Schade fand ich, dass Elsas Geschichte nicht vertieft wurde. Die Beziehung zu Sola und deren Schicksal wird immer nur angetriggert, aber eben nie zu Ende geführt. Dennoch fand ich das Buch gut, weil es mich sofort wieder nach Island transportiert hat und ich den historischen Hintergrund sehr interessant fand. Die zudem kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil haben das lesen auch gut unterstützt. Mein Fazit: Ein guter Historienroman aus einem Land, von dem man nur selten etwas liest.
Ein Buch über Trauer, Fremdheit und das vorsichtige Ankommen in einem neuen Leben.
Mit großer Sprachkraft und feinem Gespür für Zwischentöne erzählt Katrin Zipse in diesem Roman von einem beinahe vergessenen Kapitel europäischer Nachkriegsgeschichte. Im Sommer 1949 reisen rund dreihundert junge Frauen aus Deutschland nach Island, um dort auf Höfen zu arbeiten, angeworben als Arbeitskräfte und potenzielle Ehefrauen. Eine von ihnen ist Elsa, die jedoch nicht aus Hoffnung, sondern aus Verlust nach Island kommt. Besonders beeindruckt hat mich die bildgewaltige, zugleich ruhige Sprache. Zipse gelingt es, mit einer kargen, fast zurückgenommenen Dialogführung genau jene Sprachlosigkeit spürbar zu machen, die Elsa in der Fremde erlebt. Das Nichtverstehen, das Schweigen, die Unsicherheit, all das wird nicht laut ausgesprochen, sondern zwischen den Zeilen fühlbar. Gerade dadurch entstehen starke Bilder im Kopf. Man hört förmlich den Wind über die Wiesen streichen, sieht das Gras der Torfhäuser, spürt die Weite des Meeres. Sehr berührend ist das zarte Band, das sich allmählich zwischen Elsa und der isländischen Familie entwickelt. Nichts geschieht überstürzt, keine Gefühle werden plakativ ausgestellt. Stattdessen wächst Vertrauen langsam im Alltag, in Blicken, in kleinen Gesten. Gleichzeitig liegen unausgesprochene Erwartungen in der Luft, besonders im Hinblick auf die Bauernsöhne. Die Dynamik auf dem Hof verändert sich allein durch Elsas Anwesenheit. Leise, aber spürbar. Auch der historische Aspekt hat mich fasziniert. Dass es diese Anwerbeaktion tatsächlich gab, war mir zuvor nicht bewusst. Umso eindrucksvoller fand ich, wie selbstverständlich und unaufdringlich dieses Stück Geschichte in die Handlung eingewoben ist. Es schwingt leise mit, ohne je belehrend zu wirken. Die Naturbeschreibungen, die atmosphärische Dichte und vor allem die besondere Sprache machen diesen Roman zu einem intensiven Leseerlebnis. Für mich ist es ein Buch über Trauer, Fremdheit und das vorsichtige Ankommen in einer neuen Landschaft, in einer neuen Sprache und vielleicht auch in einem neuen Leben.
Spannender Teil deutsch-isländischer Geschichte. Stimmungsvoll, aber etwas zu statisch und eintönig.
1949 fehlen in Island Arbeitskräfte, aber vor allem: Frauen. Und so kommt Elsa mit etwa 300 anderen deutschen Frauen ins Land um zu arbeiten und vielleicht, um zu bleiben. Schroffe Küsten, eiskaltes Wasser, unendlich lange Tage, Moospolster in denen man einsinkt beim gehen und ein kleiner Hof mitten im Nirgendwo erwarten sie hier. Elsa ist still, schreckhaft, misstrauisch, verschlossen, getrieben. In den Kriegsjahren ist etwas in ihr kaputtgegangen, das vielleicht nie wieder heilt. In der isländischen Familie, der sie zugeteilt wurde, kommt sie nur langsam an. Mit den zaghaften Annäherungsversuchen der beiden Söhne weiß sie nichts anzufangen. Sie spricht kaum ein Wort, obwohl sich ihr das fremde isländisch nach und nach erschließt. Nur die Frage, was mit der Tochter der Familie geschehen ist, deren Existenz alle totschweigen, weckt ihr Interesse. Es war spannend über das Leben der isländischen Familie zu lesen, das in den späten 40er Jahren hauptsächlich aus harter Arbeit und wackligem Zusammenhalt besteht. Landschaft, Legenden und eine Natur zwischen Schönheit und Lebensgefahr sind eindrücklich beschrieben. Allerdings fehlte mir ein wenig Bewegung in der Geschichte. Darüber, was Elsa im Krieg erlebt hat, werden bis zum Schluss nur Andeutungen gemacht. So war sie mir am Ende der Geschichte kaum näher als am Anfang. Ihre Entwicklung ist sehr zart. Zu zart vielleicht, um durch einen Roman zu tragen. Auch über die Vergangeheit der isländischen Familie bleiben die Informationen spärlich. Kein Wunder, wenn niemand miteinander spricht. Katrin Zipse illustriert in Moosland ein Stück deutsch-isländischer Geschichte, das mir bisher unbekannt war. Das macht sie sehr stimmungsvoll aber auch ein wenig statisch. Emotional ist die Geschicht so kaum an mich herangekommen. Bei dem tollen Setting wäre meiner Meinung nach mehr drin gewesen.
Rau und besonders
Wir landen in einem kleinen Boot in Island. Es ist kurz mach dem zweiten Weltkrieg und die namenlose Ich-Erzählerin hat sich wie viele andere junge Frauen auf den Weg gemacht, dem Nachkriegsdeutschland zu entfliehen und Arbeit auf Island zu suchen. Sie kommt in einer Bauernfamilie an, versteht die Sprache nicht und ist selbst schwer traumatisiert, was man als Leser nach und nach versteht. In leisen Tönen vermag es die Autorin die besondere Lage der Familie als auch der jungen ankommenden Frau zu beschreiben, die alle nach Halt suchen. Denn auch die isländische Familie hat Schicksalsschläge hinter sich, über die nicht gesprochen wird. Die Sprachlosigkeit wird stark vermittelt indem im Buch kaum wörtliche Rede vorkommt und somit das Nichtgesagte überwiegt. Daneben haben Naturbeschreibungen und Sagenerzählungen einen Platz, eingewoben in das Schicksal der Menschen. Das Nachwort lohnt sich vorab zu lesen, um die Geschichte historisch einordnen zu können. Ein besonderes Buch, das ich gern gelesen habe.



















































