War ganz nett. Aufgrund der zahlreichen Fünf-Sterne-Bewertungen waren meine Erwartungen jedoch wohl deutlich zu hoch.
Traurig, still und wunderbar
„Maya und Samuel“ erzählt die Geschichte zweier Menschen, deren Beziehung durch ein äußeres Ereignis auf eine harte Probe gestellt wird. In fein gesetzten Rückblicken erfährt man, wie sich die beiden kennenlernen, trotz ihrer Unterschiedlichkeit zusammenwachsen und wie aus Freundschaft Liebe wird – eine Liebe, die in der Gegenwart plötzlich ins Wanken gerät. Was dieses Buch für mich unter anderem so besonders macht, ist der Aufbau. Der Perspektivwechsel zwischen ihr und ihm sowie die zeitlichen Sprünge sind nicht nur stilistisches Mittel, sondern tragen maßgeblich zur Wirkung der Geschichte bei. Man versteht beide Seiten, fühlt ihre Gedanken und Zweifel – und genau dadurch entsteht eine enorme Nähe zu den Figuren. Maya und Samuel wirken durchweg authentisch, sympathisch und sehr greifbar. Emotional hat mich das Buch von Anfang an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Es zeigt eindrucksvoll, wie zerbrechlich selbst eine scheinbar stabile Beziehung sein kann, wenn etwas von außen alles verändert. Gerade der Kontrast zwischen den gefestigten Rückblicken und der unsicheren Gegenwart verleiht der Geschichte ihre große Tiefe. Man fiebert mit, leidet mit und hofft. Ich habe „Maya und Samuel“ als Buddy-Read gelesen, was das Leseerlebnis noch einmal intensiviert hat. Der Austausch über die Figuren, ihre Entscheidungen und die stillen Momente hat das Buch für mich wunderbar abgerundet und gezeigt, wie viel Gesprächsstoff diese Geschichte bietet. Fazit: Für mich ist „Maya und Samuel“ schon jetzt ein persönliches Jahreshighlight. Vor allem aber ist es ein Buch, das ich gerne weiterempfehle. Für alle, die ruhige, emotionale Geschichten lieben, die lange nachwirken und zeigen, wie nah Liebe und Verletzlichkeit beieinanderliegen.
Mein Jahreshighlight. Es ist erst Februar, aber dieses Buch ist absolut eine Leseempfehlung. Wir haben es als Buddy Read gelesen und es hat sich sehr gelohnt, weil wir vorher Thesen aufstellen konnten, was passiert ist und man nicht ganz allein mit Gedanken war. Das Buch geht um die Bewältigung von Schmerz. Die Autorin kann wahnsinnig einfühlsam schreiben. Außerdem muss ich sagen, dass das Buch mich beim Lesen sehr beschäftigt hat, aber im positiven Sinne. Einziger Punktabzug könnte sein, dass das Buch wirklich sehr kurz ist und ich das Gefühl habe, dass ich Maya und Samuel viel zu früh verlassen habe mit einem leicht offenen Ende.
Schön geschrieben kam aber mit den wechseln in die Vergangenheit und den Dialogen nicht immer so zu recht😬
Ein Buch, das einem viele Emotionen schenkt
Jedes Paar muss durch Krisen, um sich zu bewähren, doch manche sind so heftig, dass sie nicht nur die Beziehung, sondern die komplette Persönlichkeit erschüttern. Die Chancen, solche Einschnitte mit Liebe zu überleben sind meiner Erfahrung nach nicht besonders groß. Maya und Samuel sind in einer solchen Krise. Zu Beginn der Geschichte wissen wir nicht genau, was vorgefallen ist und warum die beiden nur noch über Zettel kommunizieren, Maya in ihrem Studio schläft und weder arbeiten noch richtig essen kann. Samuel bemüht sich um sie, doch er ist am Ende seiner emotionalen Grenzen angelangt. Dabei hatte ihre Beziehung etwas Unerschütterliches. Maya hat den Jungen aus zerrüttetem Elternhause auf dem Spielplatz kennen gelernt und sich schon als Achtjährige seiner angenommen. Ab da war Samuel mit seiner Schwester Lilly, um die er sich aufopferungsvoll kümmerte nicht nur ein gern gesehener Gast in Mayas Elternhaus, sondern freiwillig gewählte Familie. Irgendwann stellt er fest: „Alles war immer gleich, und nichts war jemals schön. Nicht richtig. Wenn mal was schön war, war es nur geborgt. Schöne Sachen sind nie geblieben“… „Aber seit du da bist, bleiben schöne Sachen.“ Die tiefe Freundschaft zwischen den beiden wandelt sich irgendwann in Liebe. Dabei sind sie sehr unterschiedlich. Samuel, eher etwas orientierungslos und mehr damit beschäftigt, sich um Andere zu kümmern und sich permanent Sorgen zu machen, braucht Maya als Motor. Was er aus seinem Leben machen möchte, ist mit großen Hürden versehen, die keiner sieht und nur er spürt. Er ist es nicht gewohnt, sich um sich Gedanken zu machen. Maya wiederum ist offen und fröhlich und ein Kind mit einem großen Herzen. Sie reicht Samuel die Hand und gibt seinem schweren Leben Leichtigkeit. Franziska Fischer hat einen sehr ergreifenden und stilistisch außergewöhnlichen Roman geschrieben, der mich mit zahlreichen Gefühlen beschenkt hat. Von Anfang an, ohne die Zusammenhänge zu kennen, wollte ich so sehr, dass sie sich wieder näher sind. Man merkt sehr schnell, dass die beiden für immer zusammen gehören müssen. Maßgeblich hat die zweite Erzählebene dazu beigetragen. Sie besteht aus reinen Dialogen, die nicht mit der jeweiligen Person gekennzeichnet sind. Die Zwiegespräche zwischen Maya und Samuel spielen in der Vergangenheit und markieren das Kennenlernen und Erwachsenwerden der beiden. Schnell ist mir klar - eine Freundin wie Maya wünscht sich jeder! Loyal, selbstlos, einnehmend, steht sie Samuel zur Seite und ist trotzdem reflektiert im Umgang mit ihren eigenen Bedürfnissen. In der gegenwärtigen Situation haben sie all diese Fähigkeiten verlassen, und als sich abzeichnet, was passiert ist, scheint das auch eine nachvollziehbare Konsequenz zu sein. Besonderen Respekt zolle ich ihren Eltern, die nie wirklich in Erscheinung treten, aber im Hintergrund alles tun, damit es Samuel und Maya gut geht und das mit so offenem Armen und helfender Hand, dass mich eine Sehnsucht danach packte, diese tollen Menschen kennen zu lernen. So quirlig es, dank Maya, in der Vergangenheitsebene zugeht, so still ist die Gegenwart. Dieser starke Kontrast führt beim Lesen zu einem Wechselbad der Gefühle. Die Autorin bedient sich einprägsamer Bilder und Sätze. Da ist die seit Monaten „geschlossene Tür im Haus hinter der alle Gedanken verschwinden“. Da ist die These von Samuel, dass sie schon so lange im Leben des jeweils anderen sind, dass sie dort wahrscheinlich nie wieder herauskommen. Und da ist das große Versprechen, dass sich beide als Teenager gaben, jeweils im Leben des anderen bleiben müssen. Mit ihrer Sprache transportiert die Autorin ganz ohne Kitsch, die Lebensumstände von Samuel und Maya so intensiv, dass ich mich sehr stark in die Figuren hineinversetzen konnte. Sie hat Momente geschaffen, in denen mir die Tränen nur so über die Wangen liefen, Sätze wie Sonnenstrahlen Wärme versprühten, in denen ich mich selber fühlte, wie in einem Vakuum und kaum noch atmen konnte und in denen ich frische Luft spürte, wenn es Zeit war aufzutauchen. Ob die beiden die Kurve kriegen und es schaffen, wieder miteinander zu reden und das Unaussprechliche zu verarbeiten, das müsst ihr selber lesen. Auf dem Weg zum Epilog ist es traurig und still und ganz wunderbar. Eine ganz große Leseempfehlung an alle, die auf der Suche nach berührenden Texten sind, und ihr Herz für zwei Protagonisten öffnen, die es verdient haben, im Leben glücklich zu werden.
Ein Buch das bleibt und noch lange nachhallt!
**** Mein Eindruck **** Danke, Franziska Fischer, fürs Hinsehen und Hinfühlen! Dieses Buch bringt zwei einzigartige Figuren hervor, die du und ich sein könnten und die mitten im Leben stehen. Der Anfang, der Schmerz und das, was dann kommt. Was ist das? Das sieht wohl für jede*n anders aus. Maya und Samuel wären beinahe daran zerbrochen, und doch haben sie uns den Weg gezeigt und ein kleines Licht geschenkt, das viel bewegt und lange nachklingt. Fischer wählt hierbei eine kurze und ausdrucksstarke Sprache. Ich habe einige Sätze markiert und möchte diese kurze Rezension mit folgendem Dialog beenden: „Danke.“ „Was ist?“ „Dass du hingeschaut hast. Ich habe gespürt, dass du hingeschaut hast.“ **** Empfehlung? **** Maya und Samuel sprechen für sich, und wer diese beiden Figuren nicht besucht, hat etwas verpasst. Fischer schreibt über das Wahrhaftige im Leben. Über das Leben selbst. Intensiv, einfühlsam und mit einem geschärften Blick für das Wesentliche.

Leseempfehlung für dieses leise, feinfühlige Buch über Verlust und die Kraft Weiterzumachen
Ein junges Paar, ein Verlust und die Möglichkeit der Hoffnung und dem Versuch, eine große Liebe zu retten Zur Autorin: FRANZISKA FISCHER wurde 1983 in Berlin geboren, hat einige Zeit im Ausland verbracht und ist mittlerweile aus der Stadt herausgezogen. Sie studierte Germanistik und Spanische Philologie an der Universität Potsdam und arbeitet als freiberufliche Autorin und Lektorin. Bei DuMont erschienen zuletzt der SPIEGEL-Bestseller ›In den Wäldern der Biber‹ (2022) und ›Unsere Stimmen bei Nacht‹ (2023). Mein Leseeindruck: Einfühlsam, melancholisch, aber voller Hoffnung beschreibt den Schreibstil von Franziska Fischer sehr gut. Genau diese Stimmung wird transportiert beim Lesen der Geschichte von Maya und Samuel. Ein Paar, das sich schon lange kennt und liebt. Bis zu dem Tag, an dem sie ein herber Verlust auseinander dividiert. Sie gehen sich aus dem Weg, trauern jeder für sich, jeder mit seinen Mitteln, seinen Leidenschaften, Berufen, Freundschaften. Versuchen ihr Leben, ihren Alltag zu bewältigen, weiter zu machen. - Finden sie wieder Worte für einander und einen Weg auf einander zu? Fazit: Ein leises, feinfühliges Buch über Verlust und die Kraft Weiterzumachen Eure, Claudia
Jahreshighlight ♥️
„Maya und Samuel“ erzählt von einem jungen Paar, das sich schon seit Kindheit kennt — und sich nach Jahren der Freundschaft ineinander verliebt hat. Alles scheint gut: Maya führt ein Fotostudio und arbeitet als Journalistin, Samuel betreibt einen Gaming-Channel und sucht im Alltag Ruhe im Gärtnern. Doch ein schwerer Schicksalsschlag erschüttert ihr gemeinsames Leben, zieht eine Mauer des Schweigens zwischen sie — und zwingt sie, anders mit Verlust, Trauer und innerer Leere umzugehen. Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin zeigt, dass Heilung nicht in großen Gesten liegt, sondern oft im Minimalen: einem Blick, einem kleinen Ritual, dem Mut, trotz Angst weiterzugehen. Die Sprache bleibt klar und unaufdringlich — der Fokus liegt auf echten Menschen und echtem Schmerz. Insgesamt ist „Maya und Samuel“ für mich ein sehr berührendes, sensibel geschriebenes Buch — ideal für Leser:innen, die eine Liebesgeschichte suchen, die nicht nur vom Glück erzählt, sondern auch vom Schmerz, vom Mit- und Wiederfinden.

Die Kapitel wechseln von Gegenwart in die Vergangenheit und man erfährt wie sich Maya und Samuel damals als Kinder kennengelernt haben, eine Freundschaft geknüpft und dann eine Liebesbeziehung begonnen haben. In der Gegenwart merkt man die Schwere sehr, ohne dass mal Klartext geredet wird was eigentlich genau passiert ist. Es ist ein leises Buch, das nach und den Schmerz der Beiden entfaltet. Das Buch war traurig aber auch sehr schön und hat die Gefühle der beiden sehr gut eingefangen.
Was für ein intensives Buch. Ich kann es wirklich empfehlen.
Übersteht Liebe alles?
Maya und Samuel sind seit der Schulzeit beste Freunde und auch irgendwann ein Paar. Sie sind glücklich, haben sich seit kleinauf unterstützt und eine wunderschöne Verbindung aufgebaut. Dann mit Ende 20 reist eine Tragödie in ihr Leben und beide gehen unterschiedlich damit um. Hält ihre Bindung dies aus? „Unsichtbar. Im Vergleich zu allem anderen kommt mir das sehr leicht vor.“ Das Buch ist total toll geschrieben. Es sind kurze Kapitel, in denen immer abwechselnd aus der Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird. Die Vergangenheit ist immer in wörtlicher Rede und Auszug eines Gesprächs zwischen den Beiden, die Gegenwartskapitel wechseln sich zwischen Maya und Samuel ab - alles spielt in den Gedanken ab und keine wörtliche Rede. Eine sehr traurige Geschichte mit vielen schönen Momenten. Eine ganz wunderschöne Verbindung zwischen den Beiden und man hofft die ganze Zeit, dass die Beiden die schlimme Erfahrung überwinden.

Zwischen Kameralicht und Stream: Wenn Liebe neu lernen muss
Mitten im Alltag passieren die großen Dinge oft ganz leise. Maya und Samuel ist so ein Buch: kein Drama-Kasper, kein künstlicher Herzschmerz, sondern eine ehrliche Beobachtung davon, wie Verlust in eine Beziehung schleicht und wie Liebe sich neu erfinden muss. Maya, die mit der Kamera auf Menschen zugeht, und Samuel, der lieber nachdenkt als spricht, leben zusammen, lachen zusammen — bis ein Schicksalsschlag sie auf unterschiedliche Weise aus der Bahn wirft. Das wirkt vertraut, nicht konstruiert, und genau das macht den Reiz dieses Romans aus. Als Leser stolpere ich nicht über aufgesetzte Sentimentalität; Franziska Fischer schreibt mit einer Leichtigkeit, die tiefe Stellen nicht übermalt. Maya taumelt durch ihre Fotoprojekte, versucht, Erinnerungen sichtbar zu machen. Samuel flüchtet in Streams und Gießkannen — und plötzlich sind es die kleinen Rituale, die wieder halten. Die Dialoge sitzen, die Alltagspassagen haben Witz, und trotzdem bleibt alles nah an der Trauer. Genau diese Balance — humorvoll, aber respektvoll — ist schwer zu treffen, und hier gelingt sie oft sehr gut. Ein paar Szenen hätten mehr Mut vertragen: Mehr in Samuel hineinzoomen, mehr inneres Ringen zeigen, statt nur das äußere Verhalten zu schildern. Manche Passagen bleiben mir zu angedeutet; ich will den Kern lauter gehört haben. Trotzdem: Die Bildsprache passt zur Protagonistin, und die Mischung aus Fotosinn und Streaming-Realität ist erfrischend modern. Wer eine warme, realistische Liebesgeschichte sucht, die nicht nur die schönen Zeiten feiert, sondern auch das Dazwischen — das Schweigen, die kleinen Brüche und das langsame Wiederfinden — liegt mit diesem Buch richtig. Perfekt für Couch-Abende, für Menschen, die ein Buch wollen, das zugleich tröstet und nicht beschönigt. Für mich ein starkes, sensibles Buch mit nur winzigem Vorbehalt.











