Mit Band 2 schafft es The Serpent Bride noch mehr, diese Mischung aus Romance, Mystery und übernatürlicher Spannung auszubauen. Gerade die Dynamik zwischen Tsubaki und Byakuya bzw. Sakuya wird hier deutlich intensiver und emotionaler. Das Date in den Einkaufsstraßen von Kyoto wirkt anfangs fast schon süß und ungewohnt locker, gleichzeitig liegt aber die ganze Zeit dieses bedrückende Gefühl darüber, dass Sakuya eigentlich immer noch irgendwo in Byakuya gefangen ist. Genau das macht den Band für mich so stark. Besonders gelungen fand ich, wie Byakuya immer mehr zwischen besitzergreifend, charmant und gefährlich schwankt. Manche Szenen wirken fast romantisch, nur damit direkt danach wieder diese unheimliche Seite durchkommt. Als plötzlich Sakuyas Persönlichkeit kurzzeitig zurückkehrt, hat der Manga mich komplett gepackt, weil man sofort merkt, wie verzweifelt Tsubaki eigentlich versucht, seine Kindheitsfreundin zurückzubekommen. Gleichzeitig tut einem Byakuya stellenweise fast schon leid, weil sie selbst immer menschlicher wirkt. Auch die neuen übernatürlichen Elemente und Hinweise rund um die anderen Wesen machen Lust auf mehr. Der Manga erweitert die Welt sinnvoll, ohne dabei den Fokus auf die Figuren zu verlieren. Dazu kommen wieder richtig starke Zeichnungen – vor allem die Mimik und die düsteren Panels während der ernsteren Szenen sehen fantastisch aus. Die Mischung aus Erotik, Horror und emotionalen Momenten funktioniert für mich hier sogar noch besser als im ersten Band. Der Cliffhanger am Ende war dann endgültig gemein.
25. MaiMay 25, 2026
The Serpent Bride 02by Morohe YoshidaEgmont Manga
