Ein solides, düsteres Finale mit guten Ansätzen – aber nicht ganz so gnadenlos und eindrucksvoll wie die Hauptreihe.
🔥 Düstere Konsequenzen, finale Eskalation & ein etwas ernüchternder Abschluss Ich war nach Band 6 echt wieder angefixt – dieses Gefühl, dass jetzt alles auf einen großen, brutalen Höhepunkt zuläuft, war definitiv da. Gerade nach Hirokis Opfer und dem Weg ins „Hofamt der himmlischen Wesen“ hatte ich hohe Erwartungen an das Finale… und ja, einiges davon wird auch eingelöst – aber eben nicht alles. Die Welt bleibt genauso kalt und unmenschlich, wie ich sie inzwischen kenne. Dieser industrielle Horror, in dem Menschen nur Ressourcen sind, zieht sich konsequent bis zum Ende durch. Atmosphäre kann die Reihe einfach – dieses beklemmende, ausweglose Gefühl sitzt immer noch. Gleichzeitig merkt man aber auch: Der Überraschungseffekt ist inzwischen ziemlich verpufft. Vieles fühlt sich vertraut an, statt nochmal richtig zu schocken. Was mich trotzdem reingezogen hat, ist die Eskalation der Konflikte. Die Fronten sind komplett verhärtet, und es geht weniger um „wer hat recht“ als um ein unausweichliches Aufeinanderprallen. Die Gewalt ist wieder hart – körperlich wie psychisch – aber sie wirkt hier eher wie ein notwendiger Bestandteil der Welt als wie ein gezielter Schockmoment. Dadurch bekommt das Ganze Gewicht, auch wenn mir stellenweise die emotionale Wucht gefehlt hat. Das Ende selbst… funktioniert, aber haut mich nicht komplett um. Es gibt Antworten und eine klare Richtung, aber vieles bleibt ein bisschen zu glatt oder zu schnell abgehandelt. Gerade nach dem Aufbau hätte ich mir mehr Konsequenz oder einen stärkeren Nachhall gewünscht. Es fühlt sich eher wie ein „solider Abschluss“ an als wie ein richtiges Finale, das einen noch lange beschäftigt. Und wenn ich ehrlich bin: Im Vergleich zur Hauptreihe Starving Anonymous kommt Starving Anonymous Revelation insgesamt nicht ganz ran. Die ursprüngliche Reihe war frischer, brutaler und hatte einfach mehr Impact. Revelation hatte starke Momente (vor allem zum Ende hin wieder), aber insgesamt auch Längen und weniger echte Highlights.





