
„Pochita! Zeit zum Kotzen!“
Auch wenn Denji diese Worte in einem anderen Kontext verwendet, kann ich sie sooo gut nachempfinden. Jedes Mal, bevor ich einen weiteren Band „Chainsaw Man“ lese, schießen sie mir aufs Neue durch den Kopf. Nicht, weil es mir zu gorey wäre, sondern weil es storytechnisch und vor allem zeichnerisch kaum noch genießbar ist. 🤢 Insgesamt ist das, was man überhaupt noch von der Handlung versteht, deutlich spannender als zuletzt. So gelingt bspw. die Befreiung aus der Welt des Teufels des Alterns, in der realen Welt macht der schwarze Chainsaw Man ordentlich Bambule und auch rund um den Todesteufel spitzt sich die Lage zu. Leider bleibt die Erzählweise nach wie vor sehr konfus. 😵💫 Besonders schade ist Denjis (Rück)entwicklung, weil er inzwischen nur noch ein von sexuellen Gelüsten getriebener Charakter ohne sonstige ernstzunehmende Motivation ist. Eine leere Hülle, die sich bereitwillig Asa/Yoru unterwirft und von ihr/ihnen herumkommandieren lässt. Klar, Denji war schon immer einfach gestrickt. Dass er nun aber so radikal darauf reduziert wird, fühlt sich einfach falsch und letztlich auch ziemlich monoton an. 😓 Für mich selbst ist „Chainsaw Man“ ein klarer Fall von eskalierendem Commitment: Ich bin von der Reihe so enttäuscht, dass ich eigentlich abbrechen möchte, stecke aber so tief drin, dass ich mich zum Durchziehen verpflichtet fühle. Gut für die Verkaufsstatistik, schlecht für meinen Geldbeutel. 🫠






