Das Setting von „gescheiterte Sterne“ hat mich sehr abgeholt. Eine Dystopie rund um Wohnungslosigkeit und repressive Allgegenwärtigkeit staatlicher Systeme. Alles aber sehr zurückhaltend gezeichnet. Besonders die Frage wie Queerness in so einer Welt (Über-)leben kann treibt viele Stellen um. Zwischenzeitlich war ich etwas lost in der Geschichte und den Figuren, aber das letzte Viertel hat mich wieder sehr getragen und hatte wieder eine traumwandlerische weirdness, die mich an J.G. Ballard oder Marius Goldhorn erinnert. Auch die schöne Sprache ist zu erwähnen. Aber der Text ist schon eher was für Geübte in anspruchsvollerer Literatur.
12. Apr.Apr 12, 2026
Gescheiterte Sterneby Thea MantwillKorbinian

