⚠️ Achtung: Könnte Spoiler enthalten! Bitte nur weiterlesen, wenn du das Buch „Hidden Spirits - Feuerrot“ von Nina Linz bereits gelesen hast oder Spoiler okay für dich sind. ⚠️
Ich bin sprachlos. Und das passiert nicht oft. Von der ersten Seite bis Seite 469 habe ich dieses Buch nicht einfach gelesen – ich habe es geatmet. Hidden Spirits – Feuerrot war kein Buch, das man zwischendurch weglegt, um kurz abzuschalten. Es war ein Buch, das sich in jeden Gedanken geschoben hat: beim Aufwachen, beim Autofahren, unter der Dusche, in jeder einzelnen Pause, in der man eigentlich an nichts denkt – außer an diese Geschichte. Ich habe gelacht. Ich habe geweint. Ich habe gequietscht, geschrien, mich gefreut wie ein kleines Kind – und zwischendurch komplett verzweifelt. Was dieses Buch für mich so außergewöhnlich macht, ist nicht nur die Handlung, sondern wie sehr es einen mental packt. Ich habe noch nie bei einem Buch so intensiv nachgedacht: über Zusammenhänge, über Motive, über Möglichkeiten. Diese Geschichte lässt einen nicht los. Sie arbeitet weiter, auch wenn man nicht liest. Die Charaktere sind dabei ein eigenes Kapitel für sich. Aiden und Nate – ich habe sie schon im ersten Band geliebt, aber hier sind sie mir endgültig ins Herz gefallen. Zwei Chaoten, zwei Herzensmenschen, zwei Figuren, die man einfach nicht mehr loslassen will. Und dann Vincent. Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber: Ich liebe ihn. Nach allem, was war. Nach allem, was ich über ihn gedacht habe. Und genau das zeigt, wie stark Nina Linz Figuren schreiben kann – sie wachsen, sie verändern sich, sie brechen Erwartungen auf eine Weise, die weh tut und gleichzeitig unglaublich gut ist. Die Plot-Twists sind ein anderes Kaliber. Man glaubt, man bewegt sich auf einer halbwegs geraden Straße, vielleicht mit ein paar Kurven – und plötzlich reißt die Geschichte das Lenkrad herum. Richtungswechsel, die man so nicht kommen sieht. Wendungen, die einen emotional komplett aus der Bahn werfen. Ich habe Vermutungen gehabt – und als sich eine davon (zumindest teilweise) bestätigt hat, war ich gleichzeitig stolz und völlig fertig. Besonders intensiv waren für mich einzelne Abschnitte, in denen sich die Spannung fast nicht mehr aushalten ließ. Diese Momente, in denen man denkt: Das kann jetzt nicht wirklich passieren. Und dann passiert es. Oder etwas noch Schlimmeres. Ich hatte selten bei einem Buch so viel Panik zwischen zwei Kapiteln. Auch Nebenfiguren hinterlassen Spuren – nicht alle davon angenehm. Manche werfen Fragen auf, lassen einen zweifeln, lassen einen bewusst unsicher zurück. Und genau das macht diese Welt so real: nicht jeder Charakter ist eindeutig, nicht jede Emotion bequem. Hidden Spirits – Feuerrot ist für mich kein Lieblingsbuch. Es ist ein Herzensbuch. Diese Reihe gehört zu den besten, die ich je gelesen habe, und ich verstehe ehrlich nicht, warum sie nicht noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommt. Wer diese Art von Geschichten mag – emotional, intensiv, überraschend, tiefgehend – muss diese Reihe lesen. Bewertung? Ganz klar: 100 von 10 Sternen. Und trotzdem – oder gerade deswegen – habe ich Angst vor den nächsten Teilen. Denn wenn dieses Buch eines bewiesen hat, dann das: Nina Linz weiß ganz genau, wie man Leser:innen bricht … und sie gerade so wieder zusammensetzt, dass sie trotzdem weiterlesen wollen.








