Ein kleines Weihnachtswunder
Im Buch geht es um Nate und Xavier. Zwei Schulfreunde die sich durch die Fügung des Lebens aus den Augen verlieren und nach Jahren wieder finden. Doch ihre Lebenssituationen sind, wie auch damals, gänzlich unterschiedlich. Xavier der aus guten Verhältnissen stammt und durch die Entwicklung von erfolgreichen Apps zu einem attraktiven Multimillionär wird, während Nate seit seiner Jugend mit vielen Rückschlägen kämpft und letztendlich auf der Straße landet. Das Buch beginnt mit sehr emotionalen Ereignissen die einen direkt mit Nates Welt konfrontiert. Die Ausführung geht einem sehr nahe und man kann nachvollziehen wieso sein Vertrauen in die Gesellschaft und Menschen so zerrüttet ist. Durch eine glückliche Fügung treffen die beiden Männer auf einander und frischen ihre Bekanntschaft von früher auf. Man spürt sofort eine gewisse Anziehungskraft und über die Geschichte hinweg baut sich eine schöne Tension auf. Doch so einfach ist es für beide nicht. Nicht nur Nate hat ein ordentliches Paket an Sorgen bei sich, auch Xavier muss einige Muster aus alten Beziehungen verarbeiten. Gemeinsam navigieren sie schließlich die Gegenwart sodass ihre Beziehung zu dem wird was man sich die ganze Zeit für beide wünscht. Es ist schön geschrieben, verdeutlicht einige gesellschaftskritische Themen und zeigt einen gesunden Umgang mit vergangenen Traumata und den Hürden die damit verbunden sind. Zum Ende hatte ich ein kleines bisschen das Gefühl, es fehlt etwas. Als wäre es ein wenig zügig zum Abschluss gepusht worden. Nicht unbedingt dass es ein tatsächlich offenes Ende hätte, es fühlte sich lediglich ein wenig hastig an. Aber alles in allem , eine herzliche Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt und mit gutem Gefühl zurück lässt.



