Starker und spannender Start, leider schwächeres Ende
Herrn Scherf durfte ich auf einer Buchmesse in Köln kennenlernen. Ein super interessanter Mann, mit interessanten Buchtiteln. Inmediasres spielt einmal in der Vergangenheit und einmal in der Gegenwart. In der Vergangenheit erfahren wir von einer Mädchenclique, die alles und jeden terrorisiert. Den Gipfel des Terrors erstachen sie beim Hausmeister der Schule. Diesen warfen ihm vor, sie in der Mädchentoilette sexuell belästigt zu haben. Eine Meldung der Polizei gab es nicht, da eines der Mädchen, die Tochter des renommierten Staranwalts ist und außerdem der "Staranwalt" eine gute Geldquelle der Schule ist. Später nahm sich der Hausmeister im Gefängnis das Leben. Andererseits sind wir in der Gegenwart. 20 Jahre später. Wir erfahren, wie alle Beteiligten ihr Leben leben. Bis sie schließlich entführt und sich in einem Art Kellergewölbe wieder sehen. Hier soll geklärt werden, wer Schuld an dem Tod des Hausmeisters wirklich hat. Rachespiel. Der Schreibstil des Autors war mir neu. Da musste ich mich erstmal ran tasten. Der Autor hat meiner Meinung nach anfangs gut fahrt aufgenommen, Gefühle und Gedanken immer mit einfließen lassen. Gerne hätte ich jedoch mehr zu Ellen gewusst. Die ersten Seiten lernen wir Ellen kennen und sie ist mir im Laufe des Buches zu "untergegangen". Am Ende des Buches war Ellen wieder da, jedoch fehlt mir da zb ein Epilog. Es hätte im gesamten Buch ruhig etwas blutiger zu gehen dürfen. Das Ende hätte meiner Meinung nach, nochmal richtig ins Detail und blutiger werden dürfen. Alles in allem gute 3.5 Sterne. Über Schuld und Rache habe ich mir bisher weniger Gedanken gemacht, bleibt aber ein spannendes Thema. Gerne lese ich noch ein weiteres Buch von ihm :)

