Livis Familie ist gestorben und so wie es aussieht, auch ein Teil von ihr. Um neu anzufangen, zieht sie von Oslo nach Bergen um dort im Haus ihres Großvaters das Leben neu zu beginnen. Gleich am ersten Tag lernt sie in der Stadt Mattis kennen, der sich dort in einem Atelier verkrochen hat, um nach einem Burnout wieder auf die Füße zu kommen. Livi inspiriert ihn und rührt mit ihrer Traurigkeit etwas in ihm an. Die beiden beschließen eine WG zu bilden und bald haben sie die Idee gemeinsam ein Art & Diner aufzumachen, um ihre Leidenschaften Malen und Kochen miteinander zu verbinden. Das Buch ist abwechselnd aus Livis und Mattis‘ Sicht geschrieben. So bekommt man als Leser einen guten Einblick in das Gefühlsleben der beiden. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und stehen sich deshalb auch gerne selbst im Weg, besonders, als sie feststellen, dass sie sich ineinander verliebt haben. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie schlecht auch Erwachsene mit ihren Gefühlen offen umgehen können. Mir hat das Buch recht gut gefallen, es ist sehr heimelig und man fühlt sich von Anfang an wohl damit. Allerdings waren mir die Verwirrungen der beiden, was ihre Gefühle füreinander betrifft, doch ein wenig zu viel des Guten. Da die beiden nicht miteinander reden was das betrifft, kommt es eigentlich dauernd zu Missverständnissen, die eigentlich nicht sein müssten. Alles in allem war es aber ein schönes Buch, das mir gut gefallen hat und das in einer besonders schönen Landschaft spielt, die von der Autorin auch ganz toll beschrieben wird. Da möchte man doch am liebsten gleich hinfahren. Von daher kann ich es durchaus als leichte Lektüre empfehlen.

Liebesglück am Fjord in Norwegen
Livi kehrt, nachdem sie ein Jahr zuvor sowohl ihre Eltern als auch ihren Ehemann bei einem Autounfall verloren hat, Oslo den Rücken und zieht nach Bergen, wo früher ihre Großeltern auf einer kleinen Insel inmitten eines Sees gelebt haben. Bei einem Bummel durch das Städtchen entdeckt sie im Schaufenster eines heruntergekommenen Ateliers ein Bild, das sie unweigerlich in seinen Bann zieht. Der Inhaber des Ateliers und Maler des Bildes, Mattis, wird auf sie aufmerksam und bittet Livi herein, da er die Traurigkeit in ihren Augen auf der Leinwand festhalten will. Mattis, der nach seiner Scheidung, die Trennung von seinen Kindern kaum aushält, lebt quasi in seinem Atelier. Livi bietet ihm an, mit ihr in dem Haus ihrer Großeltern eine Wohngemeinschaft zu gründen. So wäre beiden geholfen, Mattis würde ein eigenes Zimmer haben und Livi wäre in dem Haus auf der Insel im Bergsee nicht allein. Mattis nimmt Livis Angebot an. Bald darauf beschließen die beiden, ihre Geschäftsidee im Atelier zu verwirklichen und Art&Dine Workshops anzubieten. Mattis betreut Malkurse zu einem bestimmten Thema und Livi bekocht dazu die Teilnehmer themenbezogen. Livi und Mattis tragen beide schwere Päckchen mit sich. Als Leser fällt man praktisch mitten in die Geschichte hinein. Durch die angenehme Wortwahl von Frau Feger, versetzt man sich kapitelweise in die beiden Protagonisten hinein, spürt mit ihnen ihre Trauer, ihre Verzweiflung, aber auch ihre Ideen und damit ihre Euphorie. Ich finde es wahnsinnig schön, wie ich bspw mit Livi durch den Wald stapfe und sich dann das Haus auf der kleinen Insel im See zeigt. Ich habe den Wald gerochen, den seltsamen Geruch im Haus, aber auch die Acrylfarben, so detailgetreu sind die Beschreibungen. Als sich dann noch bei beiden kleine Verliebheitsregungen zeigen, ist es um mich geschehen. Ich liebe dieses Buch.

