20. Okt.
Rating:4

Ruby verbringt den Sommer bei ihrer Zwillingsschwester in einer idyllischen Kleinstadt in den Rocky Mountains. Nach dem Skandal in New York, der ihren guten Ruf noch immer überschattet und zu einer erneuten Freistellung geführt hat, sehnt sie sich nach Ruhe und Abstand. Kaum angekommen, stürzen sich die beiden Schwestern ins Kleinstadtleben und besuchen den traditionellen Sommermarkt. Dort versucht sich Ruby mit mäßigem Erfolg im Bogenschießen – ein harmloser Spaß, wie sie denkt. Doch das ändert sich schlagartig, als sie später die Leiche von Vivian Burton findet, der umstrittenen Besitzerin einer Schönheitsklinik in Paradise. In ihrer Brust steckt ein Pfeil, der Ruby nur allzu bekannt vorkommt: einer ihrer eigenen. Plötzlich steht sie nicht mehr nur am Rand eines Mordfalls, sondern ist selbst verdächtig. Gemeinsam mit ihrer Schwester muss sie alles daransetzen, ihre Unschuld zu beweisen und gleichzeitig den wahren Täter zu entlarven. Dabei lernt Ruby nicht nur die Abgründe der Kleinstadt kennen, sondern entdeckt auch, wie stark ihre Bindung zu ihrer Schwester und den Tieren ist, die sich nach und nach in deren Zuhause ansammeln. Rubys Schwester hat dank Ruby bald einen kleinen Zoo – und genau das macht den Charme der Geschichte aus. Der Ton ist gemütlich, humorvoll und angenehm „cosy“. Die Idee mit der Alpakapatenschaft fand ich besonders süß und würde sie am liebsten selbst übernehmen. Der Kriminalfall war spannend aufgebaut, wenn auch an manchen Stellen etwas überzogen. Die Schönheitsbranche wurde für meinen Geschmack etwas zu einseitig negativ dargestellt. Natürlich ist Kritik erlaubt, aber wer sich dafür entscheidet, sollte nicht gleich als oberflächlich gelten. Ich verteidige nicht die Figur der Toten, aber ihren Beruf sollte man differenzierter betrachten. Insgesamt ein unterhaltsamer Cosy Crime mit viel Humor und Herz.

Wer schön sein will, muss sterben
Wer schön sein will, muss sterbenby Dani BakerLübbe Audio