Hanna und Gabriel kommen aus verschiedenen Welten, doch das Schicksal führt sie zusammen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche, Gabriel nach einer Möglichkeit, seine Welt zu retten, und Hanna nach dem Wesen, zu dem ihr verstorbener Bruder geworden ist. . Von den ersten Seiten an kann man Hanna und Gabriel einfach nur ins Herz schließen. Die beiden sind charakterlich grundverschieden, wirken aber unglaublich sympathisch und lebensecht. Durch die verschiedenen Sichten kann man sich gut in beide hineinversetzen und ihre Beweggründe gut nachvollziehen. Die erschaffene Welt schafft es ebenfalls mühelos, einen in seinen Bann zu ziehen und man kann es kaum erwarten, noch mehr zu erfahren. Der Schreibstil ist so flüssig und angenehm, dass sich das Buch praktisch wie von selbst gelesen hat. Ruhige und spannende Szenen wechseln sich angenehm ab und halten so die Erwartungen immer schön hoch, die auch jedes Mal aufs Neue voll erfüllt werden. . Wunderschöner Fantasy-Einstieg.
"Wie weit würdest du gehen, um die Welt zu retten, in der diejenigen leben, die du über alles liebst?" Seite 256, Kapitel 37 Charaktere Die Geschichte formt sich um die zwei Hauptcharaktere Gabriel und Hanna. Aus ihrer Sicht (in der dritten Person) erleben wir nicht nur ihr Aufeinandertreffen und ihr Leben, sondern auch bestimmte Situationen noch einmal um an ihrer Gedankenwelt teilhaben zu können, bevor wir wieder am Ausgangspunkt des aktuellen Geschehens ankommen. Hanna wirkt zuerst sehr schüchtern, doch für niemanden ist das Sprichwort "Stille Wasser sind tief" wohl besser geeignet. Gerade am Anfang der Geschichte hatte ich ihr gegenüber sehr großes Mitleid und eine unbändige Wut gegen ihre Peiniger. Doch durch Gabriel blüht sie auf, erstrahlt mit ihrer Stärke und gewinnt an Schlagfertigkeit. Denn Gabriel ist das genau Gegenteil von ihr. Er ist ein Einzelgänger, welcher vor allem in der menschlichen Welt kein Aufsehen erregen möchte. Er erscheint unnahbar, zurückgezogen und rau, doch es ist schnell klar, dass sich auch in ihm ein weicher Kern versteckt. War er glücklich war ich es auch. Verlor dieser raue Mann ein Lächeln, Stahl sich auch eines von meinen Lippen. Gemeinsam wirkte dieses so ungleiche Paar als das harmonischste überhaupt und absolut ausgeglichen. Handlung Den Einstieg in das Buch bereitete uns ein Brief geschrieben von einem Vater an sein Kind und gerade diese Zeilen, ziehen sofort in ihren Bann. Der erste Grundstein für das Stellen von Fragen ist gelegt. Die Geschixhte startet mit Hanna und ihrem Leben in der Welt der Menschen und Sehr schnell treffen wir hier auch auf Gabriel. Durch den Wechsel der Protagonisten und die Sichtweise baut sich rasch eine tiefe Verbindung zu beiden und der Story auf. Auch der Spannungsbogen steigt stetig an und selbst in ruhigeren Passagen des Buches bleibt er erhalten. Ständig ist man in Vorsichthaltung ob etwas passiert. Trotz einiger Vorahnungen auf den weiteren Verlauf, ließ mich Selina Wilhelm immer wieder erstaunt zurück durch einige Plottwists! Gesamteindruck Ich habe wundervolle Stunden mit dieser Geschichte verbracht und bereue keine einzige Sekunde davon. Die Handlungsstränge sind durchweg gut durchdacht und werfen keine Fragen auf, welche unbeantwortet bleiben. Das Buch überzeugte mich durch den lockeren und anschaulichen Schreibstil, sowie das schöne Zusammenspiel der Charaktere. Die einzige für mich aktuell unbeantwortete Frage ist "Wie geht es weiter?", welche ich mir sofort mit Band 2 beantworten muss. Eine absolute Empfehlung des Lesens meinerseits!

