Ein wunderschönes Wohlfühlbuch zum mitfiebern, das man einfach nur lieben kann ✨💖🌷🌈
Mega gut
Das Buch hat einen aufwühlenden plottwist mega story
Charlie steht kurz davor ihr Abitur abzuschließen. Ihre besten Freunde Mia und Luke stehen immer an ihrer Seite. Doch Charlie hat ein Geheimnis. Sie ist in ihre beste Freundin Mia verliebt und hat keinen dem sie sich anvertrauen kann. Und während sie dabei ist ihre Sexualität zu akzeptieren bemerkt sie gar nicht, dass es jemanden gibt, der ein Auge auf sie geworfen hat… Dieses Buch hat einen großen Platz in meinem Herzen. Dies ist eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Coming Out, Freundschaft und Identität. Ich würde dieses Buch jedem in die Hand drücken der gerade dabei ist sich selbst zu finden, sich zu entwickeln und herauszufinden, was die Person gut findet. Dieses Buch war ein Highlight und bekommt eine dicke Empfehlung von mir! Ich habe diese Geschichte nicht mehr aus den Händen legen können. Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert. Außerdem hat mir das Buch damals wirklich gut geholfen, als ich mir selbst noch nicht bewusst war, welche Sexualität ich habe. Für manche ist dieses Buch vielleicht zu kitschig, doch für mich war es genau richtig. Charlie ist eine echt tolle Protagonistin, mit der ich mich sehr gut identifizieren konnte. Mal abgesehen von den Problemen mit ihrem Vater, konnte ich ihre Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen und mich in diese hineinversetzen. Charlie macht in diesem Buch manchmal ein paar Dinge, die unüberlegt und nicht sehr sinnvoll sind, aber jeder der ein Outing bzw. ein Outing Prozess durchmacht, weiß, dass man nicht immer klar denken und handeln kann. Zumindest war es bei mir damals genauso. Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr gerne. Ich möchte nun auch nicht verraten, wer diese Frau ist die ein Auge auf Charlie geworfen hat, da es ja sonst zu langweilig wäre. Dennoch möchte ich anmerken, dass ich es mutig von ihr finde, weiter dran zu glauben und immer wieder versucht auf Charlie zuzugehen. Echt mutig von ihr, dass hätte ich mir absolut nicht zugetraut. Ich mochte diese Frau echt gerne, denn sie wusste was sie möchte und hat auch dafür gekämpft dies zu bekommen. Zu den beiden besten Freunden Mia und Luke kann ich auch nur sagen, dass ich sie wirklich gerne mochte und ich sie auch ins Herz geschlossen habe. Echt tolle Charaktere, mit Persönlichkeit und Tiefgründigkeit. Ich mag Alicia Zetts Schreibstil echt gerne und habe mich voll und ganz in dieser Geschichte verloren. Ich hoffe sehr, dass Alicia Zett noch mehrere Bücher schreibt, die mich so in ihren Bann ziehen. Alicia Zett schreibt gefühlvoll, locker, leicht und sehr flüssig. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe jedes einzelne Kapitel in vollen Zügen genossen. ,,Traumtänzerin‘‘ ist ein Buch, was mir bei meinem eigenen Coming Out sehr geholfen hat. Deshalb glaube ich auch, dass es anderen Menschen helfen könnte. Alicia Zett ist ja selbst queer und hat dadurch einem einen echt guten Einblick in diese Welt ermöglichen können. Vielen, vielen Dank Alicia für diese emotionale und gefühlvolle Geschichte.
4,5/5 Der Debut Roman von Alicia Zett hat mir tatsächlich schr gut gefallen. Die Protagonistin ist grade dabei ihre Abi-Prüfungen zu schreiben und deshalb hatte ich Sorge, dass ich mich nicht mehr so wirklich in die Geschichte reinfinden kann (hab meine Abiprüfungen zum Glück schon vor einigen Jahren geschrieben). Das war nach einigen Kapiteln aber überhaupt kein Problem mehr. Es ist eine unglaublich süße, queere Geschichte über die erste Liebe, das eigene Coming-Out und aber auch sehr ernste Themen wie Gewalt in der Familie. Ich wünschte ich hätte dieses Buch als Teenager gehabt, ich glaube, dass ich mich dann noch mehr in der Geschichte wiedergefunden hätte. Ich hier die aufkeimende lesbische Liebe sehr gut mitfühlen und an einigen Stellen hab ich sogar vom Mitfiebern laut aufgequiekt (#gaypanic) haha. Also meiner Meinung nach eine authentische Liebesgeschichte bei der ich Spaß beim Lesen hatte
Eine ausgeklügelte, leichte Geschichte. Es ist so Realitätsnah, dass man jedes Gefühl und die Handlungen der Personen verstehen Kann.
Eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch, die aber auch ernste Themen behandelt.
"Traumtänzerin", der Debütroman von Alicia Zett, ist eine Young Adult Liebesgeschichte ohne Spice, aber mit viel Gefühl. Inhalt: Charlie steht kurz vor dem Abitur, mit ihrem Vater redet sie kaum noch ein Wort und in der Schule würde sie sich am liebsten unter einem Tarnumhang verstecken. Denn Charlie hat ein Geheimnis, das sie nicht einmal ihren zwei besten Freunden anvertrauen kann: Sie hat sich in ein Mädchen verliebt - genauer gesagt in ihre beste Freundin Mia. Während Charlie nur Augen für Mia hat, entgeht ihr, dass jemand anderes alles tut, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen... (Klappentext) Die Charaktere: Charlotte, genannt Charlie, ist ein Mädchen, welches sich gerne im Hintergrund hält. Sie ist nicht wirklich beliebt und wird sogar von einer bestimmten Mädchengruppe gehänselt. Die Zeit, die sie nicht mit ihren Freunden verbringt, liest sie, schaut Filme und fährt Inliner. Sie ist ein ganz normales Mädchen und gerade deshalb mochte ich sie so gerne, weil man sich gut mit ihr identifizieren konnte. Aber nicht nur Charlie war sympathisch, sondern auch ihre Freunde, vorallem Luke, der sie bei allem unterstützt hat. Mia war zwar auch ganz nett, aber ich fand nicht in Ordnung, wie sie sich Charlie nach ihrem Outing gegenüber verhalten hat. Wer mich auch positiv überrascht hat war Viktoria, die ja eigentlich zu den Erzfeinden von Charlie gehört. Aber wenn man sie besser kennenlernt, dann merkt man, dass das alles nur Fassade ist und sie eigentlich einen richtig tollen Charakter hat. Ich mochte sie wirklich richtig gern. Der Schreibstil: Da dieses Buch mein erstes der Autorin war, bin ich sehr gespannt gewesen, ob mir der Schreibstil zusagt und was soll ich sagen: Ich mochte ihn richtig gern. Er war recht einfach, es wurde aber auch ein bisschen mit Poesie gespielt. Erzählt wird die Geschichte aus der Persepektive von Charlie. Was mich ein wenig irritiert hat war, dass der Epilog (und wahrscheinlich auch der Prolog) aus Viktorias Sicht erzählt wird. Mir hat sich nicht ganz erschlossen, warum man das gemacht hat. Ich hätte mich gefreut, wenn man vorallem im Epilog erfährt, was aus Charlie geworden ist: Hat sie ihr Abitur bestanden? Welchen Lebensweg schlägt sie ein? Was passiert mit ihrem Vater? Das hätte ich gerne noch erfahren. Die Themen (könnte Spoilern): Auch wenn das Buch vorallem eine Liebesgeschichte beinhaltet, geht es noch um so viel mehr. Es geht viel um das Thema physische und psychische Gewalt innerhalb der Familie, was ich gar nicht erwartet hätte. Zudem wird sich hier viel mit dem Thema Sexualität und Outing befasst und auch ungeschönt gezeigt, dass ein Outing nicht immer positiv verläuft. Fazit: "Traumtänzerin" von Alicia Zett ist eine gelungene, queere Geschichte, die aber auch sehr ernste und schwere Themen ungeschönt zeigt und anspricht. Die Charaktere sind gut gelungen und der Schreibstil ist toll. Ich hätte mir jedoch etwas anderes für den Epilog gewünscht. Zudem ist die Geschichte schon ein bisschen klischeehaft, das tut dem ganzen aber keinen Abbruch. Ich kann das Buch empfehlen und freue mich schon weitere Bücher der Autorin zu lesen.
Ein tolles Debüt der Autorin das ich an nur einem Tag gelesen habe. Das mich so viele Emotionen hat fühlen lassen und mein Herz gewärmt hat. Das lag vor allem an den Themen, die einen Platz darin fanden. Es ging um Queerness und Identität, um Coming Out, die ersten Gefühle und um die Liebe. Auch viele wichtige und sensible Themen bekamen ihren Raum. Von Mobbing über Familienprobleme, Gewalt im Elternhaus und die Auswirkungen der Eltern und Erziehung auf einen selbst bis hin zu Asthma und Autismus wurde informiert und aufgeklärt. Diese Themen haben mich berührt und zum nachdenken gebracht. Und dann war da die Protagonistin Charlie, die mir von Anfang sympathisch war. Durch ihre Art, mit dem Kopf in den Wolken zu sein, das reflektieren und denken an Erinnerungen, die Einblicke in ihre Kindheit und ihre Gefühle. Und durch ihre Geschichte, die erzählt wurde. Da waren das erste Coming Out und neue Klamotten, das damit verbundene Selbstbewusstsein, Leichtigkeit und Freude. Da waren aber auch Angst und Ungewissheit, der Leistungsdruck und Zukunftsängste. Und dann waren da noch all die Gefühle, Gefühle für die beste Freundin die man versuchte zu verstecken und somit ein Geheimnis das man sich nicht traute zu teilen. Gleichzeitig aber etwas, dass einen glücklich machte, dass man teilen wollte und die Erkenntnis, dass Ehrlichkeit unfassbar wichtig war. Genauso wie die Freundschaft. Beides nahm in dieser Geschichte einen großen Teil ein und sorgte am Ende für einige Überraschungen, eine wahre Achterbahn der Gefühle bei der Protagonistin. Und auch bei mir als Leserin. Das Buch war für mich eine Art Zeitreise in meine frühere Schulzeit und meine damaligen Gefühle. Die Zeit vor dem Abitur, die Fächer, der Unterricht, Partys und die verschiedenen Cliquen, die erste Verliebtheit. Das war für mich pure Nostalgie und hat mich berührt. Dazu beigetragen hat auch der Schreibstil der Autorin. Dieser war gleichzeitig poetisch und psychologisch, aber auch jugenhaft und leicht. Die kleinen Illustrationen am Ende der Kapitel und die Kapitelnamen waren einfach nur schön. Genauso wie der Name des Buches ,,Traumtänzerin“ und das gleichnamige Kapitel im Buch und natürlich das wundervolle Cover. Einfach nur schön und herzerwärmend.
Eine unglaublich schöne Geschichte um zwei junge Mädchen, die trotz aller Widrigkeiten den Weg zu einander finden. Charlie die Protagonistin, ist ein total liebenswertes Mädchen, das schon seit ihrer frühstens Kindheit viel grausames miterlebt und auch während der Geschichte viel einstecken muss. Dennoch ist sie vor Liebe für ihre beste Freundin Mia erst so blind, dass sie kaum merkt, dass sich auch jemand anderes für sie interessiert. Mir gefiel total gut, wie gewisse Aspekte aus ihrer Kindheit und Gegenwart sehr deutlich dargestellt wurden, sehr realistisch und vor allem wurde klar, was das mit den betreffenden Personen macht, die so etwas erleben müssen. Ich finde es furchtbar wie Charlie leiden und was sie durchmachen muss. Niemand sollte so behandelt werden. Dennoch bleibt sie immer sanft und lässt auch ihren Charaktere dadurch nicht zerstören. Es hat mich tief berührt, das alles mit Charlie mitzuerleben und mitzufühlen. Eine unfassbar schöne, süße wie auch grausame Geschichte, die mich hat lachen, weinen und verzweifeln lassen.
Eine süße Geschichte über eine junge Frau die mit ihren Gefühlen zu kämpfen hat. Teilweise etwas lahm aber dennoch nicht schlecht geschrieben.
vollständige Rezension (mit Spoilerteil): http://isabellsbooks.blogspot.com/ Instagram: isleepnaked MEINE MEINUNG / GEDANKEN ZUM BUCH Ich folge Alicia Zett eigentlich seit Anfang an auf ihrem Youtube Kanal, da ich ihrer Freundin Cha Ginger schon länger folge und durch Cha dann natürlich automatisch auch auf Alicia gestoßen bin. Anfangs fand ich Alicias Videos noch sehr unangenehm zum Ansehen, da man sehr gemerkt hat, wie unwohl sich Alicia vor der Kamera fühlt und wie nervös sie ist. Im Laufe der Jahre hat die Nervosität aber stark abgenommen und ich fand es bewundernswert, wie offen sie über so viele LGBTQ* Themen auf ihrem Youtube Kanal spricht und finde es immer noch toll, dass sie so viel zur LGBTQ* Community durch ihre Videos beiträgt. Ihre Community zeigt sich in den Kommentaren auch immer als sehr tolerante und aufgeschlossene Gemeinschaft und ich habe Alicia auch letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse kurz getroffen. Auf Instagram hat Alicia unter ihren Bildern immer sehr lange und philosophisch-angehauchte Texte veröffentlicht, die mir nie wirklich zugesagt haben, aber sehr viel Lob vom Großteil ihrer Community bekommen haben. Als Alicia schließlich ankündigte, dass sie ein Buch veröffentlichen wird, stand ich dem Ganzen mit gemischten Gefühlen gegenüber. Denn einerseits war mir klar, dass ich das Buch auf jedenfall lesen werde, da es sich um ein LGBTQ* Buch handelt und ich es mir irgendwie zum Ziel gemacht habe, so viele LGBTQ* Bücher wie möglich zu inhalieren :D Aber andererseits konnte ich eben mit Alicias Instagramtexten nie wirklich viel anfangen, weil sie mir viel zu pseudo-philosophisch und übertrieben metaphorisch und einfach nicht greifbar waren und ihr Schreibstil im Buch sicher in die gleiche Richtung gehen würde. Das erstmal zu meiner "Vorgeschichte" zum Buch. Der Titel und das Cover des Buches hat Alicia erst ganz knapp vor der Veröffentlichung bekanntgegeben und ich muss sagen, dass mich beides etwas abgeschreckt hat. Generell finde ich das Buch zwar von außen schön, da ich die Lilatöne mag und es als Taschenbuch sehr kompakt und fest ist und beim Lesen keine Leserillen entstehen, aber den Titel empfinde ich als ziemlich kitschig und jetzt wo ich das Buch gelesen habe, finde ich ihn auch etwas unpassend, da er und das Coverbild im Prinzip nur auf eine einzige, kurze, eher unwichtige Szene im Buch anspielen. Was mir dagegen aber sehr gut gefällt, ist der Regenbogen auf dem Seitenrücken des Buches, auch wenn er nicht die gewöhnliche LGBTQ* Reihenfolge hat, was ich nicht ganz verstehe. Im Großen und Ganzen wirkt das Cover mit Schriftart und Bild sehr kind/jugendhaft, aber es soll ja wohl auch primär Jugendliche ansprechen. Beim Lesen selbst hatte ich anfangs kurze Einstiegsschwierigkeiten, eben aufgrund genau des Zweifels den ich schon wegen Alicias Instagramtexten hatte: Der Schreibstil ist sehr pseudo-philosophisch und schwer greifbar und besteht aus vielen Passivsätzen und sehr kurzen Sätzen, was mich anfangs sehr stolpern ließ beim Lesen. Glücklicherweise muss ich aber jetzt nach dem ganzen Buch sagen, dass man es dennoch sehr leicht durchlesen kann, da man doch sehr zügig in den Schreibstil reinkommt, auch wenn ich ihn jetzt nie wahnsinnig toll fand, da das Pseudo-Philosophische sich dennoch komplett durchgezogen hat und immer wieder stark in den Vordergrund getreten ist. Bereits auf Seite 14 aber hat mich dieses Buch wahnsinnig wütend gemacht und ich konnte nicht fassen, dass sowas in einem Buch steht, das als LGBTQ* Buch angepriesen wird, worin es also primär um Toleranz und Akzeptanz gehen sollte. Ich fand es wirklich schade, dass die Autorin einem direkt nach nichtmal 20 Seiten solche Klischees entgegenwirft, die einem die Protagonistin sofort unsympathisch machen. Es handelt sich dabei um den ersten Auftritt der von der Hauptfigur Charlie als "Modelclique" bezeichneten Gruppe an Mädchen. Ich konnte wirklich nicht verstehen, wieso jemand aus der LGBTQ* Community, die sowieso schon ständig mit Geschlechtervorurteilen zu kämpfen hat, selbst solche Vorurteile vertritt und auch noch an ihre Leser weitergibt. "Mal davon abgesehen, dass alle drei alles andere als männlich aussehen. Vor allem Viktoria ist der Innbegriff von Weiblichkeit: Beige farbener Mantel, passend farblich lackierte Fingernägel, schwarze Skinnyjeans und einen hellgrauen Rundschal." (Seite 13,14) Mir war vorher wirklich nicht klar dass diese Kleidungsstücke in dieser Farbe zusammen kombiniert den "Innbegriff von Weiblichkeit" symbolisieren und ich konnte bei diesen Sätzen wirklich nur die Augen verdrehen. Es gab im Buch noch andere solche was-ist-typisch-männlich/weiblich-Klischees die mich jedes mal gestört haben, weil ich sie so unnötig finde und sie einfach nur diese Stereotypen weiter in die Köpfe junger Menschen brennen. Im Endeffekt wollte die Autorin damit wohl klar ihre Hauptfigur Charlie von diesen "typischen Mädchen" abgrenzen, in dem Charlie sich eben nicht wie der "Innbegriff von Weiblichkeit" kleidet und kaum Make-Up benutzt und sogar, omg, in der Männerabteilung shoppt. Ich empfand diese Identitätsfindung von Charlie insofern problematisch, als dass sie sich von anderen abgegrenzt hat, nicht indem sie ihr eigenes Ding gemacht hat, sondern indem sie all das was die anderen machen als negativ dargestellt hat und sich als "not that kind of girl" etablieren wollte. Das hat sie für mich einfach ziemlich unsympathisch gemacht. Und wieder hatte ich das Gefühl, dass die Autorin (wie es leider viele Autoren tun) einfach annimmt, dass man als Leser sowieso total auf der Seite der Protagonistin ist und deswegen jeden, den sie als blöd, "tussihaft", "not worthy of my time" wahrnimmt, einfach genauso von vornherein ablehnt. Aber das ist nun mal nicht der Fall. Dadurch dass Charlie so viele ihrer Mitschüler einfach stereotypisiert hat und in eine negative Schublade gesteckt hat, ohne dass ich das als Leser so wirklich nachvollziehen konnte, wurde mir einfach nur Charlie selbst unsympathischer. Und gerade als LGBTQ* Person sollte man doch eben nicht wollen, dass einen Leute in eine Schublade stecken und einen kategorisieren und nicht tiefer schauen als das Label, etc. Ich muss auch sagen, dass ich Alicia bei ihren Youtube Videos gar nicht so hasserfüllt gegenüber "typisch weiblichen" Mädchen eingestellt gedacht hätte. Ich hatte große Hoffnung, dass sich im Laufe der 400 Seiten diese Klischeehaftigkeit und Stereotypisierung legt und vielleicht sogar eine Erleuchtung von Seiten Charlie passiert und sie ihr eigenes Schubladendenken mal hinterfragt. Natürlich könnte man argumentieren, dass das der Fall ist, da Charlie damit schon irgendwo konfrontiert wird, aber ein richtiges Umdenken findet bei ihr dennoch nicht statt und sie reflektiert auch nicht wirklich viel, weshalb sie auch nie eine charakterliche Tiefe erreicht - was ich bei einem Buch von 400 Seiten schon schade finde, da sie auf jedenfall genug Zeit dazu hatte. So, aber jetzt kommen wir mal zu ein paar positiven Aspekten, die mir am Buch gefallen haben. Wie gesagt kann man es generell sehr leicht durchlesen, und ich muss auch sagen, dass ich ganz gern zum Buch gegriffen habe, da ich mich beim Lesen immer wie in einer Blase gefühlt habe und es doch schon interessant fand, mich mit Charlies Problemen auseinanderzusetzen und mal für eine Zeit aus meiner eigenen Realität zu entkommen. Ich fand es toll und sehr nachvollziehbar in der heutigen Zeit, dass Charlie sich mit einem lesbischen Youtubepaar beschäftigt, da das wohl so das erste ist, was ein Jugendlicher der seine Sexualität hinterfragt heutzutage macht - erstmal nach Videos dazu auf Youtube schauen. Und gerade da die Autorin selbst eine queere Youtuberin ist die Content zu LGBTQ* Themen macht, war es ganz schön, dass sich ihre Protagonistin auch damit beschäftigt. Allerdings wurde das Youtube Thema soweit ich mich erinnere nur einmal aufgegriffen, während eine andere "Ressourcenquelle" sehr viel mehr Raum im Buch bekommen hat: Carol von Patricia Highsmith. Charlie liest Carol über das ganze Buch hinweg und teilt ihre Gedanken dazu mit dem Leser, was ich sehr schön fand aber auch ein Problem für mich darstellte, da ich selbst Carol weder geschaut noch gelesen habe, als ich mit diesem Buch anfing, dies aber noch vorhatte. Und da ich sehr sensibel bin was Spoiler angeht, habe ich mich nach der ersten Erwähnung von Carol bei der Autorin erkundigt und erfahren, dass Charlie das Ende von Carol kommentiert. Kurz habe ich überlegt das Buch deshalb zu pausieren und Carol dazwischenzuschieben, habe mich dann aber dann doch dazu entschieden erstmal weiterzulesen, und es dauert auch eine ganze Weile, bis man zu diesem Spoiler kommt. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, und der Spoiler zum Ende kommt erst auf Seite 298. Ich habe mich dann dazu entschieden, den Film zu schauen, bevor ich vom Buch gespoilert werde und werde das Buch jetzt aber trotzdem noch lesen. Und ich fand es irgendwie ganz schön, dass ich Carol irgendwie so zusammen mit Charlie entdeckt habe. Und generell finde ich es auch schön, wenn sich Buchcharaktere mit Büchern, Filmen, Serien beschäftigen die existieren und die man als Leser auch konsumieren kann. TRAUMTÄNZERIN hat natürlich eine unleugbare Ähnlichkeit zu einem anderen deutschen LGBTQ* Buch, DEN MUND VOLL UNGESAGTER DINGE, und da fand ich es auch schon schön, dass sich die Hauptfigur mit einem LGBTQ* Werk auseinandersetzt und nicht nur mal kurz erwähnt, dass sie das anschaut (Bei "Den Mund Voll Ungesagter Dinge" war es der Film "Blau ist eine warme Farbe".), sondern sich intensiver damit beschäftigt. Natürlich kann man das dann als Leser nur wirklich genießen, wenn man sich selbst auch schon damit auseinandergesetzt hat, weshalb ich das eben bei Carol unbedingt machen wollte. Als positiv habe ich auch die Kapitellänge empfunden, die weder zu kurz noch zu lang war und auch zum leichten Lesen beigetragen hat. Die Kapitel haben genau die Länge bei der man sich denkt "Ach, ein Kapitel geht noch." Alicia hat vorher sehr viel Werbung für die Illustrationen im Buch gemacht, die ich, um ehrlich zu sein, nicht gebraucht hätte. Natürlich stören sie nicht - außer, dass wenn man schaut wie viele Seiten es zum nächsten Kapitel sind, man eventuell von der Illustration leicht gespoilert werden kann - aber ich muss sagen, dass ich mehr erwartet hatte. Es befinden sich zwar einige ganz schöne Zeichnungen im Buch, aber einige sind einfach vollkommen einfache Skizzierungen von Objekten wie einem Blatt Papier mit Stift, einem Keks, einem Trampolin, einem Haus oder einfach nur eines gebrochenen Herzen, die alle sehr "dahingekritzelt" aussehen, weshalb ich nicht ganz den Sinn dahinter verstanden habe. Am besten haben mir die Zeichnungen von zwei Mädchen gefallen und die Zeichnung von dem Buch Carol. Als weiteres Gimmick hat Alicia zum Buch noch eine Spotify Playlist veröffentlicht, was ich eine schöne Idee fand, wovon ich aber nicht viel Gebrauch gemacht habe, da mir die Lieder nicht wirklich gefallen haben da einige deutsche Lieder dabei waren, und ich deshalb irgendwann aufgehört habe, mir die Playlist anzuhören. Außerdem fand ich es etwas schwierig die Songs den Kapiteln zuzuordnen und zu verstehen, wieso dieses Lied jetzt passend für dieses Kapitel sein soll. Zum Beispiel empfand ich "Holding Out For A Hero" als viel zu dramatisch für das Kapitel dem es zugeordnet wurde. Ich habe bereits weiter oben geschrieben, dass ich dem Cover eher skeptisch gegenüber stehe, obwohl ich die Zeichnung der beiden tanzenden Mädchen anzich ganz schön finde, habe ich sie im Laufe des Buches als immer unpassender der Geschichte gegenüber empfunden. Vor allem als Charlie an einer Stelle explizit sagt, dass sie keine Röcke mag und generell sehr betont wird, dass Charlie sich gerne "männlich" kleidet, während das Cover sehr feminin rüberkommt. Natürlich bezieht sich das Bild auf dem Cover auf eine Traumszene von Charlie in der sie ein Kleid trägt, aber irgendwie passt das Bild dass das Cover von der Liebesgeschichte zeigt nicht wirklich dazu wie die Liebesgeschichte dann aussieht. Denn ich hatte das Gefühl, dass die Autorin fast schon zu sehr versucht hat, eine extra ungeschönte Protagonistin zu zeichnen, während das Cover das genaue Gegenteil veranschaulicht. Vieles in dem Buch habe ich einfach als viel zu übertrieben empfunden. Zum Beispiel das Kapitel in dem Charlie sich in der Männerabteilung (oh nein, wie furchtbar unweiblich!) eine Lederjacke kauft und danach deshalb gemobbt wird. Ich habe das als vollkommen unrealistisch empfunden, da man erstmal bei schwarzen Lederjacken doch ohnehin nicht so deutlich erkennen kann, ob die nun aus der Frauen- oder Männerabteilung stammen, und es doch außerdem niemanden interessiert, bzw. Klamotten aus der Männerabteilung doch eher momentan einen Hype erfahren? Boyfriend-Jeans werden doch extra vermarktet und viele Mädchen tragen Sweatshirts aus der Männerabteilung und generell wird es doch sogar als cool angesehen wenn Mädchen die Klamotten ihres Freundes tragen, die ihnen etwas zu groß sind? Ich hatte das Gefühl, dass das Kapitel wiedermal nur dazu da war um die von Charlie verhasste, stereotypisierte "Modelclique" als negativ und "typisch mädchenhaft" darzustellen, was ich als vollkommen unnötig und unrealistisch empfunden habe. Gerade weil Charlie bereits kurz vor dem Abitur steht fand ich das Verhalten so befremdlich, weil sich alle Charaktere eher wie 13 oder 14 Jährige verhalten haben. Und auch dieses Cliquenverhalten kam mir viel zu kindisch vor für fast-18-Jährige. Das Interessanteste im Buch war für mich nicht die lesbische Liebesgeschichte sondern das Familiendrama von Charlie. Charlie hat in der Geschichte viel mit ihrem gewalttätigen Vater zu kämpfen, was der Geschichte mehr Tiefe gegeben hat und was ich sehr erschreckend aber auch gut fand, weil es wichtig ist, über häusliche Gewalt zu sprechen. Leider leider leider hat die Autorin bei diesem Thema bei weitem nicht das Potenzial ausgeschöpft dass sie sich das ganze Buch hinweg über aufgebaut hat. Ich finde es sehr schade, dass es einem nach dem Buch so vorkommt, als hätte die Autorin diese Nebengeschichte nur gebraucht um gegen Ende des Buches etwas Spannung in die Hauptgeschichte, die Liebesgeschichte, zu bringen. Wie kann man bei so einem wichtigen Thema wie häusliche Gewalt offene Enden lassen? Natürlich könnte man argumentieren dass es so realistischer ist, aber dieses Argument wurde auch nicht auf die Liebesgeschichte angewandt. Was ich sehr schade finde ist, dass so wenig Harry Potter in dem Buch vorkommt, obwohl Alicia das extra angeteasert hatte. Es wird zwar stellenweise erwähnt, aber zum Beispiel viel weniger und viel oberflächlicher als Carol. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Harry Potter eine zentrale Rolle für die Hauptfigur spielen würde. Charlies Outing vor ihrer Mutter hat mir sehr gut gefallen, da es auch Inspirationen für die Leser gegeben hat, wie man das eigene Outing gestalten und was man sagen kann. Ich fand es sehr gut, dass man die Reaktion der Mutter mitbekommen hat, da ich es bei einem anderen Outing von Charlie sehr schade fand, dass nur geschrieben wurde, dass die Person all das sagte, was man bei einem Outing sagen soll, denn damit kann man als Leser nicht wirklich viel anfangen, wenn man auf der Suche nach Inspirationen ist, was man zu einer Person sagen kann, die sich gerade vor einem geoutet hat. Da ich bei Büchern auch immer die Danksagung lese, und diese mir bei einem der Bücher die ich zuletzt gelesen habe sogar für etwas womit ich im Buch Probleme hatte die Augen geöffnet hat, muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht davon war, dass Alicia ihre Freundin Cha in der Danksagung gar nicht großartig erwähnt hat, sondern sie nur in einer Listenaufzählung vorkam. Natürlich hat sie Cha bereits das Buch gewidmet, aber irgendwie hatte ich da trotzdem wenigstens einen Satz zu Cha erwartet, aber gut. Leider kann ich an der Stelle nicht mehr zu den wichtigen Handlungsentwicklungen im Buch sagen, da ich ansonsten spoilern würde. Deshalb kommt jetzt erstmal mein Fazit und meine Bewertung. Und wer keine Angst vor Spoilern hat oder das Buch schon gelesen hat, kann danach noch meine ausführlichen Gedanken zu den "major plot points" lesen. (Spoilerteil auf Blog) FAZIT Ich habe sehr gemischte Gefühle was dieses Buch angeht. Generell habe ich es ganz gerne gelesen und es ließ sich auch sehr leicht lesen, obwohl ich den Schreibstil stellenweise sehr pseudo-philosophisch, abstrakt und kitschig fand. Leider hatte das Buch sehr viele Stereotype und Klischees bezüglich was "typisch weiblich" und "typisch männlich" ist, die ich gerade in einem LGBTQ* Buch extrem fehl am Platz finde, da man doch vom Schubladendenken wegkommen sollte, und wie soll das passieren, wenn selbst die queere Hauptfigur dieses Denken an die Leser weitergibt. Die Hauptfigur hat leider auch einige andere problematische Gedanken und Einstellungen an die Leser weitergegeben, zum Beispiel dass man beim Mobbing die Fehler eher bei sich suchen sollte und diese typische Einstellung von wegen "wenn mich jemand mobbt dann heißt das doch eigentlich dass er mich mag, denn was sich liebt das neckt sich". Generell baut die ganze Liebesgeschichte genau auf diesem problematischen Sprichwort auf, was ich sehr kritisch sehe. Aber dazu in meinem Spoilerteil mehr. Auch fand ich es sehr befremdlich, dass Charlies schwuler bester Freund so klischeehaft schwul dargestellt wurde und konstant nur mit einer theatralischen Stimme sprach, die selbst Charlie irgendwann aufgeregt hat. Natürlich gibt es solche Schwule, aber es ist nunmal leider auch der Stereotyp der von allen als "wie Schwule sind" angenommen wird. Und Alicia hätte hierbei einfach die Möglichkeit gehabt, mit diesem Klischee zu brechen und einen schwulen besten Freund einzuführen, der nicht dem Klischee "schwuler bester Freund" entspricht. Wie gesagt, ich konnte mich nie zu 100% mit dem Schreibstil anfreunden und er fühlte sich wie das genaue Gegenteil vom CALL ME BY YOUR NAME Schreibstil an, welcher aus unendlich langen Sätzen besteht die einem ein fließendes Leseerlebnis bescheren, während Alicias Schreibstil aus sehr vielen eher abgehakten Sätzen besteht. Die sich aber auch leicht lesen lassen, nur eben nicht wirklich schön zu lesen sind. Die Illustrationen im Buch und die Spotify Playlist zum Buch hätte ich zwar nicht gebraucht, aber sie sind ein schönes Extra das einigen vielleicht Freude machen wird. Die Kapitel im Buch haben durchgehend eine schöne Länge die weder zu kurz noch zu lang ist und genau perfekt dafür ist, um immer mal wieder ein Kapitel dazwischenschieben zu können. Das Buch erinnert sehr stark an ein anderes deutsches LGBTQ* Buch, welches Alicia auch in den Himmel gelobt hat, Den Mund Voll Ungesagter Dinge von Anne Freytag. Es wird beim Lesen sehr deutlich, dass sich Alicia stark von dem Buch hat inspirieren lassen, was ich zwar im Bezug auf die Auseinandersetzung mit einem LGBTQ* Werk positiv finde, aber andererseits eher negativ finde, da ich schon Probleme mit DMVUD hatte und die Parallelen dazu TRAUMTÄNZERIN nicht unbedingt geholfen haben. Leider mochte ich Charlie nie so wirklich, da ich nie das Gefühl hatte, sie wirklich zu kennen, da sich Charlie dem Leser gegenüber auch nie großartig geöffnet hat und keine Tiefen gezeigt hat, sodass es mir sehr schwer fiel, eine Bindung zu ihr aufzubauen. Und mal wieder waren mir andere Charaktere weitaus sympathischer als die Protagonistin selbst. Weitere Punkte werde ich nach der Bewertung in meinem Spoilerteil der Rezension besprechen. (siehe Blog) BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 2 von 5 Sternen.
Ein super Buch was man echt nur empfehlen kann!
Eine schöne Geschichte über Freundschaft, Comming-Out und die erste Liebe
So schöööön!!!
Das Buch ist wirklich schön. Allerdings passt der Titel zu dem Buch nicht, was jetzt aber nicht schlimm ist.
Es ist ein lesbischer Liebesroman. Es ist schön geschrieben und wird spannend gehalten. Zuerst ist Chatlie in ihre beste Freundin Mia verliebt, was sich aber im öaufe des Buches noch ändert, da sie jemanden wirklich bemerkt, den sie eigentlich nicht mochte. Ich denke der Schreibstyl ist nicht für jeden was, aber ich mag diesen sehr.














