Ehrlich gesagt habe ich bei 75% aufgehört zu lesen. Während ich aus den ersten Essays noch etwas für mich mitnehmen konnte und auch ihre Kritik durchaus nachvollziehen konnte, ging das danach mehr und mehr verloren. Sie klingt in manchen Geschichten für mich eher nach jemandem, der etwas schlecht redet, weil sie selbst nie verstanden hat, wie es funktioniert - und hakt es deswegen als Mythos oder pure Erfindung und Blendung ab. Spätestens in der Geschichte zu ihrem sie ausnutzendem und schmarotzerischem Ex-Freund wurde mir auch klar warum. Menschen sind egoistisch und beuten sie aus. Und sie kann nichts dafür oder daran ändern. Ich tue mich mit dieser Opferrolle immer etwas (nein, sehr) schwer. Ich kann bei tatsächlichen Opfern von Gewalttaten absolut dahinter stehen, aber wenn Dein Freund Dich konstant für Miete und Lebensmitteln zahlen lässt oder Deine Kunden Dir Angebote machen, die Dir zu wenig Geld zahlen? Dann sag 'Nein' und fordere mehr. Das ist ihr scheinbar nie in den Sinn gekommen. Zu den letzten 25% wollte ich mich dann einfach nicht mehr zwingen. Wirklich schade, weil unter all dem Genörgel, wie schlecht und böse die Welt (und Geld) ist und dem gleichzeitigen Gejammer nicht mehr (Geld) zu haben, oft der ein oder andere gute Denkanstoß verbacken war.
20. Dez.Dec 20, 2023
Dear Girlboss, we are doneby Bianca JankovskaBoD – Books on Demand

