
„Broken Saint“ von Penny L. Chapman hat mich von Anfang an emotional gepackt und besonders durch seine intensiven Charaktere überzeugt. Aubrey war mir sofort sympathisch. Ich mochte sie von der ersten Seite an, vor allem weil sie sich nicht einfach den Erwartungen und Zwängen ihres Vaters unterordnet. Man spürt schnell, dass sie zwar in einer kontrollierenden Umgebung aufgewachsen ist, aber trotzdem ihren eigenen Willen hat. Diese innere Stärke macht sie zu einer sehr interessanten Protagonistin, die man gerne begleitet. Auch wenn sie am Anfang eher zurückhaltend wirkt, merkt man mit der Zeit, dass mehr in ihr steckt, als es zunächst scheint. Dario fand ich als Charakter ebenfalls unglaublich spannend. Schon früh wird deutlich, dass seine Vergangenheit ihn stark geprägt hat und dass viele seiner Handlungen und Verhaltensweisen darauf zurückzuführen sind. Gerade das macht ihn so vielschichtig und faszinierend. Man merkt sofort, dass hinter seiner harten Fassade viel Schmerz steckt. Besonders schockierend fand ich die Rolle seines Vaters, das, was Dario durch ihn erleben musste, war einfach grausam und hat mich beim Lesen wirklich wütend gemacht. Diese Hintergrundgeschichte erklärt jedoch sehr gut, warum Dario so ist, wie er ist, und macht seine Entwicklung umso nachvollziehbarer. Ein großer Pluspunkt des Buches sind für mich die Rückblicke in die Vergangenheit. Ich liebe es generell, wenn Geschichten mit Flashbacks arbeiten, und hier wurde das wirklich gut umgesetzt. Dass Aubrey und Dario sich schon seit ihrer Kindheit kennen, gibt ihrer Beziehung eine zusätzliche emotionale Tiefe. Man versteht ihre Verbindung dadurch viel besser und sieht, wie sich ihre Beziehung über die Jahre entwickelt hat. Besonders interessant fand ich auch die Dynamik zwischen Aubrey und Dario. Während Aubrey am Anfang noch etwas ruhig und vorsichtig wirkt, merkt man später immer deutlicher, warum sie eigentlich perfekt zu Dario passt. Beide haben auf ihre eigene Weise eine gewisse Dunkelheit in sich, und genau diese etwas „kranke“ Seite sorgt dafür, dass sie so gut miteinander harmonieren. Diese ungewöhnliche Verbindung macht ihre Beziehung besonders intensiv. Die Tension zwischen den beiden war meiner Meinung nach sehr gut geschrieben. Man spürt die Anziehung, die Konflikte und die unausgesprochenen Gefühle in vielen Szenen sehr deutlich. Es gab immer wieder Momente, in denen ich unbedingt weiterlesen wollte, weil ich wissen musste, wie sich ihre Beziehung weiterentwickelt. Auch die vielen Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden, haben die Story dauerhaft spannend gehalten. Es wurde nie langweilig, weil immer neue Informationen ans Licht kamen, die das Gesamtbild verändert haben. Besonders der Plottwist hat mich komplett überrascht. Ich habe absolut nicht damit gerechnet und war beim Lesen gleichzeitig geschockt und angewidert. Genau solche Momente machen für mich ein gutes Buch aus, weil sie einen wirklich emotional treffen und lange im Kopf bleiben. Das Ende des Buches fand ich insgesamt sehr gelungen. Es hat einen guten Abschluss für diesen Teil geboten, gleichzeitig aber genug offene Fragen hinterlassen, um die Neugier auf den nächsten Band zu wecken. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freue mich auf den nächsten Skull.




















