Der Essay beschreibt prägnant die Alltagsrealität einer Frau in einer Beziehung mit Kindern. Er legt bestehende gesellschaftliche Strukturen offen, veranschaulicht typische Rollenverteilungen und liefert dabei Impulse zum Nachdenken. Kleine Lektüre für Zwischendurch. (:
Leider wirklich eine reale Beschreibung des Alltags der ersten Lebensjahre
Etwa 60% des Buches, das auch übrigens sehr flott liest, beschreiben Recht treffend den Alltag der Mütter in den ersten Lebensjahren. Dies ist ernüchternd. Danach werden Annahmen über die Psyche der Männer getroffen, die eher auf philosophischen als auf psychologischen Essays beruhen. Das ist weniger gelungen. Schenken Sie dieses Buch keiner Schwangeren und auch niemanden in den ersten 7 Lebensmonaten des Neugeborenen. Danach haben Paare genug Gelassenheit das Buch zu reflektieren

Denke, ich werde noch länger darüber nachdenken müssen!
Das Buch lässt einen auf eine etwas unangenehme Weise daran zweifeln, wie emanzipiert die eigenen Wünsche und Lebensvorstellungen sind, weckt Erinnerungen aus meiner Beziehung zu meinen eigenen Eltern und macht deutlich, dass sich die politische Linke wirklich dringend damit beschäftigen muss, wie sich Kinder und Reproduktion außerhalb der Kleinfamilie im Kapitalismus organisieren lassen. Hin und wieder dachte ich: "ach komm, man kann aber auch wirklich alles negativ betrachten" - und dann musste ich mich daran erinnern, dass das Ansprechen von Problemen die Autorin nicht zur Rabenmutter oder Spielverderberin oder ein positives Gegenbeispiel ihre verallgemeinerte Beschreibung von gesellschaftlichen Verhältnissen nicht ungültig macht. Inhaltlich wahnsinnig spannend! Ich hatte das Buch in circa 2 Stunden easy durch und fand es gut verständlich, kann mir aber vorstellen dass es ohne Vorwissen schwerer ist.
im MGK gesehen und mit Lisa drüber gesprochen



