In “Hazel sagt nein” von Jessica Berger Gross (ins Deutsche übersetzt von Angela Koonen) geht es um die 18jährige Hazel, die mit ihrer Familie von New York nach Maine zieht und dort ihr letztes Schuljahr verbringen wird. Direkt am ersten Schultag wird sie von ihrem Direktor bedrängt, der sich jedes Jahr ein Mädchen aussucht, mit dem er schläft und sich erkenntlich zeigt, indem er Collegebewerbungen etc. fördert, und ihr das Leben zur Hölle macht, sollte sie sich weigern. Doch Hazel sagt Nein und bringt damit einen gewaltigen Stein ins Rollen, der nicht nur Auswirkungen auf sie und ihre Familie, sondern aufs gesamte Kleinstadtgefüge hat. Ich fand die Thematik und die Ausgangsprämisse des Buchs sehr interessant, nämlich, dass Machtmissbrauch und Belästigung hier direkt am Anfang der Handlung stehen und das Wehren die restliche Handlung auslöst und nicht nur Teil davon ist. Auch die Auseinandersetzung damit, inwieweit es moralisch vertretbar ist, aus den eigenen negativen Erfahrungen einen Nutzen zu ziehen und gleichzeitig anderen Betroffenen zu helfen, aber das Leben unschuldiger Menschen aus dem Täterumfeld zu verschlimmern, fand ich sehr spannend und gut gelöst. Die Handlung ist in vier Perspektiven aufgeteilt (Hazel, ihr Bruder Wolf sowie ihre Eltern), und die Erzählstimme nähert sich dem Geschehen aus einer übergeordneten Perspektive. Einerseits schafft dies Distanz zu den Figuren, sodass man nie wirklich nah am Geschehen dran ist, anderseits hat mir das aber sehr gut gefallen, um mich allen Charakteren anzunähern. Ich fand die Geschichte sehr temporeich und fesselnd erzählt und bin geradzu durch die Seiten geflogen. Einziger Kritikpunkt ist für mich die Übertitelung der einzelnen Kapitel, weil sie inhaltlich sehr viel vorwegnehmen und etwaige Spannungselemente in der Handlung auslöschen. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Thema Top!
Wirklich wichtiges Thema, wie im Buch beschrieben, leidet das Opfer nicht nur unter der Tat sondern muss sich auch allem anderen Stellen. Das Leben wird dem Opfer erschwert, man muss sich als Lügner betiteln lassen. Aber vom gesamten Buch und der Geschichte bin ich etwas enttäuscht, es zog sich wie Kaugummi, fand es zu viel drum herum.
Der Roman behandelt ein sehr wichtiges Thema. Die Umsetzung war für mich an einigen Stellen nicht gelungen.

Wenn ein einfaches Nein alles ändert. | Verliert nach 50% den Fokus .. zog sich danach.
Faszinierend, was ein schlichtes Nein eigentlich alles bewirken kann. In dem Fall von Hazel ändert sich die gesamte Lage für ihre Familie. Die Geschichte wird abwechselnd aus jeder POV eines Familienmitglieds erzählt. Fand ich sehr gut, da ich so nicht nur die Auswirkungen des Neins auf Hazel erfahren habe. Bis 50% konnte ich das Buch richtig inhalieren und war gespannt, in welche Richtungen sich die Geschichte entwickelt. Die Story wirkte auf mich so echt, dass ich das Gefühl hatte, als würde ich einen realen Bericht lesen. Leider gibt es viel zu viele mächtige Männer, die ihre Positionen ausnutzen. Man erlebt im Buch eigentlich „normale“ Situationen, die wir bereits aus der echten Welt gesehen haben. Der Mann überschreitet eine Grenze und die Welt macht erstmal eine Opferumkehr. Allerdings verliert sich der Fokus nach 50% und ich wusste nicht mehr so ganz, welche Mission das Buch verfolgt. Bisschen enttäuschend, dass es so lief Fazit Das Buch zeigt erschreckend genau auf, wie Männer in Machtpositionen ihren Einfluss missbrauchen (können). Die Gesellschaft ist ja gerne dafür bekannt, dass man Frauen weniger glauben schenkt, sobald der Täter als „sympathisch“ gilt. Verliert nach 50% allerdings den Fokus und es wurden meiner Meinung nach nicht alle Dinge von den ersten 50% vollständig geklärt. Hat stark angefangen und dann leider stark nachgelassen.
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil war super und ich liebe solche Familiengeschichten sowieso. Ich mochte jedes einzelne Familienmitglied sehr gerne. Klar ist einiges etwas überspitzt und überdramatisiert, aber genau das hat für mich gut funktioniert. Auch die Message hat mich überzeugt und insgesamt hat mir einfach alles daran gefallen.
3.75
Das Buch fing sehr stark an, der Titel sagt hier alles. Es gab hier nicht nur die Sichtweise von Hazel, sondern auch von den anderen Familienmitgliedern. Diese haben für ein volleres Bild der Geschichte gesorgt, hätten für mich persönlich an manchen Stellen etwas kürzer sein können. Im Verlauf nahm die Geschichte eine Wendung, die für mich die Geschichte etwas unglaubwürdig machte. Im Großen und Ganzen ein gutes Buch für zwischendurch.
Hazel ist neu an der High School in Riverburg, Maine. Gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Wolf und ihren Eltern Claire und Gus ist sie von New York in die Kleinstadt in ein schönes Haus gezogen. Als gute und zielstrebige Schülerin will Hazel einen guten Abschluss machen und Schriftstellerin werden. Gleich am ersten Schultag wird sie ins Büro des Direktors zitiert, der ihr eröffnet, dass er jedes Jahr mit einer Schülerin aus dem Abschlussjahr Sex hat. Dieses Jahr hat er sie ausgewählt. Als Hazel daraufhin ablehnt, geraten die Steine ins Rollen. Wichtiges Thema, leider nicht so umgesetzt, wie gehofft. Ab dem zweiten Viertel geht es nur noch darum, Hazels Geschichte in der Öffentlichkeit auszuschlachten, es wird überhaupt nicht gefragt, wie es Hazel oder ihrer Familie geht. Sehr schade.
Also zunächst einmal fand ich den Schreibstil super flüssig. Dieses Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema, das meiner Meinung nach zu Beginn auch wirklich gut umgesetzt wurde. Besonders toll fand ich, dass Hazel, nachdem sie zunächst nicht mehr darüber sprechen wollte, irgendwann ihre Stimme gefunden hat. Super fand ich außerdem Hazels Bruder und generell den starken Zusammenhalt innerhalb der Familie. Auch die wechselnden Perspektiven haben mir sehr gefallen, da man so die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Familienmitglieder besser nachvollziehen konnte. Irgendwann ging es für mich leider etwas am Thema vorbei, was ich schade fand. Trotzdem bleibt es ein lesenswertes Buch, das ein wichtiges Thema anspricht und definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.

Starkes Thema, aber mir fehlte die Tiefe
Ich habe Hazel sagt nein ehrlich gesagt nur wegen des Klappentextes gelesen, weil die Story einfach SO interessant klang, obwohl das eigentlich gar nicht mein typisches Genre ist. Und fairerweise muss ich sagen: Das Buch liest sich extrem schnell weg. Ich war direkt drin und wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht. Vor allem Hazel und Wolf mochte ich total. Die beiden waren für mich ganz klar das Herz der Geschichte. Gerade die ersten Kapitel hatten für mich auch richtig Potenzial und dieses unangenehme, beklemmende Gefühl wurde teilweise echt gut eingefangen. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass mir emotional einfach etwas fehlt. Das Buch spricht so viele wichtige Themen an, greift sie für mich aber nie wirklich tief genug auf. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr in die Emotionen eintaucht, mehr bei den Figuren bleibt und die Auswirkungen wirklich spürbar macht. Stattdessen blieb vieles eher oberflächlich angerissen. Dadurch konnte ich leider nie komplett in die Geschichte eintauchen. Es gab viele Momente, die eigentlich sehr emotional oder intensiv hätten sein können, mich aber nicht richtig erreicht haben, weil alles irgendwie zu schnell weitergezogen ist. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Es ist super zugänglich geschrieben, behandelt wichtige Themen und hat definitiv diesen „noch ein Kapitel“-Sog. Aber am Ende blieb bei mir leider eher das Gefühl zurück, dass die Idee und die Themen stärker waren als die eigentliche Umsetzung.
Heftig, aber wichtig
Hazel zieht mit ihrer Familie für ihr letztes Schuljahr in die Kleinstadt Riverburg, weil ihr Vater Gus dort eine Professur bekommen hat. Deshalb verlässt die vierköpfige Familie Brooklyn, New York. Doch schon am ersten Schultag zitiert der Rektor sie zu sich – um ihr zu sagen, dass er sich jedes Jahr eine aus dem Abschlussjahrgang aussucht, um mit ihr zu schlafen. Und dieses Jahr habe er sich Hazel ausgesucht. Aber Hazel ermächtigt sich in diesem Moment und sagt Nein. Dieses eine Wort hat allerdings viele Konsequenzen, für die gesamte Familie und eigentlich sogar für ganz Riverburg. Im Laufe des Buches wechseln wir zwischen den Blickweisen aller vier Familienmitglieder. Ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen sind unglaublich gut beschrieben. Trotzdem muss ich sagen, dass ich erst einmal ein ganzes Weilchen brauchte, um ins Buch reinzukommen. Bzw. gerade den ersten Teil (das Buch ist in vier Teile unterteilt) mit einigen Pausen lesen musste. So ganz spurlos gehen die ganzen Geschehnisse nicht an einem vorbei. Und auch im weiteren Verlauf wurde ich immer wieder emotional. Insgesamt muss man wohl sagen, dass Hazel ziemlich Glück hatte. Manche Wendungen im Buch halte ich vielleicht eher für unwahrscheinlich. Aber gerade der vierte Teil hat mir sehr gut gefallen – wenn er auch der deutlich kürzeste Teil ist. Wer sich mit der Thematik von #metoo auseinandersetzen möchte und sich dafür interessiert, was denn so eine Ansprache von Missständen für Auswirkungen und Folgen haben kann, dem sei das Buch unbedingt empfohlen! Und es lohnt sich das Buch mit anderen zu diskutieren!
Wichtiges Thema
Wie der Klappentext schon verrät, geht es hier um das Thema sexuelle Übergriffe und das hat die Autorin sehr gut umgesetzt. Es wurde aus verschiedenen Sichtweisen berichtet, was ich sehr gut fande. So konnte man Anteil an den Gedanken der ganzen Familie nehmen. Trotz des schweren Themas, war es leicht zu lesen und auch hin und wieder mit etwas Witz und Humor. Für 5 Sterne hätte es mir aber noch etwas interessanter und spannender gestaltet sein können.

Wow, bewegend und wichtig.
Es ist Hazels erster Schultag an der neuen Schule - und sie sagt NEIN. Es ist ein wichtiges NEIN, dessen Tragweite man im Laufe des Buches erfährt. Unglaublich bewegend & so wichtig.
♥️📚buchgeruch.de♥️📚
Hazel ist 18 als sie mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder nach Maine zieht, da ihr Dad eine Professur am College der hiesigen Kleinstadt ergattert hat. Wo der Sommer in der ungewohnten Umgebung noch einigermaßen nett war, fällt Hazel aus allen Wolken als sie am ersten Schultag ins Direktorenbüro zitiert wird - und ihr dieser kurzerhand eine sexuelle Beziehung aufdrängen will. Doch Hazel sagt Nein. Und dies löst eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang, die sowohl das beschauliche Kleinstadtleben als auch das Familienleben auf den Kopf stellt... Meine Meinung: Dies ist ein Rezensionsexemplar, herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung. Meine Meinung beeinflusst dies nicht. Ich tue mir sehr schwer, eine Sternebewertung zu diesem Buch zu schreiben, denn das Buch hat als 5 Sterne Buch begonnen - und mich auf der Reise leider verloren... Hier ist warum: Hazel wird in der Situation im Büro des Direktors so ultra toll beschrieben, ihre Gefühle, ihr Schock, ihre Überlegungen zu diversen Szenarien und am Ende ihre Entscheidung Nein zu sagen. Das war ganz großes Kino - weil es einem die traurige Wirklichkeit sehr deutlich vor Augen geführt hat. Wie das Buch selbst darlegt: solche Szenen sind leider die traurige Realität. Und es wurde eine extrem gut gezeichnete #metoo Story, als dann die Täter Opfer Verkehrung begann und Narrative allá "sie häbe das ja provoziert - sie häbe ihn angemacht - ja, wer sich auch so anzieht, darf ja nichts anderes erwarten". Zu diesem (leider ebenfalls sehr realen Narrativ) mein persönlicher Kommentar:🤮 Bis zu diesem Punkt, dass Hazel von allen gecancelt wird, da "ein renomierter Schuldirektor, der so viel gutes für die Stadt bewirkt hat, unmöglich diese Anschuldigungen verdient häbe", war die Geschichte wirklich extrem toll und spannend. Ich mochte es sehr, dass die Familie im Fokus steht und jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Familienmitglieds beschrieben wird. Aber dann, ab ca. der Hälfte kippt es und um meine 3 Sterne Bewertung zu begründen muss ich an dieser Stelle spoilern - also diesen Abschnitt weglassen, wer das nicht möchte: Hazel spricht bei einer Hochschulveranstaltung über ihre Erfahrung, so weit so super. Doch dann driftet die Geschichte total ab in ein "Hallo, schreibe ein Buch über diese Szene deines Lebens und schlage Profit daraus. Wir produzieren dazu sogar eine Serie, um noch mehr Geld zu scheffeln." Hazel und ihre Familie reisen nach NYC und LA, um sie wird mit der Berichterstattung ihrer Erfahrung im Schulbüro so reich, dass sie schuldenfrei aufs College gehen kann. Das hat mich so übelst gestört, dass aus einer echt schlimmen Erfahrung, Profit geschlagen wurde. Das sendet aus meiner Sicht ein völlig falsches Bild nach außen, worum es hier eigentlich geht. Es geht darum, dass sexuelle Übergriffe, und sei es auch (nur) so wie hier verbal mit Erpressung kombiniert, an der Tagesordnung sind und über den Mut, den Tätern nicht länger eine Plattform zu bieten, indem man nicht länger schweigt, sondern für sich und seine Rechte als Frau, als Mensch einsteht. Als letzten Kritikpunkt muss ich zwangsläufig auf die Namen der Charaktere eingehen, denn es hat mich wahnsinnig gemacht, dass Hazels Dad Gus heißt. Wie kommt man denn auf diese schräge Idee, wo doch eines der meistgeliebten fiktiven Pärchchen aller Zeiten Hazel Grace Lancaster und Gus Walters sind???? Ich schreibe doch auch kein Buch über Ron und seine Mum Hermine. Das fand ich einfach nur seltsam und ich bin oft beim Lesen darüber gestolpert. Fazit: Die Idee ist toll und wurde im ersten Drittel wirklich hervorragend umgesetzt, man fühlt so krass gut mit Hazel und ihrer Familie mit. Aber für mich ist das Buch keines, was weiter im Kopf nachhallt, weil es so einen sinnlosen Twist ab der Hälfte hatte. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Ein wichtiges Wort, welches mich jedoch nicht ganz so tief berühren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte💔
Hazel sagt nein ist eine Geschichte mit einer unglaublich wichtigen Thematik, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte. Hazel wird an ihrem ersten Schultag an ihrem neuen Wohnort vom Schuldirektor ins Büro zitiert. Doch schon nach wenigen Minuten “verschlägt es ihr die Sprache”, denn der Direktor macht ihr ein sexuelles Angebot. Hazel sagt zwar ganz klar Nein, aber als es dann bekannt wird, glaubt ihr kaum jemand so richtig. Trotzdem versucht Hazel, ihren eigenen Weg zu gehen, mit vielen Rückschlägen, Ängsten und Unsicherheiten. Sie hat den Traum, eines Tages Schriftstellerin zu werden. Den Schreibstil fand ich angenehm, modern und flüssig. Man bekommt einen guten Einblick in Hazels Leben, aber auch in das ihrer Eltern und ihres jüngeren Bruders Wolf, da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Trotz der wichtigen Thematik, die sich durch das ganze Buch zieht, hat mir etwas die Tiefe gefehlt. Das „Nein“ wurde für mich eher oberflächlich behandelt und ist stellenweise ein wenig verloren gegangen. Teilweise zog sich die Geschichte in die Länge, ohne wirklich intensive Handlungen über das Geschehene. Man spürt zwar die Verzweiflung der Eltern und auch die von Hazel selbst. Man erlebt, wie sie ihren Mut findet, darüber öffentlich zu sprechen, und wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Auch der Zusammenhalt der Familie und die Auswirkungen, die ein solcher Missbrauch mit sich bringt, werden deutlich. Am Ende bleibt für mich die Frage: Wer ist in den Augen der Gesellschaft eigentlich das Opfer?
Leider hat mich die Story um Hazel trotz des allgegenwärtigen Themas nicht gecatcht. Leider zeitweise eher langwierig.
Ich finde das Buch ein so wichtiges Buch. Es ist sehr gut geschrieben.
Hazel sagt Nein und das ist richtig und wichtig!

Ein wichtiges „Nein“ mit weitreichenden Folgen
Dieses Buch widmet sich einem essenziellen Thema: der Kraft, Grenzen zu setzen. Als Hazel sich dazu entscheidet, „Nein“ zu sagen, muss sie sich mit den massiven Konsequenzen für sich selbst und ihre Familie auseinandersetzen. Die Geschichte macht schmerzhaft deutlich, dass unsere Entscheidungen – auch wenn sie vollkommen richtig und notwendig sind – oft unvorhersehbare Auswirkungen auf unser gesamtes Umfeld haben. Ab der Mitte der Geschichte hat mich das Buch allerdings ein wenig verloren. Für meinen Geschmack wurde die Handlung hier zu stark aufgebauscht und wirkte zunehmend unrealistisch, was der Ernsthaftigkeit des Themas ein wenig den Raum genommen hat. Mein Fazit: Es ist und bleibt lebenswichtig, „Nein“ zu sagen, wenn man etwas nicht möchte! Allein wegen dieser Botschaft ist es ein lesenswertes Buch mit einer zentralen Aussage, auch wenn es sich zum Ende hin eher in eine abenteuerliche und weniger greifbare Richtung entwickelt hat.
Ich hatte mir von dem Buch deutlich mehr versprochen. Schade.🤷♀️
Der Start war echt vielversprechend, ich war schnell drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Gerade am Anfang hat das Buch eine gute Spannung aufgebaut. Leider hat es für mich etwa ab dem ersten Drittel nachgelassen. Die Handlung wurde zunehmend weniger spannend und wirkte stellenweise an den Haaren herbeigezogen. Was ich schade fand, ist, dass viele schwere und wichtige Themen angerissen werden, aber nichts davon wirklich in die Tiefe geht. Dadurch bleibt am Ende vieles eher oberflächlich. Auch die Charaktere konnten mich nicht richtig packen, sie blieben für mich zu blass und ich habe keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufgebaut. Dabei ist die Grundidee eigentlich richtig gut. Für mich lag das Problem eher im Fokus der Geschichte, der am Ende nicht das gehalten hat, was der Anfang versprochen hat. Insgesamt leider enttäuschend.
Ein wichtiges Buch über die Machtausnutzung von Autoriätspersonen. Konnte mich gut unterhalten.
Das Buch über eine achtzehnjährige Schülerin, die Nein sagt und vor allem um die Konsequenzen und dem was danach passiert. Meiner Meinung nach ein wichtiges Thema, was hier thematisiert wurde. Ich war voll drin in der Geschichte und hatte wirklich eine gute Unterhaltung. Das Ende muss ich sagen, weiß nicht ob es auch anders gegangen wäre, aber insgesamt kann ich es nur empfehlen!
Gutes Buch...
... Mit wichtigem thema aus einem Blickwinkel den ich so nicht kannte
Die Prämisse dieses Buchs war toll, interessant und innovativ - eine Familie zieht in eine Kleinstadt um, alle haben ihre individuellen Probleme und Sorgen, die Tochter der Familie wird von ihrem Direktor auserkoren, mit ihm zu schlafen, ihr Nein macht sie zur meistgehassten Familie der ganzen Stadt. An der Umsetzung hat es leider gehapert - am Anfang waren die individuellen Probleme der Familienmitglieder noch präsent, verschwanden dann und kamen erst auf den letzten paar Seiten wieder zur Sprache. Das wirkte einfach unfertig und nicht ganz durchdacht. Es wurde zum Teil auch einfach zu viel ausgelassen und dann im Nachhinein lapidar aufgelöst und in einem Satz erklärt, wie z.B. die Stimmung bei Gus’ Job. Auch die einzelnen Charaktere und ihr Eigenschaften waren zum Teil wirklich so subtil und oberflächlich gehalten, dass man nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Den ganzen Feminismus Aspekt fand ich jedoch gut gelungen und aufgearbeitet, wohingegen der ganze Journalismus-Part ein bisschen übertrieben und auch zu ausladend war. Die Message und auch die damit einhergehenden Zwischentöne des Buchs fand ich überzeugend und glaubwürdig. Sprachlich war es okay - nicht besonders, weder positiv noch negativ. Insgesamt war das Buch ganz nett, jedoch bin ich enttäuscht, weil man echt mehr aus der Idee hätte rausholen können und so viel durch fehlende Nähe zu den Charakteren und fallengelassene Plots verloren gegangen ist.
Die Prämisse dieses Buchs war toll, interessant und innovativ - eine Familie zieht in eine Kleinstadt um, alle haben ihre individuellen Probleme und Sorgen, die Tochter der Familie wird von ihrem Direktor auserkoren, mit ihm zu schlafen, ihr Nein macht sie zur meistgehassten Familie der ganzen Stadt. An der Umsetzung hat es leider gehapert - am Anfang waren die individuellen Probleme der Familienmitglieder noch präsent, verschwanden dann und kamen erst auf den letzten paar Seiten wieder zur Sprache. Das wirkte einfach unfertig und nicht ganz durchdacht. Es wurde zum Teil auch einfach zu viel ausgelassen und dann im Nachhinein lapidar aufgelöst und in einem Satz erklärt, wie z.B. die Stimmung bei Gus’ Job. Auch die einzelnen Charaktere und ihr Eigenschaften waren zum Teil wirklich so subtil und oberflächlich gehalten, dass man nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Den ganzen Feminismus Aspekt fand ich jedoch gut gelungen und aufgearbeitet, wohingegen der ganze Journalismus-Part ein bisschen übertrieben und auch zu ausladend war. Die Message und auch die damit einhergehenden Zwischentöne des Buchs fand ich überzeugend und glaubwürdig. Sprachlich war es okay - nicht besonders, weder positiv noch negativ. Insgesamt war das Buch ganz nett, jedoch bin ich enttäuscht, weil man echt mehr aus der Idee hätte rausholen können und so viel durch fehlende Nähe zu den Charakteren und fallengelassene Plots verloren gegangen ist.
Ein wichtiges Buch! Lest es!!!
Solider Einstieg - schwache zweite Hälfte
Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross beginnt vielversprechend und überzeugt besonders im ersten Teil durch eine klare Ausgangssituation und ein interessantes Thema. Leider verliert der Roman ab etwa der Hälfte deutlich an Glaubwürdigkeit. Die Handlung wirkt zunehmend konstruiert und kann die anfängliche Spannung nicht aufrechterhalten. Der Schreibstil bleibt insgesamt sehr nüchtern und distanziert, wodurch emotionale Tiefe weitgehend fehlt. Gerade bei den wichtigen Themen, die das Buch anspricht, wäre eine intensivere Ausarbeitung wünschenswert gewesen. Insgesamt ein durchwachsenes Leseerlebnis mit starkem Anfang, aber deutlichen Schwächen im weiteren Verlauf.
Wichtiges Thema - starke Massage - schwache Umsetzung
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und habe mir sehr viel davon versprochen. Das Thema ist so wichtig. Es hatte super viel Potenzial. Ich bin der Meinung, man hätte viel mehr draus machen können, was mir gefallen hat, waren die kurzen Kapitel und die verschiedenen Perspektiven. Ich fand das Buch am Anfang und Ende sehr gut geschrieben und stark. Zwischendrin war es leider sehr lang gezogen und meiner Meinung nach auch langweilig. Trotz alledem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, weil es eine sehr wichtige Message beinhaltet und sehr gut zeigt, was für Auswirkungen eine Entscheidung auf das Leben alle hat. Außerdem finde ich auch gut Dass alles sehr detailliert erklärt wurde. Auch wenn es manchmal zu doll ausgeschmückt wurde, fand ich es sehr gut, um wirklich die Empfindungen jeder einzelnen Person zu fühlen.
„What the fuck?“ war das erste, das ich mir dachte als ich den Klappentext zu Hazel sagt Nein gelesen habe, weil es so absurd wirkte. Mein zweiter Gedanke war dann aber, dass der Plot vermutlich gar nicht so unrealistisch ist, auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen. Hazel sagt Nein ist ein Buch, das mich unglaublich wütend gemacht hat und mich stellenweise ziemlich aufgewühlt hat. Aber auf eine gute Art. Mir hat der schnelle Erzählstil und die wechselnden Perspektiven sehr gut gefallen. Ich finde, ich habe die Familie Greenberg Blum dadurch auf eine andere Art kennengelernt, als ich es sonst von Büchern gewöhnt bin. In der zweiten Hälfte hatte mich das Buch ein kleines bisschen verloren, das Ende hat mir dann aber wieder sehr gut gefallen. Das Buch war definitiv keine leichte Kost, dennoch sehr empfehlenswert.

„Die Geschichte des sexuellen Fehlverhaltens in diesem Land lehrt uns, dass die Täter viel häufiger leugnen, als dass die Opfer falsche Anschuldigungen erheben." [S. 133] Ich muss leider sagen, dass "Hazel sagt Nein" mich enttäuscht hat. Thematisch hat es mich sehr interessiert und auch die ganzen positiven Rezensionen haben mich neugierig gemacht. Mir persönlich hat die Umsetzung der Story jedoch überhaupt nicht gefallen. Der Schreibstil der Autorin war mir viel zu nüchtern und trocken und hat mir weder die Protagonisten noch deren Emotionen näher gebracht. Zudem fand ich die Handlung im Verlauf auch nicht sehr realistisch. Das Hazel durch ihr "Nein" plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist eine Sache, wie groß dass hier aber aufgezogen und ausgeschlachtet wird, halte ich für völlig überzogen. Zudem missfiel mir fortwährend die fehlende Interaktion zwischen den Eltern und ihren Kindern Hazel und Wolf. ... Noch bei 80% Lesefortschritt habe ich überlegt abzubrechen und dann nur weitergelesen, weil ich mich sonst geärgert hätte, bereits so viel Zeit vergeudet zu haben, um mich am Ende dann darüber zu ärgern, dass ich es nicht doch abgebrochen habe.

Unterhaltsam trotz Schwächen bei der thematischen Tiefe
In „Hazel sagt nein“ greift der Roman das Thema Machtmissbrauch auf: Der Schulleiter der 18-jährigen Protagonistin Hazel versucht, sie zum Sex zu nötigen – doch wie der Titel schon verrät, setzt sie eine klare Grenze und sagt Nein. Obwohl man aus dieser Ausgangslage sicher viel hätte herausholen können, plätschert die Handlung leider oft ein wenig seicht dahin und verliert sich in diversen Nebenthemen rund um Hazels Familie. Da sich das Buch aber insgesamt sehr gut lesen lässt und ich es dennoch gerne gelesen habe, vergebe ich 3,5 Sterne.
Der Anfang war richtig gut. Dann wurde es seltsam und meine Aufmerksamkeit war dahin 😅 Der Schreibstil war leider auch nicht meins.
Mir hat das Buch leider nicht zugesagt,ich habe mir etwas ganz anderes unter dem Inhalt vorgestellt. Die Thematik rund um das "Nein" sagen fand ich interessant,aber es ging irgendwie in eine ganz andere Richtung. Was interessiert es mich,wie die Eltern mit den Konsequenzen umgehen müssen? Leider musste ich das Buch auf der Hälfte abbrechen,weil es mich einfach nicht erreichen konnte

Hat meine Erwartungen übertroffen
Familie Blum zieht aus dem trubeligen New York City irgendwo ins Nirgendwo von Maine, da Vater Gus eine Professur an einem Kleinstadtcollege angeboten bekommen hat. Mutter Claire und die beiden Kinder, Hazel und Wolf, geben ihr Bestes, sich schnellstmöglich in der Kleinstadtidylle einzuleben. Doch direkt am ersten Schultag passiert Hazel etwas, das sie komplett aus der Bahn wirft – ihr Direktor sagt ihr unverblümt ins Gesicht, dass er mit ihr Sex haben möchte. Tja, und Hazel sagt „Nein“. Die Ereignisse, die dadurch in Gang gesetzt werden sind schmervoll, unglaublich, aber auch empowernd und vor allem stellen sie das Leben eines jeden einzelnen Familienmitglieds einmal auf den Kopf. Und genau das fand ich so gut an dem Buch: es geht nicht nur auf die Konsequenzen, die sich daraus für Hazels Dasein ergeben ein, sondern es denkt viel weiter. Eine solche Geschichte hat Einfluss auf so viele Menschen und deren Leben, ob es nun die Freundschaft zwischen Hazels Bruder Wolf und der Tochter des Direktors ist oder die berufliche Situation von Hazels Vater. Alles hängt irgendwie mit drin und nichts kann losgelöst voneinander betrachtet werden, so wie das in Familien und anderen engen Verbünden von Menschen eben so ist. Jede*r trägt schwer an so einem Vorfall, vor allem dann, wenn neben der eigentlichen Tat auch noch Verleumdungsvorwürfe und antisemitische Aussagen laut werden. Dennoch steht ganz klar Hazels (Gefühls-)Lage im Vordergrund, was nach so einem Vorfall natürlich auch nicht anders sein darf. Die Geschichte ist super komplex und das, obwohl die Hauptfigur ein Teenager ist und das Kleinstadtsetting eher gemütlich und eindimensional wirken kann. Viele Themen fließen mit ein, ohne die Geschichte zu überladen. Die Charaktere sind ganz liebevoll gezeichnet und so hatte ich super schnell das Gefühl, jede Person der Familie gut zu kennen.
Wichtiges Thema, tolles Buch
Hazel ist eine wirklich mutige Teenagerin, von der man viel lernen kann. Ich mochte, dass die Protas alle ein wenig überzeichnet waren, aber stellenweise war das Buch auch ein bisschen zu langatmig. Trotzdem eine Empfehlung!
Ein Nein - Viele Folgen 🫠
Für mich mal eine ganz andere Art von Buch und ich werde definitiv ab jetzt häufiger danach greifen. Eine komplette Geschichte zu verfolgen, was ein NEIN auslösen kann. Welche Folgen es hat und wie das Leben danach verläuft. Krasse Thematik!

Wenn ein Trauma plötzlich zur Chance wird
Hazel erlebt in jungen Jahren einen sexuellen Missbrauch. Die Tat erschüttert ihre Familie und prägt alle Beteiligten. Im weiteren Verlauf geht es um den Umgang mit dem Erlebten und um Hazels eigenen Weg, der sich überraschend entwickelt. Ich bin mit großen Erwartungen an »Hazel sagt nein« von Jessica Berger Gross herangegangen. Der Einstieg hat mich sofort gepackt. Die Situation ist beklemmend, die Reaktionen innerhalb der Familie wirken glaubwürdig und nachvollziehbar. Genau so stellt man sich vor, wie ein solches Ereignis alles durcheinanderbringt. Die erste Hälfte hat für mich sehr gut funktioniert. Ich war nah an den Figuren, habe ihre Konflikte verstanden und wollte wissen, wie es weitergeht. Das Buch bleibt sprachlich klar und gut lesbar, was bei dem Thema wichtig ist. Dann kippt es für mich. Ab der Mitte fühlt es sich so an, als würde der Missbrauch eine Art Wendepunkt zum Positiven werden. Die Familie stabilisiert sich, und vor allem Hazel entwickelt sich in eine Richtung, die fast wie ein Aufstieg wirkt. Genau das hat mich irritiert. Es entsteht der Eindruck, als wäre das Erlebte eine Initialzündung für etwas Gutes gewesen. Damit habe ich mich schwergetan. Ich verstehe, dass der Roman zeigen will, dass Menschen nicht nur Opfer bleiben. Aber hier geht mir das zu glatt. Die Entwicklung wirkt stellenweise konstruiert und nicht immer stimmig. Gerade bei einem so sensiblen Thema hätte ich mir mehr Reibung gewünscht. Was mich zusätzlich gestört hat, sind die Kapitelüberschriften. Die spoilern an mehreren Stellen und nehmen Spannung raus. Für mich ein klares No Go. Unterm Strich ist das ein Buch mit einem starken Anfang und einer mutigen Idee, die mich am Ende nicht überzeugt hat. 3 von 5 Sterne
Welche Auswirkungen hat eine Weigerung
"Hazel sagt Nein" beschreibt auf eindringliche Weise, welche Tragweite unsere Entscheidungen haben können. Sowohl die eigenen Entscheidungen, als auch die anderer Personen. Dies geschieht, indem die Geschichte von Hazel erzählt wird. Einer jungen Frau im Abschlussjahrgang, die von ihrem Schuldirektor zu sexuellen Handlungen aufgefordert wird. Dabei wird ein eher ruhiger Stil verwendet, der aber nichtsdestotrotz fesselt. Die Hauptcharaktere sind vielschichtig und wirken alles andere als perfekt. In dem Buch wird sowohl ihre eigene Entscheidung mit der Situation, als auch die Reaktion ihrer Familie thematisiert. Sowie alle Folgen, die ihre Handlungen mit sich ziehen. Das Buch gibt gleichzeitig einen Einblick in den Mikrokosmos einer Kleinstadt, und wie diese mit der Situation umgeht. Es ist eine Geschichte von Ausgrenzung aber gleichzeitig auch Mut und Stärke. Sie zeigt, wieviel an Schulen im argen liegen kann. Und wie die Gesellschaft mit solchen Fällen umgeht. Sie zeigt aber auch, wieviel Mut es erfordert, sich mit der Situation auseinander zu setzen und für sich einzustehen.
Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht
Familie Blum zieht von New York ins gemütliche Riverburg um dort ein ruhigeres Leben zu führen. Die 18jährigs Hazel hat in den Ferien schon den Direktor ihrer neuen Schule kennengelernt und wundert sich, das sie am ersten Schultag direkt in sein Büro zitiert wird. Dort verkündet er ihr, das er sich jedes Jahr eine Schülerin der Abschlussklasse Aussicht, um eine Affäre mit ihr zu haben und sie sei seine diesjährige Wahl. Doch Hazel überrascht ihn mit einem fetten Nein. Und das löst eine überraschende Welle aus, bei der wirklich jeder was zu sagen hat ... Dies ist der Debütroman der Autorin und ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut. Vom Klappentext hatte ich mir viel versprochen, jedoch nicht ganz das bekommen, was ich erhofft hatte. Die Geschichte wird relativ unaufgeregt und in leichten Worten erzählt und lässt mich vermuten, das sich der Roman eher an jüngere Lesende richtet. Doch anstatt sich die Autorin auf die Me too Geschichte konzentriert, fallen hier nebenbei noch andere Themen ein und das hat eher verwirrt und nirgendwo richtig hingeführt, Mobbing und Antisemitismus sind nur zwei Beispiele dafür. Hazel und ihre Familie erleben erst einmal ein tiefes Tal, bevor dann alles völlig verrückt wird und sie quasi ein Star der Me too Bewegung. Bis dann alles über ihr zusammenbricht. Der Machtmissbrauch wird hier eher soft dargestellt, vielleicht um jüngere Lesende auch nicht zu triggern und trotzdem auf die Thematik aufmerksam zu machen? Ich weiss es nicht genau. Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema und ich finde jede Literatur zu dem Thema aufklärend und hilfreich, auch wenn es mich hier nicht ganz abgeholt hat.
Hazel ist so stark💪🏽
Hazel sagt nein fand ich sehr beeindruckend. Das Thema ist absolut zeitgemäss und von grosser Bedeutung. Besonders gut zeigt es, wie sich die Opfer und die Familien fühlen und wie die Gesellschaft darauf reagiert.
🩵Inhalt Die Familie Blum zieht in eine ruhige Kleinstadt. Doch statt die Idylle zu genießen, lernen sie schnell die Schattenseiten einer eingeschworenen Gemeinschaft kennen. Gleich am ersten Schultag wird Hazel vom Schuldirektor mit einer erschütternden „Tradition“ konfrontiert: Jedes Jahr wählt er eine Schülerin aus, die er sexuell ausnutzt. Dieses Jahr fällt seine Wahl auf sie – doch Hazel sagt Nein. Welche Konsequenzen das für sie und ihre Familie hat, entfaltet sich im Laufe der Geschichte… 🩵 Rezension Durch den einfachen Satzbau und die Kapitelüberschriften, die bereits Teile des Inhalts vorwegnehmen, liest sich das Buch sehr schnell und leicht. Das empfand ich als besonders passend, da die Themen rund um sexuelle Gewalt und die darauffolgenden Hassverbrechen schwer genug sind. Spannend fand ich, dass sich die Geschichte nicht ausschließlich auf Hazel konzentriert, obwohl sie im Mittelpunkt steht. Auch die Perspektiven ihrer Eltern und ihres jüngeren Bruders Wolf spielen eine große Rolle. Vor allem Wolfs Sichtweise hat mich sehr berührt, da er die Ereignisse emotional besonders intensiv erlebt. Die Perspektive ihres Vaters Gus hingegen fiel mir schwerer. Ich empfand ihn oft als egoistisch und wenig sympathisch. Im Verlauf spitzt sich die Situation für die Familie immer weiter zu, und die bedrückende Atmosphäre wurde für mich stellenweise fast schwer auszuhalten. Gegen Ende hat mich die Auflösung jedoch überrascht: (!Achtung, Spoiler!) Sie ging mir etwas zu schnell und wirkte im Vergleich zur vorherigen Entwicklung weniger überzeugend – auch wenn ich Hazel dieses Ende natürlich von Herzen gönne. 🩵 Bewertung & Empfehlung Hazel sagt Nein ist ein sehr interessanter Roman voller Gesellschaftskritik, der sowohl Frauen als auch Eltern von Mädchen sicher viel mitgeben kann. ⭐️⭐️⭐️/ 3 Sterne
DNF bei 70%
Das Thema klang spannend die Umsetzung hatte was von einem 90er Hollywood Romcom Drama. Leider war ich von der Umsetzung enttäuscht. Es ist so ein wichtiges Thema und wurde sehr Klischeebehaftet umgesetzt. Ich hab eine ernster realistische Umsetzung erwartet. Bekommen hab ich eine Geschichte in der mir selbst die Hauptprotagonistin an manchen stellen ziemlich auf die Nerven gefallen ist weil sie einfach unrealistisch gehandelt hat. Mal scheint es als wäre sie vom Kopf her in ihren 30er und dann denkt man sie ist 12 obwohl sie 18 sein soll. Das ständige Namedropping von Personen und Marken hat mich richtig genervt als würde man eine YA Romance lesen. Themen werden hochgekocht die nicht so heiß sein müssten wobei andere Themen die wirklich mehr Beleuchtung vertragen hätten in zwei Sätzen abgehandelt werden. Vor allem dieser Abschnitt mit der Glip Veröffentlichung fand ich total drüber. Anfangs will Hazel gefühlt garnicht über den Vorfall reden und dann veröffentlicht sie einen Artikel den die ganze Welt liest. „Und jetzt fühlte sie sich gesehen“ hat mich richtig wütend gemacht. Weil ganz ehrlich wer sie jetzt sieht weil sie eine Geschichte veröffentlicht in dem sie das Opfer ist der sieht sie nicht weil sie gut schreiben kann sondern aus Mitleid und das ist aus meiner Sicht kein Erfolg sondern nur ein weiteres Problem. Ihre Familie ist an manchen Stellen so egoistisch und total oberflächlich. Ihr Mutter ist mal beschützen dann aber wieder egoistisch und harsch innerhalb eines Absatzes. Ihr Vater ist mal liebevoll und voller Verständnis dann wieder trottlig und arrogant. Die Figur des kleinen Bruders hatte gefühlt zwei Persönlichkeiten entweder überemotional und ich bezogen oder aggressiv und unfair ich weiß das er ADHS hat aber das gibt im trotzdem nicht das Recht sich an manchen Stellen auf zu führen als wäre ihm etwas schlimmes passiert als müsste er im Mittelpunkt stehen. Für mich hat es sich angefüllt als hätte man dieses Buch geschrieben um am Ende einen Vertrag bei Netflix für eine Serie zu bekommen aber nicht um Literarische Höchstleistung zu vollbringen um dieses Thema in die Welt zu tragen. Als hätte man eine Familiengeschichte geschrieben gemerkt das noch was fehlt um Interesse beim Leser zu wecken also hat man kurzerhand sich entschieden das Thema Missbräuchliches Verhalten hinzu zu fügen damit sich das Buch besser verkauft. Alles im allem hat sich das Buch angefüllt wie ein zusammengewürfelter Mix aus mehreren Themen aber keines richtig ausgearbeitet und ohne Tiefe. Ich kann es nicht empfehlen.
Hörbuch. Hazel sagt "Nein" (sehr gut, Hazel!) und das hat Auswirkungen auf die ganze Familie, Freundschaften, das Arbeitsleben.... Mich hat die Geschichte sehr zum Nachdenken gebracht. Ich war wütend, entrüstet, fassungslos. Ein Gedankenspiel, aber leider so gar nicht abwegig.
Vieles bleibt an der Oberfläche
Ich fand es total spannend, wie sich die Story wohl entwickelt, sobald Hazel auf das unmoralische Angebot mit einem "Nein" antwortete. Was ganz gut dargestellt wird, ist die erste Verwirrung, die stattfindet und die inneren Abläufe, in denen man sich einredet, dass es doch gar nicht so schlimm war. Die Familie ist unwahrscheinlich unterstützend und dennoch scheint es zunächst keinen Konsens zu geben, wie man sich verhalten soll. Da kam bei mir die Frage auf, wenn es so eine Familie nicht schafft, den Mut zu haben, wie sollen es dann Mädchen ohne diesen Rückhalt schaffen. Die Figuren bleiben recht blass und das Geschehene wird doch recht oberflächlich behandelt. Anfangs wird noch angedeutet, dass dieser Vorfall größere Kreise ziehen könnte, aber dieser Handlungsstrang wird nur recht schwach gegen Ende abgehandelt. Da hätte man durchaus dramatischer an die Sache rangehen können und noch mehr auf die psychologische Ebene gehen können. Im Vordergrund steht hier etwas ganz anderes, quasi Ruhm aufgrund dieses Vorfalls und das scheint mir ein seltsamer und auch ein wenig unrealistischer Fokus. Alles in allem war es okay zu lesen, aber ich hatte doch eine intensivere Abhandlung dieses Themas erwartet.

✨ Rezension ✨ Hazel sagt Nein | Jessica Berger Gross | Bastei Lübbe | 384 Seiten | Übersetzt von Angela Koonen | ⭐️⭐️⭐️⭐️🌟 Als Hazel an die neue High School kommt, hat sie nur ein Ziel. Ein gutes Schuljahr hinlegen um an ihrer Traum-Uni angenommen zu werden. Doch dann wird sie zum Direktor gebeten. Jedes Jahr sucht er sich eine Schülerin aus, um mit ihr intim zu werden und dieses Jahr hat er sich Hazel ausgesucht. Aber die, sagt Nein! Damit tritt sie dann so einige Ereignisse los und die werden von der Autorin mit erstaunlich viel Leichtigkeit erzählt. Wir begleiten neben Hazel auch ihrem Bruder, der Mutter und dem Vater und anfangs dachte ich, das wären mir zu viele Perspektiven. Aber das ist gut umgesetzt und malt ein sehr umfängliches Bild der ganzen Familie. Teilweise hat man beim lesen das Gefühl, man schaut eine Sitcom… Alle Protagonisten sind dabei sympathisch, haben aber auch ihre Fehler oder treffen unkluge Entscheidungen. In der zweiten Hälfte des Buches passiert mir fast etwas zu viel und irgendwann verlor es dann etwas an Glaubwürdigkeit, aber alles in allem habe ich das Buch sehr genossen und kann es nur weiter empfehlen.

Eine wirklich hautnah erzählte und super tiefgründige Geschichte die mich sehr berührt hat. 🥰
Ich war wirklich gespannt auf das Buch da mir allein der Klappentext so viele Fragen aufgeworfen hat. Erstmal fand ich den Schreibstil sehr angenehm und die Kapitel sowie die unterschiedlichen Perspektiven fand ich sehr toll. Man konnte die ganze Familie rund um Hazel super kennenlernen. Alle Charaktere waren sehr tief ausgearbeitet und man konnte sich zu jedem ein Bild machen, welches sich im Laufe des Buches erweitert. Hazel ist eine tolle junge Frau und ihr Mut hat mich stark beeindruckt! Die Kraft und die Stärke zu haben Nein zu sagen, in solch einer Situation ist nicht einfach. Was dieses Nein für Auswirkungen haben wird konnte niemand erahnen und ich war wirklich so stolz auf Hazel, das obwohl sie es am Anfang nicht wirklich wollte, sie für sich eingestanden hat und ihre Geschichte erzählt hat und nicht leise war. Ich fand es wirklich toll mitzubekommen wie Hazel immer mehr aus sich herauskam und sich durch diesen Vorfall nicht hat runter ziehen lassen und sich eingeigelt hat sondern das sie mit Mut daraus gegangen ist, weiter in die Schule gegangen ist und einfach weiter gelebt hat. Wie sich dann alles entwickelt hat und was das für ungeahnte Wendung hervorgebracht hat war krass und es hat mich ehrlich für Hazel gefreut. Auch das sie am Ende sich gegen diesen "Erfolg" gestellt hat. Ich fande vor allem das mit Gracie und Wolf sehr berührend, für Gracie muss das alles nicht einfach gewesen sein und ich fand es so Süß und ehrlich wie sie sich dann an Hazel gewandt hat 🥰 Wolf ist ein cooler Bruder und ich mochte ihn wirklich gerne 🥰 das er sich solche Sorgen gemacht hat und vorallem auch gedacht hat das er mit der anonymen Nachricht Schuld an allem schlimme wäre was daraufhin passiert ist, war echt schlimm 🥺 auch das mit Gracie hat ihn sehr mitgenommen Claire und Gus sind tolle Eltern! Auch diese haben als Menschen mit Problemen zu kämpfen und würden trotzdem immer alles versuchen damit es ihrer Familie gut geht. Wie sie mit der Situation von Hazel umgegangen sind fand ich grundlegend echt gut. Auch wenn sie, also Gus, über Hazel ihren Kopf hinweg entschieden hat war es am ende doch richtig und sie wollten beiden einfach nur das beste für Hazel. Ich fand die Geschichte wirklich klasse, vorallem weil sie sich wirklich nah, echt und real angefühlt hat. Man konnte alles nachvollziehen und vorallen die Gedanken aller konnte ich immer verstehen (bis auf Whites versteht sich 😉)
Zu viele Perspektiven
Stell dir vor, du ziehst mit deiner Familie von New York ins Ländliche, um dort ein ruhigeres Leben zu führen. Aber direkt am ersten Schultag knallt es und der Schulleiter eröffnet, dass du seine diesjährige ‚Auserwählte‘ sein sollst.“ Hazel sagt Nein und damit tritt sie eine Lawine in der Kleinstadt los, die die ganze Familie ordentlich durchschüttelt. Eigentlich finde ich die Grundidee richtig gut. Doch so stark der Einstieg ist, so anstrengend war das Lesen für mich streckenweise. Das ständige Hin- und Her zwischen den Charakteren hat mich ein bisschen genervt, weil diese vielen Perspektivwechsel haben den Lesefluss eher gestört als geholfen. Ich wollte eigentlich bei Hazels Geschichte bleiben. Hinzu kommt, dass der Schreibstil oft sehr distanziert wirkt und sich viele Nebenthemen, wie Hazels endlose College-Bewerbungen, wie Kaugummi ziehen. Das nimmt der eigentlichen Thematik leider viel Raum weg. Im hinteren Teil kriegt die Geschichte zum Glück die Kurve. Man will dann doch unbedingt wissen, wie Hazel gegen diesen Typen ankommt und ob die Wahrheit am Ende ans Licht kommt. Hier wird die Story richtig glaubwürdig, weil Hazel konsequent bleibt und ihr „Nein“ knallhart durchzieht. Das hat das Buch für mich dann doch noch ein Stück weit gerettet. Mein Fazit: Ein Roman mit einer starken Botschaft, der sich aber durch die verschiedenen Perspektiven oft selbst im Weg steht. Am Ende war es für mich leider nur ein „okay.
Schnell zu lesen – aber alles andere als leichte Kost.
Ich weiß ehrlich gesagt kaum, wie ich dieses Buch in Worte fassen soll. Was hier passiert, ist erschütternd. Nicht, weil es „nur“ Fiktion ist, sondern weil es für viele Menschen bittere Realität darstellt. Die Autorin schafft es durch wechselnde Perspektiven, in die Hintergründe von Entscheidungen und Verhaltensweisen einzutauchen. Dinge, die auf den ersten Blick vielleicht unverständlich oder sogar vorschnell bewertet werden, bekommen eine ganz andere, nachvollziehbare Dimension. Wie so oft im Leben ist eben nicht alles schwarz oder weiß. Gegen Ende wurde es für mich etwas langatmig, und einige Entwicklungen, vor allem rund um den zunehmenden „Ruhm“, wirkten auf mich stellenweise etwas überzeichnet. Gleichzeitig muss ich dazu sagen, dass ich nicht beurteilen kann, inwiefern das realistisch ist, da ich mich in diesem Bereich nicht auskenne. Es ist also eher ein persönliches Leseempfinden als eine objektive Bewertung. Es regt zum Nachdenken an, fordert heraus und bietet jede Menge Gesprächsstoff… Ein Buch, das nachhallt und einen nicht so schnell loslässt.
Mega Thema.. Sehr enttäuschend umgesetzt..
Da Thema an sich auch mal 'Nein' sagen zu können und sich nicht alles gefallen zu lassen, ist ja mega. Aber die Umsetzung und der Schreibstil dazu haben mir überhaupt nicht gefallen.. Hatte doch andere Erwartungen und das Buch wurde leider keines dieser Erwartungen gerecht. Schade eigentlich, denn es hätte ein richtig gutes Buch werden können, hätte man das Thema mehr eingebracht..
Verschwendetes Potenzial
Ein wichtiges Thema und verschwendetes Potenzial. Der Schreibstil mit den sehr abrupt wechselnden Perspektiven macht das ganze unruhig und schwierig dem Lesefluss zu folgen. Es gibt zusätzlich mehrere Handlungsstränge, die sich in langatmigen Details ergehen, den Platz hätte man besser für die Hauptstory genutzt, die hingegen nicht ausreichend behandelt wird. Ich fand zusätzlich Wolf als Charakter unerträglich nervig und störend. Insgesamt wirkt es sehr konstruiert und das Ende zieht sich schwammig in die Länge.
Das Buch hat mich zum verzweifeln gebracht. Man hätte aus dem Thema so viel rausholen können. Schade.
















































