Toller Auftakt , Highlight
Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt von NetGalley Ich hab bereits einige Bücher der Autorin gelesen und sehr geliebt, da ich ihren Schreibstil immer sehr mag und die tolle und neue Ideen hat. Mit I Am The Blade beweist Marie Grasshoff (für mich zumindest) einmal mehr, warum sie zu den spannendsten Stimmen der deutschsprachigen Fantasy gehört. Sie erschafft nicht nur faszinierende Welten, sondern verbindet diese mit gesellschaftlich relevanten Themen, vielschichtigen Figuren und emotionalen Geschichten. Dabei gelingt ihr etwas, das nur wenige Autorinnen schaffen: Sie schreibt Fantasy, die gleichzeitig episch, modern und tiefgründig ist. Man merkt auf jeder Seite, wie durchdacht die Welt, die Charaktere und die Konflikte aufgebaut wurden. Marie Grasshoffs Schreibstil ist sehr bildgewaltig, detailreich, richtig stark atmosphärisch und unglaublich immersiv. Von der ersten Seite an entsteht das Gefühl, vollständig in die Welt einzutauchen. Ob epische Szenen oder intime Momente – alles wirkt authentisch und mitreißend. Die Grundidee von I Am The Blade ist faszinierend. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was passiert mit einem Menschen, der sein Leben lang als Waffe benutzt wurde? Es geht um Freiheit, Identität, Macht und Selbstbestimmung. Das Worldbuilding gehört für mich zu den größten Stärken des Buches. Marie Grasshoff erschafft eine düstere, magische und faszinierende Welt voller Geheimnisse, Konflikte und Gefahren. Die Welt fühlt sich lebendig an und bietet weit mehr als eine bloße Kulisse für die Handlung. Die Handlung entwickelt sich von Beginn an spannend und verliert kaum an Tempo. Immer wieder gibt es neue Enthüllungen, Konflikte und Wendungen, die dafür sorgen, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Das Buch hatte eine sehr intensive Sogwirkung auf mich, ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Besonders beeindruckend fand ich, dass trotz der großen Fantasy-Elemente immer die Figuren und ihre Entwicklung im Mittelpunkt stehen. Die Handlung wirkt durchdacht und konsequent bis zum Ende. Die Protagonistin ist stark, entschlossen und kämpferisch, aber gleichzeitig verletzlich und geprägt von ihrer Vergangenheit. Ich mochte es sehr, dass sie nichts als gegeben ansieht und alles hinterfragt. Man erlebt jeden Schritt ihrer Reise mit und fiebert permanent mit ihr mit. Auch der Love Interest überzeugt auf ganzer Linie. Er ist nicht einfach nur der attraktive Fantasy-Held, sondern besitzt Tiefe, Schwächen und eigene Konflikte. Seine Entwicklung verläuft ebenso glaubwürdig wie die der Protagonistin. Gemeinsam ergänzen sie sich perfekt und die Romance ist für mich eines der absoluten Highlights. Sie entwickelt sich langsam, intensiv und glaubwürdig. Nichts wirkt überstürzt oder künstlich. Stattdessen entsteht eine Verbindung, die auf Vertrauen, Verständnis und gegenseitigem Respekt basiert. Die Beziehung entwickelt sich parallel zur persönlichen Entwicklung der Figuren und wirkt dadurch besonders authentisch. Jede gemeinsame Szene hatte für mich Bedeutung und so manche Gänsehaut geschaffen. Dieses Buch ist für mich ein absolutes Highlight auch wenn zu Beginn des Buches, die Welt etwas Eingewöhnungszeit braucht und die politische Zusammenhänge manchmal etwas zu komplex sind und hier große Aufmerksamkeit fordern, aber gleichzeitig fand ich eben genau das so klasse! I Am The Blade ist eine epische Fantasy-Geschichte voller Magie, Emotionen und unvergesslicher Charaktere. Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight und eines der stärksten Fantasy-Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!


