Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die sich gerne tiefgründig und philosophisch zum nachdenken anregen möchten. Für mich war dieses Buch ein kompletter Sog, auch wenn zwischendurch eine Herausforderung, aber lieben wir Leser*innen sowas nicht?
Die Charaktere waren für mich so vielseitig, vor allem Alice muss man einfach eine Chance geben. Es zeigt ein Leben, nicht immer nur von den positiven Seiten beleuchtet, sondern auch die Schattseiten. Es geht um die eigenen Grauzonen des Charakters und insbesondere um Selbstliebe ⭐️❤️🔥📖
Puh, hier eine Einschätzung zu Schreiben fällt schwer. Mir fehlt für einiges der akademische Hintergrund, auch hab ich ein paar der genannten Bücher oder Abhandlungen nie gelesen, maximal ist der "Autor" ein Begriff. Und trotzdem fand ich das Buch gut.
In den Kommentaren die sich hier nach dem Lesefortschritt auftuen, erkennt man 2 Lager: Die Einen, die überhaupt nicht in die Geschichte hinein finden und die Anderen, die tiefe philosophische Erkenntnisse in dem Buch sehen.
Ich gehöre zu keiner der beiden Gruppen.
Deswegen ist dies ein Buch für mich, was man mehrmals lesen kann und vielleicht sogar muss, um all seine Fasetten zu ergründen.
Beim ersten Lesen begleiten wir Alice auf dem Weg durch die Hölle. Der "realen" sowie der inneren von Alice.
Wer hier den üblichen Weg des Spannungsaufbaus erwartet, wird teilweise entäuscht werden. Denn Rückblenden, Ausführungen zu den philosophische Werken und die Gedanken dazu von den Protagonisten unterbrechen den Spannungsbogen ständig. Für manche mag das lästig sein, ich bin der Meinung, es gehört zu dem Buch einfach dazu, macht es in gewisser Weise auch aus.
Bei der zweiten Lesung werde ich mich also genau auf diese Zwischentexte konzentrieren, die ich der Spannung folgend, mehr oder weniger überflogen habe. Dabei kann ich dann auch versuchen, Meine Wissenslücken zu füllen, indem ich zu bestimmten Begriffen recherchieren werde.
Meine Empfehlung: Wer nicht den üblichen Weltenbau erwartet, auch ruhig abstrakte Denkmuster zulässt, auch mal beim Lesen "nichts versteht" und das akzeptiert, oder aber philosophisch-wissenschaftliche Denkmuster folgen kann, für den wird diesen Buch interessant und bereichernd sein.
Wer die üblichen Bücher mit einer klaren, Spannungsaufbauenden Linie erwartet, wer alles bis ins Detail erklärt haben und verstehen will, sollte das Buch entweder wie ich lesen, also mindestens 2x, oder einen Bogen darum machen.
Anscheinend ist die Hölle ein Campus. Oder eine Wüste.
Ich hatte bisher noch kein Buch von Rebecca F. Kuang gelesen, und war durch die gemischten Meinungen etwas besorgt, wie ich das Buch finden würde.
Ich bin ehrlich: ich habe von den logik-, Mathe- und philosophiethemen maximal die Hälfte verstanden. Die Logik hinter der Hölle und warum Pentagramme jetzt wie genau wirken, bleibt mir ein Rätsel. Aber dennoch hat das Buch mich gefesselt. Die Charaktere sind alle menschlich mit kleinen (und großen) Fehlern, was sie für mich sympathisch macht (teils auch dadurch, dass sie eben nicht sympathisch sind). Die Geschichte ist spannend und kann mich fesseln, und dieses worldbuilding ist der absolute Hammer.
„Kreide an den Händen. Kreide an den Knien. Was sollt ihr denn sonst sein, Koksnasen?"
Mit Katabasis schafft R. F. Kuang einen Trip in die Hölle, der nicht nur richtig gut ist, sondern an den richtigen Stellen den passenden schwarzen Humor vermittelt.
Wir werden quasi direkt am Anfang zusammen mit unseren Hauptprotagonisten Alice und Peter direkt in die Hölle geworfen. Gerade das macht die Story nicht nur spannend, sondern hat mich direkt mitgerissen. Der Aufbau und auch die einzelnen Etappen, die wir zusammen mit den beiden dann in der Hölle selbst erleben, gefielen mir richtig gut. Wer bereits das Neunte Haus von Leigh Bardugo mochte, wird das auch mit Katabasis tun. Mir sind hier einige Ähnlichkeiten direkt am Anfang aufgefallen, die sich in der weiteren Story aber völlig anders und auch wirklich gut entwickelt haben.
Die Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten fand ich gut, zum Teil aber auch sehr anstrengend. Gerade Alice benötigt für viele wirklich klaren Probleme sehr lange, um Lösungen oder auch Entscheidungen zu finden. Irgendwie hat genau das gar nicht zu ihrem dargestellten Charakter gepasst.
Peter wiederum fand ich wirklich toll. Trotz seiner doch am Anfang sehr fragwürdigen Charakterzüge, ist er mir zum Ende wirklich ans Herz gewachsen.
Die beiden zusammen wiederum haben mich als Team sehr begeistert.
Wirklich gut waren auch die einzelnen Rückblicke in die Vergangenheit der beiden. Damit hat mich die Autorin wirklich gefesselt.
Was ich anfangs so gar nicht nachvollziehen konnte, war, warum die beiden Professor Grimes wieder zurückholen wollten. Wer bitte mochte diesen Charakter?
Was zum 5-Sterne-Buch für mich gefehlt hat? Manchmal leichtere Leseabschnitte. Nach der Arbeit weiter in dem Buch zu lesen war wirklich anstrengend. Zu viel Info auf zu wenig Seiten und dann lange Zeit wieder viel zu wenig Info. Das hat mir dann doch öfter die Leselust und auch den Lesefluss verdorben.
In unserer Welt könnte man Magie studieren. Genau das tun Alice und Peter, die nach dem Tod ihres Doktorvaters in die Hölle reisen. Auf ihrem Abenteuer erfährt man nicht nur, wie philosophische Ansätze die Grundlage des Magiesystems bilden, sondern auch, wie ungerecht und belastend das Leben an einer Universität sein kann.
Zu Beginn war ich total neugierig darauf, wie Alice und Peter sich in der Hölle zurechtfinden würden und ob sie ihren Doktorvater Jacob Grimes tatsächlich finden können. Besonders spannend fand ich, dass bekannte philosophische Konzepte und Persönlichkeiten als Basis für die Magie dienen. Aussagenlogik und Metaphysik werden hier weitergedacht und kreativ ausgearbeitet. Das gelingt R. F. Kuang meiner Meinung nach unglaublich gut.
Leider fiel es mir schwer, mir den zentralen Schauplatz – also die Hölle – richtig vorzustellen. Oft hatte ich deshalb das Gefühl, die Figuren würden einfach durch leere Räume oder Welten laufen. Dadurch ging für mich einiges an Immersion verloren, was ich sehr schade fand.
Zum Ende der Geschichte möchte ich wegen möglicher Spoiler nicht zu viel sagen, außer, dass es auf mich etwas überhastet wirkte. Für mich schließt sich der Kreis nicht ganz, wobei das vielleicht auch mit meiner eigenen Vorstellungskraft zusammenhängt.
Hätte ich mir die Hölle bildlicher vorstellen können, hätte ich das Buch definitiv noch besser bewertet. Denn das grundlegende Setting, insbesondere das Magiesystem, und die Handlung greifen wirklich schön ineinander. Insgesamt würde ich das Buch trotzdem weiterempfehlen und wäre gespannt darauf zu hören, wie andere Lesende sich die Welt von Katabasis vorgestellt haben.
Ich bin kein Fan der Geschichte und um ehrlich zu sein fand ich Alice most of the time einfach nur Mega anstrengend, naiv und nervig! Die einzige Person die mir sympathisch war, war Peter (auch nicht von Anfang an aber dann immer mehr mit der Zeit).
Am meisten habe ich die letzten 3 Kapitel des Buches genossen und ich sag euch ganz ehrlich wäre ein eine Person, die kein Problem damit hat Bücher abzubrechen, hätte ich das wahrscheinlich auch mehrmals während der Story gemacht.🥺
Mir hat so viel mehr world building gefehlt. Ich denke mir dass die Autorin hier auch einfach gerettet hat, dass viele Menschen schon ein more or less starkes Bild der Hölle haben. Aber auch das Magiesystem war mir bis zum Ende nicht zu 100% klar. Ich finde es gab einfach sehr viele plot holes und ich bin so verwirrt aus der Geschichte ausgestiegen lol also bin jetzt Mega unsicher ob ich Babel lesen soll…
Positiv empfand ich den Schreibstil der Autorin. Der war wirklich angenehm und interessant zu lesen. Zwischendurch gab es natürlich auch Szenen, die mich sehr interessiert haben und auch spannen fand. Auch die Toxic Umgebung von Universitäten in Bezug auf Frauen fand ich Mega clever eingearbeitet. Und obwohl ich Alice Mega nervig fand konnte ich in diesem Punkt sehr mit ihr mitempfinden und fand es auch sehr krass wie hart sie manipuliert worden ist um so zu denken wie sie es eben tut.
Wenn Ruhm, Neugier, Schuld und Liebe dir den Weg in die Hölle ebnen …
Ich finde es beeindruckend, wie Rebecca Kuang diese Reise beschreibt und den Leser in eine philosophische Welt zieht. Ihre Figuren wirken erschreckend echt, beinahe unangenehm menschlich. Voller Fehler, Widersprüche und moralischer Verfehlungen. Gleichzeitig sind sie facettenreich und oft selbstverliebt, wodurch ihre Denkweisen stellenweise anstrengend werden können. Und doch erzählt Kuang so gnadenlos und düster-poetisch, dass ich das Buch Kapitel für Kapitel verschlungen habe.
Der goldene Farbschnitt und diese eingestanzten Pentagramme im Einband passen so gut und sind bildschön.
Das hier war wirklich eine gelungene Mischung aus Fantasy, Romantik und einer Kritik der akademischen Welt. Stellenweise war mir die Lore etwas zu schwammig und unausgegoren aber insgesamt doch sehr schönes Buch.
Katabasis
R.F. Kuang
„Wie weit würdest du gehen, um jemanden zurückzuholen, den du verloren hast?“
Katabasis ist mein erstes Buch der Autorin und es ist definitiv kein leichtes, im Mehrfachen Wortsinn.
Mit Katabasis beweist R.F. Kuang (zumindest mir), dass sie nicht einfach Geschichten schreibt — sie seziert Macht, Schuld, Trauer und menschliche Abgründe mit chirurgischer Präzision.
Düster, philosophisch und stellenweise fast beklemmend folgt die Geschichte einem Abstieg, der nicht nur mythologisch, sondern vor allem emotional ist. Kuang verbindet akademische Schärfe mit einer Intensität, die sich langsam unter die Haut schiebt. Dabei fühlt sich jede Seite schwer an — nicht negativ, sondern bedeutungsvoll.
Besonders geliebt habe ich die Atmosphäre: kalt, elegant, voller unterschwelliger Spannung. Die Figuren sind weder eindeutig gut noch sympathisch, aber genau das macht sie so faszinierend und genau das mag ich ja besonders, dieses morally grey, das viele nicht ganz so begeistert - aber ich steh da wirklich sehr drauf. Man beobachtet die Protagonisten also nicht nur — man wird praktisch in die Handlung hineingezogen.
Wer eine leichte Fantasy sucht, wird hier vermutlich nicht glücklich. Katabasis fordert Aufmerksamkeit, Geduld und die Bereitschaft, sich auf moralische Grauzonen einzulassen. Aber wenn man das tut, bekommt man ein Buch, das noch lange nachhallt.
R.F. Kuang scheint für mich eine Autorin, die keine Angst davor hat, unbequem zu sein — und genau deshalb freue ich mich schon auf Babel.
Mir hat es richtig gut gefallen! Wer auf philosophische Ansätze und einige offene Fragen steht, auf die Kombination aus eher urbaner Fantasy und Querverweise bzw. Erwähnung einiger großartiger Autoren und Werke, ist hier absolut richtig. Mir hat ihr Schreibstil unfassbar gut gefallen. Auch das Komplexe an einigen Stellen. Ich mag es sehr, wenn ich für ein Standalone stellenweise länger brauche als für ne Trilogie, einfach weil einige Seiten/ Kapitel zum Nachdenken anregen und ich mich ganz darin verlieren kann. Logik, Philosophie und Fantasy - genau meins 💃🏻
dich Logik, Moral, Ethik und das aufzeigen toxischer Männlichkeit interessieren. Es beinhaltet unfassbar viel Wissen und ich habe super viele Dinge nachgeschlagen und dazugelernt.
Ich hätte sehr gerne fünf Sterne gegeben. Doch an manchen Stellen hatte es einige Längen, die auch die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit nicht überbrücken konnten.
Ich freue mich schon auf Kuangs nächstes Buch.
Eine tolle Geschichte, die auch Tiefgang hat! Hier darf man auch nicht abschweifen und muss konzentriert lesen, sonst biegt man irgendwo in der Hölle falsch ab.
Die Geschichte fand ich richtig gut mit ein paar Fragezeichen an der ein oder anderen Stelle. Alles in allem eine Story die zum Nachdenken anregt.
Ich habe mich mich mit dem Schreibstiel etwas schwierig getan, deshalb hat es mit dem Lesen etwas gedauert. Die Darstellung der Hölle und den Höllenkreise fand ich Interresant.
Ich mochte Alice und auch Peter sehr gerne
Aber wegen dem Schreibstiel ist das nicht ganz so meins.
Ich wollte das Buch lieben, ich hab immerhin die Mohnblume-Trilogie von R. F. Kuang geliebt…
Aber ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll.
Die vielen Wechsel in die Vergangenheit waren mir oft zu lang, so dass ich ich überhaupt nicht mehr wusste, was in der Gegenwart passiert ist. Die philosophischen Ausschweifungen.. fand ich hier und da interessant aber auch diese waren mir oft zu lang und ich konnte der Handlung schwerer folgen. Es zog sich, manche Szenen habe ich null verstanden, wieso die für die Geschichte relevant waren, es hat mich leider einfach nicht gecatcht 😭😭
Vllt muss ich dafür mehr Interesse an Philosophie und Linguistik haben, um das Buch zu checken 🥲
Auf S. 77 abgebrochen. Es ist mir zu langatmig. Das einzige was mir gefällt, ist das Design des Buches. Da hab ich mich von einem Hype anstecken lassen und der Funke ist leider nicht übergesprungen.
🧠🔥 Dieses Buch liest dich – nicht andersrum 🔥🧠
Katabasis von R. F. Kuang ist alles – nur keine leichte Lektüre.
Wenn du keine Berührungspunkte mit Philosophie, Mythologie (Orpheus, Dante etc.) oder Denkansätzen von Aristoteles und Platon hast, wird dich dieses Buch fordern. Und zwar richtig.
Aber genau DAS ist seine größte Stärke.
💭 Was hängen bleibt:
Der eigene Verstand kann ein Gefängnis sein.
Der Wunsch, besser zu werden, kann dich komplett verlieren lassen.
⚡ Highlights:
– unfassbar viele kluge, miteinander verwobene Themen (Philosophie, Mathematik, Mythologie)
– eine dichte, wechselhafte Atmosphäre zwischen düster, dramatisch und fast schon leicht
– starke Dialoge (vor allem zwischen Alice & Peter 🥲)
– eine leise, glaubwürdige Liebesgeschichte, die nie im Mittelpunkt steht, aber trotzdem trifft
🐾 Bonus: Archimedes supremacy. Diese Katze hat mein Herz.
⚠️ Kritik:
Alice’ Naivität war stellenweise… anstrengend.
Ich verstehe, warum sie so geschrieben ist (Manipulation, Machtgefälle), aber als Leser sitzt du da und denkst dir einfach nur: GIRL. PLEASE. 🤨
✍️ Schreibstil:
Anspruchsvoll, teilweise fast wie ein Sachbuch.
Kein „ich flieg mal eben durch ein knapp 700 Seiten“-Buch.
Ich habe fast eine Woche gebraucht, weil ich wirklich verstehen wollte, was da passiert.
✨ Fazit:
Dieses Buch fordert, provoziert und zwingt dich mitzudenken.
Kein leichtes Lesen, kein schneller Plot, aber ein Erlebnis.
Nicht für jeden. Aber eigentlich für jeden empfehlenswert.
⭐️ 5/5
Fast 5 Sterne - Ich freue mich riesig darauf, das nächste Buch von R.F. Kuang zu lesen 🤩
Ich fühlte mich von Anfang an zu Katabasis hingezogen, schon allein wegen der fesselnden Prämisse. Wir begleiten Alice, eine amerikanische Doktorandin in Cambridge im Fach analytische Magie, deren Doktorvater stirbt und die sich aus rein egoistischen Gründen auf eine Reise in die Hölle begibt, um ihn zurückzuholen. Was für eine fantastische Idee!
Allerdings gibt es einen Grund, warum ich dem Buch keine fünf Sterne geben kann: In manchen Kapiteln werden Dinge erst erklärt, nachdem sie bereits passiert sind. Trotzdem ist es ein brillantes Buch, voller Verweise auf Philosophen, andere Bücher über den Weg in die Hölle und zurück sowie viele weitere interessante Aspekte. Es ist zu 1.000 Prozent eine Empfehlung von mir.
Ich wollte die Geschichte lieben, weil die Prämisse so cool ist. Aber ich habe einfach nicht reingefunden.
Irgendwie schade. Am Ende war es für mich eine belanglose Geschichte. Eine belanglose Geschichte in einem theoretisch spannenden Setting. In einem theoretisch fantastischen, auf jeden Fall aber innovativem, Magiesystem. Mit moralisch grauen Hauptcharakteren. Und theoretisch high stakes.
Auf den ersten Blick hätte das DAS Buch für mich sein sollen.
Aber die Umsetzung hat mich nicht mitgenommen. Leider.
R.F. Kuang hat wohl versucht, ein high stakes setting zu etablieren. Doch es hat sich stattdessen wie ein sich willkürlich windender Spaziergang in der Unterwelt angefühlt. In fast komplett unzusammenhängenden Etappen. Daher hat mich das Setting dann auch nicht mitgerissen.
Trotzdem: Nicht alles im Buch war unzufriedenstellend.
In etwa der Mitte wurde ich kurz richtig in die Geschichte hinein gezogen, als mehr über die Motivation der beiden Hauptcharaktere enthüllt wurde. Das ist für mich auch am Ende vielleicht das Beste am ganzen Buch: Die fehlbaren Haupt- und Nebenfiguren, deren Motivation und Weiterentwicklung.
Ich dachte, an dem Buch würde mich das Magiesystem am meisten faszinieren. Wie es bei Babel der Fall war.
Ich habe Philosophie studiert und es klang genau nach meinem Ding. Stattdessen bin ich enttäuscht von der Art und Weise, wie mit philosophischen Paradoxa, Gedankenspielen und Co umgegangen wurde. Die als „ach so brillant“ bezeichneten philosophischen Ausführungen der Protagonistin, bewundert von ihrem mathematisch hochbegabten Kollegen, sind Gedankenspiele, die so oder so ähnlich von den meisten Bachelorstudierenden hätten kommen können, denen ich im Studium begegnet bin. Die Erklärung der ach so fantastischsten logischen Paradoxa ebenso. Und ich habe nicht in Oxbridge studiert. Doch ich hatte mir hier mehr erwartet.
Ich glaube, das ist einer der Fälle, in denen man ein Buch nicht so genießen kann, weil man zu viel Fachwissen hat.
Die Philosophischen Konzepte waren flach. Die Herleitungen waren zu oberflächlich. Die Theoreme, die die Hauptcharaktere überrascht hatten und unbekannt waren, waren irgendwie offensichtlich. Schade.
Und gleichzeitig war die Beschreibung der sexistischen und abelistischen Akademia dagegen sehr gut. Genau im richtigen Maße wütend machend ohne unrealistisch zu wirken. Im krassen akademischen Hierarchiegefälle und dem Festmachen des eigenen Selbstwerts an akademischem Erfolg und Anerkennung konnte ich mich gut wiederfinden und hineinversetzen. Aber hier sind wir wieder beim guten Punkt des Buches: den Figuren und der Sozialkritik.
Ein Buch, welches zum nachdenken anregt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, auch wenn gefühlt manchmal der rote Faden oder an spannenden Ereignissen gefehlt hat (gefühlt!). Denn es geht doch sehr in eine Richtung, die einem Dinge vor Augen führen, die im Alltag so offensichtlich sind und weshalb man sich dennoch damit herumschlägt. Wofür?
Das worldbuilding rund um die Hölle hat mir gut gefallen, wobei da erst der letzte Teil mich richtig abgeholt hat. Das Magiesystem ist komplex, nicht leicht verständlich (mir ist es auch nicht ganz gelungen) und hätte ausführlicher erklärt werden können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Das Buch zählt zu meinen bisherigen Lesehighlights des Jahres ❤️
Ich kenne bereits "Babel" von der gleichen Autorin, deshalb war mir klar, dass ich mich hier auf eine gehaltvolle Geschichte einlasse, die vermutlich viele wissenschaftliche Begriffe enthält, die ich nicht immer sofort verstehe. Dem war auch so, allerdings ist Katabasis im Vergleich zu Babel so... Leer. Das liegt vor allem am Worldbuiling. Einen großen Teil der Geschichte befinden wir uns in der Hölle, was erstmal spannend klingt. Nur ist die Hölle zu 90% der Zeit eine staubige Wüste durch die die Lethe als Fluss fließt. Und das sorgt leider dafür, dass die Geschichte einfach leer bleibt, da wir die Protagonisten die meiste Zeit dabei begleiten wie sie durch Staub und Sand stampfen und dabei versuchen nicht zu verhungern oder zu verdunsten. Jetzt könnte das Ganze durch gut geschriebenene Charaktere wieder aufgewertet werden, aber auch die fehlen leider komplett. Alice und Peter stehen sich oft selbst im Weg und ein bisschen mehr Kommunikation hätte viele Probleme lösen können und die Geschichte um locker 200 Seiten verkürzen können.
Am Ende habe ich mich einfach nur noch durchgekämpft und gehofft, dass es bald vorbei ist. Wer etwas von der Autorin lesen möchte sollte definitiv lieber zu "Babel" greifen.
Ein ebenso kreatives wie philosophisches Werk mit einigen Längen - nicht für jeden
Babel war 2025 ein absolutes Jahreshighlight für mich, aber Katabasis kann daran nicht ganz anknüpfen.
Sowohl die Ausgangssituation - die beiden Doktoranden Alice und Peter reisen in die Hölle, um ihren Doktorvater daraus zurückzuholen - als auch das Höllensetting selbst ist sehr akademisch und das Magiesystem analytisch wie philosophisch geprägt. Es gibt sehr viele Referenzen zu anderen Werken und Autoren und vieles ist teilweise sehr ausschweifend erklärt. Auf diese Art Buch muss man Lust haben. Hatte ich auch und die ersten 60% war ich sehr fasziniert und beeindruckt, aber dann begann der Plot mich etwas zu verlieren. Es wirkte etwas gehetzt, als hätte die Autorin gemerkt, dass sie noch 30% der Handlung unterbringen muss, aber schon 500 Seiten voll hat. Das war schade.
Was ich außerdem wichtig finde, zu erwähnen, ist dass der Plot eigentlich nicht so sehr im Mittelpunkt steht, sondern es im Kern um Machtmissbrauch in all seinen Facetten geht und was es kostet, sich aus so einer Situation zu befreien.
Alice Law, Doktorandin an der Universität in Cambridge, befindet sich unter den Fittichen vom berühmten Magier Jacob Grimes.
Eines Tages, bei einem ihrer Experimente, explodiert Grimes. Alice hat nun Angst um ihren Abschluss, da ihr Meister ja nicht mehr existent ist. Also beschließt sie, einfach in die Hölle zu reisen (denn da kommen ja auch die Toten hin) und Grimes da wieder rauszuholen.
Als sie sich mit ihrem Gepäck durch ihre magischen Formeln in die Hölle katapultieren will, kommt ihr jedoch Peter Murdoch in die Quere. Seines Zeichens auch ein Lehrling von Grimes. Und jetzt will dieser Typ nun auch noch mit auf ihren Höllen-Trip.
Bekommen sie ihren Professor gerettet und was geht in der Hölle alles ab? Das alles erfahren wir im Verlauf des Buches.
Kuang kann nicht nur Welten bauen, sondern auch die Hölle sehr gut veranschaulichen. Ihr gewohnter Schreibstil liest sich flüssig, hier dürfen wir auch ein wenig derben Humor genießen. In diesem Buch mischt Kuang Mathematik, Literatur, Philosophie und Wissenschaft ganz wild miteinander - aber beim Lesen passt alles.
Ganz toll auch wieder: Ihre Protagonisten müssen auch mal aufs Klo. 🧻 Bekommt man ganz selten in einem Buch, dass die Charaktere mal das Örtchen aufsuchen müssen. 👍🏻🤣
Von Anfang bis Ende bleibt die Geschichte spannend, ab und zu mal ein wenig langatmig, aber nicht weiter schlimm.
Mit den Charakteren war ich soweit auch zufrieden, aber Alice war ab und zu mal echt nervig. 🙄🫠
Wer Kuangs Schreibstil mag und was total abgedrehtes und verrücktes lesen will, ist hier genau richtig! 👍🏻
Die Idee hinter der Story fand ich zunächst sehr gut. Durch Alice' Mitverschulden explodiert ihr Professor mitsamt ihres gemeinsamen Projekts und stribt. Kurzerhand entschließt sich Alice, ihren Professor aus der Hölle zurückzuholen, da sie ohne ihn schließlich ihren Abschuss nicht wie geplant umsetzen kann und wird last minute von ihrem Konkurrenten Peter begleitet. Klingt interessant und humorvoll - dachte ich. Humorvoll geschrieben ist es auch. Ich musste häufig schmunzeln.
Allerdings ist die Geschichte sehr philosophisch umgesetzt mit häufigem Bezug zu literarischen und philosophischen Werken, Mathematik und Physik und dümpelt eher so vor sich hin. Was ich leider komplett vermisst habe, ist ein richtiger Spannungsbogen. Die fehlende Spannung in der Story kombiniert mit den vorgenannten Aspekten hat mich leider dazu veranlasst, das Buch abzubrechen. Wirklich schade, aber ich bin hier mit Stil und Umsetzung leider gar nicht warm geworden.
Ich werde es zumindest noch mit Babel versuchen, das hier ebenfalls im Regal wartet und schauen, ob Frau Kuang und ich noch Freunde werden.
Ein perfektes Buch für Wissenschaftsliebhaber, welche mit komplizierteren Schreibstil klarkommen
Zu Beginn vorweg: Ich hatte sehr hohe Erwartungen, als ich das Buch angefangen habe zu lesen. Ich bin mir unsicher, ob diese komplett erfüllt wurden, allerdings hat mich dieses Buch dennoch sehr begeistert.
Ein kurzer Kontext zu mir, der durchaus wichtig ist, denn das Buch ist nicht für jedermann. Ich studiere etwas naturwissenschaftliches im Master und arbeite nebenbei in der Wissenschaft. Dadurch hatte ich einen großen Bezug zum Thema und auch zum Schreibstil.
Aber nun zum Buch: Das Buch handelt von Alice und Peter, zwei Doktoranden der Magie, welche in die Hölle reisen, um ihren Professor zu retten. Jedoch steckt hinter dem Buch sehr viel mehr, als diese kurze Zusammenfassung vermuten lässt. Am Ende steht ein Buch, welches wichtige Themen, wie Misogynie in der Wissenschaft, Machtmissbrauch und den Wert des Lebens anspricht.
Mit Alice und Peter haben wir zwei interessante Charaktere, die zu Beginn zwar eindimensional wirken, sich aber schnell herausstellt, dass hinter ihren (nicht immer sympatischen) Charaktereigenschaften Ursachen und Gründe liegen, die dieses Buch sehr schlau aufdeckt.
Mein Highlight des Buches ist das sehr wissenschaftlich angehauchte Magiesystem. Das erste Mal hatte ich das Gefühl, dass hinter der Magie etwas tieferes steckt als Zauberstab und Zauberspruch, dass Magie etwas ist, das auch ich lernen könnte.
Der Schreibstil ist definitiv kontrovers. Er ist recht kompliziert und an manchen stellen sehr detailliert. Ein richtiger Lesefluss kommt dadurch nicht immer auf, allerdings hat mich das nie gestört, da mich dieses Buch eh oft zum Nachdenken angeregt hat und ich während des Lesens kurze Pausen gemacht habe.
Abschließend kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der Interesse an Wissenschaft und wissenschaftlicher Arbeit hat und von einem kompliziertem Schreibstil nicht abgeschreckt ist. Das ist kein Buch, welches man mal so einfach in 2 Tagen durch hat, aber es gibt einem so viel zurück.
Das Buch hat mich besonders angesprochen, weil die Komponenten interessant waren.
Es geht um eine Reise in die Hölle. Es werde alte Texte für eine „Landkarte“ der Hölle herangezogen.
Natürlich läuft nicht alles glatt in der Hölle.
Manchmal weiß man nicht, wo es hinführen wird, weil unterschiedliche Gefühle im Spiel sind.
Ganz verschlungen habe ich das Buch nicht, aber ich bin teilweise doch durchgerauscht.
"Alter", sagte Peter. "Die Hölle ist ein Campus."🙈😂
Als ich "Katabasis" in den Händen hielt, konnte ich mir nicht Ansatzweise vorstellen was da auf mich zu kommt. Auch wenn ich Rebecca F. Kuangs Bücher kenne, ist sie für eine Überraschung immer gut. Zumindest ging es mir so. Der Farbschnitt nebenbei ist mal etwas anderes😊.
Alice Law ist Doktorandin, an der Universität in Cambridge, beim Magier Jacob Grimes. Nicht nur sie ist dort unter seinen Fittichen, auch Peter Murdoch ist Doktorand bei Grimes. Bis Grimes plötzlich bei einem Unfall stirbt. Beide entscheiden hinabzusteigen in die Hölle und Grimes von den Toten wieder auferstehen zu lassen. Die beiden Doktoranden merken sehr schnell, dass sie sich auf eine Reise begeben außerhalb jeglicher Regeln, oder Logik, oder Realität, oder Magie. Denn Gefahr birgt die Unterwelt genug und bringt zugleich Geheimnisse ans Licht, die für sie entweder böse enden könnten, oder sie beide zusammenarbeiten lässt.
Dieses Buch arbeitet immer noch in mir und halt echt heftig nach. Einfach, weil es so viel zu verarbeiten gibt🤗😂. Was für ein Wortbuildung, (inklusive hier und da etwas derben Humor), was für Metaphern und "Hinweise" zu literarischen Werken, was für mathematische und wissenschaftlich, philosophische Themen... eingebettet in die Unterwelt. Wie gut, dass ich Rebecca F. Kuangs Bücher und Schreibstil schon kenne, somit kam ich gut in ihr Buch rein. Von der ersten bis zu letzten Seite war es spannend und hin und wieder auf ein paar Seiten zog es sich. Etwas dazu gelernt habe ich auch (Sry, aber manche Begriffe musste ich einfach googlen, bin ja nicht allwissend😊😂). Die Hauptprotagonistin fand ich in mancherlei Hinsicht etwas anstrengend und auch nervig. Ich flog einfach nur so durch die Seiten. Anspruchsvoll war es aufjedenfal und trotzdem ein toller Lesegenuss.😍
Bezüglich klarer Leseempfehlung, so macht sich jede Person ihr eigenes Bild. Ich kann eine Empfehlung klar aussprechen. Für alle die anspruchsvolle Literatur mögen, eine Reise in die Hölle wagen wollen und nebenbei vlt noch etwas dazulernen wollen 📖🥰
Ich weiß nicht mal genau was ich sagen soll. Der Klappentext klang spannend und einige Stellen des Buches waren es auch. Aber sonst war es langatmig und ich musste mich durch quälen. Die theoretischen Bezüge sind mir einfach zu viel gewesen. Manchmal hab ich mich gefragt was das eigentlich alles mit der Story zu tun hat
Nachdem ich Babel förmlich verschlungen hatte, habe ich so auf dieses Buch hingefiebert!
Wurde dann jedoch leider etwas enttäuscht.
Ich glaube, was mich an Katabasis am meisten gestört hat, ist, wie weit wir uns stellenweise von der Handlung entfernen. Und auch, wenn die teils sehr philosophisch angehauchten Exkurse zumindest teilweise sehr interessant zu lesen waren, haben sie mich doch jedes Mal völlig aus der Handlung hinausgeworfen. Und auch in der Handlung selbst gab es immer wieder Szenen, die es in meinen Augen nicht gebraucht hätte. Der Roman hätte gut 100 Seiten kürzer und immer noch richtig gut, vielleicht sogar besser sein können.
Hinzu kommen kursive Einschübe mit Definitionen, Abhandlungen über Magie, Paradoxa und Ähnliches, über die ich mich zu Beginn sehr gefreut hatte. Ich bin immer wieder ein großer Fan davon, wenn die „normale“ Erzählform aufgebrochen wird. Doch beschränkten sich diese Einschübe lediglich auf die erste Hälfte des Buches, tauchten später gar nicht mehr auf, wodurch ich bis heute nicht so ganz ihren Sinn verstanden habe. Auch waren sie nicht wie wirkliche Definitionen geschrieben, was ich sehr cool gefunden hätte, sondern bezogen sich doch immer wieder auf die Handlung, wodurch man sie auch einfach in selbige hätte integrieren können.
Jetzt aber zu den Dingen, die mir wirklich gut gefallen haben: zuallererst bin ich super gut in den Lesefluss hineingekommen. Von der ersten Seite an habe ich mich in die Geschichte eingefunden.
Außerdem hat mir unglaublich gut gefallen, wie unsympathisch mir Alice stellenweise war. Es ist so leicht, sympathische Charaktere zu schreiben. Aber eine Figur wie Alice in den Fokus zu stellen und es dann zu schaffen, dass man doch mit ihr mitfiebert, ist eine Kunst. Denn obwohl ich stellenweise gar nicht mit ihr relaten konnte, wollte ich irgendwie, dass es gut für sie (und Peter) ausgeht.
Dann das Worldbuilding in der Hölle, die Charaktere, die wir dort treffen: alles supercool designed! Und obwohl, zum Teil sehr komplexe Konzepte eingeführt werden, in meinen Augen immer noch wirklich gut nachzuvollziehen.
Das Ende kam mir etwas abrupt, aber abschließend kann ich sagen, dass ich trotz einiger zäher Passagen eine fesselnde Reise durch die Höller erleben durfte. Und Peter ist eine süße Maus! 🐭
„Das Leben muss man aktiv betreiben. Man muss darum kämpfen.
Sonst ist es gar kein Leben. Darum geht es.“
War anders, als ich von dem Klappentext her erwartet hatte und für mich hat es sich zwischendurch teils sehr gezogen / war manchmal sehr zäh.
Dennoch wollte ich natürlich immer wissen, wie es weitergeht bzw. ausgeht.
Fazit: War nicht ganz meins, aber dennoch gut und vor allem auch anspruchsvoll geschrieben.
Erinnert ihr euch an Ash Ketchum aus Pokémon? So ähnlich verhält es sich mit Alice, die Allerbeste in analytischer Magie werden will. Als Professor Grimes stirbt, bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss ihn aus der Hölle zurückholen, denn seine Empfehlung ist unverzichtbar. Ihr Rivale verfolgt natürlich dasselbe Ziel, und der Wettstreit beginnt.
Die Geschichte ist von unzähligen Anspielungen auf Dantes Divina Commedia durchzogen, was den Text intertextuell reizvoll macht, zugleich aber eine hohe Vorbildung voraussetzt. R. F. Kuang entwirft eine Hölle, die sich als Universität offenbart. Dieses Setting hätte großes Potenzial geboten, einen klugen Kommentar auf die akademische Welt zu liefern, bleibt jedoch erstaunlich blutleer. Anstelle einer kraftvollen Allegorie entsteht eine fast banale Kulisse.
Die Figuren leiden unter derselben Oberflächlichkeit. Alice durchläuft keine wahrnehmbare Entwicklung, wodurch die Handlung episodisch und statisch wirkt. Statt Charaktertiefe begegnet man einer Fülle theoretischer Exkurse, die bald den eigentlichen Plot verdrängen. Die narrative Energie, die Kuangs frühere Werke getragen hat, bleibt hier spürbar auf der Strecke.
Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive zeigt sich eine klare Dominanz des Diskurses über die Narration. Theorie, Intertextualität und philosophische Konzepte treten in den Vordergrund, während Handlung und Figurenkonzeption unterbelichtet bleiben. Damit wird der Text zu einem hybriden Experiment zwischen Essay und Fiktion, das jedoch nie ganz zu einem packenden Roman findet.
Unbestreitbar bleibt Kuangs bildhafte Sprache, die von klugen Beobachtungen und rhythmischer Präzision lebt. Doch stilistische Brillanz allein trägt keine Fantasygeschichte. Es fehlen ein tragfähiges Worldbuilding, emotionale Tiefe und ein überzeugender Spannungsbogen. Im Vergleich zu Babel oder The Poppy War markiert Katabasis deshalb einen deutlichen Rückschritt.
So bleibt ein Werk, das literarisch ambitioniert, sprachlich virtuos, in seiner erzählerischen Anlage jedoch enttäuschend ist.
Nach zwei Wochen schreib ich nun die Rezi. Musste vieles mal sacken lassen und in Ruhe darüber nachdenken. Wer hier eine Fantasy erwartet ist komplett falsch und ich nehme an, dass daher die schlechten Bewertungen kommen.
Ich fand es unheimlich gut. Frau Kuang nimmt die Leser mit in die Hölle und nicht nur das, sie zieht den Leser bewusst mit hinunter.
Nun hat jeder seine eigene Hölle und hier sind wir in der Hölle des Campus, bei dem Wissen Macht ist. Und ja ganz ehrlich oft habe ich Wikipedia gefragt, zum Beispiel was Gabriels Trompete ist und bin mir wahnsinnig dumm dabei vorgekommen. Aber ich denke es war auch die Intention der Autorin, somit die Hölle für den Leser zu erschaffen, ein Gefühl eines Novizen und Unwissenden zu erhalten. Kaum würdig der hohen Institution.
Auch wie der Drang nach Wissen einen über Grenzen gehen lässt und zu Monstern macht oder man es fadenscheinig rechtfertigt (die Stadt Dis ist großartig) ist einfach gut umgesetzt.
Auch die Misogynie an so alten Instituten wird mehrfach beschrieben auf unterschiedliche Arten.
Am Ende ist Alice bei Yama dem Gott der Unterwelt und auch der Schreibstil wird einfacher. So als ob der Leser auch wert ist erlöst zu werden und die Hölle zu verlassen.
Hinein in das akademische Leben und magischen Sphären!
Die Geschichte im Buch wetteiferte mit dem zauberhaften Charme der Charaktere sowie den verschiedenen Lebensebenen. Anfangs begann der Tauchgang in eine bekannte Hochschulwelt, doch mit dem Element der Magie und den höllischen Kreisen zog das Buch die Leserschaft tiefer in einen faszinierenden Bann. Es ermöglicht das Hinterfragen unserer bisherigen Entscheidungen und daraus resultierenden Handlungen. Es stellt die Zeit und das Dasein des Menschen gelungen in ein Verhältnis, was viele Erkenntnisse und Fragen zugleich aufwirft. Es hilft auch über das eigene Sein sowie dem entsprechenden Sinn nachzudenken. Dadurch hatte die Story oft geniale Denkanstöße geliefert. Jedoch hatte das Ende ruhig etwas umfassender sein können, da doch das kann auch nur eine subjektive Wahrnehmung sein. Letztlich erhalten die Lesenden dennoch eine schöne Botschaft zum Abschluss.
Dieses Buch war für mich eine ganz persönliche Herausforderung. Ich fand das Setting super spannend, auch war man direkt mittendrin in der Story. Aber irgendwie schwang bei mir die ganze Zeit die Frage mit: wohin führt das denn alles? 😅 und ehrlicherweise ist diese Frage bis zum Schluss bei mir geblieben. Das Buch hatte für mich ein paar gute und spannende Passagen, aber leider hat es sich die meiste Zeit sehr lang gezogen, einige Seiten habe ich nur noch überflogen.
Abgebrochen. Anfangs gefiel mir die Grundidee sehr gut. Aber irgendwann stagnierte es, es kam für mich nichts neues mehr. Die Personen drehten sich in meinen Augen nur um sich selbst. Schade ich wollte so sehr dass es mir gefällt.
Rezension: (kann Spoiler enthalten)
Bereits bei "Babel" habe ich mich mit dem Schreibstil etwas getan und beim Lesen deshalb echt ziemlich lange gebraucht, was nicht mal am Umfang lag. Bei "Katabasis" ging es mir nun tatsächlich wieder so, wobei ich hier etwas zügiger durch kam. Das lag vor allem am Thema. Denn die Darstellungen der Hölle und der Höllen-Kreise fand ich sehr interessant aufgearbeitet und das hat mich dann doch am Lesen gehalten.
Alice ist eine sehr neugierige Person, die immer gerne forscht und sehr analytisch denkt. Trotzdem brechen immer wieder Emotionen aus ihr heraus und es zeigt sich, dass alles vor allem auch Fassade ist. Das mochte ich an ihr ganz gerne, denn sie bildet so die objektive Analyse des Ortes, aber auch die emotionale Seite der Geschehnisse ab.
Mir persönlich hat "Katabasis" ein wenig besser gefallen als "Babel". Der Schreibstil ist zwar nicht meins, aber hier mochte ich das Thema sehr gerne und deshalb ist mir das Lesen nicht ganz so schwer gefallen.
3,5 Sterne
I really liked the Story. However, often I just couldn't really grasp EVERYTHING. Occasionally, Alice was really annoying, but I understand it was important for her development to be like that. Besides that, I think its rather weird that Peter and Alice got together THAT fast. Thus, I would have wished for a scene where they talked a little bit more and did not get inturrepted. Especially after the scene where Peter said Alice is just a teachers Pet. I cant believe she got over that comment that fast.
Ich weiß nicht genau was ich zu dem Buch sagen soll. Mich hat nur noch die Frage wann und wie es Endet angetrieben. Wobei ich die meiste Zeit an mir selbst gezweifelt habe, und mir zu oft gesagt habe das ich das Buch einfach abbrechen sollte. Gerade bei den vielen Einwürfen, der Recherche der Autorin, die nicht immer ganz in den Fluss der Geschichte passten.
Zu oft habe ich mich selbst in einem Lehrsaal gefühlt.
Trotzdem allem, will ich nicht nur negatives schreiben das sowieso nur aus der eigenen Perspektive zu sehen ist.
Denn die Figuren des Professors, Alice und Peters waren sehr tiefgründig, Das Bild das schnell vom Professor gebildet hatte, wurde nicht besser und wie es schon andere Kommentare erwähnten würde ich ihn auch gerne in die Hölle verfrachten. Aber auch die Beziehung zwischen Alice und Peter die steinig in schwer schien, hat mich dazu gebracht zu bleiben.
Trotzdem habe ich für mich festgestellt, dass das wohl für eine ganze Zeit das erste und letzte Buch der Autorin bleiben wird.
I was so anxious about reading this book because everyone said how difficult it is and how much background knowledge you need to understand it and I don't think that was the case at all? Bable made me feel so freaking stupid. Like yes English isn't my first language but I think I'm pretty fluent in it, nonetheless I felt so stupid while reading Bable. Katabasis on the other hand was such a pleasant reading experience.
I loved that the story started straight away with our trip to hell, no introduction, no mood building - just straight into that journey. I loved the introduction and description of hell and its different levels, the relationship development of our characters with each other and their mentor - I was instantly invested.
// SPOILER //
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the story lost me a bit after Peter died and Alice wandered around kinda aimlessly through the last few levels of hell. I'd have loved to spend a bit more time there as well and have more descriptions of what's going on and not just passing through it.
besides that I had a fun time with this book! loved the story, loved the writing and the end.
Ich fand das Buch wirklich sehr besonders! Nur in der ersten Hälfte sehr langatmig. Zudem muss man das Buch sehr aufmerksam lesen damit man das alles verstehen kann.
Recht Langatmig und zäh, daher nicht unbedingt ein Highlight für mich. Aber das Magiesystem wie immer bei R.F.K. unfassbar gut recherchiert und beschrieben. Die Beschreibung der Hölle hat mir außerdem sehr gut gefallen!
Dieses Buch war ganz anderes als erwartet! Teilweise waren mir die theoretischen Ansätze etwas zu komplex, aber ich fand es gut, wie die Geschichte im Kern wiedergibt wie man sich von einer nazisstischen Person lösen kann.
Aufgrund der positiven Rezensionen, des Themas und des faszinierenden Buchcovers habe ich mich so auf das Buch gefreut. Der Anfang des Buches hat mir auch sehr gefallen. Ich liebe das Setting, in dem die Geschichte spielt - der trostlose, harte und oft unfaire sowie patriarchale Alltag für Doktorand:innen. Auch die Ausflüge in die wissenschaftlichen Theorien habe ich aufgrund meines eigenem Studiums genossen. Gegen Mitte des Buches, wurde die Story allerdings immer undurchsichtiger und träger. Leider bin ich auch mit den beiden Hauptcharakteren nicht wirklich warm geworden. Ich habe mich regelrecht durch das Buch gequält. Erst am Ende wurde es wieder etwas spannender. Ich bin ein daher ein bisschen enttäuscht, dass meine Erwartungen in die Geschichte nicht wirklich erfüllt wurden.