Fesselnde Dystopie mit starker Heldin und spannendem Setting. Leicht vorhersehbar, aber mitreißend erzählt. Macht Lust auf die Fortsetzung!
Lisa-Katharina Hensel entführt uns in Shattered Bonds in ein futuristisches Berlin des Jahres 2114, eine Welt, die gleichermaßen faszinierend wie erschreckend ist. Die dystopische Atmosphäre, das gesellschaftliche Ungleichgewicht zwischen der Elite unter der Kuppel und den Ausgestoßenen in den äußeren Zonen, hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Protagonistin Ava ist eine starke und intelligente Figur, die mit ihrer Fähigkeit, virtuelle Welten zu betreten, eine spannende Dynamik in die Geschichte bringt. Besonders beeindruckt hat mich ihre Entwicklung – von einem scheinbar privilegierten Leben in der Kuppel bis hin zu den Herausforderungen in den Slums. Ihre Begegnung mit Zero, einem Überlebenskünstler aus den äußeren Zonen, hat der Geschichte noch mehr Tiefe verliehen. Die Beziehung zwischen den beiden war glaubwürdig und gut ausgearbeitet, ohne in klischeehafte Bahnen abzurutschen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen: Er ist flüssig, atmosphärisch und schafft es, die dystopische Welt lebendig werden zu lassen. Der Anfang des Buches baut die Welt und die Hintergründe langsam auf, aber sobald die Handlung an Fahrt aufnimmt, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders spannend fand ich die Mischung aus Science-Fiction-Elementen und der düsteren Realität einer gespaltenen Gesellschaft. Ein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht, dass einige Wendungen vorhersehbar waren, aber das hat meinen Lesegenuss kaum geschmälert. Insgesamt ist Shattered Bonds ein packender Auftakt der Trilogie, der mich neugierig auf die Fortsetzung macht. Wer dystopische Geschichten mit spannenden Charakteren, virtuellen Welten und einem Hauch Gesellschaftskritik liebt, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben!










