
Eva will Karriere, Liebe, Baby und bitte alles gleichzeitig…aber ohne sich festzulegen. Das ist kein innerer Konflikt, das ist emotionales All-you-can-eat auf Kosten aller anderen.
Ich habe mich SO auf diesen 3.Holiday-Brothers-Band gefreut. Und dann bekam ich… das Kommunikationsdesaster von Montana. Ehrlich, dieses Buch ist ein einziges „Redet doch einfach miteinander!“-Schreifest. Eva & Tobias: College-Liebe, Heiratsantrag, sie sagt nein, weil Karriere ruft. Fair enough. Jahre später kommt sie zurück, will bald nach London, denkt sich aber: „Ach komm, ein Drink mit dem Ex geht klar.“ Spoiler: 6 Wochen später ist sie schwanger. Und ich sitze da und frage mich, wie eine moderne, karriereorientierte Frau so entspannt auf „wird schon gutgehen“ setzen konnte. Weihnachtswunder Nummer eins: Die Theorie war gut, die Praxis… eher nicht. Dann beginnt das große Nicht-Reden. Beide wollen das Baby, Alternativen? Werden ignoriert. Stattdessen wärmen sie ihre alte Trennung wieder auf: London gegen Montana, Freiheit gegen Familie. Niemand sagt klar, was er will, aber beide sind maximal verletzt, dass der andere es nicht errät. Eva setzt dem Ganzen die Krone auf, als sie Tobias vorwirft, er hätte sie damals nie gebeten zu bleiben. Äh… war der Heiratsantrag nur Deko?! Tobias will nicht betteln, er will gewählt werden…völlig legitim. Eva hingegen will den Job, den Mann, das Baby und bitte alles gleichzeitig, aber ohne sich festzulegen. Das ist kein innerer Konflikt, das ist ein B*tch Move deluxe. Ich war ehrlich genervt. Richtig genervt. Eva ist über weite Strecken kaum auszuhalten, Tobias dagegen tat mir leid. Er steht da, hofft, liebt, wartet..und bekommt emotionales Tauziehen serviert. Zum Glück reißt das Ende noch einiges raus. Ein Bruder mit klaren Worten, ein bisschen Selbstreflexion und zack…Weihnachtswunder Nummer zwei. Die letzten Kapitel sind plötzlich warm, versöhnlich und genau das, was ich mir früher im Buch gewünscht hätte. Fazit: Der schwächste Band der Reihe. Viel Drama, wenig Nachdenken, aber ein schönes Ende. Tobias verdient das Happy End. Insgesamt: okay, aber definitiv Naughty-List statt Santa-Favorite.























