Mit „Rosmarinküsse in der Toskana“ habe ich mich auf einen locker-flockigen Sommerroman gefreut. Schon das Cover finde ich sehr gelungen und mit gefällt das Pastellrosa, in dem der Hintergrund gehalten ist. Mit dem Schreibstil hatte ich keine Probleme, obwohl es in der dritten Person geschrieben war. Besonders gut gefallen haben mir die bildlichen Beschreibungen der toskanischen Landschaft und des Landhauses. Ich hatte das Buch – dank des Schreibstils und der Geschichte – sogar ziemlich schnell beendet. Der Anfang war ganz nett, jedoch gab es ein oder zwei kitschige Szenen, die mir dann doch ein wenig zu viel waren. Doch mit jeder Seite wurde die Geschichte besser und schlussendlich hat es mir richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen. Ich fand es total interessant, dass Paula Köchin ist und dazu noch auf einem Kreuzfahrtschiff die Restaurantleitung innehat. Doch von Anfang an war klar, dass sie mit dem Weltenbummeln vor irgendetwas flüchtet. Es war super, dass man bis zur Mitte des Buches nicht wusste, vor was Paula geflüchtet ist. Man konnte es auch gar nicht erahnen, was es natürlich noch spannender gemacht hat. Das Setting in der Toskana und dass sich alle alten Freunde wiedertrafen fand ich sehr schön gemacht. Dass dann natürlich Noah, Paulas Jugendliebe, welchen sie auch wegen dieses Geheimnis sitzen gelassen hat, dazukommt und Paula nichts davon wusste, hat für Chaos gesorgt. Denn insgeheim konnte Paula Noah nie vergessen… und er sie auch nicht. Während des Urlaubs stehen sie alle Emotionen durch – angefangen von sich ignorieren bis normal miteinander reden und vielleicht sogar ein wenig mehr. Außerdem bemerkt Paula während des Toskanaurlaubs, dass sie gar nicht so viel vom Leben ihrer Freunde mitbekommt, da sie immer auf dem Schiff ist. Das bringt sie zum Nachdenken und ich finde es super, dass sie hier ein wenig ihr Leben reflektiert. Die Story fand ich an sich echt total schön und sommerlich. Die Protagonisten haben mir allesamt gefallen. Vor allem Paula war für mich sehr interessant. Sie ist praktisch das Gegenteil von mir, denn sie behält vieles für sich und macht deshalb auch so gut wie alles mit sich selber aus. Ich konnte ihre Beweggründe und ihre Zweifel aber durchaus verstehen. Auch die Last, die sie aufgrund des Geheimnisses herumgetragen hat, war keine leichte Kost. Ab und zu war ich echt ein wenig traurig, weil sie es damals vor 10 Jahren nicht leicht hatte. Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist ihre Liebe für gutes Essen. Wenn Paula über das Kochen und Essen redet, dann blüht sie förmlich auf. Noah, ihre Jugendliebe, war total süß, wie er versucht hat um Paula zu kämpfen und scheint schwer in Ordnung zu sein. Leider fand ich, dass man nicht so viel über Noah erfahren hat. Ich konnte zu ihm nicht so eine Beziehung aufbauen wie jetzt bspw. zu Paula oder ihrer besten Freundin Sarah. Apropos Sarah: Auch sie fand ich ganz toll. Sie steht total hinter Paula und gibt ihr Bestes, obwohl sie sich nur wenig sehen. Hannes, ihr Freund, sowie alle anderen Freunde von Sarah, Hannes und Paula waren auch toll. Vor allem Ina und Kübra sind mir im Gedächtnis geblieben. Die zwei sind ein Liebespaar und haben ein offenes Ohr für Paula. Ihnen erzählt sie auch als allererstes von ihrem Geheimnis. Fazit: Ein sommerlicher Liebesroman mit einer sehr herzlichen Protagonistin. Vor allem den Liebhabern von gutem Essen und der italienischen Küche wird bei manch einer Szene das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ich habe es genossen Paulas Geschichte zu lesen!
22. Jan.Jan 22, 2023
Rosmarinküsse in der Toskanaby Emilia ThomasbeHEARTBEAT
