Schattenmagie, Freundschaft und Abenteuer
Shadowrunner von Melissa C. Hill beginnt mit einem interessanten Einstieg, der ein wenig an Harry Potter Reihe erinnert: eine geheimnisvolle Welt, eine besondere Schule und eine Hauptfigur, die plötzlich entdeckt, dass sie aussergewöhnliche Fähigkeiten besitzt. Trotz dieser guten Basis hat mich das Buch jedoch nicht ganz so stark gefesselt. Die Geschichte handelt von Quinn, einem Mädchen, das aufgrund einer seltenen Krankheit praktisch ihr ganzes Leben zu Hause verbringen muss. Sie darf nicht mit Sonnenlicht in Berührung kommen und ist deshalb sehr eingeschränkt in ihrem Alltag. Als jedoch ihre geliebte Ratte ausbüxt, rennt Quinn ihr nach und fällt plötzlich durch ein Schattenloch in die geheimnisvolle Welt Noctura. Dort wird schnell klar, dass Quinn keine gewöhnliche Krankheit hat: Sie besitzt besondere Schattenkräfte. Deshalb wird sie direkt in einer Schule aufgenommen, in der sogenannte Shadowrunner ausgebildet werden. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann Quinn sich frei bewegen, neue Orte entdecken und Freundschaften schliessen. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden Robin und Morgan (Trio wie bei HP) erlebt sie verschiedene Abenteuer und deckt dabei auch einige Geheimnisse auf. Grundsätzlich fand ich die Idee der Geschichte sehr interessant. Die Welt von Noctura mit ihrer Schattenmagie ist originell und unterscheidet sich von vielen anderen Fantasywelten. Auch der Schulalltag in der Akademie ist gut beschrieben und macht das Lesen teilweise flüssig. Trotzdem blieben für mich einige Fragen und Zusammenhänge etwas unklar, was mich gestört hatte. Insgesamt ist dies ein solides Jugendfantasy-Buch mit einer kreativen Grundidee und einer besonderen Welt. Auch wenn mich die Geschichte nicht komplett mitgerissen hat, kann sie für junge Fantasyfans trotzdem unterhaltsam sein.





