Das Buch „Wir waren frei“ hat mir sehr gut gefallen und konnte mich auf mehreren Ebenen überzeugen. Besonders beeindruckend fand ich, dass die dargestellte Zukunft nicht überzogen oder unrealistisch wirkt. Statt einer typischen, stark futuristischen Dystopie begegnet man hier einer Welt, die erschreckend nah an der Realität ist.
Gerade dieser Aspekt macht die Geschichte so eindringlich: Viele der geschilderten Zustände sind nicht bloß Fiktion, sondern für zahlreiche Frauen in verschiedenen Teilen der Welt auch heute noch – oder wieder – bittere Realität. Dadurch bekommt das Buch eine besondere Tiefe und Relevanz, die zum Nachdenken anregt und lange nachwirkt.
Insgesamt ist „Wir waren frei“ ein bewegendes und wichtiges Werk, das nicht nur unterhält, sondern auch sensibilisiert und zum Reflektieren über gesellschaftliche Entwicklungen anregt.
"Sicherheit ist eine Illusion. Jede Sicherheit ist zerbrechlich. Alles kann sich jederzeit ändern, was heute noch Gültigkeit hat, kann morgen schon längst vorbei sein. Wir haben uns so sicher gefühlt in unserem Wohlstand, in unserer schönen kleinen Blase, in der uns Gewalt und Armut und Klimawandel nichts anhaben könnten. Wir waren so dumm."
Wow, ich hatte tatsächlich mit einigem gerechnet, aber eine so starke dystopische Geschichte im ersten Moment nicht. Wir begleiten ein "gutes und systemtreues" Mädchen Vinnie dabei, wie sie anfängt am System zu zweifeln, dass alle Lebendrelevanten Entscheidungen für die Bürger trift. Als Vinnie nun ihren zukünftigen Ehemann kennenlernt, welcher vom Staat Lex für sie ausgesucht wurde, beginnt es in ihr zu bröckeln. Also sie dann noch das Tagebuch eines Jungen findet aus den Anfangszeiten von Lex, dürfen wir eine wirklich spannende Charakterentwicklung beobachten. Diese Frau findet ihre Female Rage und ich liebe es.
Das Buch zeigt viele Probleme der aktuellen Zeit in einer Überspitzten, aber nicht unmöglichen Zukunftsversion und löst damit viel Betroffenheit aus und regt deutlich zur Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Geschehnissen an.
Außerdem stellt es wichtige Fragen zum Thema darf die Sicherheit über alles gestellt werden? Auch über individuelle Bedürfnisse, Privatsphäre und die Möglichkeit allein zu entscheiden.
Und so bleibt die Frage des Buches "Aber ist es denn überhaupt möglich eine Gesellschaft zu erschaffen, in der jeder nach seiner Art glücklich werden kann, ohne das es früher oder später zu Problemen führen wird?" Immernoch unbeantwortet. Aber erschafft ein interessantes Gedankenspiel.
Definitiv eine absolute Leseempfehlung.
Starkes Thema - eine Welt, wo alles vorher bestimmt ist und eigenes Denken nicht erlaubt wird. Wünschte mir dazu einen 2. Teil aus der Sicht der Schwester. Erfährt sie,was passiert ist?
Lest dieses Buch, denn es kann immer und überall passieren...
Diese Dystopie hat mich völlig überrascht. Schon die ersten Seiten haben mich gefesselt und ich war wütend und verzweifelt zugleich. Die Story wird quasi aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen ist da Vinnie, die in einer fiktiven Zukunft auf dem Kontinent Rex lebt. Zum anderen ist da Paul, der zu den ersten Siedelnden auf Rex gehörte und über seine Zeit Tagebuch führte. Dieses Tagebuch ist ein Zeugnis darüber wie schnell aus einem guten Willen eine Diktatur wird. Wie das System unter dem Deckmantel der Sicherheit immer weiter reguliert und die Rechte v.a. der Frauen immer mehr einschränkt. Das Ende hat mich sprachlos zurückgelassen. Einziges Manko: Die Geschichte war leider etwas zu schnell erzählt.
Cover:
Das Cover finde ich richtig edel und gefällt mir super gut! Ich liebe einfach alles daran! Zum einen stellt es einen interessanten Kontrast zum Inhalt des Buches dar, da dieser eigentlich recht düster ist. Zum anderen wirkt es aber sehr edel und fast etwas altmodisch (auf die gute Art), was wiederum einen Aspektes des Buches wunderbar aufgreift. Für mich eines der schönsten Cover in meinem Regal!
meine Meinung:
Ich habe letztes Jahr ein anderes Buch von Keah gelesen und fand dieses wirklich gut, weshalb ich mir direkt auch ihr neues Buch kaufen musste, als es erschienen ist. Leider bin ich erst jetzt - über ein Jahr nach Erscheinungstermin - dazu gekommen es zu lesen und ich bereue es wirklich sehr so lange gewartet zu haben, weil es für mich eines der großartigsten Jugenddystopien ist, die ich je gelesen habe (und jeder,der mich kennt, weiß, dass ich ein richtig kritischer Leser bin, also wenn ich so etwas sage, dann meine ich es so!)
Ich muss sagen, bei diesem Buch, weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, weil ich nach über einer Woche des Lesens immer noch komplett überwältigt von dem Buch bin und kein einziges Wort beschreibt, wie ich mich während des Lesens gefühlt habe.
Keah schafft es mit einem bittersüßen, aber leicht zu lesenden Schreibstil, eine Geschichte zu erzählen, die in unserer heutigen Zeit so wichtig wie noch nie ist.
Wir verfolgen in dieser Dystopie Vinnie, die auf einer künstlich angelegten Kontinent names Lex lebt, wo es üblich ist, dass jede Frau mit 16 Jahren an den - laut Regierung - perfekten Partner zwangsverheiratet wird. Nur stellt Vinnie schnell fest, dass dies wohl nicht auf sie zu trifft. Und als sie dann das Tagebuch von Paul findet, der während der Enstehung von Lex auf den Kontinent eingewandert ist, hinterfragt sie ihre gesamte Lebensvorstellung.
Wie man aus der Beschreibung herauslesen kann, wird die Geschichte aus zwei Zeitebenen erzählt und ich fand beide auf ihre eigene Art bitter und berührend.
Pauls Geschichte zeigt für mich einige Problematiken der heutigen Welt auf und wo wir in den nächsten Jahren hinkommen, wenn sich die geopolitische Lage weiterhin so zuspitzt, wie es gerade scheint. Und gerade das finde ich interessant, da Keah in ihrer Danksagung meint, dass sie das Buch bereits 2016 geplottet hat.
Vinnies Geschichte wiederum hat für mich gerade als Frau eine besondere Bedeutung gehabt und finde sie sehr wichtig, ich möchte nicht zu viel verraten, weil ich finde, dass wirklich jeder dieses Buch lesen sollte!
Für mich ist auch das Ende perfekt für die Geschichte gewählt und hat mich mit einem bedrückten zurück gelassen, da ich schon geahnt habe, dass es so ausgehen könnte. Ich könnte es auf mehreren Ebenen interpretieren, aber zum einen würde das die Wesentliche Aussage des Romanes vorwegnehmen und zum anderen hier den Rahmen sprengen.
Ich appelliere aber an alle: Lest dieses Buch!
Fazit:
Für mich gehört dieses Buch in den Deutschunterricht integriert. Es zeigt wichtige Problematiken in unserer heutigen Zeit auf, ist aber gleichzeitig schnell zu lesen und vermittelt unsere Politische Lage in einer so tollen Art, dass ich hier am liebsten eine eigene Auszeihnung vergeben würde.
„Cora empfiehlt dieses Buch jedem“ oder so ähnlich.
Es ist ein 5 + Sterne Buch für mich.
Ein gute Dystopie mit ein paar Schwächen.
Zu mal die Charaktere, die bis auf die Prota Vinnie mir persönlich etwas zu dünn sind und nicht besonders viel aufgebaut werden.
Dann noch die Situation in der sie zu denken anfängt ist mir zu wenig, da hätte ruhig mehr sein dürfen.
Die Tagebucheintrag von Paul haben mit gefallen.
Das Ende hat mich doch sehr überrascht.
„Wir waren Frei“ von Keah Rieger ist ein sehr bewegendes Buch. Es behandelt aktuelle und sehr wichtige Themen und zeigt auf wo das alles hinführen könnte.
Wir begleiten Vinnie auf dem künstlich angelegten Kontinent Lex durch ihren Alltag und erfahren sehr viel über die Anfänge des Kontinents durch Pauls Tagebuch, welches Vinnie durch Zufall findet.
Mit der Zeit hat sich auf Lex eine Gemeinschaft gebildet, die als friedlich und Konfliktfrei gilt. Aber zu welchem Preis?
Über Pauls Tagebuch erfährt Vinnie einen Teil über die frühere Welt, die Entstehung von Lex und die folgende Entwicklung. Einiges davon bringt ihr Weltbild gehörig ins Wanken und sie zum Umdenken.
Es ist unglaublich spannend Vinnies Entwicklung mit zu erleben, wie ihr Denken sich ändert und was für einen starken Willen sie hat und wie sehr sie ihre Schwester liebt.
Auch das Tagebuch ist wahnsinnig interessant, aber auch erschreckend und unglaublich traurig.
Über Vinnies Schwester hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren, denn sie bleibt etwas blass. Wodurch ich mich beim lesen aber automatisch mehr auf Vinnie konzentriert habe.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, es lässt sich super lesen. Alles ist etwas schlichter gehalten, was für mich sehr gut zur Geschichte passt.
Die Szenarien in diesem Buch sind erschreckend, aber nicht unrealistisch. Ich denke das ist die wichtigste Botschaft. Es regt enorm zum nachdenken an und einiges musste ich erstmal verarbeiten.
Ich habe mir beim lesen unglaublich viele Notizen gemacht, da ich so viel als wichtig empfunden habe.
Zum Ende hin wurde ich immer aufgeregter und nervöser. Es war unglaublich nervenaufreibend, weil ich so mit Vinnie mitgefühlt habe. Ich bin richtig in diesem Buch versunken.
Am Ende dachte ich erst mir fehlt eine Seite und ich habe es dreimal gelesen, weil es mich so erschüttert hat. Ich bin mit ein paar Fragezeichen zurück geblieben und musste erstmal alles sacken lassen.
Ich wäre definitiv für eine Fortsetzung, da in dieser Geschichte noch so viel mehr Potential steckt.
Ich finde die Botschaften in diesem Buch unglaublich wichtig, auch wenn es bedrückend ist. Es werden viele aktuelle oder auch zukünftige Probleme angesprochen und die kann man einfach nicht rosig beschreiben.
Von mir definitiv eine Leseempfehlung für diese großartige Dystopie 🥰