Sarkasmus, Action, Emotionen: Sascha und Charon rocken das Dämonenreich. Rasantes Finale, überraschend sanftes Herz. Baines delivered!
Nach House of War: Dante brauchte ich dringend mehr Dämonenromance – und Sascha hat genau das geliefert. Sarkasmus, knisternde Dynamik und eine Heldin, die man einfach lieben muss. Sascha ist laut Autorin eine „handelsübliche Goth“: schwarze Catsuits, wunderschöne Kleider, tiefschwarzes Make-up und eine große Portion Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein. Blöd nur, dass sie eine Halbdämonin ist – und gefühlt die halbe Dämonenwelt hinter ihr und ihrem kleinen Bruder her ist. Dann wäre da noch Charon – von Sascha liebevoll „Freak“ genannt. Der selbsternannte Fährmann ist cool, sarkastisch, überraschend liebevoll und ja… ein Skelett. Wie man sich in den Tod verlieben kann? Sarah Baines schafft es, ihm Charme und Tiefe zu verleihen, ohne seine dämonische Brutalität zu verlieren. Dieser Spagat gelingt ihr mühelos. Ihre Figuren sind vielschichtig, haben Ecken und Kanten und wirken niemals flach. Gemeinsam suchen Sascha und Charon nach Antworten: Wer war ihr Vater? War der Tod ihrer Mutter wirklich ein Unfall? Und warum sind sie Zielscheibe der Dämonenwelt? Währenddessen entdeckt Sascha ihre eigenen Fähigkeiten, lässt sich von Charon trainieren – und verliebt sich, natürlich widerwillig. Aber Gefühle lassen sich nicht wegdiskutieren. Was ich an Baines so liebe: Man weiß nie sofort, wer Freund oder Feind ist. Wendungen überraschen, Figuren entwickeln sich, und trotzdem wirkt alles stimmig. Zum Ende hin zieht das Tempo deutlich an – rasant, spannend, chaotisch im besten Sinne – bis alles in einem runden, emotionalen Romance-Finale zusammenläuft. Ich habe es wirklich geliebt.
